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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.11.2025

Lebenslust in Würzburg

Katzentage
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Paula und Peter, Arbeitskollegen in einer großen Klinik, stranden auf der Heimreise von einem dienstlichen Seminar wegen eines Bahnstreiks in Würzburg. Hier verbringen sie noch das Wochenende, erkunden ...

Paula und Peter, Arbeitskollegen in einer großen Klinik, stranden auf der Heimreise von einem dienstlichen Seminar wegen eines Bahnstreiks in Würzburg. Hier verbringen sie noch das Wochenende, erkunden bei sonnigem Herbstwetter die sehenswerte Barockstadt und das wunderschöne fränkische Umland, genießen den hiesigen Wein, das Jetzt und ihre aufkeimende Verliebtheit. Dabei schieben sie die Entscheidung, wie es im Alltag mit ihnen beiden weitergehen soll, vor sich her. Es macht Spaß, ihren witzig-frechen Dialogen zu lauschen und dabei bekommt man selbst noch Lust, all die schönen touristischen Sehenswürdigkeiten mit eigenen Augen zu sehen. Die Handlung hat ein leichtes, verspieltes Flair, der sich verabschiedende Sommer strahlt noch zwischen den Zeilen hervor.
Ewald Arenz ist ein Meister der Erzählkunst, webt die Charaktere vor dem geistigen Auge mit einer Leichtigkeit, die dennoch Tiefe spiegelt. Viel zu schnell ist die Handlung zu Ende erzählt. Es bleiben keine Fragen offen. Dennoch wäre man mit Paula und Peter gern noch ein wenig länger in Würzburg geblieben.
Dass man sich hier so wohlgefühlt hat, liegt auch an der ausgezeichneten Sprecherin Julia Meier.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Femkes 1.Fall

Mord im Wattenmeer
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Dieser Küstenkrimi ist im malerischen Dangast angesiedelt. Femke, eine unmotivierte Dauerstudentin, finanziert sich ihren Lebensunterhalt mit Putzjobs im Ferienhäusern. Sie fühlt sich zur Kriminalistin ...

Dieser Küstenkrimi ist im malerischen Dangast angesiedelt. Femke, eine unmotivierte Dauerstudentin, finanziert sich ihren Lebensunterhalt mit Putzjobs im Ferienhäusern. Sie fühlt sich zur Kriminalistin berufen. Da kommt ihr die Leiche einer jungen Frau gerade recht, um private Ermittlungen anzustellen. Neben ihren eigenen Recherchen erhält sie auch noch Input von ihrem Exfreund, der als Polizist den Fall bearbeitet.
Zum Glück handelt es sich hier grundsätzlich um Fiktion, denn man mag sich nicht vorstellen, dass ein Ermittler, eine Pathologin und ein Kriminaltechniker solche Plaudertaschen sein sollten. Ebenso wenig, dass ein leitender Kommissar im Phlegma versinkt. Doch sind die Charaktere trotz allem durchweg sympathisch und man wünscht Femke den Fahndungserfolg. Der Fall an sich ist nämlich durchaus spannend angelegt.
Dieser locker-leichte Regionalkrimi macht neugierig auf Dangast und Umgebung. Man kann ihn gut als Ferienlektüre mit in den Koffer packen. Mein Highlight ist die Hörbuchversion mit Corinna Dorenkamp. Unglaublich, wie eine Kölnerin soviel friesisches Flair verbreiten kann. Als hätte sie von klein auf nichts anderes gesprochen.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Gedankenkraft

Silver Elite
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Mit einem wunderschönen Cover lockt der erste Teil der Silver Elite Dilogie.
Wren hat zeitlebens gelernt, unter dem Radar zu leben. In ihrer Welt werden telepathisch begabte Menschen gejagt, eingesperrt ...

Mit einem wunderschönen Cover lockt der erste Teil der Silver Elite Dilogie.
Wren hat zeitlebens gelernt, unter dem Radar zu leben. In ihrer Welt werden telepathisch begabte Menschen gejagt, eingesperrt oder getötet. Und Wren gehört zu den Begabtesten. Keiner darf es je erfahren. Als sie in den Wehrdienst gezwungen wird, ist die Aufrechterhaltung ihrer Tarnung extrem schwierig.
Insgesamt ist die Handlung sehr spannend erzählt, vor allem gibt es einige äußerst interessante Nebencharaktere, von denen man gern mehr gelesen hätte. Leider nehmen die spicy Szenen allmählich überhand. Doch es scheint mittlerweile keine Romantasy-Romane mehr zu geben ohne weibliche Hauptfiguren, die schon beim Anblick von Muskeln unter einem Hemd oder einer nackten Männerbrust in extreme Ekstase geraten. Das ist schade, denn es wirkt einfach nur billig. Wer so etwas mag, oder es schafft, solche Szenen querzulesen, kann Wren durch ihre spannenden Prüfungen begleiten und erlebt ein Finale, das so nicht vorauszusehen war. Mit diesen Einschränkungen kommt von mir eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.11.2025

Tödliche Bootstour

Mrs Potts' Mordclub und der Tote in der Themse
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Das pittoreske Cover stimmt auf eine beschauliche Bootspartie auf der Themse ein. Weit gefehlt. Hier findet ein komplizierter Mord statt, den das sich schon in drei vorhergehenden Mordfällen bewährte Damentrio ...

Das pittoreske Cover stimmt auf eine beschauliche Bootspartie auf der Themse ein. Weit gefehlt. Hier findet ein komplizierter Mord statt, den das sich schon in drei vorhergehenden Mordfällen bewährte Damentrio rund um Judith Potts unbedingt aufklären will. Wie in englischen Krimis üblich, gibt es ein unentwegtes Hin und Her, wer wann wo war und wer welches Motiv hätte. Diesmal ist der Plot sehr dialoglastig, was mir persönlich etwas zu viel war. Christine Prayon ist zwar eine hervorragende Sprecherin, die gekonnt mit Emotionen jonglieren und jedem einzelnen Protagonisten einen eigenen Stimmcharakter zuweisen kann, aber Mrs. Potts ist mit einer sehr quäkigen Stimme gesegnet und hat leider den meisten Text. Das mindert bei mir den Hörgenuss. Ansonsten lebt diese Folge wie gewohnt von der unblutigen Handlung, dem britischen Flair und dem Reiz des Mitratens.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Töten

Kälter
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In ihrem ersten Leben war Luzy Morgenroth eine Top-Personenschützerin. Bei einem Auftrag in Israel läuft alles aus dem Ruder. Luzy überlebt nur knapp. Sie kann sich zum Dank ihre nächste Dienststelle aussuchen. ...

In ihrem ersten Leben war Luzy Morgenroth eine Top-Personenschützerin. Bei einem Auftrag in Israel läuft alles aus dem Ruder. Luzy überlebt nur knapp. Sie kann sich zum Dank ihre nächste Dienststelle aussuchen. Sie wird Polizistin auf Amrum. Genießt das bürgerliche Leben. Schließt Freundschaften. Von einem Tag zum anderen ändert sich alles, denn eine Art Killerkommando will einen Auftrag auf der Insel ausführen. Freunde von Luzy sterben einen sinnlosen Tod und bei ihr erwachen die Killerinstinkte, denn es gibt einen Bezug zwischen den Fremden auf der Insel und dem Inferno in Israel. Luzy kehrt in die Welt der Geheimdienste zurück. Bedauerlicherweise wird es ab da für den Leser schwierig, denn er wird mit Namen und Abkürzungen bombardiert. Man kann nicht mehr zwischen den einzelnen Diensten unterscheiden. Welche Person wohin gehört. Welcher Name, welche Abkürzung, welcher Deckname doppelt vergeben ist. Das nimmt einem den Spaß am Lesen, weil man der Handlung und deren Sinn nur mit Mühen folgen kann. Ich habe irgendwann nur noch quer gelesen, weil mich leider auch der Schreibstil des Autors abgeschreckt hat. Er schreibt so kalt und abgehoben vom Töten, als wären nicht Menschen davon betroffen. Seine Ausdrucksweise kann man nur als zynisch beschreiben, aber auch Plattitüden sind ihm nicht fremd. Vielleicht ist auch der Klappentext viel zu harmlos formuliert. Ich jedenfalls hatte eine andere Erwartung an das Buch, aber das mag jeder für sich entscheiden.

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