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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.02.2025

wichtiges Thema

Coast Road
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Das erz-katholische Irland vor 30 Jahren. Ich war tatsächlich ziemlich entsetzt, wie rückständig und frauenfeindlich dieses Land vor nicht einmal 3 Jahrzehnten noch war. Ich konnte es nicht fassen, dass ...

Das erz-katholische Irland vor 30 Jahren. Ich war tatsächlich ziemlich entsetzt, wie rückständig und frauenfeindlich dieses Land vor nicht einmal 3 Jahrzehnten noch war. Ich konnte es nicht fassen, dass eine bigotte Männergesellschaft den Frauen nicht nur ihre Selbstbestimmung verwehrte, sondern im Falle einer Trennung vom Ehemann auch den Enzug der Kinder, die Verachtung der Gesellschaft und Gewalt und Psychoterror.

Die Heldinnen der Geschichte sind ganz normale Frauen. Ihre Stärke müssen sie erst noch finden aber gemeinsam können sie Stück für Stück etwas für sich bewegen.

Angesichts heutiger negativer Entwicklungen z.B. in den USA ist dieses Buch und dieses Thema immer noch, oder schon wieder, hochaktuell. Der Schreistil ist leserfreundlich und man merkt, dass Die Autorin nicht einfach eine Geschichte erzählen wollte, sondern die Leserschaft zum Nachdenken bringen möchte.

Veröffentlicht am 09.02.2025

mehr davon erwünscht

Kummersee
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Ich habe "Kummersee" in zwei Tagen durchgesuchtet. Aufmerksam wurde ich u.a. durch den Titel und das coole Cover auf den Krimi.

Die Hauptdarstellerin, Lena, kommt als Personenschützerin nach 30 Jahren ...

Ich habe "Kummersee" in zwei Tagen durchgesuchtet. Aufmerksam wurde ich u.a. durch den Titel und das coole Cover auf den Krimi.

Die Hauptdarstellerin, Lena, kommt als Personenschützerin nach 30 Jahren in ihr Heimatdorf. Die Behörden überlegen, ob dort ein Endlager errichtet werden könnte. Um den Kummersee ranken sich seltsame, bedrohliche Mythen. Außerdem ist dort damals ihr Bruder auf ungeklärte Weise ums Leben gekommen. Die Stimmung, die in der ersten Hälfte durch das Buch wabert, ist für einen Kriminalroman ungewöhnlich, denn man fragt sich mehr als einmal, ob hier auch Mysterie drin steckt oder nur jemand die Ängste der Menschen ausnutzt. Das fand ich sehr unterhaltsam und hat mich immer neugieriger gemacht. Die dörflichen Strukturen, das Kleinbürgerliche, kommt gut rüber und man versteht, warum Lena damals weg musste. Den ökologischen Gesichtspunkt fand ich sehr passend und das Thema war für mich in einem Krimi neu.

Ein guter Erstling, der Lust auf mehr macht.

Veröffentlicht am 09.02.2025

guter Erstling

Schmerz
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Ein neues Ermittlerteam betritt die Bühne der isländischen Crime-Szene. Dora und Rado. Die eine hat nach einem Einsatz psychische Beschwerden und wurde sehr lange an den Schreibtisch verbannt, der andere ...

Ein neues Ermittlerteam betritt die Bühne der isländischen Crime-Szene. Dora und Rado. Die eine hat nach einem Einsatz psychische Beschwerden und wurde sehr lange an den Schreibtisch verbannt, der andere hat Familie in der Verbrecherszene und wird deshalb von einem großen Einsatz abgezogen und mit Dora auf einen Vermisstenfall angesetzt.

Eigentlich sind es zwei Fälle, die in diesem ersten Krimi von Jon Atli Jonasson eine Rolle spielen. Eine Großrazzia und eine verschwundene Jugendliche. Aber die größte Stärke des Buches ist, meiner Meinung nach, das Ermittlerduo, das relativ ausführlich eingeführt wird und auch im Laufe der Geschichte an den Ecken und Kanten und privaten Problemen fast zu scheitern droht.

Das Buch liest sich flüssig. Der Plot ist stringent erzählt, hätte gerne ein paar kniffelige falsche Fährten gebrauchen können. Ein solider Erstling mit etwas Luft nach oben.

Veröffentlicht am 01.02.2025

Lesenswert

The Twenty
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Auf der Suche nach einem richtig guten Thriller bin ich wegen der vielen positiven Rezensionen auf "The twenty" gestoßen und war gespannt, ob die Story mich packen würde.

Und was soll ich sagen. Ja, hat ...

Auf der Suche nach einem richtig guten Thriller bin ich wegen der vielen positiven Rezensionen auf "The twenty" gestoßen und war gespannt, ob die Story mich packen würde.

Und was soll ich sagen. Ja, hat sie. Von Anfang an.
Das ist mal ein Thriller gewesen, der seinen Namen verdient, da die Spannung sich sehr schnell in die Höhe schraubt und dieses Niveau auch fast durchgehend halten kann.

Das Ermittlerteam ist interessant, auch weil da ein paar Untiefen und Traumata im Hintergrund dräuen. Der Plot wird durch mehrere Opfer und durchaus blutige Auffindesituationen befeuert. Hart aber nicht übertrieben. Schnell ist klar, dass ein Serienkiller sein Unwesen treibt und die Jagd schnell losgehen muss um hoffentlich weitere Tote zu verhindern.

Es gibt mehr als einen Plottwist und falsche Fährten. Man weiß nie mehr als die Komissare, erfährt aber auch etwas über den Täter durchs Schlüsselloch sozusagen.

Lesenswert.

Veröffentlicht am 01.02.2025

tolle Fantasy

Der Sternenstaubdieb
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Man hat ja immer so gewisse Erwartungen, wenn man sich für ein Buch entscheidet. Cover, Titel und Klappentext bilden da so eine Mischung, die einen im besten Falle neugierig macht und einen vorfreudig ...

Man hat ja immer so gewisse Erwartungen, wenn man sich für ein Buch entscheidet. Cover, Titel und Klappentext bilden da so eine Mischung, die einen im besten Falle neugierig macht und einen vorfreudig das Buch in die Hand nehmen lässt. So ging es mir ganz besonders bei "Der Sternenstaubdieb".

Ein genial rätselhafter Titel auf einem wunderschönen Cover und ein vielversprechendes Setting in einer Welt aus Tausend und eine Nacht. Aladin und die 40 Räuber lassen grüßen.

Die Umsetzung hat mir sehr gefallen.
Da gibt es eine Mitternachtshändlerin die Magie und magische Artefakte verkauft.
Eine Räuberin unter den 40, die sehr lässig und gewitzt zu Werke geht.
Ein Dschinn, der heimlich und hilfreich durch diese Welt saust und versucht, seine Freundin zu schützen und seine Identität zu schützen.
Ein Prinz, der anfangs wenig prinzlich und wenig heldenmäßig daherkommt aber der sich bemüht, seiner Rolle gerecht zu werden.
Und ein fremdes Land voller Sand und Zauberei und Phantasie.

Ein toller erster Band der Lust auf mehr macht. Alle Erwartungen erfüllt.