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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2026

sprunghaft erzählt

Beth is dead
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„Beth is Dead“ hat mich etwas zwiegespalten zurückgelassen. Schon das Cover in Pink passt meiner Meinung nach so gar nicht zum doch eher düsteren Inhalt – da erwartet man etwas ganz anderes.

Die Ausgangsidee ...

„Beth is Dead“ hat mich etwas zwiegespalten zurückgelassen. Schon das Cover in Pink passt meiner Meinung nach so gar nicht zum doch eher düsteren Inhalt – da erwartet man etwas ganz anderes.

Die Ausgangsidee ist spannend: Ein Autor vermarktet sein eigenes Familienleben als Stoff für einen Bestseller – und ab da gerät alles aus dem Gleichgewicht. Vier Töchter, eine hart arbeitende Mutter, die als Krankenschwester den Lebensunterhalt sichert, während die Kinder oft sich selbst überlassen sind. Die beiden älteren sind noch relativ vernünftig und verantwortungsbewusst, die jüngeren dagegen eher schwierig und egoistisch. Jede hat ihre eigene Richtung: Medizin, Musik, Schreiben, Malerei.

Nach dem Mord an einer der Schwestern geraten nach und nach alle ins Visier der Polizei. Dabei brechen immer mehr Risse im Familiengefüge auf. Die Atmosphäre ist durchgehend angespannt und stellenweise regelrecht vergiftet – was vor allem an den jüngeren Töchtern liegt.

Über weite Strecken ist das Buch allerdings eher ein erzählender Familienroman als ein Krimi. Die eigentliche Spannung kommt erst ganz zum Schluss auf, dann wird es auch deutlich turbulenter. Bis dahin zieht es sich teilweise zu sehr, zumal es einfach zu viele mögliche Motive gibt, was eher ermüdend als spannend wirkt.

Das Hörbuch punktet mit wirklich tollen Sprecherinnen – angenehm jugendlich und frisch gelesen. Allerdings ist es nicht immer leicht zu verfolgen, da die Perspektiven ständig zwischen den Schwestern wechseln und zusätzlich zwischen „vor dem Mord“ und „nach dem Mord“ gesprungen wird. Ich kann mir vorstellen, dass die Print-Ausgabe diesbezüglich übersichtlicher ist.

Die Mädchen, ausgenommen der stillen und freundlichen Beth, wirken vor allem unsympathisch und egoistisch, obwohl sehr stark betont wird, wie groß der Zusammenhalt untereinander ist.

Fazit:
Interessante Grundidee und stark gelesenes Hörbuch, aber insgesamt zu sprunghaft, zu langatmig und mit zu vielen Motiven überladen. Gute 4 Bewertungssterne, mit etwas Straffung wäre deutlich mehr drin gewesen.

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Freundschaft, die überdauert

Der Sommer, der uns blieb
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„Der Sommer, der uns blieb“ ist ein wunderschön gestaltetes Buch, das schon äußerlich begeistert: mit liebevollem Blümchen-Buchschnitt, Lesebändchen und zwei zauberhaften Lesezeichen.

Inhaltlich erzählt ...

„Der Sommer, der uns blieb“ ist ein wunderschön gestaltetes Buch, das schon äußerlich begeistert: mit liebevollem Blümchen-Buchschnitt, Lesebändchen und zwei zauberhaften Lesezeichen.

Inhaltlich erzählt der Roman die bewegende Freundschaft von Martin, Britta und Pia. Durch Rückblenden in ihre Kindheit und Szenen aus der Gegenwart entsteht ein intensives Bild ihrer Verbindung. Besonders berührend sind die aktuellen Lebenssituationen: Pia ist sterbenskrank, Britta unerwartet schwanger, und Martin kämpft mit einem schwierigen Verhältnis zu seiner Mutter.

Die kurzen Kapitel – jeweils aus der Perspektive einer der drei Figuren – geben tiefe Einblicke in ihr Seelenleben und machen das Buch sehr angenehm zu lesen. Die Sprache ist leicht und gut verständlich, wodurch man schnell in die Geschichte eintaucht.

Zwar ist der Plot stellenweise recht klischeehaft und kommt einem bekannt vor, doch die Protagonisten sind so nahbar und sympathisch gezeichnet, dass das kaum stört.

Eine angenehme, emotionale Lektüre, die sich wunderbar zwischendurch lesen lässt – absolut empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Ein warmherziger Roman

Mirabellentage
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Das Cover von Mirabellentage ist schön gestaltet und gleichzeitig geheimnisvoll, denn es verrät nur wenig über den eigentlichen Inhalt.

Im Mittelpunkt steht weniger die Mirabellenmarmelade (die eher eine ...

Das Cover von Mirabellentage ist schön gestaltet und gleichzeitig geheimnisvoll, denn es verrät nur wenig über den eigentlichen Inhalt.

Im Mittelpunkt steht weniger die Mirabellenmarmelade (die eher eine charmante Nebenrolle spielt), sondern vor allem Anna, die Pfarrhaushälterin. Eine Frau, die von klein auf hart gearbeitet hat und schließlich in ihrer Rolle im Pfarrhaus so etwas wie ihre Berufung gefunden hat. Mit dem Pfarrer verbindet sie eine tiefe Freundschaft und ein besonderes gegenseitiges Verständnis. Über die Jahre hat sie das Gemeindeleben entscheidend geprägt und ist überall geschätzt und beliebt.

Als der Pfarrer jedoch überraschend früh stirbt, gerät Annas Leben ins Wanken. Der neue Pfarrer ist noch unsicher und unbeholfen und braucht viel Unterstützung. Gleichzeitig steht Anna vor der Aufgabe, den letzten Wunsch des Verstorbenen zu erfüllen – und beginnt dabei, ihr eigenes Leben zu hinterfragen. War ihr Weg der richtige? Hat sich alles so gelohnt? Besonders berührend ist dabei, dass sie zu den Menschen gehört, die nie wirklich überhaupt eine Wahlmöglichkeit hatten.

Die Handlung wird immer wieder durch witzige, skurrile und liebevolle Erinnerungen aus Annas Leben aufgelockert. Genau diese Mischung macht das Buch so besonders: Es liest sich leicht und flüssig, bietet viele humorvolle Momente zum Schmunzeln, ist aber gleichzeitig auch nachdenklich und stellenweise melancholisch.

Ein Buch, das positiv nachklingt, im Gedächtnis bleibt und erfrischend anders ist als viele andere. Für mich eine klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Fantasy trifft Rollenspiel

All the Skills - Meister der Skills
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Schon das Cover fällt auf – es wirkt wie eine Sammelkarte und passt damit perfekt zum Konzept der Geschichte. Im Mittelpunkt steht Arthur, der mit seinem Vater in der Verbannung lebt. Sein Alltag ist hart, ...

Schon das Cover fällt auf – es wirkt wie eine Sammelkarte und passt damit perfekt zum Konzept der Geschichte. Im Mittelpunkt steht Arthur, der mit seinem Vater in der Verbannung lebt. Sein Alltag ist hart, gefährlich und alles andere als vielversprechend – bis er eine besondere Karte findet, die seine Fähigkeiten optimiert und damit einen völlig neuen Lebensabschnitt einleitet.

Gerade dieses Kartensystem ist das große Highlight: Wer schon einmal Rollenspiele am Computer gespielt hat, wird sich sofort zurechtfinden. Fähigkeiten, Werte und Level werden klar strukturiert dargestellt, was dem Ganzen einen fast spielerischen Charakter verleiht. Das ist ein wirklich frischer und interessanter Ansatz für einen Fantasyroman.

Die Geschichte liest sich flüssig und bleibt durchgehend spannend, auch wenn sie inhaltlich nicht immer völlig überraschend ist. Dafür funktioniert das Worldbuilding gut und macht Lust, tiefer in diese Welt einzutauchen.

Ein kleiner Wermutstropfen: Das Buch endet genau an der spannendsten Stelle und lässt einen etwas abrupt zurück – eindeutig mit Blick auf eine Fortsetzung.

Insgesamt ein unterhaltsamer Auftakt mit origineller Idee, der vor allem Fans von Gaming-Elementen in Fantasy abholt und neugierig auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Tödliche Bienen

Tödliches Déjà-vu
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Ich habe das Hörbuch von Tödliches Déjà-vu von Anour mit richtig viel Spaß gehört. Insgesamt ein spannender Krimi mit dem Flair der Provence.
Die Story rund um die Polizeitruppe in der Provence hat mich ...

Ich habe das Hörbuch von Tödliches Déjà-vu von Anour mit richtig viel Spaß gehört. Insgesamt ein spannender Krimi mit dem Flair der Provence.
Die Story rund um die Polizeitruppe in der Provence hat mich schnell gepackt. Commissaire Louis Campanard ist einfach ein Highlight. Sein trockener, oft ziemlich genialer Humor lockert die Handlung total auf und sorgt immer wieder für kleine Schmunzler, selbst wenn es gerade ernster wird.
Auch die beiden Mitarbeiter werden pointiert dargestellt. Beide bringen ihre eigenen Baustellen mit, wirken dadurch erst etwas schräg, wachsen aber im Laufe der Geschichte richtig über sich hinaus. Gerade das macht sie so sympathisch und irgendwie auch authentisch.
Der Fall selbst, die ermordete militante Ökoaktivistin und die möglichen Verbindungen zu einer Pestizidfirma, ist spannend aufgebaut und bleibt durchweg interessant.
Was das Hörbuch aber wirklich nochmal auf ein anderes Level hebt, ist der Sprecher. Der ist einfach unglaublich gut. Jede Figur bekommt ihre eigene Stimme und ihren eigenen Ton, sodass man sofort weiß, wer gerade spricht. Das macht das Ganze richtig lebendig und zieht einen noch mehr in die Geschichte rein.
Die Atmosphäre der Provence wird gut wiedergegeben. Man hat direkt Bilder im Kopf und fühlt sich fast vor Ort.
Der Krimi ist ein wirklich hörenswertes Hörbuch mit starken Figuren und viel Charme.

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