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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.01.2026

Endlich wieder Fantasy mit Suchtfaktor

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Fire in the Sky hat mich von Anfang an gepackt und das ahnt man eigentlich schon beim wunderschönen Cover mit dem Farbschnitt. Optik und Inhalt passen hier perfekt zusammen.
Tamsyn ist sofort eine Figur, ...

Fire in the Sky hat mich von Anfang an gepackt und das ahnt man eigentlich schon beim wunderschönen Cover mit dem Farbschnitt. Optik und Inhalt passen hier perfekt zusammen.
Tamsyn ist sofort eine Figur, für die man Sympathien entwickelt. Als Prügelmädchen am Hofe erduldet sie die Strafen der Prinzessinnen, ausgeführt vom sadistischen Verwalter des Königs, der seine Macht genüsslich und mit brutaler Härte auskostet. Trotz allem ist Tamsyn der königlichen Familie absolut loyal ergeben – was die Tragik ihrer Rolle nur noch bitterer macht.
Umso erschütternder für sie ist der Entschluss, sie zum Wohle der Prinzessinnen mit einem rohen Kriegerfürsten aus den wilden Grenzlanden zu verheiraten. Was zunächst wie ein weiterer Akt der Aufopferung wirkt, entwickelt sich jedoch überraschend schnell zu einer leidenschaftlichen, aber hochgefährlichen Beziehung. Die Dynamik zwischen den beiden ist intensiv, kompliziert und jederzeit von politischen wie persönlichen Risiken überschattet.
Der Sprachstil ist bildhaft und emotional, dabei gut lesbar und flüssig. Kurze, prägnante Sätze wechseln sich mit etwas längeren, atmosphärischen Passagen ab, was Tempo und Spannung hochhält. Die Kapitel sind überschaubar und enden häufig an Stellen, die zum Weiterlesen zwingen, eben ein echter Page-Turner-Effekt.
Gegen Ende wird ein Geheimnis enthüllt, das der Geschichte eine völlig neue Dimension verleiht und enorme Erwartungen an den Folgeband weckt. Ein fesselnder Auftakt, der lange nachhallt und definitiv Lust auf mehr macht.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.01.2026

Tödliche Abfahrt

Am Hang des Todes
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Commissario Grauner ist von seiner Weltreise zurück. Sie scheint ihm besser gefallen zu haben, als er selbst erwartet hatte. Er schwelgt in Erinnerungen und hat sich spürbar verändert. Doch auch sein Team ...

Commissario Grauner ist von seiner Weltreise zurück. Sie scheint ihm besser gefallen zu haben, als er selbst erwartet hatte. Er schwelgt in Erinnerungen und hat sich spürbar verändert. Doch auch sein Team ist in der Zwischenzeit nicht stehen geblieben, sondern selbstständiger geworden. Die Zusammenarbeit funktioniert dennoch weiterhin gut, als beim Skiweltcup in Gröden ein junger Fahrer heimtückisch erschossen wird. Alle tragen gleichermaßen, jeder auf seine Art, zum Erfolg der Ermittlungen bei.
Man merkt deutlich, dass Grauner weiterhin zwiespältig in seine Zukunft blickt. Die mögliche Frühpensionierung steht im Raum, sofern er diesen Schritt überhaupt gehen will. Er grübelt viel, denn jede Art von Veränderung ist ihm verhasst und der Leser nimmt intensiv daran teil. Dadurch wird das Erzähltempo spürbar gedrosselt, die Handlung entschleunigt und wirkt stellenweise fast etwas versponnen. Mir ist das mitunter zu viel, dennoch kann ich nicht von Grauner lassen und bin weiterhin gespannt auf seinen nächsten Fall.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2026

Atmosphärische Fantasy

Daughter of Smoke and Bone
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Das Cover gefällt mir leider nicht besonders, auch wenn man fairerweise sagen muss, dass es den Inhalt ziemlich genau trifft, schließlich geht es um ein Mädchen mit blauen Haaren.
Karou ist eine begabte ...

Das Cover gefällt mir leider nicht besonders, auch wenn man fairerweise sagen muss, dass es den Inhalt ziemlich genau trifft, schließlich geht es um ein Mädchen mit blauen Haaren.
Karou ist eine begabte Kunststudentin in Prag. Was niemand weiß: Sie ist bei einer Familie von Chimären aufgewachsen und pendelt über magische Portale zwischen den Welten. Doch eines Tages taucht der Seraphim Akiva mit seinen Geschwistern auf und zerstört alle Zugänge zur Zwischenwelt. Karou wird abrupt von ihrer Familie getrennt und setzt fortan all ihr Wissen und Können daran, einen Weg zurück in ihr früheres Zuhause zu finden.
Dabei begegnet sie erneut Akiva. Nach anfänglichen Kämpfen müssen beide erkennen, dass sie mehr verbindet, als sie wahrhaben wollen. Bis zu diesem Punkt ist das Buch spannend, flüssig zu lesen und absolut auch für jüngere Leser geeignet.
Dann jedoch fühlt es sich stellenweise an, als hätte ein Autor:innenwechsel stattgefunden. Die sich entwickelnde Liebe wird sehr ausführlich und wortgewaltig beschrieben, der Ton wird zunehmend philosophisch. Es geht um das Wesen der Liebe, aber auch um Krieg, Schuld und Entscheidungen. Die Handlung tritt in diesem Mittelteil etwas auf der Stelle, wirkt dabei jedoch nie wirklich langatmig.
Später nimmt die Geschichte wieder Fahrt auf, als von der Zeit vor Karous Geburt erzählt wird. Auch hier steht eine leidenschaftliche Liebe im Mittelpunkt. Karou erfährt endlich, wer sie wirklich ist, woher sie stammt und welche Rolle Akiva damals – und heute – in ihrem Leben spielt.
Insgesamt lässt sich das Buch gut lesen, auch wenn für mich ein spürbarer stilistischer Umbruch stattfindet und sich die Erzählweise deutlich verändert.
Die Hörbuchversion wird von Julia Nachtmann eingelesen. In Dialogen ist sie großartig und transportiert Emotionen bis in feinste Nuancen. Leider machen Dialoge nur einen kleinen Teil aus, und auf Dauer empfand ich ihre Lesung im erzählenden Teil als etwas zu monoton.
Auf alle Fälle ist es ein interessantes Buch, in dessen Gedankengänge man sich gerne vertieft.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Tödliche Prüfungen in Killmarth

The Ordeals
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Beim E-Book fehlt leider eines der großen Highlights, nämlich das wirklich wunderschöne Cover mit farbigem Buchschnitt. Gerade bei einem Titel wie diesem ist das schade, denn optisch macht das Buch einiges ...

Beim E-Book fehlt leider eines der großen Highlights, nämlich das wirklich wunderschöne Cover mit farbigem Buchschnitt. Gerade bei einem Titel wie diesem ist das schade, denn optisch macht das Buch einiges her. Inhaltlich kann The Ordeals diesen kleinen Verlust aber mehr als ausgleichen.
Die Killmarth Academy ist eine staatlich geförderte Schule für Magiebegabte, die gezielt Kämpfer gegen gefährliche, blutsaugende Wesen ausbildet. Die Prüfungen sind brutal, gnadenlos und oft ein Kampf auf Leben und Tod, um schwächere Kandidaten konsequent auszusieben. Genau dieser hohe Einsatz sorgt von Anfang an für Spannung.
Für die Waise Sophia ist Killmarth die einzige Chance, ihrem übermächtigen und äußerst geheimnisvollen Onkel zu entkommen. Seine Rolle bleibt lange rätselhaft, ebenso die Vergangenheit ihrer Eltern, was die Geschichte zusätzlich geheimnisvoll macht.
Besonders gelungen sind die Prüfungen selbst. Sie sind kreativ, mörderisch und nervenaufreibend beschrieben. Das Buch liest sich dadurch sehr flüssig und zieht einen schnell hinein.
Die Liebesgeschichte mit ihrem Kommilitonen Alden Locke bleibt dagegen eher blass. Die Gefühle entwickeln sich zu schnell und hätten mehr Raum und Aufbau vertragen. Auch die Kampfszenen sind stellenweise etwas zu ausführlich, was mich persönlich schnell langweilt.
Trotz kleiner Schwächen überwiegt die Spannung klar. Am Ende bleiben bewusst viele offene Fragen. Vor allem rund um Sophias Familie und ihren Onkel ist für mich nicht alles aufgeklärt. Gerade deshalb macht das Buch große Lust auf die Fortsetzung, die ich definitiv lesen werde.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

schwedische Gemütlichkeit

Lågomby
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Das Hörbuch punktet mit einer angenehmen, ruhigen Sprechstimme, die gut zur schwedischen Dorfidylle passt. Marie wagt nach einem Beziehungsende einen Neustart – und landet in einem Ort, in dem wirklich ...

Das Hörbuch punktet mit einer angenehmen, ruhigen Sprechstimme, die gut zur schwedischen Dorfidylle passt. Marie wagt nach einem Beziehungsende einen Neustart – und landet in einem Ort, in dem wirklich jeder jeden kennt. Viel Alltag, viel Beobachtung, viel zwischen den Zeilen.

Typisch skandinavisch: ruhig, überschaubar, fast entschleunigt. Kaffeetrinken scheint hier ein zentrales soziales Ereignis zu sein und wird entsprechend oft zelebriert. Das sorgt für Atmosphäre, bremst die Handlung aber auch aus.

Die Story bleibt leider recht vorhersehbar und insgesamt etwas flach. Unter der Oberfläche brodelt es. Trotzdem entsteht eine nette, warme Grundstimmung, die das Hörbuch gut nebenbei hörbar macht – ohne große emotionale oder inhaltliche Tiefe.

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