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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.01.2025

Sollten "okaye Tage" ausreichend sein?

Okaye Tage
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Sam aus Stockholm macht ein Praktikum in London und trifft bereits zum 2. Mal auf Luc. Es passt auf Anhieb zwischen ihnen und sie beginnen eine Beziehung mit der Deadline von Sams Rückkehr nach Schweden ...

Sam aus Stockholm macht ein Praktikum in London und trifft bereits zum 2. Mal auf Luc. Es passt auf Anhieb zwischen ihnen und sie beginnen eine Beziehung mit der Deadline von Sams Rückkehr nach Schweden im Nacken. Aber kann das gutgehen?

Auf dem Cover sieht man eine blonde junge Frau mit Sonnenbrille und rotem Shirt, die nicht in die Kamera blickt, die Schultern hochgezogen, eher abwehrende Haltung. Das steht vermutlich sinnbildlich für die Generation dieser Zeit, denn es kann nicht Sam mit ihren schwarzen Haaren sein.... Ein eher nichtssagendes und trotzdem plakatives Cover.

Vom Schreibstil her und der Idee, abwechselnd zwischen Lucs und Sams Sichtweise zu pendeln, finde ich das Schreiben von Jenny Mustard gelungen. Der Roman wurde so hoch gelobt, dass ich neugierig wurde. Leider wurde ich enttäuscht und kann diesen Hype nicht nachvollziehen. Wenn das eine Abbildung der heutigen Generation der Twentysomethings sein soll, tun sie mir sehr leid. Ist diese Unentschlossenheit und die Betäubung durch Alkohol und andere Drogen tatsächlich so verbreitet? Warum kann man sich der Realität nicht stellen und daran arbeiten? Diese Zerissenheit ist im Roman tatsächlich sehr gut dargestellt, schafft es jedoch nicht, mich zu berühren. Deshalb kann ich diesen Roman leider nicht empfehlen.

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Aus dem "Grinch" wird eine Weihnachtsliebhaberin

Christmas Cake und Glitzerschnee
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Jenny muss beruflich nach Edinburgh, um für ihr Münchner Labor ein Gerät kennenzulernen. Da auch ihre Großmutter, die sie nie kennengelernt hat, in Edinburgh lebt, schaut sich Jenny das Haus an und wird ...

Jenny muss beruflich nach Edinburgh, um für ihr Münchner Labor ein Gerät kennenzulernen. Da auch ihre Großmutter, die sie nie kennengelernt hat, in Edinburgh lebt, schaut sich Jenny das Haus an und wird erkannt und reingebeten. Dabei lernt sie ihren "Stief-Cousin" kennen und er wettet mit ihr, aus ihr eine Weihnachtsliebhaberin zu machen und Jenny auf diesem Wege Edinburgh zu zeigen. Dabei kommt es, wie es kommen muss....

Auf dem E-Book-Reader nicht so gut erkennbar, hat das "echte" Cover ein stimmungsvolles Weihnachtscover mit einer schneebedeckten schottischen Straße, einem Paar im Schneegestöber und viel Glitzer und Sternen. Das passt sehr gut zum Buch und lädt Weihnachtsfans zum Zugreifen ein.

Ursi Breitenbach gelingt es, einen sofort in die Atmosphäre Edinburghs eintauchen zu lassen und das weihnachtliche Setting romantisch, aber nicht kitschig zu beschreiben. Das Buch macht große Lust auf Edinburgh und auf Weihnachten generell. Die Idee mit der "Weihnachtswette" finde ich gut und auch wenn die Lovestory vorhersehbar ist, macht das Lesen Spaß. Außerdem finde ich es sehr erholsam, in diesem Buch kein großes Drama mit Mißverständnissen und/oder kurzzeitiger Trennung vorzufinden, obwohl Spannungen eingebaut sind. Deshalb kann ich das Buch empfehlen und hoffe auf weitere Bücher fürs nächste Weihnachtsfest.

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Veröffentlicht am 15.01.2025

Drei für eine

Weihnachten kann kommen
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Lucy will unbedingt diesen Pitch mit Miller Active. Dafür überbringt sie sogar ihre Unterlagen persönlich kurz vor Weihnachten zum CEO von Miller Active. Er wohnt mitten in Schottland und Tief Scrooge ...

Lucy will unbedingt diesen Pitch mit Miller Active. Dafür überbringt sie sogar ihre Unterlagen persönlich kurz vor Weihnachten zum CEO von Miller Active. Er wohnt mitten in Schottland und Tief Scrooge sorgt für Schneechaos und entsprechend auch für Lucys Beinbruch. Es kommt, wie es kommen muss: Sie muss über Weihnachten bei den Millers bleiben und die Dinge nehmen ihren Lauf...

Das Cover von "Weihnachten kann kommen" zeigt gezeichnete Mistelzweige und rote Beeren. Das ist zwar weihnachtlich und passt grundsätzlich zum Titel, aber ist alles in allem eher nichtssagend und nicht ganz passend zum Buch. Hier hätte sich ein weihnachtliches "Glitzercover" mit ganz viel Schnee angeboten.

Sarah Morgans Weihnachtsbuch ist fast schon Tradition bei mir, ich mag ihren flüssigen und gut vorstellbaren Schreibstil. Aber der Anfang des Buches hat mich nicht überzeugt, ich habe mich schon gefragt, ob ich mich dieses Jahr "vergriffen" habe. Aber mein Durchhalten wurde belohnt, ab dem Zeitpunkt, als Lucy auf die Millers trifft, ist der Humor von Sarah Morgan wieder da und das Buch wurde wieder richtig unterhaltsam und schön. Schön war auch, dass wir Leser im Prinzip drei Lovestorys "zum Preis von einer" bekamen. Danke dafür!

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Tolles Setting, starke Charaktere

Winterzauber in Athen
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Jen ist eigentlich im Weihnachtschaos mit ihrer Agentur "Jeden Tag Weihnachten". Trotzdem will sie mit ihrem Freund nach Paris und ist entsprechend enttäuscht, als er Paris wegen eines Arbeitsnotfalls ...

Jen ist eigentlich im Weihnachtschaos mit ihrer Agentur "Jeden Tag Weihnachten". Trotzdem will sie mit ihrem Freund nach Paris und ist entsprechend enttäuscht, als er Paris wegen eines Arbeitsnotfalls absagen muss. Deshalb lässt sich Jen von ihren Freunden überreden, ihn auf seiner Geschäftsreise in Athen zu überraschen und fliegt mit ihrer Freundin Bonnie nach Athen. Dort stellt sie fest, dass David sie belogen hat und gar nicht in Athen ist! Da es keinen Flug nach London gibt, lässt sich Jen auf Athen ein, was vor allem auch mit dem Griechen Astro zu tun hat. So nehmen die Dinge ihren Lauf.

Ein wunderschönes, weihnachtliches Glitzer-Cover für "Winterzauber in Athen"! Eine silberne Glitzerschrift, silberne Schneeflocken, goldene Sterne lassen das Buch auch haptisch zu etwas Besonderem werden. Eine Dämmerung in tollen Farben, griechische Säulen und ein Paar, das sich unter einem Regenschirm küsst. Alles sehr stimmig und einladend.

Kein Winter ohne ein "Winterzauber"-Buch von Mandy Baggot, das gehört für mich mittlerweile dazu. Ich musste schmunzeln, als ich las, dass das Buch in Athen spielt, führt uns der Urlaub in diesem Jahr doch genau dorthin. Deshalb vielen Dank für die Tipps, auch wenn wir nicht im Winter dort sein werden. Ich mag Mandy Baggots Schreibstil, auch dieses Mal war ich direkt in der Geschichte drin und konnte mir die Protagonisten und das Setting sehr gut vorstellen. Natürlich ist schnell absehbar, wie es ungefähr mit Jen und Astro enden wird, aber wer will bei solchen Büchern kein Happy-End? Über die Namen wie Astro, Achilles und Plato musste ich sehr lachen, heißen die Griechen tatsächlich so? Vielleicht werde ich das noch herausfinden... Auf jeden Fall ein unterhaltsames Buch und ein interessantes, ganz anderes "Ziel". Deshalb bin ich schon sehr gespannt, wohin uns die Autorin im nächsten Winter entführen wird.

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Veröffentlicht am 01.01.2025

Eine selbstbewusste Frau geht ihren Weg

Not your Darling
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Margaret ergreift ihre Chance, aus England nach Hollywood zu flüchten. Auch wenn sie dafür lügen und betrügen muss. Aber sie schafft es und versucht, in Hollywood Fuß zu fassen und ihren Traum, Maskenbildnerin ...

Margaret ergreift ihre Chance, aus England nach Hollywood zu flüchten. Auch wenn sie dafür lügen und betrügen muss. Aber sie schafft es und versucht, in Hollywood Fuß zu fassen und ihren Traum, Maskenbildnerin zu werden, zu verwirklichen. Dabei trifft sie einige Männer, manche tun ihr gut, manche weniger. Und diese bekommen es zu spüren... denn Margaret/Loretta ist nicht "Everybodys darling"!

Das Cover ist links orange, rechts lila und zeigt hauptsächlich auf der linken Seite in schwarz-weiß eine junge Frau in Kostüm und Hut, die selbstbewusst in die Kamera blickt. Dieser forsche Blick und der Titel "Not your darling" passen perfekt zusammen und geben einen Ausblick auf das Buch.

Katherine Blakes Schreibstil gefällt mir gut, er ist flüssig, gut beschreibend, so dass ich mir die Charaktere, allen voran natürlich "Loretta" sehr gut vorstellen konnte. Obwohl - oder gerade deswegen? - Loretta so komplett anders ist als ich, konnte ich mich gut in sie hineinversetzen und ihre Handlungen erschienen mir nachvollziehbar. Hollywood in den glamourösen Fünfzigern, was für eine Zeit und was für eine Frau, die ihrer Zeit voraus war und ihren Weg gegangen ist, ohne sich um die Meinung anderer zu scheren. Wären wir in dieser Beziehung doch alle ein bisschen Loretta.... Ich freue mich schon auf den nächsten Roman von Katherine Blake und bin gespannt, auf welche "Reise" sie uns dann mitnimmt...

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