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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2025

In einem Rutsch durchgelesen

Horror-Date
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Raphael hat nicht mehr lange zu leben und über eine spezielle Art einer Dating-Plattform eine Frau kennengelernt, der es ähnlich geht. Da ihm die Kraft für das Treffen "in Echt" fehlt, zwingt er seinen ...

Raphael hat nicht mehr lange zu leben und über eine spezielle Art einer Dating-Plattform eine Frau kennengelernt, der es ähnlich geht. Da ihm die Kraft für das Treffen "in Echt" fehlt, zwingt er seinen besten Freund Julius, an seiner Stelle hinzugehen. Ohne Vorbereitung kann das ja nur in die Hose gehen, so viel ist von Anfang an klar.

Das Cover ist gezeichnet und zeigt einen geöffneten RTW, einen Mann und eine Frau mit Infusionsgestell, die in Richtung der untergehenden Sonne laufen. Das ist sehr bezeichnend und sagt schon viel über das Buch aus, das gefällt mir sehr gut. Unter dem schwarzen Titel Horror-Date steht in rot die "Warnung", dass es sich um keinen Thriller handelt, wie man es bei Sebastian Fitzek erwartet. Und mit Sicherheit trifft auch der umklammerte Zusatz (Obwohl man beim Dating auf viele Psychos trifft) garantiert auf Datings zu. Wer den ersten "Nichtthriller" von Fitzek gelesen hat, erkennt die Ähnlichkeit der Cover, auch wenn die beiden Bücher unabhängig voneinander sind.

Mit diesem Buch beweist Sebastian Fitzek, dass er nicht nur Thriller kann. Dieses Buch zeigt von einem sensiblen und trotzdem humorvollen Umgang mit dem Thema Tod & Sterben. Es hat Tiefgang und veralbert das Thema und die Ängste Sterbender nicht, im Gegenteil. Und trotzdem ist es spannend, weil man sich fragt, wie Julius aus der Nummer wieder herauskommt. Die Idee mit dem QR-Code fand ich spitze... Das Buch konnte ich nicht mehr weglegen, die kurzen Kapitel sind perfekt und die Zeichnungen zwischendrin lockern auch manch ernste Themen immer wieder auf. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und mich zum Nachdenken gebracht, deshalb kann ich das Buch nur absolut empfehlen.


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Veröffentlicht am 09.05.2025

Engmaschig

In unseren Träumen ist immer Sommer
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Gertie liebt Tagträume und flüchtet sich immer noch hinein, obwohl sie längst erwachsen ist. Ihre Familie besteht aus ihrer Mutter, ihrer Großmutter und den Damen des Strickclubs, mit denen sie ihre gesamte ...

Gertie liebt Tagträume und flüchtet sich immer noch hinein, obwohl sie längst erwachsen ist. Ihre Familie besteht aus ihrer Mutter, ihrer Großmutter und den Damen des Strickclubs, mit denen sie ihre gesamte Freizeit verbringt. Bis sie von zwei ehemaligen Mitschülerinnen "gefunden" wird und die beiden ihr den Job am örtlichen Mini-Flughafen anbieten. Das rüttelt Gerties Welt gehörig durcheinander...

Das Cover von "In unseren Träumen ist immer Sommer" ist in Pastellfarben gehalten und zeigt vorne ein Cottage, den Fluss und mehrere Häuserreihen, dazu Blumen und Schmetterlinge. Ein sehr "schwärmerisches" Cover. Meiner Meinung nach passt der Titel nicht so ganz zum Buch, der englische Titel "Close knit", engmaschig, passt viel besser zu Gertie und zum Buch.

Jenny Colgans Schreibstil und Humor (ich sage nur die Stricknadeln an unpassendem Ort!) gefällt mir gut. Für meinen Geschmack war das Buch anfangs zu idyllisch verfasst und hat etwas gebraucht, bis es an Fahrt aufgenommen hat. Je weiter die Geschichte ging, umso besser wurde es. Es gab nicht nur unterhaltsame, sondern auch viele spannende, ich möchte fast sagen "Action-Szenen", die vermutlich total unrealistisch sind, aber dafür handelt es sich ja um einen Roman. Deshalb möchte ich sagen, das Durchhalten lohnt sich. Als Fazit würde ich sagen, es handelt sich für mich nicht um das beste Buch von Jenny Colgan, aber insgesamt kann ich es trotzdem empfehlen.

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Veröffentlicht am 02.05.2025

Teilweise leicht, teilweise sehr schwer zu lesen

Der Sommer ohne Männer
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Mia hat nach einem Nervenzusammenbruch, nachdem ihr Mann Boris eine "Pause" vom Eheleben braucht, wieder zu sich gefunden und verbringt den Sommer in der Stadt ihrer Kindheit, in der Nähe ihrer Mutter. ...

Mia hat nach einem Nervenzusammenbruch, nachdem ihr Mann Boris eine "Pause" vom Eheleben braucht, wieder zu sich gefunden und verbringt den Sommer in der Stadt ihrer Kindheit, in der Nähe ihrer Mutter. Sie gibt Mädchen Lyrikunterricht und verbringt einen Sommer ohne Männer, obwohl Männer sie in ihren Gedanken und Reflexionen permanent begleiten.

Das Cover des kleinen Bandes zeigt einen blauen Himmel mit weißen Wattewölkchen, wie gemalt. In der Mitte in einem weißen Kreis der Titel "Der Sommer ohne Männer". Das ist eher nichtssagend und könnte für jedes beliebige Buch stehen, das im Sommer spielt.

Siri Hustvedt kann schreiben, aber auch verwirren. Teilweise war ich sehr tief in der Geschichte und den Protagonistinnen drin, teilweise dachte ich nur: Was will sie mir sagen?! Es sind viele kluge Beobachtungen und Feststellungen darin und als Literaturstudentin musste ich u.a. darüber schmunzeln, dass Mia während ihres Studiums "den Tod des Autors erleben" musste, denn das muss in diesem Fach jeder. Aber für alle, die nicht vom Fach sind oder auf dem Weg dazu, dürfte dieses Buch einige Fragezeichen hinterlassen. Insgesamt sind mir einige Gedankengänge und -sprünge verborgen geblieben und ich denke, so wird es einigen Lesern ergehen. Deshalb hege ich diesem Buch gegenüber eher ambivalente Gefühle und bin mir nicht sicher, was ich insgesamt von ihm halten soll. Vielleicht muss ich den Inhalt sacken lassen und in ein paar Jahren nochmal lesen?!

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Wenn Träume wahr werden

Lindt & Sprüngli (Lindt & Sprüngli Saga 1)
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Rudolf Sprüngli will seine kranke Mutter gesund machen und kauft beim Apotheker Flückiger Schokolade. Als sie auch tatsächlich gesund wird, erkennt er seine Begeisterung für die Schokolade, sie wird ihn ...

Rudolf Sprüngli will seine kranke Mutter gesund machen und kauft beim Apotheker Flückiger Schokolade. Als sie auch tatsächlich gesund wird, erkennt er seine Begeisterung für die Schokolade, sie wird ihn weiterhin auf seinen Wegen begleiten.

Das Cover ähnelt einer Tafel Lindt-Schokolade in rot und gold, was schon mal eine gute Idee ist und direkt auf den Inhalt verweist. Außerdem zeigt es in der Mitte die Chocolaterie Lindt & Sprüngli sowie von hinten eine Frau mit ihrem Jungen. Sehr passend und geschmackvoll ausgewählt.

Der Prolog hat mich etwas verwirrt, für mich hat sich nicht geklärt, wer das jetzt genau ist, nur dass sie sich in Zürich bei Lindt & Sprüngli befinden, ist klar. Danach war ich schnell in der Geschichte drin und fand die Entstehung der Confiserie Sprünglich gut erklärt, aber mir war die Geschichte etwas zu langatmig geschrieben und ich habe mir insgesamt mehr zum Thema Schokolade erhofft. Wie Lindt dazu kommt, erfährt man vermutlich in einem weiteren Teil und als neugieriger Mensch werde ich vermutlich auch den nächsten Teil lesen. Ich hoffe jedoch, der nächste Teil ist dann noch etwas lebendiger erzählt und es geht mehr um das Hauptthema, die Schokolade. Mir hat jedoch die Botschaft des Buches, gibt nicht auf, verfolge deine Träume, lass` sie wahr werden, sehr gut gefallen. Diese Erinnerung brauchen die meisten von uns, das kann man gar nicht oft genug hören oder lesen.

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Veröffentlicht am 15.04.2025

Fröhlich/Kleis wie man sie kennt und mag

Älter werden ist wie jung sein, nur krasser
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Das Freundinnen-Duo Susanne Fröhlich und Constanze Kleis schreibt über ein Thema, über das viele nicht so gerne reden: das Älterwerden. Beide sind über 60 und wissen, über was sie schreiben. Sie tun das ...

Das Freundinnen-Duo Susanne Fröhlich und Constanze Kleis schreibt über ein Thema, über das viele nicht so gerne reden: das Älterwerden. Beide sind über 60 und wissen, über was sie schreiben. Sie tun das wie bereits in ihren vorigen Büchern: mit ganz viel Humor und einem Augenzwinkern. Deshalb ist es sowohl informativ als auch unterhaltsam.

"Älter werden ist wie jung sein, nur krasser" hat ein leuchtend gelbes Cover mit weißer und pinkfarbener Schrift und am oberen Rand eine pinkfarbene Glasur mit bunten Streuseln. Das sieht sowohl appetitlich als auch fröhlich aus und gibt dem Buch den Hingucker-Moment, um den Klappentext zu lesen und sich im besten Fall für das Buch zu entscheiden.

Beide Autorinnen haben diverse Selbstversuche wie Eisbaden, VHS-Kurs zum Thema Steuern, etc. ausprobiert und erzählen davon. Außerdem berichten sie aus dem reichen Erfahrungsschatz ihrer Freundinnen, die sich ungefähr im gleichen Alter befinden und ähnliche Themen haben. Das bringt einen sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken, eine gelungene Mischung, die bei einem "Sachbuch" nicht immer gegeben ist und je nach Thema viel öfter so umgesetzt werden sollte. Auch wenn ich noch ein Stück jünger als die Autorinnen bin, kann ich viele Anregungen nachvollziehen und bei vielen Themen ist es gut, sich lieber früher darüber Gedanken zu machen und das Thema umzusetzen. Deshalb danke an das Team Fröhlich/Kleis für die humorvollen Tipps und den Schubs in die richtige Richtung! Bis zum nächsten Buch, ich freue mich darauf.

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