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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.05.2021

Fantasy mit moralischer Botschaft

Tale of Magic: Die Legende der Magie 1 – Eine geheime Akademie
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Ja, eigentlich ist es nicht erst seit Harry Potter ein alter Hut, dass Kinder plötzlich magische Fähigkeiten an sich entdecken und dann in einer Zauberschule landen.

Doch hier bei Chris Colfer hat man ...

Ja, eigentlich ist es nicht erst seit Harry Potter ein alter Hut, dass Kinder plötzlich magische Fähigkeiten an sich entdecken und dann in einer Zauberschule landen.

Doch hier bei Chris Colfer hat man fast das Gefühl, so etwas noch nie gelesen zu haben.
Brystal wächst in einem Land auf, in dem Frauen der Zugang zu Büchern, Wissen oder gar Berufen verwehrt wird. Als sie ihre inneren Fähigkeiten entdeckt, kommt eine gute Fee und bringt sie auf ein magisches Internat, wo sie mit anderen Kindern ausgebildet werden soll.

Der Autor schafft eine wirklich wundervolle Fantasiewelt voller Einhörner, Hexen, Trollen und noch manch anderen geheimnisvollen Wesen . Es gibt Abenteuer, die die Schüler in Freundschaft zusammenwachsen lassen und dabei werden dem jugendlichen Leser viele Einsichten vermittelt, wie zum Beispiel, dass jeder Mensch einzigartig ist.
Jeder soll seinen eigenen Weg gehen.
Man soll mutig für seine Werte eintreten, aber ein gutes Ziel ist nicht mit bösen Taten zu erreichen.

Es gibt hier sehr viele moralische Fingerzeige, doch sie sind wunderbar eingebettet in das Geschehen. Selbst mir als Erwachsenen hat das Hören der Geschichte sehr viel Spaß und Spannung bereitet. Großen Anteil am Gelingen dieses Hörbuches hat der Sprecher Rufus Beck. Er ist einfach genial, wie er sich in die Charaktere einlebt, jedem eine eigene Tonlage und Akzent verleiht und von Anfang an sehr präsent erzählt. "Die geheime Akademie" ist ein hinreißendes Hörbuch für Kinder, man freut sich schon sehr auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 24.05.2021

Stark und optimistisch

Sturmvögel
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Die Protagonistin Emmy ist eine hochbetagte alte Dame, die noch resolut ihr Leben bewältigt, altersbedingten Gebrechen die Stirn bietet und sich nicht von ihren Kindern bevormunden lässt. Der Roman rollt ...

Die Protagonistin Emmy ist eine hochbetagte alte Dame, die noch resolut ihr Leben bewältigt, altersbedingten Gebrechen die Stirn bietet und sich nicht von ihren Kindern bevormunden lässt. Der Roman rollt ihr ganzes Leben auf. Sie wächst Anfang des letzten Jahrhunderts in kargen, aber liebevollen Verhältnissen auf. Doch mit 14 Jahren wird sie zur Vollwaise, und während ihre Geschwister, die sie nie wieder sehen sollte, adoptiert werden, ist sie schon alt genug, um in Berlin in Stellung zu gehen. Als Hausmädchen in einem vornehmen Haushalt lernt sie ihren späteren Mann kennen. Trotz ihrer drei Kinder ist die Ehe auf Dauer nicht glücklich. Gerade die Nazizeit und der 2. Weltkrieg ziehen tiefe Gräben zwischen den Eheleuten.
Doch Emmy geht unbeirrt ihren Weg. Sie ist eisern entschlossen, sich durch nichts und niemanden unterkriegen zu lassen. Sie zwingt sich in den schlimmen Momenten ihres Lebens an schöne Dinge zu denken und nach vorn zu blicken. Ein wunderbares Lebensmotto.
Als Nebenfiguren tauchen abwechselnd ihre Kinder auf. Man lernt ihren Charakter kennen. Sehr interessant, wie unterschiedlich sie sich entwickelt haben. Grandios ist dann die Szene der Testamentseröffnung, die für alle die totale Überraschung birgt.
Mir hat dieser außergewöhnliche Lebensweg gut gefallen. Er gibt Zeugnis über die Lebensbedingungen über fast ein ganzes Jahrhundert und beeindruckt durch die Herzensbildung einer einfachen Frau, der nur wenig Zeit in einer Schule vergönnt gewesen ist. Die Autorin ist durch das Leben ihrer eigenen Großmutter zu diesem Roman inspiriert worden. Wie schön, dass es diese Frauen wirklich gibt, die ungebrochen durch zwei Weltkriege kommen und ihre positive Weltsicht niemals verlieren.

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Veröffentlicht am 23.05.2021

Gurke gesucht

Verfehlt
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Beim Spreewaldfest in Lübben wird der Schützenkönig durch einen gezielten Messerwurf getötet. Kurze Zeit später überlebt der väterliche Freund der Kommissarin Klaudia Wagner, Schiebschick, ein gleiches ...

Beim Spreewaldfest in Lübben wird der Schützenkönig durch einen gezielten Messerwurf getötet. Kurze Zeit später überlebt der väterliche Freund der Kommissarin Klaudia Wagner, Schiebschick, ein gleiches Attentat nur knapp. Bei besagtem Fest dreht sich alles um Gurken, selbst Gurkenschnaps wird verkostet.  Trotzdem ist es für mich ein Highlight, dass eine grüne Gurke auf Stelzen als Zeuge, wenn nicht sogar als dringend Tatverdächtiger gesucht wird.

Mir hat die Atmosphäre im Spreewald ausgesprochen gut gefallen. Es gibt viele originelle Charaktere, und das Tatmotiv ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Da muss Klaudia Wagner tief in der Vergangenheit der Opfer wühlen. Ihr Kollege erweist sich dabei oft als Hindernis. Er missgönnt ihr den beruflichen Erfolg und vergiftet mit spitzen Bemerkungen und unterlassenen Hinweisen die Arbeitsatmosphäre.

Es geht sehr familiär zu in diesem Regionalkrimi, denn man kriegt von einigen Beteiligten direkt den privaten Hintergrund mitserviert. Hier in diesem Fall ist es unterhaltsam und als Nebenschauplatz sehr interessant. Trotzdem geht es nicht nur betulich zu dort in Lübben. Es gibt einiges an Action, ganz besonders gegen Ende, als der wahre Täter verhaftet werden kann.
Mir hat dieser Spreewaldkrimi gut gefallen.


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Veröffentlicht am 15.05.2021

Ein unbekannter Meister

Venezianische Verwicklungen (Ein Luca-Brassoni-Krimi 1)
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Mit dem Hörbuch taucht man ab in die wunderschöne Lagunenstadt Venedig. Die Autorin versteht es gut, die Atmosphäre der verwinkelten Gässchen, der alten Kirchen und der bekannten Brücken einzufangen. Dies ...

Mit dem Hörbuch taucht man ab in die wunderschöne Lagunenstadt Venedig. Die Autorin versteht es gut, die Atmosphäre der verwinkelten Gässchen, der alten Kirchen und der bekannten Brücken einzufangen. Dies ist der Hintergrund für brutale Anschläge und Morde. Es geht um ein bisher unbekanntes Bild von Picasso, das sich irgendwo in Venedig befindet. Ein gewalttätiger Schwerverbrecher soll das Bild für einen einflussreichen Kunstsammler heranschaffen. Dafür geht er buchstäblich über Leichen. Der Commissario Luca Brassoni ist auf den Fall angesetzt. Sein kompliziertes Liebesleben ist ein Nebenschauplatz.
Trotz der Morde empfinde ich die Handlung als sehr ruhig, erst ganz zuletzt gibt es ein actionreiches Ende.
An einen Donna-Leon-Krimi kann "Venezianische Verwicklungen" nicht heranreichen. Dennoch ist es eine angenehme Lektüre, die den Leser ins wunderschöne Venedig abtauchen lässt. Ein paar Kleinigkeiten sind mir nicht ganz logisch vorgekommen und es gab auch etwas zu viel Zufall. Für den Sprecher konnte ich mich nicht so begeistern. Mir ist seine Aussprache zu sachlich und emotionslos. Deswegen einen leichten Punktabzug.

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Veröffentlicht am 12.05.2021

Mord bei der Queen

Tod im Buckingham Palast
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Das wunderschöne Cover soll den Leser schon vorab in die Sphären des Buckingham-Palast entführen. In diesem gediegenen Ambiente stirbt ein Lakai der Königin. Ein mit ihm befreundetes Hausmädchen, Jane ...

Das wunderschöne Cover soll den Leser schon vorab in die Sphären des Buckingham-Palast entführen. In diesem gediegenen Ambiente stirbt ein Lakai der Königin. Ein mit ihm befreundetes Hausmädchen, Jane Bee aus Kanada, mag nicht an einen Suizid glauben. So beginnt sie mit ihren eigenen Nachforschungen, die insgeheim von ihrer Majestät, der Königin, gefördert werden.
Dieses Buch hat mich stark an das kürzlich erschienene "Das Windsor-Komplott" von S J Bennett erinnert. Vielleicht liegt es an dem Vergleich, der "Tod im Buckingham Palast" in meinen Augen dagegen abfallen lässt. Viele Passagen werden mit den gleichförmigen Aufgaben des Hausmädchens verplempert. Auch wenn Jane Bee eine ganz nette Person ist, so bleiben doch sie und auch die anderen Charaktere blass und nichtssagend. Die Krimihandlung an sich ist ebenfalls spannungsarm, nur das Setting im Buckingham-Palast ist mal etwas außergewöhnlich.
Als Liebhaber von englischen Cosy-Krimis war ich jedenfalls etwas enttäuscht.

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