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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.01.2021

Alleskönner

Super fresh
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Dieses wunderschöne Kochbuch von Donna Hay ist in meinen Augen ein wahrer Alleskönner für jedes Level der Kochkunst. Perfekt gestylt per Foto präsentiert sich jedes Gericht und das ist schon mal der erste ...

Dieses wunderschöne Kochbuch von Donna Hay ist in meinen Augen ein wahrer Alleskönner für jedes Level der Kochkunst. Perfekt gestylt per Foto präsentiert sich jedes Gericht und das ist schon mal der erste Pluspunkt. Ich denke, wenn man der Rezeptanleitung folgt, dann kann man beim Auftragen der Gerichte schon ein ähnlich tolles Ergebnis erzielen. Die Rezepte selbst sind zwar in ihrer Zusammenstellung raffiniert und außergewöhnlich, aber im Allgemeinen von einer Person mit normaler Kocherfahrung zu bewältigen. Nur mit den Zutaten stehe ich etwas auf dem Kriegsfuß, weil man bei den meisten Gerichten doch noch mal gezielt einkaufen gehen muss und man bestimmte Lebensmittel wirklich nur in einem Feinkostladen findet, den es auf dem Land erst in der nächsten größeren Stadt gibt. Ich bin eher der Typ, der dann die Anleitungen vereinfacht und anpasst. Deswegen kann ich bei diesem tollen Buch die volle Punktzahl vergeben!

Veröffentlicht am 15.01.2021

Mafia im Skigebiet

Das dunkle Dorf
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Regionalkrimis in Urlaubsgebieten haben ihr spezielles Flair und oft locken sie den Leser in einen Urlaub in diese Region, oder man ist erfreut, wenn man die Handlungsorte aus vergangenen Urlauben wiedererkennt.
Dieser ...

Regionalkrimis in Urlaubsgebieten haben ihr spezielles Flair und oft locken sie den Leser in einen Urlaub in diese Region, oder man ist erfreut, wenn man die Handlungsorte aus vergangenen Urlauben wiedererkennt.
Dieser Krimi hier spielt in den Dolomiten zur besten Wintersportzeit. Sehr angenehm: auch wenn man die Vorgängerbände nicht kennt, kann man problemlos in die Handlung einsteigen und mit Commissario Grauner gegen die Mafia ermitteln. Was zuerst nur nach einem geheimnisvollen Mord an einem einfachen Dorfpolizisten ausschaut, entwickelt rasch erschreckende Dimensionen, ganz besonders, weil Grauners Familie und einer seiner engsten Mitarbeiter in die Fänge der Mafia gerät. Sie will in Südtirol neue Handlungswege für ihren Drogenhandel etablieren, aber das wollen andere kriminelle Gruppierungen auch. Bei diesem Fakt muss ich gestehen, dass mir die Querverbindungen und Rivalitäten etwas zu kompliziert waren, aber das tat dem Gesamtverständnis keinen Abbruch. Die Schlagworte "Mafia" und "Vendetta", und auf der Seite des Gesetzes "verdeckte Ermittlungen" sind unter der Federführung von Lenz Koppelstätter auch in diesem Krimi ein Garant für Nervenkitzel. Es gibt verschiedene Handlungsstränge, die gerne auf dem Spannungshöhepunkt wechseln. Mir persönlich hat es im Grödnertal mit den Grauners gut gefallen, spannend war es außerdem, insofern kann ich "Das dunkle Dorf" weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 07.01.2021

Lagarde und ein Cold Case

Der Kommissar und der Teufel von Port Blanc
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In dieser Folge wird Philippe Lagarde gebeten, einem Kollegen in Tréguier Amtshilfe zu leisten. In einer alten Abtei hat man vier weibliche Skelette gefunden, wahrscheinlich von geistig behinderten Mädchen, ...

In dieser Folge wird Philippe Lagarde gebeten, einem Kollegen in Tréguier Amtshilfe zu leisten. In einer alten Abtei hat man vier weibliche Skelette gefunden, wahrscheinlich von geistig behinderten Mädchen, die vor Jahren vermisst gemeldet worden sind. Da es sich um einen Cold Case handelt, ist die Spurensuche nicht ganz einfach. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf das Wohnheim, wo alle vier gewohnt haben.
Die Handlung verläuft eher behäbig. Man bekommt einen guten Eindruck von der schönen Gegend und dem Urlaubsflair. Lagarde und sein junger Kollege kommen zwar stetig voran mit ihren Nachforschungen, aber Action ist hier dünn gesät.
Für meinen Geschmack sind die Opfer sowie das Wohnheim zu unrealistisch dargestellt.

Da ich aber Philippe Lagarde mag und Frankreich-Krimis sowieso, vergebe ich 4 Lesesterne. Als Urlaubslektüre kann man mit diesem Buch nichts falsch machen.



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Veröffentlicht am 05.01.2021

Erinnerungen

Mr Nobody – Er will sich erinnern. Sie muss vergessen.
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Meistens ist eine beteiligte Psychiaterin ein Garant für eine spannende Handlung. So auch hier. Die junge Emma Lewis ist Spezialistin im Erkennen und Behandeln von totalem Gedächtnisverlust. Deshalb wird ...

Meistens ist eine beteiligte Psychiaterin ein Garant für eine spannende Handlung. So auch hier. Die junge Emma Lewis ist Spezialistin im Erkennen und Behandeln von totalem Gedächtnisverlust. Deshalb wird sie in ihre alte Heimat geschickt, denn hier gibt es einen Mann ohne Erinnerung. Für Lewis ist es ein gefährliches Wagnis heimzukehren, denn in der Vergangenheit sind schlimme Dinge passiert, die die Familie in ein Zeugenschutzprogramm getrieben haben. Auf gar keinen Fall möchte sie erkannt werden und so wieder in Lebensgefahr geraten. 
Die Handlung lebt von dem Wechsel der Perspektive von Emma Lewis und dem Mr. Nobody ohne Gedächtnis. Über weite Strecken (für meinen Geschmack viel zu lange) bleibt der Leser in Unwissenheit, was Emma vor vielen Jahren passiert ist und sobald man sich über Mr. Nobody eine Meinung gebildet hat, muss man sie auch schon wieder revidieren. Seine Figur ist so komplex und facettenreich angelegt, wie man es sich bei einem Mann ohne Gedächtnis fast nicht vorstellen kann.
Somit ist der Handlungsaufbau richtig gut gelungen. Mit dem actionreichen Showdown konnte mit Sicherheit kaum jemand rechnen, nachdem die ganze Zeit der psychologische Aspekt im Vordergrund gestanden hat. 
Ich finde dieses Buch richtig gut und kann es der Thrillergemeinde nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 05.01.2021

Schwestern

Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder (Die Kinderärztin 1)
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Die Schwestern Marlene und Emma kamen nach dem Tod der Mutter schon sehr jung ins Waisenhaus. Dieser Roman erzählt ihre Anfänge als Lernschwestern in der neu eröffneten Kinderklinik Weißensee in der Nähe ...


Die Schwestern Marlene und Emma kamen nach dem Tod der Mutter schon sehr jung ins Waisenhaus. Dieser Roman erzählt ihre Anfänge als Lernschwestern in der neu eröffneten Kinderklinik Weißensee in der Nähe von Berlin, die vor allem durch für damalige Verhältnisse fortschrittliche Ernährungsmethoden auf sich aufmerksam machte. 

Marlene ist die ältere der beiden. Sie ist zwar auch empathisch, aber in erster Linie intelligent und lernbegierig. Sie möchte den Krankheiten auf den Grund gehen, wenn möglich sogar studieren und dann den kranken Kindern als Ärztin helfen. Schon in den ersten Tagen fällt sie einem jungen Arzt aus "höheren" Kreisen positiv auf. Es entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die aber heftigem Störfeuern ausgesetzt ist.

Emma, die jüngere Schwester, ist ebenso fleißig und gewissenhaft, aber ihre Stärke liegt mehr in ihrer Einfühlsamkeit. Natürlich gibt es auch einen jungen Mann, der ihr Herz zu erobern versucht.

Insgesamt scheint mir dieser Roman gut historisch recherchiert zu sein, denn diese Klinik gibt es immer noch, auch wenn sie sich natürlich über die Zeit hinweg weiterentwickelt hat. Die Beschreibung von der Krankenhausausstattung, vom Klinikalltag, von Lerninhalten und Therapieansätzen wirken so realistisch, dass man das Geschehen sepiafarben bildlich vor Augen hat. Ebenso kann man eine genaue Vorstellung der Protagonisten gewinnen, weil ihre Garderobe, ihre Frisur sowie ihre gesamte Erscheinung und die geistige Haltung sehr einprägsam dargestellt werden.

In erster Linie deswegen hat mir das Buch so gut gefallen. Natürlich sind die Geschwister auch sehr sympathisch, und man verfolgt ihren Werdegang mit grossem Interesse. Da einiges sehr vorhersehbar ist und auch manches Klischee bedient wird, fehlt noch ein Tüpfelchen zum 5 Lesestern, aber trotzdem ist dieser Roman eine gute Wahl und macht neugierig auf den zweiten Band.





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