Profilbild von evafl

evafl

Lesejury Star
offline

evafl ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit evafl über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2021

So ganz verkehrt ist ein gewisser Abstand manchmal gar nicht…

Am Samstag nach Corona
0

Was werden wir tun, wenn Corona endlich vorbei ist? Mit diesem Buch kann man dies nun planen – ob man direkt wildfremde Leute umarmen möchte oder einfach endlich wieder ohne Maske unterwegs sein kann. ...

Was werden wir tun, wenn Corona endlich vorbei ist? Mit diesem Buch kann man dies nun planen – ob man direkt wildfremde Leute umarmen möchte oder einfach endlich wieder ohne Maske unterwegs sein kann. Dieser Ratgeber der anderen Art gibt dazu amüsante und nicht immer ganz ernst gemeinte Anregungen.

Wie wird unser Alltag aussehen, wenn Corona endlich „besiegt“ ist, keine Ansteckungsgefahr mehr lauert, wie es wohl aktuell noch der Fall ist? Man ist es inzwischen ja gar nicht anders gewohnt – insofern war ich gespannt was die Autoren dieses Buches so an Ideen und Bildern parat haben.

Die Texte im Buch sind jeweils immer kurz gehalten und beginnen immer mit „Am Samstag nach Corona“ – und dann einem kurzen Vorschlag, der dann in vielleicht acht bis fünfzehn Zeilen näher ausgeführt wird. Darunter findet man noch eine angefangene Liste zum jeweiligen Thema, die man gerne noch ergänzen kann.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, die Texte lesen sich leicht und flüssig – einfach unkompliziert. Auch die Listen darunter finde ich gut gemacht, wer mag kann sich hier wirklich Gedanken machen, ganz ernst ist dies natürlich nicht immer gemeint. Teilweise regt es aber auch zum Nachdenken an – beispielsweise was man am meisten vermisst hat. Als einzelne Vorschläge findet man beispielsweise „gehen wir endlich wieder shoppen“ (man kann nun gemeinsam dick ins Geschäft kommen…) -> Vorschlag was man sich zuerst kauft: Hose mit Gummizug. Oder auch: „gehen wir endlich wieder tanzen“ mit einer Liste der Lieder, die man dann auf keinen Fall hören will – „enjoy the silence“. Auf der gegenüberliegenden Seite findet man die jeweiligen Szenen toll und lustig bebildert – Menschen die eben in keine Hose mehr passen bei der Anprobe bzw. Menschenmassen – was ja aktuell undenkbar ist.

Für mich war dies eine schnelle und lustige Lektüre, die durchaus auch Vorfreude geweckt hat. Manches ist natürlich schon eher übertrieben dargestellt, zeigt aber eben auf wie es so ist. (aktuell wie künftig) Viele hatten wohl enorm viel Zeit den Keller aufzuräumen etc. – ich kann da nicht jede Situation nachempfinden. Alles in allem hat mir das Buch ganz gut gefallen, von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.03.2021

Sauber sein will nicht nur das Schwein.

Edition Piepmatz: Seif dich ein, sagt das Schwein
0

Wie bringt man dem Nachwuchs bei, dass es wichtig ist, sich zu waschen und sauber zu halten? Mit diesem tollen Buch – die Tiere kommen mit einem kleinen Spruch daher und erklären dies damit wunderbar.

Bücher ...

Wie bringt man dem Nachwuchs bei, dass es wichtig ist, sich zu waschen und sauber zu halten? Mit diesem tollen Buch – die Tiere kommen mit einem kleinen Spruch daher und erklären dies damit wunderbar.

Bücher für die Kleinen finde ich ja wirklich wichtig – und dieses hier absolut wunderbar. Dieses Pappbilderbuch ist für Kinder ab 12 Monaten geeignet, meiner Ansicht nach ist es aber auch schon vorher machbar. (Vielleicht kommt dann der Inhalt natürlich nicht so an, aber anschauen und vorlesen ist ja auch toll.)

Im Buch findet man auf einer Doppelseite jeweils eine schöne Zeichnung, auf der das links dazu Geschriebene direkt dargestellt wird. Die Tiere hier sind realistisch und doch für ein Bilderbuch geeignet dargestellt, wirklich schöne, farbenfrohe Bilder, aber nicht zu übertrieben. Daneben findet man eine kurze Aussage in Reimform – wie „Windel aus“ – sagt die Maus.

Mir gefällt es, dass die Aussagen so kurz und klar gehalten sind – und auch die optische Darstellung. So sind diese Sätze in einer tollen Schrift abgedruckt und der Hintergrund hat ein tolles Muster auf dieser Seite. Die Tierbilder sind alle unheimlich schön anzusehen – und selbst als Erwachsener muss man bei den Sprüchen dazu schmunzeln. Für mich ist dieses Buch ein gelungenes Pappbilderbuch für die Kleinen, das spielerisch an Badezimmerrituale heranführt. Von mir gibt es hier eine absolute Empfehlung sowie 5 von 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.03.2021

Ein anderer Ratgeber für die erste Zeit mit dem Baby

Das Weleda Babybuch
0

Eigentlich braucht es für ein Baby auf der Welt nicht viel: Liebe, Zeit und Zuversicht. In diesem Buch wird erläutert, was man auf dem Weg von der Schwangerschaft über die Geburt, das Wochenbett bis hin ...

Eigentlich braucht es für ein Baby auf der Welt nicht viel: Liebe, Zeit und Zuversicht. In diesem Buch wird erläutert, was man auf dem Weg von der Schwangerschaft über die Geburt, das Wochenbett bis hin zum Stillen braucht bzw. wie man dies alles natürlich angehen kann.

Es gibt ja viele Ratgeber über und für die Zeit der Schwangerschaft, Geburt, das Wochenbett und zum Thema Stillen. Insofern war ich eigentlich schon gut vorbereitet, dennoch auf dieses Buch inhaltlich gespannt – ich lerne ja immer gerne noch dazu, auch wenn manches inzwischen „vorbei“ ist.

Das Buch ist so aufgebaut, dass es sich kurz mit dem Thema Schwangerschaft bzw. vielmehr Hülle beschäftigt, mehr Zeit aber dann dem Baby auf der Welt widmet. So gibt es dann Kapitel zum Thema Geburt, Wochenbett, Stillen, Schlaf und hinsichtlich der Zeit für sich selbst. Ebenso wird über Ammenmärchen aufgeklärt, was ich durchaus nochmal lustig zu lesen fand. (Wann wird es ein Junge, ein Mädchen, etc.)

Die einzelnen Kapitel sind im Vergleich zu anderen Ratgeberbüchern relativ textlastig, zumindest habe ich das so empfunden. Die Schriftart ist recht klein und man bekommt viel Text, dazwischen auch wunderbare und jeweils passende Bilder. Dennoch war es für meinen Geschmack zu viel Text, der nicht immer ganz konkret formuliert war. Gerade in einer Zeit, in der man die selbige einem Baby widmet, hat man nicht unbedingt enorm viel Zeit um zu Lesen, so dass ich es dann in konzentrierter, strukturierter Textform praktischer finde. (Es ist einfach ein ellenlanger Text in diesem Buch, bei dem ich das Gefühl habe, manches öfter zu lesen.)

Oftmals gibt es Tipps, die man auf einer Seite in einen großen gelben Kasten gepackt und so übersichtlich zusammengefasst hat. Das hat mir grundsätzlich gut gefallen.

Inhaltlich ist das Buch gut verständlich, hier hatte ich keiner Verständnisprobleme. Jedoch gehe ich mit den Vorschlägen nicht ganz konform. Da wird ein warmes Bad als Auszeit im Wochenbett vorgeschlagen. Ja, ich finde Baden auch ganz wunderbar, jedoch ist dies nach einer Geburt mit der erste medizinische Hinweis – bitte ca. sechs Wochen lang nicht baden… (Diese Bade-Empfehlung gibt man im Buch hinsichtlich der Muttermilch bzw. des Stillens.) Ebenso war es mit einzelnen weiteren „Vorschlägen“, man merkt einfach, dass hier die anthroposophischen Werte nach Steiner mitgeteilt werden.

Gut gefallen hat mir, dass man immer mal wieder auf weitere Bücher hingewiesen wird. So kann man sich in manches Thema noch weiter einlesen, wenn es für einen selbst relevant ist.

Dieses Buch hat mich leider eher etwas enttäuscht. Es ist sicher ein toller Ratgeber für manche, ich habe einige Tipps als nicht so toll empfunden, da man im Buch auch teilweise nicht so offen ist. Zumindest habe ich das so empfunden beim Lesen. Ich habe für mich aus anderen Ratgebern und Erfahrungen gelernt, dass Offenheit beim Thema Baby wichtig ist – eine Mama stillt, eine andere gibt Pre-Nahrung mit der Flasche. Der eine trägt viel, der andere nutzt lieber den Kinderwagen. Hier im Buch hatte ich für mich manchmal das Gefühl, dass immer wieder eine Variante als viel besser dargestellt wurde, womit man Eltern meiner Ansicht nach auch ein schlechtes Gewissen einreden kann. Ebenso hat mich dieser Schreibstil etwas genervt, da für mich manches doch oft fast wiederholt wurde, ich diesen ellenlangen Textfluss nicht gut fand für einen Ratgeber. Manche der erwähnten Tipps sind für mich außerdem logisch, aber gut, nicht für jeden Leser.

Von mir gibt es hier 3 von 5 Sternen, hinsichtlich einer Empfehlung bin ich unentschlossen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.03.2021

Vom Otter Ferdinand, der schwimmen lernt.

Ferdi & Flo - Der kleine Otter lernt schwimmen (Band 1)
0

Ferdinand ist ein kleiner Otter, der gemeinsam mit seinen Eltern am Fluß unter einer alten Weide wohnt. Gemütlich treibt er gerne mit seiner Mama auf dem Wasser – auf ihrem Bauch liegend. Doch irgendwann ...

Ferdinand ist ein kleiner Otter, der gemeinsam mit seinen Eltern am Fluß unter einer alten Weide wohnt. Gemütlich treibt er gerne mit seiner Mama auf dem Wasser – auf ihrem Bauch liegend. Doch irgendwann ist damit Schluss und sie erklärt ihm, dass er nun selbst schwimmen muss. So übt sie mit ihm das schwimmen. Ferdi hat jedoch unheimlich Angst davor – was passiert denn, wenn er untergeht? Doch da lernt er die unerschrockene Florentine, eine kleine Ente kennen, die keine Angst vor dem Wasser hat. Kann sie ihm helfen seine Ängste zu überwinden?

Dieses tolle Vorlesebuch kommt mit unheimlich tollen Bildern daher, das muss ich direkt mal vorab loswerden. Der Schreibstil des Buches gefällt mir gut, es ist gut zum Vorlesen geeignet, enthält alle wichtigen Informationen und ist gut verständlich. Die Altersempfehlung für dieses Buch liegt bei vier Jahren, ich würde dies fast eher etwas heraufsetzen. Die Kapitel erschienen mir dafür fast ein bisschen zu lang.

Für Erstleser ist es aber sicher auch gut geeignet. Hier finde ich die Idee der Stern-Sticker, die hinten im Buch eingeklebt sind, echt toll. Diese kann man vorn im Buch bei den jeweils gelesenen Kapiteln einkleben, hier gibt es eine tolle Übersicht mit dem Flußlauf. Das finde ich richtig gut und motivierend.

Die Geschichte ist absolut schön geschrieben – zum Einen ist es natürlich spannend zu lesen, wie Ferdi hier Fortschritte macht, zum Anderen natürlich auch sehr unterhaltsam, welche Abenteuer er mit der kleinen Ente Flo erlebt. Für mich war das eine echt gelungene Abwechslung im Buch.

Von mir gibt es hier eine Empfehlung für dieses tolle Kinderbuch, das für mich eine Mutmach-Geschichte liefert. Lediglich die Kapitellänge gefällt mir für die entsprechende Altersempfehlung nicht ganz so gut. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.03.2021

Mit dem Rad unterwegs durch Franken.

Abenteuer zwischen Bamberg und Würzburg - Lilly und Nikolas als Pedalritter auf dem Main-Radweg
0

In den Ferien besuchen Lilly und Nikolas ihren Onkel Richard samt Familie in Bamberg. Er hat sich etwas tolles ausgedacht, denn nach einer Erkundung der Stadt samt Museumsbesuch und natürlich Sams-Führung ...

In den Ferien besuchen Lilly und Nikolas ihren Onkel Richard samt Familie in Bamberg. Er hat sich etwas tolles ausgedacht, denn nach einer Erkundung der Stadt samt Museumsbesuch und natürlich Sams-Führung machen sie eine Radtour. Diese wird ein paar Tage dauern – so radeln sie entlang dem Main und entdecken tolle Orte wie Zeil am Main, Schweinfurt, Dettelbach, Kitzingen und auch Würzburg. Dabei wird es absolut nicht langweilig, denn sie besuchen natürlich auch tolle Einrichtungen wie den Wildpark, eine Wallfahrtskirche oder auch das Zeiler Fotomuseum.


Kinderbücher müssen meiner Ansicht nach nicht immer „nur“ unterhalten, sondern dürfen für mich auch gerne etwas lehrreich sein. So hat mir der Ansatz, dass man hier beim Lesen dank einer Radtour die verschiedenen fränkischen Orte kennenlernt, echt gut gefallen.


Der Schreibstil des Buches ist für Kinder gut zu lesen. Es ist verständlich geschrieben, die Sätze sind nicht zu lange und inhaltlich ist es doch auch spannend und unterhaltsam. Manchmal war es mir zu „touristisch“ bzw. vom Ton her so, wie es eben ein Fremdenführer erzählt. Natürlich kommt ein solcher auch mal im Buch zu Wort, aber hier hätte man diese Informationen vielleicht noch etwas schöner einfließen lassen können. Das war für mich fast ein wenig zu „werbewirksam“. Ich finde es toll, dass all diese schönen Orte bzw. Einrichtungen wie Museen, ein Freizeitpark oder auch der botanische Garten vorgestellt werden, so dass Kinder da richtig Lust drauf bekommen, diese Orte auch erkunden zu wollen. Manchmal wirkte es für mich jedoch ein bisschen zu beworben.


Von der Geschichte her hat es mir gut gefallen, dass man hier mal eine Radtour macht, das habe ich von keinem anderen Buch bislang so gelesen. Insofern war dies für mich neu. Manche geschilderten Besuche sind natürlich fürs Buch etwas „besser ausgefallen“, als das tatsächlich immer möglich ist. (Museum konnte man unter der Woche besuchen obwohl es eigentlich nur am Wochenende geöffnet war; vom Würzburger Rathausturm die Aussicht genießen -> dieser Turm ist nicht dauerhaft geöffnet.) Aber gut, sowas fällt unter künstlerische/schriftstellerische Freiheit.


Alles in allem hat mir dieses Buch echt gut gefallen. Die Geschichte ist toll, verständlich geschrieben, unterhaltsam, spannend und lustig. Kinder erfahren etwas über die verschiedenen fränkischen Orte, das finde ich grundsätzlich richtig klasse. Leider kam es für mich als Erwachsene manchmal etwas zu „werbewirksam“ vor. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass man bei Kindern so das Interesse am Erkunden der verschiedenen Orte gut wecken kann. Von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere