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Veröffentlicht am 24.05.2025

Unerschrockenes Mädchen

Lichterloh - Stadt unter Ruß
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Mit Rußstadt lernt der jugendliche Leser eine ganz neue Fantasiewelt kennen; eine Welt, in der die Menschen sehr unter dem Rußstaub zu leiden haben, denn was bei uns heute mittels Strom betrieben wird, ...

Mit Rußstadt lernt der jugendliche Leser eine ganz neue Fantasiewelt kennen; eine Welt, in der die Menschen sehr unter dem Rußstaub zu leiden haben, denn was bei uns heute mittels Strom betrieben wird, das funktioniert in Rußstadt nur durch Kohlekraft. Die Oberschicht, die übrigens oberhalb der Luftverschmutzungsgrenze sehr feudal leben kann, unterdrückt jede Erfindung alternativer Energien. So müssen die meisten Stadtbewohner in sehr ungesunden Verhältnissen leben.
Die Schornsteinfegergilde sorgt dafür, dass durch die immensen Kohlestaubmengen oder durch defekte Haushaltsgeräte keine verheerende Brände entstehen können.
Cleo, ein besonders pfiffiges Mädchen mit großem technischen Geschick, hat nur den einen Lebenstraum, nämlich in die diese Gilde aufgenommen zu werden, um das Leben der Städter zu verbessern.
Es ist ein harter und steiniger Weg, den die Leser mitverfolgen können. Cleo muss viele Schikanen und bösartige Fallen überwinden.
Als Märchen getarnt, findet hier ziemlich deutliche Gesellschaftskritik statt. Ein mutiges Mädchen wie Cleo kann die Welt verändern. Eigentlich ein guter Ansatz für ein Jugendbuch, das nebenbei auch sehr spannend geschrieben ist. Die Protagonisten sind sympathisch und man freut sich auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Die Sekte

Gottlos
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Ich bin ein großer Karin Slaughter Fan und habe schon viele Bücher von ihr gelesen, leider in kunterbunter Reihenfolge.
In dieser Folge ist Sara Linton noch mit ihrem ersten Mann verheiratet. Man erfährt ...

Ich bin ein großer Karin Slaughter Fan und habe schon viele Bücher von ihr gelesen, leider in kunterbunter Reihenfolge.
In dieser Folge ist Sara Linton noch mit ihrem ersten Mann verheiratet. Man erfährt viel über die Beziehung der beiden zueinander, während sie versuchen, den Mord an einer jungen Frau aufzuklären. Ganz zufällig haben sie die Leiche bei einem Waldspaziergang entdeckt. Eingegraben in einer Kiste, in der sie elendig erstickt ist.
Der Verdacht richtet sich auf eine sektenähnliche Gemeinschaft, die nur sehr zäh Informationen preisgibt.
Die Handlung ist wie erwartet sehr spannend. Die Autorin wechselt gekonnt die Szenen. Alle Personen werden sehr gut beschrieben, sodass man schnell eine Beziehung zu ihnen aufbauen kann. Das ist wohl auch der Hauptgrund, warum man der Autorin so gerne folgt. Die Protagonisten entwickeln sich fortwährend weiter und trotzdem lässt sich jede Folge auch ohne Vorkenntnisse lesen.

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Veröffentlicht am 21.05.2025

Letzte Chance

Die unsichtbare Hand
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Olivia Dumont hat ihre vielversprechende Karriere als begehrte Ghostwriter gründlich in den Sand gesetzt, als sie einen selbstgefälligen Kollegen in aller Öffentlichkeit bloßstellt. Er hat genug Einfluss ...

Olivia Dumont hat ihre vielversprechende Karriere als begehrte Ghostwriter gründlich in den Sand gesetzt, als sie einen selbstgefälligen Kollegen in aller Öffentlichkeit bloßstellt. Er hat genug Einfluss im Verlagswesen, dass keine Agentur mehr ihre Dienste für einen Promi engagieren möchte.
Schnell steckt Olivia in finanziellen Schwierigkeiten. Sie hat nur noch die eine, einzige Chance, das Angebot ihres Vaters, eines bekannten Autors, anzunehmen. Nur mit größtem Widerwillen lässt sie sich auf diesen Job ein, seine Biografie zu schreiben, denn seit Jahrzehnten ist das Vater-Tochter-Verhältnis zerrüttet. Die Recherchen sind schwierig, da der Vater zunehmend dement und aggressiv wird. Doch andererseits winkt auch die Möglichkeit eines neuen Bestsellers, weil die Geschwister des Vaters als Teenager ermordet wurden und der Täter nicht gefasst wurde. Insgeheim lastet der Verdacht der Täterschaft immer noch auf dem Vater. Mit Rückblenden in das Jahr 1975 und wechselnden Erzählperspektiven wird das Geschehen von damals aufgerollt. Leider geht dabei die Spannung etwas verloren, vor allem in der zweiten Buchhälfte geht die Handlung nur zäh voran. Ausnahmslos alle Protagonisten sind wenig sympathisch, sodass man auch nicht einer Aufklärung entgegenfiebert. Das Buch ist mehr ein psychologischer Roman über verkorkste Familienbeziehungen als ein Thriller.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Samstag bis Samstag

Mörderney: Der tote Wattführer
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Auf einer Insel kennt man sich. Umso größer ist das Rätselraten, warum ein 102-jähriger frommer Bewohner brutal getötet wird.
Tilla Flock, eine verkrachte Existenz, die sich als Handlangerin für das Inselblättchen ...

Auf einer Insel kennt man sich. Umso größer ist das Rätselraten, warum ein 102-jähriger frommer Bewohner brutal getötet wird.
Tilla Flock, eine verkrachte Existenz, die sich als Handlangerin für das Inselblättchen über Wasser hält,
und Hark Herforth, der hypochondrische Tourist vom Festland, seines Zeichens Pfarrer mit Burn-out,
finden ungewollt zueinander und ergänzen sich zu einem erstaunlich fähigen Team, das ehrgeizig die Aufklärung des Verbrechens betreibt, auch wenn alle Welt sie daran hindern will.
Der Krimi liest sich gut. Natürlich sollte man keinen Tiefgang erwarten, aber dennoch ist der Plot interessant, auch wenn Tilla und Hark für mich persönlich eine Spur zu schräg sind.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Ein letzter Gefallen

Horror-Date
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Sebastian Fitzek kann mehr als Krimis, das beweist er mit dieser spritzigen Komödie rund um Julius, einem harmoniesüchtigen Mann. Er will es allen recht machen, kann keine Bitte abschlagen, vor allem nicht ...

Sebastian Fitzek kann mehr als Krimis, das beweist er mit dieser spritzigen Komödie rund um Julius, einem harmoniesüchtigen Mann. Er will es allen recht machen, kann keine Bitte abschlagen, vor allem nicht seinem im Sterben liegenden Freund, der ihn zu einem Blind Date schickt. Von da an geht es für ihn und sein Leben rasant abwärts, aber der Leser hat seinen Spaß an durchgeknallten Typen und skurrilen Situationen. Hinter all dem fröhlichen Irrsinn gibt Fitzek aber dem Leser auch einen guten Rat mit auf dem Weg, denn man darf vor lauter Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft nicht seine eigenen Bedürfnisse aus den Augen verlieren. Wer sich zu sehr verbiegt, verliert die Kontrolle.
Das Buch wird wunderbar lebendig von Simon Jäger eingelesen.

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