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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2021

etwas spröde

Whisky mit Mord
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Abigail Logan erbt in Schottland eine Whiskeydestillerie. Als bekannte Fotojournalistin hat sie natürlich von der Materie keine Ahnung. Frauen werden generell in diesem Handwerk nicht gern gesehen. Doch ...

Abigail Logan erbt in Schottland eine Whiskeydestillerie. Als bekannte Fotojournalistin hat sie natürlich von der Materie keine Ahnung. Frauen werden generell in diesem Handwerk nicht gern gesehen. Doch auch aus anderen Gründen gibt sich jemand richtig Mühe, sie aus dem Dorf und aus dem Betrieb zu vertreiben. Als schließlich ein Mitarbeiter tot in einem Bottich gefunden wird, kurz danach ein Brand in einer Mälzscheune ausbricht, eskaliert die Situation. Als Reporterin setzt sich Abby natürlich sofort auf die Spur des Täters. Dafür hat sie ein besseres Händchen als die Ortspolizei und ihr Hund Liam ist ein liebenswerter Gehilfe. Doch fast nimmt die Recherche einen sehr schlechten Ausgang.

Ein schottisches Dorf mit einsilbigen Bewohnern ist natürlich schon mal ein tolles Setting für einen Krimi. Whiskeykenner werden sich an den vielen detaillierten Erklärungen zum Herstellungsprozess erfreuen, für uns Normalleser ist es eine Durststrecke, die ich persönlich dann einfach quer lese. Auch die ausufernden Überlegungen, wer ein möglicher Täter ist, habe ich nur überflogen. 
Nein, so ganz überzeugt hat mich dieser Krimi nicht, aber man kann ihn dennoch als leichte Lektüre, gerade für einen Whiskeyfreund, empfehlen.
Ich habe ihn als Hörbuch gehört. Die Sprecherin hat eine angenehme Stimme und eine deutliche Aussprache. Leider liest sie den Text ziemlich leidenschaftslos herunter, und auch die Satzmelodie passt manchmal nicht. 

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Veröffentlicht am 11.09.2021

Lebenswege

Drei Frauen, vier Leben
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Hocherfreut habe ich gesehen, dass dieser wunderbare Roman "Drei Frauen am See" schon einen Folgeband bekommen hat. Die Lebenswege der drei Freundinnen Jule, Alexandra und Friederike werden weiter verfolgt und ...

Hocherfreut habe ich gesehen, dass dieser wunderbare Roman "Drei Frauen am See" schon einen Folgeband bekommen hat. Die Lebenswege der drei Freundinnen Jule, Alexandra und Friederike werden weiter verfolgt und der Reigen mit Hanna und der ungewollt schwangeren Pia komplettiert. Jeder einzelne Charakter wird sehr fein gezeichnet. Man spürt das Temperament der einzelnen Frauen, was nicht zuletzt auch der
großartigen Sprecherin Katja Danowski zu verdanken ist, die mit winzigen Nuancen wunderbare Akzente setzt. Ich liebe es besonders, wenn sie in der Rolle von Steffi spricht, einer etwas eitlen und dümmlichen Frau, die natürlich nicht zum engen Kreis der Freundinnen gehört, sondern vielmehr allen auf die Nerven geht.
Jede Frau hat ihre eigenen Probleme, doch wenn sie es zulässt, dann finden sie gemeinsam eine Lösung, und falls es keine sofortige Lösung gibt, dann gibt schon die Solidarität der Freundinnen einen positiven Ausblick auf die Zukunft. Das Haus am See erwacht zu neuem Leben. Ebenso ist Pias Baby ein positives Zeichen für die Zukunft.
Das Buch ist wieder, genau wie der erste Band, in sich abgeschlossen, doch hoffe ich, dass man vielleicht diese sympathischen Frauen ein weiteres Stück beim Älterwerden begleiten kann. Von mir kommt eine absolute Hör-/Leseempfehlung und ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Veröffentlicht am 07.09.2021

Keine heitere Lovestory

A Reason To Stay (Intensive New-Adult-Romance von SPIEGEL-Bestsellerautorin Jennifer Benkau) (Liverpool-Reihe 1)
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Dieser Roman von Jennifer Benkau fällt in das Genre New-Adult-Romance. Dementsprechend habe ich mich auf eine herzzerreißende Liebesgeschichte von jungen Leuten eingestellt.
Das Liebespaar, um das es hier ...

Dieser Roman von Jennifer Benkau fällt in das Genre New-Adult-Romance. Dementsprechend habe ich mich auf eine herzzerreißende Liebesgeschichte von jungen Leuten eingestellt.
Das Liebespaar, um das es hier geht, besteht aus Billy und Cedric. Sie sind sich zufällig über den Weg gelaufen, haben sich wiedergetroffen und fühlen, dass sich da etwas sehr Intensives zwischen ihnen entwickelt. Doch beide haben große Probleme im Schlepptau. Vor allem Cedrics Depressionen stehen im Vordergrund. Er wollte eigentlich nie wieder eine Beziehung eingehen, weil er keinem zur Last fallen will, doch Billy zerstreut seine Bedenken und lässt sich auf ihn ein.
Die Handlung wird wechselseitig aus ihrer beider Perspektiven erzählt.
In der Hörbuchversion hat der Cedric-Sprecher Julian Mill eine angenehme Stimme. Die tief sitzende Depression kommt dabei klar zum Ausdruck, allerdings ist es für den Hörer auch eine belastende Erfahrung und lässt erahnen, wie es einem Partner ergeht, der dies rund um die Uhr erlebt. 
Maren Ulrich als Billy hat eigentlich auch eine sehr schöne Stimmlage, aber sie spricht besonders in den Dialogen so überdreht, dass Billy ziemlich Tussihaft wirkt, was aber dem Charakter im Roman nicht entspricht. Ich konnte mich bis zum Ende des Buches nicht daran gewöhnen.

Ich finde es sehr gut, dass das Thema Depression einen Platz in einem Roman erhalten hat. Diese Krankheit wird in der Regel unterschätzt und die Kranken nicht ernst genommen. Hier in diesem Buch nimmt sie aber zu viel Raum ein, macht die ganze Handlung sehr düster. Ich kann nicht beurteilen, ob Darstellung so auch authentisch ist, aber mit Sicherheit kann man mit dieser Krankheit nicht so einfach und laienhaft umgehen wie es bei Billy scheint. 
Ein Lichtblick sind da immer die Schmuseeinheiten zwischen den beiden, auch wenn es auch auf diesem Feld nicht ohne Probleme abgeht.
Dieses Buch ist jedenfalls anders als erwartet. Sehr schwermütig und nicht spritzig leicht. Mir hat es nicht so gefallen, auch wenn ich es wichtig finde, dass man sich mit dem Krankheitsbild einmal auseinandersetzen sollte. Jeder hat wahrscheinlich in seinem engeren Umfeld eine depressive Person.
Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Veröffentlicht am 06.09.2021

Sveas 2. Fall

Tod an der Alster
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Hauptkommissarin Svea Kopetzki und ihr Team haben es mit einem sehr undurchsichtigen Mord an einer Schönheitschirurgin zu tun. Was zuerst nach einem Verkehrsunfall mit einem Ausflugsbus aussieht, entpuppt ...

Hauptkommissarin Svea Kopetzki und ihr Team haben es mit einem sehr undurchsichtigen Mord an einer Schönheitschirurgin zu tun. Was zuerst nach einem Verkehrsunfall mit einem Ausflugsbus aussieht, entpuppt sich durch eine Stichwunde am Hals schnell zu einem Mord. Die Täterspuren in der Arztpraxis werden als fingiert entlarvt, doch die Tätersuche wird dadurch nicht einfacher.
Es kommen unzufriedene Patienten ebenso in Verdacht wie der Kollege oder der gehörnte Ehemann. Mit der Zusammenarbeit im Team läuft es zurzeit leider auch nicht gerade rund. Der Leser erfährt einige Probleme aus dem Privatleben der Kommissare, außerdem gibt es einen schnöseligen Kollegen, der ganz massiv an Sveas Stuhl sägt.
Ich finde den Plot etwas anstrengend, doch der Schauplatz Hamburg macht einiges wett. Der Spannungsbogen ist auf jeden Fall sofort da, die Autorin drückt sich klar und verständlich aus, und die Kapitel haben eine angenehme Länge.
Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Veröffentlicht am 05.09.2021

verwirrend

Madame le Commissaire und die panische Diva
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Ach ja, Südfrankreichkrimis haben immer dieses besondere Flair von Côte d'Azur und Savoir-vivre. Hierhin hat sich die Kommissarin Isabelle Bonnet hinversetzen lassen, nachdem sie in Paris einen traumatischen ...

Ach ja, Südfrankreichkrimis haben immer dieses besondere Flair von Côte d'Azur und Savoir-vivre. Hierhin hat sich die Kommissarin Isabelle Bonnet hinversetzen lassen, nachdem sie in Paris einen traumatischen Einsatz überlebt hat. So viel jedenfalls schließt man als Leser aus den Andeutungen im Text, denn dieser Krimi ist immerhin schon der 7. Fall für Bonnet. Trotzdem kommt man auch ohne Vorkenntnisse gut in das Geschehen in hinein.
Der Schauplatz wird sehr anschaulich beschrieben, auch mit den Personen wird man flott warm. Isabelle übernimmt den Personenschutz für eine bekannte Sängerin, die von einem fantasievollen Stalker aufs Hässlichste verfolgt wird.
So gut mir auch das Setting gefällt, so zu überladen und unrealistisch empfinde ich den Plot. Es gibt einfach zu viele Akteure, und der Sex-Appeal von Isabelle erscheint mir doch maßlos überzogen.
Das Buch war nett zu lesen, aber ich kann es nicht unbedingt weiterempfehlen. Deswegen nur 3 Lesesterne.
Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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