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Veröffentlicht am 03.01.2023

Spannendes Wissen rund um den Weltraum

Alles klar! Der kleine Drache Kokosnuss erforscht den Weltraum
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Beim Beobachten einer Sonnenfinsternis werden Kokosnuss, Oskar und Mathilda durch ein lautes Zischen auf den Außerirdischen Bobbi von Zitterpappel aufmerksam. Er landet auf der Dracheninsel – und er hat ...

Beim Beobachten einer Sonnenfinsternis werden Kokosnuss, Oskar und Mathilda durch ein lautes Zischen auf den Außerirdischen Bobbi von Zitterpappel aufmerksam. Er landet auf der Dracheninsel – und er hat ein Problem, denn er hat seinem Lehrer erzählt, dass die Erde von Drachen und Stachelschweinen bewohnt wird. Nun muss er Lernstoff wiederholen und dabei durch die Galaxie fliegen, damit er dies so besser lernt. Fortan wird er von den drei Freunden begleitet, denn diese wollten auch schon vieles über die Sterne und die Raumfahrt wissen.

Geschichten rund um den kleinen Drachen Kokosnuss sind mir schon länger bekannt. Dass es diese auch für verschiedene Altersstufen gibt, darüber hatte ich bislang nie so richtig nachgedacht. Dieses Buch ist für Kinder ab sechs Jahren gedacht. Es kommt in einem praktischen Leseformat daher, enthält natürlich dünne Papierseiten und ist in einige Kapitel unterteilt. Diese erstrecken sich über zwei Seiten, wenige auch über vier Seiten.

Der Text ist in einer durchschnittlich großen Schrift geschrieben, meiner Ansicht nach für Erstleser, noch zu viel Text, aber perfekt zum Vorlesen geeignet. Dadurch, dass man auch immer Abbildungen findet sowie tolle Erläuterungen, aus denen sogar Erwachsene noch Wissen mitnehmen können, ist es unterhaltsam und informativ. Die Zeit beim Lesen fliegt nur so dahin. Die Informationen sind kindgerecht geschrieben, jedoch sollten die Kinder auch Interesse an dem Thema haben, finde ich.

Mir gefällt die Verbindung einer Geschichte sowie von tollem Wissen wirklich gut. Die Mischung ist wirklich gut gelungen, Spezialbegriffe werden gut erläutert, sind auch oftmals fett gedruckt. Vorn und hinten im Buch findet man auch noch einmal tolle Abbildungen über die Planeten im Weltall. Ich mag den Drachen Kokosnuss und die Geschichten von, über und mit ihm wirklich gerne. Die Mischung, dass er hier noch den Weltraum erforscht, Wissen fast schon spielerisch weitergegeben wird, finde ich sehr gelungen. Ob dies für Kinder ab sechs Jahren geeignet ist, kann ich nicht genau sagen. Für mich war es super interessant, ich finde die Variante echt gelungen, aus Geschichte und Wissen bzw. Informationen.

Für interessierte Kinder ist dies ein wirklich tolles Buch, von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 03.01.2023

Puh... was stinkt denn da?

Pups! Wer war's?
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In diesem Pappbilderbuch für Kinder ab zwei Jahren geht es um die Aufregung, wenn ein Tier heimlich pupst. Die Tiere sind gemeinsam im Fahrstuhl unterwegs und immer wieder gibt’s ein unangenehmes Lüftchen.

Bücher, ...

In diesem Pappbilderbuch für Kinder ab zwei Jahren geht es um die Aufregung, wenn ein Tier heimlich pupst. Die Tiere sind gemeinsam im Fahrstuhl unterwegs und immer wieder gibt’s ein unangenehmes Lüftchen.

Bücher, die sich um das Thema Pups drehen, kommen bei Kindern meist ja sehr gut an. Das Thema wird oft mit Humor genommen, so auch in diesem Buch. Die Seiten des Buches sind aus stabiler Pappe, außerdem gibt es immer wieder Schieber. So können Kinder auf einer Seite noch mehr entdecken.

Die Bilder gefallen mir sehr gut. Kinder können hier viel entdecken, die Zeichnungen sind gut verständlich, man kann die Tiere klar und deutlich erkennen. Außerdem sind die Bilder schön farbenfroh. Und hinter den Schiebelementen gibt’s natürlich was zu entdecken.

Die Texte sind relativ kurz, da gibt es einen Vierzeiler, dann nur noch zwei Sätze, die sich auch reimen. So sind die Tiere auf der Suche nach dem Pupsübeltäter.

Die Geschichte kam bei uns gut an, sie ist grundsätzlich sehr lustig, schön anzuschauen, durch die Schieber können die Kinder aktiv mitmachen. Für mich ist der Sinn des Buches ein bisschen dahingestellt. Natürlich muss nicht jedes Buch einen Sinn haben, aber bei diesem Buch habe ich es als fast ein bisschen langweilig empfunden. Sicher ist es humorvoll, wie sich die Tiere auf die Suche nach dem Pupser machen, aber irgendwie hat mir hier noch ein bisschen eine Botschaft gefehlt.

Generell eine lustige Geschichte, die Kinder aktiv zum Mitmachen anregt, für mich jetzt nicht der absolute Knaller.

Von uns gibt es dafür 4 von 5 Sternen, hinsichtlich einer Empfehlung bin ich unentschlossen.

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Veröffentlicht am 16.12.2022

Bei Lieselotte ist was los.

Lieselotte bekommt Besuch
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35 Katzen wurden zum Hüten auf den Bauernhof gebracht, diese sind innerhalb weniger Sekunden in alle Himmelsrichtungen verschwunden. Nun macht sich Lieselotte auf die Suche und sieht nach, wo sie diese ...

35 Katzen wurden zum Hüten auf den Bauernhof gebracht, diese sind innerhalb weniger Sekunden in alle Himmelsrichtungen verschwunden. Nun macht sich Lieselotte auf die Suche und sieht nach, wo sie diese vielleicht finden kann. In vielen wimmeligen Bildern geht es jetzt auf die Suche.

Die Kuh Lieselotte kennen wir schon aus anderen tollen Geschichten. Folglich war vor allem ich gespannt, was man in einem Wimmelbuch mit ihr alles entdecken kann.

Dieses Buch kommt in etwa in einem DIN A 3 Format daher, eine schöne Größe um viel zu entdecken. Die Seiten sind aus stabilen Pappkarton. Geeignet ist es für Kinder ab zwei Jahren.

Auf den Doppelseiten gibt es wirklich viel zu entdecken. Die Zeichnungen sind im bisherigen Lieselotte-Stil gehalten, kennt man schon andere Bücher von ihr, dann gibt es hier einen Wiedererkennungseffekt. (Es gibt wohl auch andere Bücher von Lieselotte und – wenn ich das richtig mitbekommen habe, da bin ich aber noch nicht im Thema – sind diese dann der Kinderserie ähnlich. Kann ich aber nicht mit sicher sagen.)

Pro Doppelseite sind es schon ein paar Zeilen Text, was ich teilweise für zweijährige Kinder noch ein bisschen viel finde. Gelegentlich gibt es auch Fragen bzw. Aufgabenstellungen, außerdem ist auf der Buchrückseite auch noch mal auf bestimmte Ausschnitte aus dem Buch hingewiesen.

Grundsätzlich gefällt mir das Lieselotte Wimmelbuch gut. Es kommt auch beim Nachwuchs gut an, denn Liselotte ist bei uns quasi eine alte Bekannte. Auf den Bildern gibt es unheimlich viel zu entdecken, auch die gestellten Aufgaben bzw. Anregungen sind wirklich gut.

Was mir nicht ganz gut gefallen hat, ist die Menge an Text, die sich auf manchen Seiten auftut. Das habe ich als etwas viel empfunden. Auch bei den Farben wirkte es teilweise fast ein wenig düster und dadurch unheimlich.

Von uns gibt es für dieses tolle Lieselotte-Wimmelbuch 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 16.12.2022

Matcha Tee schmeckt auch irgendwann.

Tea Time
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In einem Mietshaus am Weinheimer Marktplatz wohnen die beiden Freundinnen Nina und Franziska. Aus einer feucht-fröhlichen Laune heraus grünen sie den „Klub der Spinnerinnen“, denn jede von ihnen hat doch ...

In einem Mietshaus am Weinheimer Marktplatz wohnen die beiden Freundinnen Nina und Franziska. Aus einer feucht-fröhlichen Laune heraus grünen sie den „Klub der Spinnerinnen“, denn jede von ihnen hat doch eine spezielle Macke. Als Nina dann aber ihre Handtasche verliert, kommen sie in Kontakt mit Andreas Haase, der sich nicht einfach mit Finderlohn abspeisen lassen will. Nun müssen die beiden Freundinnen zusammen helfen…

Bücher von Ingrid Noll lese ich seit meiner Jugend – und freue mich immer wieder über Neuerscheinungen der Autorin. Grundsätzlich kenne ich also ihren Schreibstil schon ziemlich gut. Dieser hat mir auch hier sehr gut gefallen. Das Buch liest sich angenehm, ist meist gut verständlich und definitiv sehr unterhaltsam.

In diesem Buch kommen auch oft französische Sätze vor, zwar kurze Sätze, aber eben dennoch.

Ich habe mir damit schwergetan, da ich nicht Französisch spreche bzw. diese Sprache gelernt habe.

All das hat aber keinen Abbruch getan, denn die Geschichte hat mir grundsätzlich richtig gut gefallen. Es liest sich sehr unterhaltsam, ist außerdem spannend und durchaus witzig und kurios. Die Hauptfiguren sind schon ein bisschen besonders, eben außergewöhnlich, zumindest war das mein Empfinden. Ein bisschen anders als die Masse, eben aber genau das macht diesen Roman auch mit aus. Die Einfälle und wie sich manches dann entsprechend ergibt, fand ich einfach lustig.

Wer den Stil von Ingrid Noll kennt und mag, dem kann ich dieses Buch absolut empfehlen. Für mich war es ein spannender, unterhaltsamer und lustiger Krimi, der nicht wirklich vorhersehbar war. Das war für mich wirklich toll zu lesen.

Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine absolute Empfehlung.

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Veröffentlicht am 16.12.2022

Nein, man ist nicht ständig schuld.

Täglich grüßt das Schuldgefühl
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Mit der Mutterschaft begegnet man auch oft der Frage nach der Schuld. Ist man gerade schuld, weil das Kind vielleicht wieder zu viel Süßes genascht hat? Ist es mein Fehler, dass sich das Kind gerade verletzt ...

Mit der Mutterschaft begegnet man auch oft der Frage nach der Schuld. Ist man gerade schuld, weil das Kind vielleicht wieder zu viel Süßes genascht hat? Ist es mein Fehler, dass sich das Kind gerade verletzt hat? Auch die Frage nach einem anfangs fehlenden Mutterinstinkt taucht im Buch auf. Grundsätzlich geht es hier aber darum, dass man bestärkt wird, dass man eben nicht (an allem) schuld ist. Das Buch soll einem dazu verhelfen, die negativen Gefühle loszuwerden, so dass man tolle, familientaugliche Tipps und somit auch neue Denkmuster erhält.

Auf dieses Buch war ich durchaus sehr gespannt, denn man überlegt als Mama doch öfter mal, inwiefern man an manchen Situationen, manchem Verhalten eventuell Schuld trägt. In diesem Buch, vom Projekt Mamafürsorge geschrieben (bestehend aus Michèle Liussi und Katharina Spangler) setzt man sich mit den unterschiedlichsten „Problemen“ auseinander.

Eingeteilt in verschiedene Kapitel wie „das schlechte Gewissen“, Mutterschaft, Erziehung, Leben mit Kind etc. werden die verschiedenen Schuldfragen bzw. Schuldgefühle kurz geschildert. Dazu erfährt man dann jeweils ausführliche Hintergründe und Informationen bzw. Ratschläge. Diese sind gut verständlich geschrieben, natürlich keine ganz einfache Kost, sondern regen schon auch zum Nachdenken an. Man kann es nicht einfach mal eben ganz schnell nebenbei lesen.

Am Ende eines jeden Kapitels trifft man auf InKrit, die innere Kritikerin, so wie Vera, die innere Freundin (der Name setzt sich zusammen aus Verantwortung, Einfluss, Resultate, Ansprüche). Hier kann man anhand dieser Begriffe näher betrachten, ob das schlechte Gewissen angebracht ist, oder einem vielleicht oftmals auch von Außen mehr oder weniger etwas eingeredet wird. Die Begründungen nehmen auf alle Fälle Druck von Einem. Auch gibt es gute Argumente, die man sich somit auch im echten Leben nützlich machen kann.

Die Fragestellungen bzw. Problemstellungen im Buch, die so geschildert werden, haben mir grundsätzlich gefallen. In einigen Punkten habe ich mich auch wiedererkannt. Für mich war es durchaus hilfreich, denn im Zwiegespräch mit InKrit und Vera bekommt man gute Argumentationen geliefert. Manchmal hätte ich mir noch andere Beispiele gewünscht, gerade was die Fremdbetreuung anbelangt. Hier ist – mein Gefühl – eher nur die Seite der Fremdbetreuung näher beleuchtet. Dass man oftmals aber auch eine Elternzeit heutzutage begründen muss, statt direkt wieder arbeiten zu gehen, kommt eben leider auch vor.

Mir hat das Buch gut gefallen, es gibt tolle Denkanstöße, manches Thema sieht man nach dem Lesen mit anderen Augen. Grundsätzlich sollte man sich nicht so oft selbst in der Schuld sehen. Dinge passieren, weil sie eben passieren. (Kinder verletzen sich auch mal, obwohl man alles gepolstert hat etc.) Was im Buch auch noch toll ist: man kann sich Themen herauspicken, d.h. man muss es nicht von vorn bis hinten lesen, sondern das, was man meint, dass relevant ist.

Teilweise hätte ich mir einfach noch ein bisschen weitere, andere Themen gewünscht. Aber natürlich kann man eben nicht alles ganz beleuchten.

Von mir gibt’s hier 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.


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