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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2025

dicke Leseempfehlung

Die Kolonie
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Manchmal bekommt man ein Buch zwischen die Finger, das länger nachhallt. Das kann die unterschiedlichsten Gründe haben aber genau die machen die Würze im Alltag eines Lesejunkies.

"Die Kolonie" von Audrey ...

Manchmal bekommt man ein Buch zwischen die Finger, das länger nachhallt. Das kann die unterschiedlichsten Gründe haben aber genau die machen die Würze im Alltag eines Lesejunkies.

"Die Kolonie" von Audrey Magee ist so ein Buch.

Ein Londoner Künstler und ein französischer Linguist landen im Sommer 1979 auf einer abgelegenen irischen Insel. Der eine möchte die einzigartige Natur in seinen Bildern festhalten während der andere sich für die irische Sprache interessiert, die auf der Insel in seiner Ursprünglichkeit Gälisch noch erhalten ist. Im Laufe des Sommers entsteht eine eigene Dynamik zwischen den beiden und ihren ganz unterschiedlichen Plänen. Und die Inselbewohner werden langsam in einen Konflikt hineingezogen.

Begeistert hat mich an dem Roman zuerst einmal die Sprache der Erzählerin, die einerseits wunderbar malerisch und zart ist aber auch sehr facettenreich und präzise, vor allem, wenn geschichtliche Hintergründe und linguistische Feinheiten erklärt werden. Der Plot lebt von den Eigenheiten einer kleinen Gemeinschaft in einer rauen Natur, durch die engen Grenzen der Insel auf wenige Personen beschränkt. Dazu kommen ein eigenwilliger Künstler und ein radikal denkender Sprachwissenschaftler die in typisch männlichem Duktus über die Insel schwadronieren und ihr Ding durchziehen wollen. Es menschelt an allen Ecken und ich könnte mir diese Geschichte sehr gut als einen realen Film vorstellen. Mit tollen Naturaufnahmen und klugen Dialogen. Genau ist das Buch in meinem Kopf entstanden.

Veröffentlicht am 26.02.2025

macht warm ums Herz

Zuhause in Virgin River
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Ein neues Buch von Robyn Carr lesen ist wie heimkommen an einen lieb gewonnenen Ort. Zu Leuten die man kennt aber auch um neue Menschen kennen zu lernen.

Diesmal sind es Leslie und Connor. Beide durch ...

Ein neues Buch von Robyn Carr lesen ist wie heimkommen an einen lieb gewonnenen Ort. Zu Leuten die man kennt aber auch um neue Menschen kennen zu lernen.

Diesmal sind es Leslie und Connor. Beide durch vergangene Beziehungen und Ehen vorsichtig geworden. Beide aber ziemlich schnell aneinander interessiert auch wenn der Kopf erst mal was anderes sagt. Diesmal gibt es zusätzliche Verwicklungen, da Connor eigentlich im Zeugenschutz ist und deshalb noch zusätzlich Geheimnisse mit sich herumschleppt.

Ich hab mal wieder genau das bekommen, was ich mir von diesem Buch erhofft hatte. Eine nette Liebesgeschichte, sympathische Darsteller mit teils ganz normalen, teils etwas speziellen Problemen, die ganz gemächlich auf ein Happy End zu segeln. Das ist sicherlich keine gehobene Literatur aber fürs Herz und die gute Laune manchmal sehr heilsam und genug.

Veröffentlicht am 25.02.2025

solider Histo

Fernwehland
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Mein erstes Buch von Kati Naumann. Der Titel und der Klappentext haben mich total angesprochen.

Erzählt wird parallel eine Familiengeschichte und die Lebensgeschichte eines sehr bekannten Luxusdampfers. ...

Mein erstes Buch von Kati Naumann. Der Titel und der Klappentext haben mich total angesprochen.

Erzählt wird parallel eine Familiengeschichte und die Lebensgeschichte eines sehr bekannten Luxusdampfers. Das ist sowohl informativ als auch spannend in seiner Fiktion. Ein Schiff, dass mehrmals die Besitzer gewechsel hat. Von Schweden über die DDR und danach noch in etliche andere Länder. Dadurch entsteht auch die Möglichkeit die Menschen quer durch die Welt zu schicken und ihre Schicksale mit dem des Schiffes zu verbinden. Vor allem über die damalige DDR und wie sie das in Völkerfreundschaft umbenannte Schiff benutzte, erfährt man viel.

Mir hat das Buch gut gefallen auch wenn ich zu den Personen nicht so einen richtigen Bezug gefunden habe.

Veröffentlicht am 25.02.2025

Quinn-Qualität

Bevelstoke – Die Geheimnisse eines Gentlemans
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Wie immer wurde ich herrlich unterhalten von diesem Julia-Quinn-Roman. Besonders gefällt mir, dass die Personen des letzten Bandes als Randpersonen eine Rolle spielen - wir also erfahren, wie es mit ihnen ...

Wie immer wurde ich herrlich unterhalten von diesem Julia-Quinn-Roman. Besonders gefällt mir, dass die Personen des letzten Bandes als Randpersonen eine Rolle spielen - wir also erfahren, wie es mit ihnen weitergeht - und dass wir den guten Sebastian auch schon kennen. Ein Womanizer, einer vor dem man sich als Frau doch eher in Sicherheit bringen sollte, da er meist keine ehrlichen Absichten hat. Aber wenn dann doch die Liebe zuschlägt und diese auch noch die liebenswerte Annabel ist, dann wird es einfach sehr amüsant. Die Dialoge sind erfrischend, das Liebesprickeln macht gute Laune und ein wunderbares Kopfkino.

Wie immer ein toller Liebesroman. Ich staune, dass Frau Quinn mich immer wieder packt. Auch wenn das Thema immer das gleiche ist und die Zutaten durchaus eine gewissen Vorhersehbarkeit haben. Macht nichts. Sie mixt es einfach gut.

Veröffentlicht am 24.02.2025

Lesehighlight

Der Gott des Waldes
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Schon nach dem ersten Roman von Liz Moore war ich ein eingeschworener Fan und die Erwartungen an das neue Buch "Der Gott des Waldes" waren sehr hoch. Erfreut habe ich es zur Hand genommen. Es ist wunderbar ...

Schon nach dem ersten Roman von Liz Moore war ich ein eingeschworener Fan und die Erwartungen an das neue Buch "Der Gott des Waldes" waren sehr hoch. Erfreut habe ich es zur Hand genommen. Es ist wunderbar dick und hat ein tolles Cover. Und dann durfte ich eintauchen in die Geschichte.

Was soll ich lang drumrum reden. Ich bin restlos begeistert und total happy, dass Liz Moore ihre Stärken wieder voll und ganz zur Geltung bringen kann. Sie entwirft einen sehr komplexen Plot, der sich über zwei Jahrzehnte entblättert. Die Figuren werden unglaublich klar und facettenreich in Szene gesetzt. Vor allem die Frauenfiguren sind faszinierend. Die Storyline wird durch eine Thrillerhandlung eingerahmt ohne, dass es sich um einen normalen Thriller handeln würde. Der Genretwist, den es auch im ersten Buch schon gab, trägt auch hier wieder hervorragend zum Spannungsaufbau bei.

Ein Lesehighlight und eine Bestätigung, dass Liz Moore zu den besteb Autorinnen ihrer Genaration für mich zählt.