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Veröffentlicht am 21.12.2021

Spannend, emotional und düster

Götterverse / Ballade der Nacht
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Der zweite Band der Götterverse-Reihe erzählt die Geschichte um Siran, Avina und Darian spannend weiter. Doch auch die gesamte Jaresh-Familie wird diesmal in die Geschehnisse mit hineingezogen. Die Charaktere ...

Der zweite Band der Götterverse-Reihe erzählt die Geschichte um Siran, Avina und Darian spannend weiter. Doch auch die gesamte Jaresh-Familie wird diesmal in die Geschehnisse mit hineingezogen. Die Charaktere erwarten in diesem Band schwere Schicksalsschläge und interessante Offenbarungen.
Diesmal gibt es mehr Perspektiven, so kommen hier beispielsweise Codan, Haron oder Reik auch zu Wort, wobei es bei der Erzählform bei der 3. Person bleibt. Nicht immer sind alle Charaktere am selben Ort, sondern quer über das Land verteilt. Durch die zusätzlichen Perspektiven erfährt man daher, was bei allen gerade los oder um wessen Leben man bangen muss. Dieser Band ist etwas düsterer als sein Vorgänger und man bekommt manchmal das Gefühl, die Autorin mag es, ihre Charaktere und damit uns Leser zu quälen. Dafür wird es aber auch emotionaler und gewisse Personen finden näher zusammen.
Der Schreibstil trägt einen wieder flott durch die Seiten und die Geschichte bleibt durchweg spannend. So manche pikanten Geheimnisse kommen hier ans Licht und lassen einen mit großem Erstaunen zurück. Im letzten Drittel wird es sogar so spannend, dass man beim Lesen vergisst zu atmen und nur noch betet, dass wenigstens etwas gut werden wird.
Die Handlung und ihre Geschehnisse werden zunehmend ernster, denn Armyrillia ist kein leichter Gegner und einfach nur boshaft.
Das Ende sorgt dafür, dass man ganz dringend den nächsten Band benötigt und ich bin schon sehr gespannt drauf zu erfahren, wie die Geschichte weitergehen wird. Wer diese Reihe noch nicht kennt, dem kann ich sie nur ans Herz legen. Es ist einfach eine ganz tolle High Fantasy Welt mit sehr sympathischen Charakteren, die einem immer mehr ans Herz wachsen.

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Veröffentlicht am 21.12.2021

Erneut voller Spannung, Wortwitz und mit vielen neuen Erkenntnissen

The Equilibrium Chronicles
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Im zweiten Band um die Auftragskillerin Mia geht es spannend weiter. Nachdem Mia von Rick auf die Straße gesetzt wurde, wird sie von dem Dämon Dan aufgesammelt und erfährt eine ganz neue Version des Krieges ...

Im zweiten Band um die Auftragskillerin Mia geht es spannend weiter. Nachdem Mia von Rick auf die Straße gesetzt wurde, wird sie von dem Dämon Dan aufgesammelt und erfährt eine ganz neue Version des Krieges und so einiges über sich selbst. Und als wenn all die neuen Offenbarungen nicht schon genug wären, scheinen plötzlich ihre Gefühle verrückt zu spielen und sie weiß zwischendurch nicht mehr, wem sie nun wirklich noch vertrauen kann.
Dieser Band knüpft nahtlos an seinen Vorgänger an konfrontiert den Leser direkt mit vielen neuen Infos. Nicht nur Mia, sondern auch wir selbst müssen hier so einiges verarbeiten. Dabei bekommt man die neuen Wahrheiten aber schön portionsgerecht verabreicht, sodass man sie selbst erstmal gut verarbeiten kann.
Neben den Dämonen mischen nun auch die Engel mit und wir dürfen die Bekanntschaft mit einem nicht sehr reizenden Vertreter dieser Art machen. Währenddessen hadert Mia mit ihrem Schicksal und muss sich entscheiden, auf wessen Seite sie eigentlich stehen will. Dabei verliert sie aber nicht ihre Schlagfertigkeit und hat erneut gute Sprüche auf Lager.
Die Geschichte geht somit spannend weiter und ich finde es total faszinierend, was die Autorin da für ein Weltenkonstrukt auf Basis des christlichen Glaubens erschaffen hat. Auch wenn alles, was man über Engel und Dämonen zu wissen glaubte, komplett auf den Kopf gestellt wird.

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Veröffentlicht am 21.12.2021

Von Gefühlen und der Macht von Musik

Frozen Queen. Das Lied des Winters
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Das Reich Avendar wird eisern von der Schneekönigin regiert, Singen, Tanzen und Musizieren sind strengstens verboten. Wer sich nicht daran hält, der wird vom Achatkrieger aufgespürt und all seiner Erinnerungen ...

Das Reich Avendar wird eisern von der Schneekönigin regiert, Singen, Tanzen und Musizieren sind strengstens verboten. Wer sich nicht daran hält, der wird vom Achatkrieger aufgespürt und all seiner Erinnerungen beraubt. Auch Malin ereilte dieses Schicksal. Ohne zu wissen, woher sie kommt und ob sie noch Familie hat, versucht sie, Arbeit zu finden und gelangt so ungewollt an den Königshof. Dort fürchtet sie sich zwar vor einer erneuten Begegnung mit dem Achatkrieger, kommt aber auch der Wahrheit auf die Spur.
Das Buch ist unterteilt in drei Abschnitte. Während der erste und dritte das aktuelle Geschehen schildern, lässt uns der zweite in die Vergangenheit abtauchen und mit verfolgen, was damals geschehen ist und was es mit der Schneekönigin auf sich hat. Im ersten Abschnitt kommen einem schon so einige Vermutungen, allerdings gingen die meisten bei mir dann doch in die völlig falsche Richtung. xD
Der Schreibstil trägt einen locker durch die Geschichte, welche von Malin in der Ich-Form erzählt wird. Malin ist eine nette junge Frau, die zu jedem freundlich ist und keine Arbeit scheut. Warum sie ihre Erinnerungen hergeben musste weiß sie nicht, doch sie vermutet, dass es mit dem einzigen Gegenstand zusammenhängen könnte, der ihr aus ihrem alten Leben noch geblieben ist. Der Achatkrieger ist ein mysteriöser Charakter, den alle fürchten und doch fühlt Malin eine unerklärliche Verbundenheit zu ihm. Die Handlung schreitet rasch voran und Malin gelingt es schnell, sich an damals zu erinnern, was dann im zweiten Abschnitt geschildert wird.
Das Finale ist genau passend für eine Märchenadaption und zeigt, was wahre Liebe bewirken kann. Dies ist eine wundervolle Geschichte über die Macht der Musik, über Freundschaftsbande und Gefühle, die nicht einfach ausgelöscht werden können. Hier erwarten den Leser liebevolle Charaktere, eine eisig verzauberte Welt und eine Schneekönigin, wie man sie sich vorstellt. Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 12.11.2021

Vampir meets High Fantasy ganz frei von Klischees

Minó - Die Vampir-Trilogie / Die Steine der Erlösung
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Minó ist nun schon sehr lange ein Vampir und wünscht sich, wieder ein Mensch zu sein. Daher fackelt er auch nicht lange, als ihm der Magier Rondal seine Hilfe anbietet und dafür verlangt, dass Minó ihm ...

Minó ist nun schon sehr lange ein Vampir und wünscht sich, wieder ein Mensch zu sein. Daher fackelt er auch nicht lange, als ihm der Magier Rondal seine Hilfe anbietet und dafür verlangt, dass Minó ihm dafür ein magisches Buch und die drei Steine der Erlösung besorgen soll. Somit beginnt für ihn eine Reise quer durch Fehngau, auf der ihm allerdings leise Zweifel kommen. Welche Absichten hat Rondal wirklich und wieso versucht plötzlich der Dämon Arbaras Fehngau zu erobern?
Direkt am Anfang des Buches stecken wir zusammen mit Minó schon in seiner ersten Mission, dass Buch zu beschaffen. Der Schreibstil ist hier locker und flüssig und entführt uns in die fantastische Welt Fehngau. Ohne viel Drumherumgerede begeben wir uns mit dem Vampir auf seine Reise und lernen ihn schnell mögen. Minó ist schon ein echt cooler Typ. Er geht seinen Weg, trifft seine Entscheidungen schnell und obwohl er nicht so der kumpelige Typ ist, sehnt er sich doch manchmal nach einem Weggefährten für seine Reise. Dabei begegnen ihm auf dieser so einige andere Charaktere, die sich oft mysteriös und geheimnisvoll geben (und einen dabei echt in den Wahnsinn treiben können) oder sich als gute Freunde oder auch sehr nervig erweisen.
Obwohl Minó die Steine für seine Rückverwandlung in einen Menschen suchen will, wird er doch durch seine Mission auch irgendwie zum Helden gemacht, denn die Steine sollen es möglich machen, Arbaras wieder sicher wegzusperren. Somit ist der Vampir der einzige, der Fehngau noch retten kann, auch wenn das zu Beginn so gar nicht seine Absicht war.
Das Erzähltempo ist schon ziemlich schnell. Allerdings kommt so auch keine Langeweile auf und man sollte auch beachten, dass man hier ja quasi einen von drei Buchteilen in Händen hält. Der Autor hat nämlich ein ganz dickes Buch geschrieben und sich dann dazu entschlossen, es in drei Teile aufzuteilen. Dadurch muss man auch nicht lange auf die nächsten Teile warten. Zum Glück, denn das Ende ist hier ziemlich gemein und ich bin sehr gespannt darauf, wie es wohl weitergehen wird und welche Rollen die versteckten Andeutungen haben werden.

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Veröffentlicht am 11.11.2021

Märchenhaft und etwas düster

Herzenmacher
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Leo gelangt eines Tages in eine Parallelwelt, die der unseren sehr ähnlich ist. Dort erfährt er, dass er eigentlich selbst von dort stammt und ein besonderes Talent besitzt: Er ist ein Herzenmacher.

Man ...

Leo gelangt eines Tages in eine Parallelwelt, die der unseren sehr ähnlich ist. Dort erfährt er, dass er eigentlich selbst von dort stammt und ein besonderes Talent besitzt: Er ist ein Herzenmacher.

Man merkt bei diesem Buch sofort, dass man diesmal ein Jugendbuch des Autors in den Händen hält. Der Protagonist Leo ist schon älter und man ist direkt von einer geheimnisvollen und leicht düsteren Stimmung umgeben. Als Leo ein Gespräch in der Spielzeugwerkstatt seiner Mutter belauscht, folgt er einem unbekannten Mann und gerät in eine andere Welt, die wie ein Spiegelbild der seinen zu sein scheint. Allerdings ist es dort wesentlich gefährlicher und es gibt keine moderne Technik.

Leo kommt bei dem Spielzeugmacher Fernand unter, bei dem seine Mutter ihr Handwerk gelernt haben soll. Hier erfährt er so einiges über seine Herkunft und von der Rebellion gegen die Winterhexe. Diese verweilt schon zu lange in ihrem Amt und überzieht das Land mit ihrer Kälte.

Die Stimmung im Buch ist wie schon erwähnt oft recht düster, aber man fühlt sich auch manchmal wie in einem Märchen. Die Hexe selber scheint einem entsprungen zu sein, ist sie doch wunderschön und erinnert an die klassische Schneekönigin. Ihre Diener hingegen bringen die Dunkelheit mit sich. Da wären einmal die Krähen, welche einst Menschen waren, und die Todeshändler. Diese holen sich Lebenszeit von den Menschen und geben ihnen dafür Geld oder Geschenke.

Das Talent des Herzenmachens ist in dieser Welt etwas ganz besonderes, denn so werden einfache Blechfiguren lebendig und erfüllen die ihnen bestimmten Aufgaben. Und genau dieses Talent ist für die Rebellen besonders wichtig, warum, dass verrate ich jetzt natürlich nicht.

Das Buch fängt ganz gemächlich an. Leos anfängliche Zeit auf der anderen Seite bringt uns Lesern erst einmal die Welt näher und lässt uns auch die Hexe kennenlernen. Danach nimmt die Geschichte rasch an Fahrt auf und man ist so gebannt von der Handlung, dass man mit dem Lesen nicht mehr aufhören mag. Leo muss hier richtig über sich hinaus wachsen und er setzt sich für seine Sache mit all seinem Herzblut ein. Er selbst und all die Charaktere, die ihn auf seine Reise begleiten, wachsen einem schnell ans Herz und man bangt somit oft um ihr Leben.

Dieses Buch ist auf jeden Fall wieder ein Meisterwerk des Autors und ich kann es nur wärmstens weiterempfehlen!

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