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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2024

Ruhiger, aber trotzdem spannend

Water's War (Die Chroniken von Solaris 4)
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Nachdem Vhalla mit der Axt aufgebrochen ist und sich Zeit für sich selbst nehmen wollte, bleibt ihr allerdings nicht so viel Ruhe vergönnt wie erhofft. Schnell wird klar, dass sie zum Turm zurückkehren ...

Nachdem Vhalla mit der Axt aufgebrochen ist und sich Zeit für sich selbst nehmen wollte, bleibt ihr allerdings nicht so viel Ruhe vergönnt wie erhofft. Schnell wird klar, dass sie zum Turm zurückkehren sollte.
Der vierte Band der Chroniken von Solaris verläuft etwas ruhiger als seine Vorgänger, wird dadurch aber nicht weniger spannend. Vhalla findet hier zu ihren Wurzeln zurück und man erkennt, wie sehr sie sich doch entwickelt hat. Haupthandlungsort sind der Turm und der Palast. Natürlich trifft Vhalla auf Aldrik, aber man muss ihr zugutehalten, dass es hier nicht die schnelle Versöhnung gibt und Vhalla auch nicht in nervigen Liebeskummer vergeht. Stattdessen hat sie andere wichtige Dinge zu tun, z.B. mit Victor an der Axt arbeiten.
Die Handlung offenbart so einiges über Aldriks Vergangenheit mit den Kristallen, Aldriks Verlobte hat eigene Pläne und dann passiert auch noch etwas unsagbar Trauriges. Das Traurige hat mich wirklich kalt erwischt und ich hatte seit langem mal wieder Tränen in den Augen, weil mich diese Szenen einfach so sehr mitgenommen haben und ich nur denken konnte: „Warum tut die Autorin uns das an?“. Auch ohne Kriegsgeschehen bekommt man hier somit einiges geboten.
Am Ende gibt es einen starken Plottwist und damit bereitet dieser Band uns auf das Finale vor, denn der nächste Band ist ja leider schon der Letzte. Ich bin jetzt jedenfalls sehr gespannt aufs Finale und kann es kaum erwarten.

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Veröffentlicht am 02.08.2024

Episches Finale

Cassardim 3: Jenseits der Tanzenden Nebel
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Der letzte Cassardim-Band dreht nochmal so richtig auf und lässt absolut keine Langeweile aufkommen. Ich weiß gar nicht, was ich hierzu noch groß sagen soll, es ist einfach ein grandioser Band. Ich habe ...

Der letzte Cassardim-Band dreht nochmal so richtig auf und lässt absolut keine Langeweile aufkommen. Ich weiß gar nicht, was ich hierzu noch groß sagen soll, es ist einfach ein grandioser Band. Ich habe die Charaktere sehr in mein Herz geschlossen und bin noch immer fasziniert vom Weltenbau. Das Ende ist einfach nur episch und passt perfekt. Es ist ungewöhnlich, aber auch außergewöhnlich und es hätte wohl nicht passender sein können, auch wenn ich mit diesem Ausgang so gar nicht gerechnet habe.
Kurzum: Eine sehr empfehlenswerte Reihe, mit einem guten Finale. Ich werde mir nun man die anderen Bücher der Autorin anschauen.

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Veröffentlicht am 02.08.2024

Interessante Geschichte, aber mit Längen

Das Dunkle in mir
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Ladislava, genannt Lada, ist die Tochter des walachischen Fürsten. Sie ist kriegerisch, schlau und versucht mit allen Mitteln die Aufmerksamkeit ihres Vaters auf sich zu lenken. Doch dieser wäre glücklicher, ...

Ladislava, genannt Lada, ist die Tochter des walachischen Fürsten. Sie ist kriegerisch, schlau und versucht mit allen Mitteln die Aufmerksamkeit ihres Vaters auf sich zu lenken. Doch dieser wäre glücklicher, wenn sie stattdessen ein Junge wäre. Ladas kleiner Bruder Radu hingegen wird von seinem Vater gemieden, weil er zu weich ist.
Der Kern dieser Geschichte ist die bekannte Geschichte des zukünftigen Vlad Dracul, doch hier spielt die Autorin mit einem Geschlechtertausch und so ist Lada Vlad.
Die Handlung wird aus Ladas und Radus Perspektiven erzählt und wechselt situationsbedingt hin und her. Lada ist ein ziemlich eigenwilliges Mädchen, dass genau weiß was sie will und den Umstand verflucht, als Mädchen geboren zu sein. Das Verhältnis zu ihrem Bruder ist ziemlich durchwachsen, doch im Grunde ihres Herzen liebt sie ihn. Sie hat halt ihre eigene Art mit ihm umzugehen, wobei sie auch versucht, ihn fürs Leben abzuhärten.
Radu ist ein wahrlich zartes Blümchen, er beneidet seine Schwester, versteckt sich vor anderen um deren Mobbing zu entgehen und ist doch ein ziemlich schlaues Kerlchen.
Als die beiden Geschwister als Friedenspfand an den Sultan übergeben werden, entwickeln sie sich in unterschiedliche Richtungen. Lada bleibt immer ihrer Heimat treu, während Radu Frieden im Islam findet. Die Freundschaft mit dem Sohn des Sultans macht allerdings die Beziehung der beiden wesentlich komplizierter.
Die Handlung des Buches hat mich nicht allzu sehr gefesselt, denn man begleitet Lada und Radu überwiegend in ihrem Alltag und dabei, wie sie ihren eigenen Weg finden, in der neuen Heimat glücklich zu werden. Es passiert nicht immer allzu viel, nur die höflichen Intrigen sorgen für etwas Pepp. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Beziehung zwischen den Charakteren und deren persönlichen Entwicklung.
Ich selbst bin eigentlich eher eine Fantasy-Leserin, aber da ich die Geschichte des echten Vlad interessant finde, habe ich mich für dieses Buch interessiert. Wer gerne historische Romane liest oder solche, wo Gefühle und Charakterentwicklung im Vordergrund stehen, kann hier beherzt zugreifen. Wer Fantasy mag, ist hier hingegen völlig falsch, wobei das Cover schon ziemlich fantasymäßig aussieht.
Ich selbst werde die Reihe tatsächlich weiterverfolgen, da die Handlung für mich erst am Ende so richtig interessant wurde. Das Buch ist auch wirklich gut geschrieben, nur für mich als eigentlicher Fantasy-Fan halt eher ungewohntes Terrain.

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Veröffentlicht am 23.07.2024

Wesentlich besser als der erste Band

Rule of the Aurora King
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Nachdem der erste Band dieser Reihe mir nicht ganz so gut gefallen hat, wollte ich dem Ganzen noch eine Chance geben, vor allem, weil immerhin Nadirs Perspektive mein Interesse aufrechterhalten hat.
In ...

Nachdem der erste Band dieser Reihe mir nicht ganz so gut gefallen hat, wollte ich dem Ganzen noch eine Chance geben, vor allem, weil immerhin Nadirs Perspektive mein Interesse aufrechterhalten hat.
In diesem Band geht es weiter im Wechsel von Lors und Nadirs Perspektive und wir bekommen daher ganz viel von Nadir. Nadir und Lor müssen sich hier zusammentun, denn sie verfolgen dasselbe Ziel und allein kann Lor nichts ausrichten. Die Handlung hat mich diesmal wesentlich mehr gefesselt und auch Lor gefällt mir besser. Sie ist zwar noch immer eine ziemliche Kratzbürste, aber aufgrund ihrer Erlebnisse konnte ich das sehr gut nachvollziehen. Die Beziehung zwischen Nadir und Lor ist einfach nur herrlich. Die zanken sich so wunderbar oft und doch müssen beide erkennen, dass da was zwischen ihnen ist. Diese Spannungen führen zu jeder Menge Spice, auf den gut hätte verzichten können, da mir die Sprache einfach zu vulgär wurde. Dies ist auch mein einziges Manko bei diesem Band. Immerhin hat Lor einen eisernen Willen, den ich sehr gefeiert habe.
Ansonsten hat mir sehr gut gefallen, dass es Rückblenden in die Vergangenheit gab und dort erzählt wurde, was Lors Großmutter verzapft hat.
Nach der Lektüre von diesem Band freue ich mich nun immerhin direkt auf die Fortsetzung und bin richtig gespannt auf den Fortlauf der Geschichte.

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Veröffentlicht am 08.07.2024

Nicht ganz so runder Abschluss

From the Red Fog 5
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Der fünfte und damit finale Band dieser grandiosen Reihe spielt fünf Jahre später und zeigt uns einen Ruwanda, der sich fragt, warum ihm das Töten keine Freude mehr bereitet. Als er von einer Mordserie ...

Der fünfte und damit finale Band dieser grandiosen Reihe spielt fünf Jahre später und zeigt uns einen Ruwanda, der sich fragt, warum ihm das Töten keine Freude mehr bereitet. Als er von einer Mordserie an Prostituierten erfährt, kehrt er nach London zurück.
Dort erhofft er sich eine Antwort auf sein inneres Dilemma zu finden, indem er den Mörder stellt.
Natürlich treffen wir auch Ivan wieder, der sich Macalo angefreundet hat, die nun eine gute Reporterin werden möchte.
Ruwandas Jagd nach dem sogenannten Ripper ist durchaus spannend und auch die Auflösung, wer dieser eigentlich ist, war echt gut. Doch schlussendlich bleibt Ruwanda eine gequälte Seele und auch die Sache mit der gemeinsamen Vergangenheit mit Macalo löst sich hier nicht befriedigend auf. Da hätte ich mir schon durchaus mehr von erwartet. Somit bin ich nicht viel schlauer als am Ende des vierten Bandes und habe durch diesen fünften Band eher ein Wiedersehen mit Ruwanda und Ivan geliefert bekommen. Alles in einem wie immer unterhaltsam, aber nicht sehr gewinnbringend.

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