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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2025

schöner Erstling einen tollen Autorin

Forever, Interrupted
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Ich bin ein großer Fan von Taylor Jenkins Reid und schon in ihrem Debütroman zeigt sie, dass sie eine großartige Erzählerin ist. Sie versteht es, ihren Figuren Leben einzuhauchen und Emotionen oft auf ...

Ich bin ein großer Fan von Taylor Jenkins Reid und schon in ihrem Debütroman zeigt sie, dass sie eine großartige Erzählerin ist. Sie versteht es, ihren Figuren Leben einzuhauchen und Emotionen oft auf ganz einfache und ganz unsentimentale Weise zu beschreiben. Die Geschichte von Elsie, die nach 9 Tagen Ehe schon ihren geliebten Ehemann Ben verliert, ist eine voller Liebe und Trauer aber auch der Weg zur Verarbeitung eines großen Verlustes. Ich mag Geschichten, in denen Frauen erschüttert und aus der Lebensbahn geworfen scheinen und dann Stärke beweisen. Schön war hier auch, dass es Menschen wie Bens Mutter gibt, die mit Elsie verbunden sind und dass sie sich gemeinsam helfen. Für mich hätte es gerne noch ein bisschen länger sein dürfen, denn das Ende kam mir fast etwas zu abrupt. Aber ein Buch, dass ich sehr gerne gelesen habe und das Lust auf alle anderne Bücher der Autorin macht.

Veröffentlicht am 02.03.2025

tolles Buch

Die Melodie der Lagune
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Dieses Buch war so vielversprechend, da musste ich einfach zugreifen.

Es handelt sich um eine Annäherung an das Leben der Musikerin Anna-Maria della Pietà. Sie wächst in einem Waisenhaus auf und erlernt ...

Dieses Buch war so vielversprechend, da musste ich einfach zugreifen.

Es handelt sich um eine Annäherung an das Leben der Musikerin Anna-Maria della Pietà. Sie wächst in einem Waisenhaus auf und erlernt dort das Geigenspiel. Sie ist einer dieser Menschen, die in Tönen Farben sehen können und die Musik und das Geigenspiel werden zu ihrem Lebensinhalt. Als begnadete Musikerin fällt sie Vivaldi sofort auf und dieser nimmt sich ihrer an. Aber wie damals üblich hält er nichts von Frauen als erfolgreiche Komponistinnen und nutzt ihr Talent hemmungslos für seinen eigenen Erfolg.

Vivaldi als Mensch war mir unbekannt. Umso interessanter dieser historische Roman, der sich vor allem mit dem Leben einer Frau als Künstlerin beschäftigt und der Art, wie Männer wie Vivaldi damals damit umgingen, das eine Frau vielleicht begabter und besser in einem Bereich war, der den Männern vorbehalten war.

Ein hochinteressantes und toll geschriebenes Buch.

Veröffentlicht am 02.03.2025

schöne Fantasygeschichte

The Serpent and the Wolf
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Der Auftakt einer neuen Fantasy-Reihe.

Was mir gefallen hat.
Das Cover ist wirklich sehr ansprechend und der Titel vielversprechend. Außerdem kannte ich die Autorin noch nicht und war gespannt.

Der Erzählstil ...

Der Auftakt einer neuen Fantasy-Reihe.

Was mir gefallen hat.
Das Cover ist wirklich sehr ansprechend und der Titel vielversprechend. Außerdem kannte ich die Autorin noch nicht und war gespannt.

Der Erzählstil ist sehr gut lesbar. Scheinbar einfach aber das täuscht, denn er ist gleichzeitig auch gehaltvoll und voll schöner Vergleiche und Beschreibungen. Außerdem entwickeln sich die Personen sehr gemächlich, so dass man sich ihnen langsam nähert und sie dabei auch Veränderungen durchmachen dürfen.

Ich mochte auch, dass die Heldin Vaasa kompliziert und misstrauisch ist und keine dieser naiven mädchenhaften Mädels, die so oft durch Fantasystories hüpfen. Und ebenso mochte ich, dass die Welt sehr politisch und sehr komplex daherkommt. Man merkt, dass die Autorin sich Zeit lässt, was aber vollkommen in Ordnung ist, da es ja ein erster Teil ist.

Die Liebesgeschichte steht nicht im Vordergrund. Es ist dadurch eine ganz natürliche und gemächliche Entwicklung. Wohltuend normal.

Ach ja, was mir nicht gefallen hat. Leider gibt es noch keine Ankündigung von Band 2. Kann es kaum erwarten.

Veröffentlicht am 02.03.2025

coming of age

Klapper
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Von gagamaus
Da ich ein Fan von Coming-of-Age-Romanen bin (Berhard Wells und Ewald Arenz und Stephen King sei Dank) musste ich natürlich auch hier zuschlagen. Sowohl der Titel "Klapper" als auch das kongeniale ...

Von gagamaus
Da ich ein Fan von Coming-of-Age-Romanen bin (Berhard Wells und Ewald Arenz und Stephen King sei Dank) musste ich natürlich auch hier zuschlagen. Sowohl der Titel "Klapper" als auch das kongeniale Cover haben mich ebenfalls magisch angezogen.

Was mir gefallen hat. Klapper ist ein Nerd und als solcher natürlich ein Außenseiter. Die Neue, Bär genannt, ist das zwar auch, aber sie wehrt sich auf ihre Weise dagegen und Klapper beginnt in ihrem Windschatten zu erkennen, dass das Leben auch für ihn so einige nette Dinge bereithält, wenn er sich nur aus seinem Schneckenhaus wagt.

Was mir nicht so gefallen hat ist, dass die Erwachsenen allesamt ziemlich Versagen in Punkto Familie und Kindererziehung. Das gibt es ja häufig in Jugendromanen. Aber mich nervt das immer, denn die Eltern sind doch nicht immer alle Versager und da wünschte ich mir mehr Vielfalt. Außerdem ist die Sprache im Buch mir auf Dauer zu schnodderig gewesen und ich fand das Lesen zeitweise etwas anstrengend. Vielleicht bin ich einfach etwas zu alt für das Buch. Keine Ahnung.

Veröffentlicht am 26.02.2025

dicke Leseempfehlung

Die Kolonie
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Manchmal bekommt man ein Buch zwischen die Finger, das länger nachhallt. Das kann die unterschiedlichsten Gründe haben aber genau die machen die Würze im Alltag eines Lesejunkies.

"Die Kolonie" von Audrey ...

Manchmal bekommt man ein Buch zwischen die Finger, das länger nachhallt. Das kann die unterschiedlichsten Gründe haben aber genau die machen die Würze im Alltag eines Lesejunkies.

"Die Kolonie" von Audrey Magee ist so ein Buch.

Ein Londoner Künstler und ein französischer Linguist landen im Sommer 1979 auf einer abgelegenen irischen Insel. Der eine möchte die einzigartige Natur in seinen Bildern festhalten während der andere sich für die irische Sprache interessiert, die auf der Insel in seiner Ursprünglichkeit Gälisch noch erhalten ist. Im Laufe des Sommers entsteht eine eigene Dynamik zwischen den beiden und ihren ganz unterschiedlichen Plänen. Und die Inselbewohner werden langsam in einen Konflikt hineingezogen.

Begeistert hat mich an dem Roman zuerst einmal die Sprache der Erzählerin, die einerseits wunderbar malerisch und zart ist aber auch sehr facettenreich und präzise, vor allem, wenn geschichtliche Hintergründe und linguistische Feinheiten erklärt werden. Der Plot lebt von den Eigenheiten einer kleinen Gemeinschaft in einer rauen Natur, durch die engen Grenzen der Insel auf wenige Personen beschränkt. Dazu kommen ein eigenwilliger Künstler und ein radikal denkender Sprachwissenschaftler die in typisch männlichem Duktus über die Insel schwadronieren und ihr Ding durchziehen wollen. Es menschelt an allen Ecken und ich könnte mir diese Geschichte sehr gut als einen realen Film vorstellen. Mit tollen Naturaufnahmen und klugen Dialogen. Genau ist das Buch in meinem Kopf entstanden.