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Veröffentlicht am 10.01.2020

Auf dass unsere Männer nie Witwer werden!

Der König der Tiere
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Jürgen von der Lippe hat sich die unterschiedlichsten Gedanken gemacht, Witze zusammengetragen und somit ist dieses Buch entstanden, das dann in einer Lesung vertont wurde. Zusammen mit Nora Tschirner ...

Jürgen von der Lippe hat sich die unterschiedlichsten Gedanken gemacht, Witze zusammengetragen und somit ist dieses Buch entstanden, das dann in einer Lesung vertont wurde. Zusammen mit Nora Tschirner und Max Giermann wechselt und ergänzt er sich wunderbar dabei, die verschiedenen Sketche, Witze und Geschichten vorzutragen.

Beim Laufen werde ich ja immer wieder gerne gut unterhalten und mag es, wenn ich dabei vor allem lustige und unterhaltsame Geschichten anhöre. Von daher war ich auf diese Unterhaltung wirklich gespannt. Bei dieser Aufzeichnung handelt es sich um eine, die bei einer Aufzeichnung getätigt wurde. Folglich hört man natürlich das Publikum auch lachen bzw. klatschen. Für mich war das völlig in Ordnung, vielleicht macht es sogar mehr Spaß, es so zu hören.

Zusammen mit Max Giermann und Nora Tschirner trägt Jürgen von der Lippe diese unterschiedlichen Stücke hier vor, man kann regelrecht dabei hören, wie viel Spaß sie selbst hatten. Mir hat es sehr gut gefallen, dass diese beiden Schauspieler mit von der Partie waren, da sie beide sich immer wieder wunderbar in die unterschiedlichsten Rollen einfinden könnten. Gerade Max Giermann kennt man ja vielleicht von Switch Reloaded oder Sketch History, wo er wunderbare Parodien abliefert. Von Nora Tschirner, die ich als Schauspielerin sehr mag, war ich hier auch positiv überrascht, mir hat es gut gefallen, wie sie die Rollen gesprochen hat.

Natürlich ist auch Jürgen von der Lippe mit von der Partie, er spricht auch immer wieder verschiedene Rollen und somit Sketche, moderiert das Ganze wirklich sehr unterhaltsam. Die Geschichte „Der König der Tiere“ ist ja grundsätzlich von ihm, so dass er inhaltlich dahinter steckt.

Die verschiedenen Sketsche sind durchaus schon sehr lustig und unterhaltsam, gelegentlich hab ich sie aber auch als derb, zu tief unter die Gürtellinie gehend empfunden. Ich glaube wirklich, dass ich da nicht empfindlich bin, aber das war mir dann ein bisschen zu viel des Guten. War es zwar einerseits so lustig, weil die Sketche so toll gesprochen bzw. parodiert wurden, so war mir das einfach ein bisschen zu blöd.

Grundsätzlich hat mir dieses Hörbuch bzw. vielmehr diese Lesung echt gut gefallen, die Personen, die es sprechend, lesen bzw. spielen machen dies wirklich toll. Humormäßig sind für mich aber ein paar Entgleisungen dabei, weshalb ich 4 von 5 Sternen vergebe, leichte Tendenz zu 3 Sternen. Eine Empfehlung spreche ich aber dennoch aus.

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Veröffentlicht am 09.01.2020

Einblicke in die Methoden der Forensik

Anatomie des Verbrechens
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In diesem Buch schildert Val McDermid, die sonst Krimiautorin ist, wie die Gerichtsmedizin vorgeht, d.h. welche Methoden wann wie angewandt werden bzw. wurden. Von der Spurensicherung an einem Brandort ...

In diesem Buch schildert Val McDermid, die sonst Krimiautorin ist, wie die Gerichtsmedizin vorgeht, d.h. welche Methoden wann wie angewandt werden bzw. wurden. Von der Spurensicherung an einem Brandort über die forensische Entomologie über die Toxikologie bis hin zu Blutspuren bzw. der DNA.

Mit dem Thema Ermittlungen rund um einen Todesfall habe ich mich schon immer wieder mit unterschiedlichster Literatur beschäftigt, ich finde, dass dies ein sehr spannendes und interessantes Gebiet ist. Insofern war ich auf dieses Buch gespannt, wobei ich sagen muss, dass ich von der Autorin bis dato noch nichts gehört geschweige denn gelesen habe...

Im Buch erläutert sie in einem angenehmen Schreibstil die verschiedensten Meilensteine der Forensiker - dies tut sie auf angenehme Art und Weise. Für mich war alles gut verständlich, natürlich tauchen hier immer wieder entsprechende Fachbegriffe bzw. Fremdwörter auf, aber diese kennt man meiner Ansicht nach dann auch, wenn man sich mit diesem Thema beschäftigt.

Inhaltlich ist alles soweit gut verständlich, teilweise hat mir der Schreibstil nicht ganz zugesagt, da ich manches als etwas umständlich beschrieben empfunden habe, so dass hier eine gewisse Langeweile mit der Zeit aufkommt. Für mich wurde das Interesse durch diesen „Umbruch“ ein bisschen eingedämmt. Natürlich ist es auch so, dass man hier die Entwicklung der Forensiker sieht, worauf man sich dann auch einlassen muss. (Einerseits ist das natürlich spannend, oftmals ist es aber auch ungewohnt etwas über frühere Ermittlungsmöglichkeiten zu lesen, einfach weil man aktuell natürlich viel weiter ist bzw. andere Methoden nutzt.)

Sehr lustig fand ich die immer wieder auftauchende Eintagesfliege, die man auf den Buchseiten an immer wieder anderen Stellen abgedruckt findet.

Für mich war dies eine spannende, informative und interessante Lektüre, bei der man zu den verschiedensten Methoden auch immer wieder Beispiele aufgeführt bekommt. Die Beispiele sind verständlich und interessant ausgewählt, für mich war das Buch inhaltlich jetzt aber nichts wirklich Neues mehr, da ich mich mit diesem Thema schon mehrfach beschäftigt habe, aber da kann ja das Buch nichts für. Von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen und für Interessierte eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 07.01.2020

Und Gibraltar ist die Hauptstadt von Singapur!

Das Leben ist keine Waldorfschule
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Mischa-Sarim Vérollet kann es absolut gut, Geschichten erzählen. In diesem Hörbuch hat er die unterschiedlichsten Erlebnisse zusammengefasst und man darf bei einer aufgezeichneten Live-Lesung daran teilhaben, ...

Mischa-Sarim Vérollet kann es absolut gut, Geschichten erzählen. In diesem Hörbuch hat er die unterschiedlichsten Erlebnisse zusammengefasst und man darf bei einer aufgezeichneten Live-Lesung daran teilhaben, wie er auf einem Festival unterwegs war, hört wie seine Kindheit als NDH-Kind (nicht-deutscher-Herkunft) war und noch viele Geschichten mehr.

Gerade beim Laufen höre ich unheimlich gerne Hörbücher, so dass ich mich nun echt auf „Das Leben ist keine Waldorfschule“ gefreut habe. Mischa-Sarim Vérollet habe ich vor einigen Jahren schon auf Poetry Slams live erlebt, so dass ich grundsätzlich wusste, in welche Richtung die Art der Geschichten gehen könnte.

Die Geschichten liest bzw. trägt er hier selbst vor, er hat eine angenehme Stimme, man kann alles gut und deutlich verstehen, auch inhaltlich würde ich sagen, dass da keine Schwierigkeiten bestehen. Für mich war es jedenfalls so.

Unterhalten wird man dann auch wirklich richtig gut. Die knapp achtzig Minuten vergehen wie im Flug, denn die Geschichten sind nie langweilig und es kommt immer wieder sehr unerwartet. Ob diese alle tatsächlich so geschehen sind, ist mir nicht bekannt, manches ist schon eher recht phantasievoll ausgeschmückt, anderes klingt in gewisser Weise durchaus glaubhaft. Die Art von Humor, die er hat, mag ich unheimlich gerne, so ist es kein platter, sondern ein amüsanter, wohlüberlegter Humor. Natürlich geht’s auch mal unter die Gürtellinie, aber das in keiner extremen Art und Weise.

Mir hat diese Geschichtenzusammenstellung, vorgelesen vom Autor, sehr gut gefallen. Ich wurde super unterhalten, die Geschichten waren durchdacht und sehr lustig, skurril und echt kurios. Sowas mag ich unheimlich gerne. Von mir gibt es hier eine Empfehlung und 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 05.01.2020

Intensive Einblicke in eine starke Familie.

Alles Liebe
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Mit diesem Buch erzählen Shari und André Dietz die Geschichte ihrer Familie und vor allem die ihrer Tochter Mari, die das Angelman-Syndrom hat. Dabei handelt es sich um einen seltenen Gendefekt, so dass ...

Mit diesem Buch erzählen Shari und André Dietz die Geschichte ihrer Familie und vor allem die ihrer Tochter Mari, die das Angelman-Syndrom hat. Dabei handelt es sich um einen seltenen Gendefekt, so dass sie nie richtig sprechen können wird, nur schwer laufen lernt und geistig auf dem Stand eines Kleinkindes bleibt. Zusammen mit ihren drei Geschwistern wächst Mari auf und so erlebt die ganze Familie, welche besonderen Situationen sich so ergeben – und wie normal das Leben aber dennoch sein kann.

Auf dieses Buch war ich insofern sehr gespannt, da ich rund um die Buchveröffentlichung online immer mal wieder etwas mitbekommen habe, bislang aber einfach nicht die Zeit zum Lesen dafür hatte. Nun habe ich das Buch gelesen – und hatte es schnell durch, was aber auch dem guten Schreibstil geschuldet ist.

Im Buch wechseln sich Shari und André Dietz beim Schreiben der Kapitel immer mal wieder ab, so dass man auf manche Ereignisse auch die unterschiedlichen Sichtweisen/Empfindungen lesen kann. Die Ereignisse sind nicht immer chronologisch aufgeführt, sondern man geht auch mal ein paar Jahre zurück, dann wieder vor, was aber absolut in Ordnung ist – ich kam beim Lesen nicht durcheinander. Durch manche Rückblende sieht man vielleicht dann sogar noch einmal besser, wie das Puzzle dann zur späteren Zeit zusammenpasst.

Der Schreibstil des Buches hat mir unheimlich gut gefallen, denn es liest sich wirklich sehr gut und flüssig. Es ist verständlich geschrieben, aber dennoch keine einfache Lektüre. Wenn André schreibt, ist es manchmal vielleicht noch eine Spur „flapsiger“, als wenn Shari dies tut – was aber für mich absolut in Ordnung ist. Die beiden habe ich durch das Buch als wirklich ehrliche und liebenswürdige Menschen empfunden, die sich als Eltern enorm bemühen, durchaus auch an ihre Grenzen kommen, sich aber gut organisieren können und auch Zeiten weiterhin als Paar genießen.

Die Geschichte von Familie Dietz und der Diagnose Angelman-Syndrom, die man für Mari nach vielen Arztterminen erst stellen konnte, ist durchaus bewegend. Ich finde es absolut bemerkenswert, wie die Familie sich und ihren Alltag hier organisiert, durchaus auch mal an ihre Grenzen kommt. Auch verstehe ich die Kritik von André (S. 56) an der Forschung in Deutschland, für Mari erhält man so u.a.Tipps vom Angelman-Verein und einem Arzt an einem Krankenhaus in Boston (Tipps, die wohl wirklich weiterhelfen, nicht dass hier ein falscher Bezug entsteht!). Das Buch ist keinesfalls ein „Aufklärungsbuch“ über das Angelman-Syndrom, gibt aber viele interessante Einblicke, ich habe definitiv einiges erfahren und für mich mitgenommen, wenngleich es mich nicht betrifft. Es ist aber auch auf keinen Fall so, dass im Buch „nur“ Mari ein Thema ist, denn es gibt ja noch drei weitere Dietz-Kinder. So erfährt man über alle etwas, auch wie diese Kinder im Umgang mit Mari leben – und man darf vor allem viel mit Humor sehen, denn so schwer alles auch ist, so sind Shari und André Dietz doch wirklich sehr humorvolle Menschen. Sehr offen, ehrlich und direkt – und sehr positiv und optimistisch eingestellte Menschen, so habe ich das zumindest beim Lesen erlebt.

Für mich war dies eine mehr als lesenswerte Lektüre, wenngleich mich das Thema nicht betrifft. Ich finde es spannend auch über Bereiche, mit denen ich bislang nicht in Berührung gekommen bin, etwas Neues zu erfahren – und das ist den beiden mit ihrem Buch so wirklich wunderbar geglückt. Ich wünsche ihnen von Herzen, dass sie auch ein Stück Aufklärungsarbeit bezüglich des Angelman-Syndroms leisten, ich habe dies so zumindest erfahren. Von mir gibt es für dieses unterhaltsame, aber auch sehr bewegende und dennoch humorvolle Buch eine absolute Empfehlung und 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 02.01.2020

Eine bewegende Familiengeschichte.

Mädelsabend
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Mit dem Umzug ins Seniorenheim Burg Winnenthal ist Walter nicht wirklich einverstanden, was er auch immer wieder seiner Frau Ruth gegenüber äußert. Dorthin sind sie gezogen, nachdem Ruth gestürzt ist. ...

Mit dem Umzug ins Seniorenheim Burg Winnenthal ist Walter nicht wirklich einverstanden, was er auch immer wieder seiner Frau Ruth gegenüber äußert. Dorthin sind sie gezogen, nachdem Ruth gestürzt ist. Ruth hingegen gefällt es auf Burg Winnenthal richtig gut, sie genießt die Gesellschaft der Damen um sie herum, die in einem ähnlichen Alter sind. Sie blüht regelrecht auf und freut sich auch immer wieder über den Besuch von ihrer Enkelin Sara, die auch auf den Rat ihrer Oma zählt.

Hörspiele sind für mich ja gerade auf längeren Autofahrten immer wieder eine tolle Unterhaltung, so vergeht die Zeit wie im Flug. „Mädelsabend“ klang nach einer vielversprechenden Geschichte, zumal sie ja von Eva Mattes vorgelesen wird, die ich gerne mag.

Die Geschichte wird von Eva Mattes sehr angenehm vorgelesen, teilweise vorgetragen aber auch fast schon gespielt. Man kann sie wirklich gut verstehen, es ist toll, wie sie für die verschiedenen Rollen ihre Stimme immer wieder verstellt, so dass man direkt merkt, welche Person nun wie spricht. Für mich war das in dieser Hinsicht schon mal absolut gelungen.

Auch inhaltlich ist diese Familiengeschichte wirklich sehr gelungen. Es ist interessant, wie Ruth immer wieder auf die Vergangenheit zurück blickt und dann davon erzählt, oftmals auch ihrer Enkelin Sara. Teilweise fand ich die Schilderungen fast bedrückend, durchaus traurig aber auch wütend stimmend. Dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass dies auch tatsächlich so war – wenngleich es nur eine Geschichte ist.

Zu Beginn habe ich tatsächlich ein bisschen gebraucht, bis ich mit der Geschichte und den einzelnen Personen vertraut war. Dann aber hat alles für mich gut gepasst und die 6 CDs (Immerhin fast sieben einhalb Stunden Laufzeit) waren auf einmal schon alle durch.

Alles in allem hat mir „Mädelsabend“ wirklich gut gefallen. Eine tiefgründige, aber wirklich unterhaltsame und bewegende Familiengeschichte wird hier erzählt, vorgelesen von der wunderbare Eva Mattes. Für mich war inhaltlich alles gut verständlich, waren auch die Zeitsprünge gut nachvollziehbar, ebenso die entsprechenden Schilderungen. Entsprechend spreche ich eine Empfehlung aus und vergebe 5 von 5 Sternen.

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