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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.01.2024

Klinik des Grauens

Zimmer 55
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Dieses Buch hat eigentlich viele Elemente, die einen guten Thriller ausmachen. Es handelt von einer abgelegenen psychiatrischen Klinik, in der eine junge Ärztin frisch eine Stelle antritt. Direkt gibt ...

Dieses Buch hat eigentlich viele Elemente, die einen guten Thriller ausmachen. Es handelt von einer abgelegenen psychiatrischen Klinik, in der eine junge Ärztin frisch eine Stelle antritt. Direkt gibt es schon geheimnisvolle Botschaften am Spiegel und unter der Tür hindurchgeschoben, einen übergriffigen schnieken Arzt und neben der Gerüchteküche in der Stadt, auch noch ein geheimes Zimmer. Doch erzählt wird die Story in kurzen Sätzen in extrem kurzen Kapiteln. Man kommt gar nicht erst in den Lesefluss, selbst nachdem man endlich die vielen auftretenden Personen für sich sortieren konnte. Leider wird das Hörbuch auch noch sehr unvorteilhaft vorgelesen von Katja Pilaski. Allein die tragische Lebensgeschichte, die hinter dem ganzen steckt, konnte mich berühren.

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Veröffentlicht am 27.01.2024

Suizide?

Nach der Zeit
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Während in Band 1 dieser Reihe die Zusammenarbeit zwischen Hanna Will und Jan de Bruyn noch etwas unrund lief, so haben die beiden sich nun doch gut zusammenraufen können, denn sie haben gemerkt, dass ...

Während in Band 1 dieser Reihe die Zusammenarbeit zwischen Hanna Will und Jan de Bruyn noch etwas unrund lief, so haben die beiden sich nun doch gut zusammenraufen können, denn sie haben gemerkt, dass sich ihre gegensätzlichen Charaktere wunderbar ergänzen, wenn sie es denn zulassen.
So starten sie gemeinsam in den neuen Fall. Eigentlich zeichnet sich schon schnell ab, dass es sich um eine Serie handelt. Zwei angebliche Selbstmorde sind nämlich in Wahrheit akribisch durchgeführte Morde. Weil die Opfer Jugendfreunde waren, suchen Hanna und Jan natürlich in deren Vergangenheit. Der Leiter der Soko dagegen blockiert durch seine Paragrafenreiterei den Fortschritt der Ermittlung gewaltig. Hanna und Jan müssen deswegen auf eigene Faust ermitteln, um zu beweisen, dass sie den richtigen Riecher gehabt haben.
Um es vorweg zu sagen, so spannend wie die Inselkommissarin kommt mir dieses neue Ermittlerduo nicht daher. Es wird fast schon zu viel Gewicht auf persönliche Befindlichkeiten und Launen gelegt. Die Aufdeckung des Falls tritt dabei in den Hintergrund vor dem Beziehungsstatus zwischen Hanna und Jan. Vor allem Hanna wirkt hierbei wenig sympathisch: Stur und stürmisch, wohingegen Jan in jeder freien Minute gedanklich seine Eheprobleme wälzt.
Dennoch bleibt die Spannung für den Leser groß, bis der Täter endlich entlarvt werden kann. Aber man wartet jetzt nicht gerade ungeduldig auf die nächste Folge.

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Veröffentlicht am 26.01.2024

Rozas Geheimnis

Grenzfall – In den Tiefen der Schuld
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Seit der ersten Folge bin ich Grenzfall-Fan. Auch dieses Mal führt ein grenzüberschreitender Fall das Vater/Tochter-Duo zusammen. Die beiden sind sich in ihrer Introvertiertheit so ähnlich, dass es auch ...

Seit der ersten Folge bin ich Grenzfall-Fan. Auch dieses Mal führt ein grenzüberschreitender Fall das Vater/Tochter-Duo zusammen. Die beiden sind sich in ihrer Introvertiertheit so ähnlich, dass es auch diesmal eine sehr hakelige Zusammenarbeit wird. Dabei soll die Suche nach Krammers langjähriger Mitarbeiterin Roza erstmal unter dem Radar laufen, denn vieles von ihrer überhasteten Flucht deutet darauf hin, dass sie sich in Lebensgefahr glaubt. Also gehen Bernhard Krammer und Alexa Jahn den Spuren jeweils in ihrem eigenen Wirkungsbereich nach, denn nur so kann es funktionieren.
Es ist auch diesmal ein sehr spannender Plot, dessen Auflösung nicht vorzeitig erraten werden kann. Gleichzeitig verfolgt der Leser das langsame Verständnis, das Vater und Tochter füreinander entwickeln, nachdem es erst einmal tüchtig gekracht hat. Die beiden sind auf einem wirklich guten Weg, den man hoffentlich im nächsten Januar weiter verfolgen kann. Am Ende des Buches wird der Leser nämlich schon mit den ersten Kapiteln des fünften Bandes geködert.

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Veröffentlicht am 24.01.2024

NS-Drama

Feldpost
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Das leider etwas nichtssagende sepiafarbene Cover stimmt den Leser schon auf einen Roman aus der Vergangenheit ein.
Der jungen Rechtsanwältin Cara wird eine Tasche mit einem Bündel Feldpostbriefe zugespielt, ...

Das leider etwas nichtssagende sepiafarbene Cover stimmt den Leser schon auf einen Roman aus der Vergangenheit ein.
Der jungen Rechtsanwältin Cara wird eine Tasche mit einem Bündel Feldpostbriefe zugespielt, mit der Bitte, die Adressatin ausfindig zu machen, die in den Wirren des 2. Weltkriegs angeblich nach Südamerika ausgewandert ist.
Die Inhalte dieser Briefe sind leidenschaftliche Liebeserklärungen an eine Adele, der Absender ein gewisser Richard.
Cara kann immerhin ihn ausfindig machen, und anhand der Briefe und Erzählungen von Adeles früheren Freunden kommt langsam ein tragisches Familienschicksal ans Licht.
Es ist eine Geschichte von Willkür und Habgier. Eine Geschichte, die einen als Leser stark bewegt.
Der Schreibstil der Autorin ist zwar mitreißend, aber immer sehr fein nuanciert. Sie übertreibt nicht, sie drückt nicht auf die Tränendrüsen und lässt den Leser dennoch nicht los.
Solche lebensechten Geschichten braucht die heutige Zeit als Abschreckung, denn es gibt scheinbar immer noch die ewig Gestrigen unter uns, die sich ähnliche Zustände zurückwünschen.

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Veröffentlicht am 23.01.2024

Räucherware

Sonne über Gudhjem
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Lennart Ipsen hat aufgrund seines kriminalistischen Spürsinns die Karriereleiter steil erklommen, doch plötzlich geht gar nichts mehr. Burnout! Auf der gemütlichen Ferieninsel will er nun, frisch geschieden, ...

Lennart Ipsen hat aufgrund seines kriminalistischen Spürsinns die Karriereleiter steil erklommen, doch plötzlich geht gar nichts mehr. Burnout! Auf der gemütlichen Ferieninsel will er nun, frisch geschieden, als Leiter der Inselpolizeidienstelle einen Neuanfang wagen. Sein Traum vom idyllischen Alltagstrott verfliegt sehr schnell, als direkt am ersten Tag schon ein Schweinebauer tot in der Räucherkammer liegt. Ein klarer Fall von Mord. Ipsens Intuition ist noch nicht ganz zurück, doch zum Glück hat er zwei gut mit der Bevölkerung vernetzte Kolleginnen an seiner Seite. Wirklich ein Glück, denn hier wäscht eine Hand die andere, und Dienstanweisung ist ein sehr dehnbarer Begriff. Als Hörer/Leser hat man eine sehr vergnügliche Zeit, bis Ipsen sich gut eingelebt und den Fall trotz eines lebensgefährlichen Endes aufgeklärt hat.
Der Sprecher Axel Milberg ist die geniale stimmliche Verkörperung des Inselkommissars.

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