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geerthi

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.06.2026

Authentisch, queer und nachdenklich - Vom Leben und Sterben

Restsommer
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In «Restsommer» von Kea von Garnier begleiten wir den Teenager Dominik durch sein letztes Schuljahr. Seit seine Mutter die Familie für einen anderen Mann verlassen hat, lebt er alleine mit seinem Vater, ...

In «Restsommer» von Kea von Garnier begleiten wir den Teenager Dominik durch sein letztes Schuljahr. Seit seine Mutter die Familie für einen anderen Mann verlassen hat, lebt er alleine mit seinem Vater, der als Bestatter arbeitet. Dominiks Alltag ändert sich als ein neuer Mitschüler namens Benjamin Nowak, kurz Biff, aus Berlin in seine Klasse im Schönacker kommt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine spürbare Dynamik. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege und plötzlich kommen Emotionen ins Spiel. Dominik gerät ins Grübeln. Ist er tatsächlich schwul? Wie soll seine Zukunft aussehen? Und wird er eines Tages wirklich in die Fussstapfen seines Vaters treten?
Die Geschichte wird komplett aus Dominiks Perspektive erzählt. Er ist ein offener, sympathischer Charakter, der jedem Menschen vorurteilsfrei eine Chance gibt. Ganz anders erging es mir mit Benjamin. Er war mir von Anfang an unsympathisch. Biff zieht Dominik in schwierige Situationen und übt einen negativen Einfluss auf ihn aus. Aus diesem Grund konnte ich die Skepsis von Dominiks Vater absolut nachvollziehen.
Das Buch greift hochaktuelle Jugendthemen auf, wie z. B. die Erste grosse Liebe, queere Identität, Alkoholkonsum, Party, Drogenkonsum und komplexe Familienbeziehungen.
Für mich war dies der allererste Roman über eine gleichgeschlechtliche Beziehung zwischen zwei jungen Männern. Das Thema war neu für mich in diesem Stil zu lesen. Dies wurde aber von der Autorin sensibel und absolut überzeugend umgesetzt. Die Kapitel sind angenehm kurz und in einer klaren, einfachen Sprache verfasst, sodass man durch die Seiten fliegt.
Wer emotionale, queere Jugendbücher mag, wird diese gut durchdachte Geschichte lieben. Einzig die für mich anstrengenden Facetten von Benjamins Charakter haben verhindert, dass mich das Buch emotional komplett abholen konnte. Deshalb gebe ich 4 von 5 Sternen! ⭐️⭐️⭐️⭐️

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.06.2026

Tabuthemen meisterhaft erzählt

Only Margo
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In «Only Margo» von Rufi Thorpe steht das Leben der jungen Margo plötzlich kopf. Sie ist schwanger von ihrem Professor Mark. Trotz der schwierigen Umstände entscheidet sie sich für das Kind und steht prompt ...

In «Only Margo» von Rufi Thorpe steht das Leben der jungen Margo plötzlich kopf. Sie ist schwanger von ihrem Professor Mark. Trotz der schwierigen Umstände entscheidet sie sich für das Kind und steht prompt vor einem riesigen finanziellen Ruin. Um die Lücke zu schliessen, wählt sie einen unkonventionellen Weg und meldet sich bei OnlyFans an. Für sie beginnt nun ein riskantes Spiel. Ob das wohl gut ausgeht?
Ich habe diese Geschichte verschlungen. Der Schreibstil ist unglaublich unterhaltsam und authentisch. Ich konnte mich sofort in Margos Lage hineinversetzen und habe bei jedem ihrer Schritte mitgelitten. Sie ist eine bewundernswert mutige, junge Frau, die genau weiss, was sie tut. Besonders überrascht hat mich, dass sie trotz der Machtdynamik keine Rache an ihrem Professor geübt hat. Stattdessen nimmt sie ihr Schicksal selbstbestimmt in die Hand.
Das Buch jongliert meisterhaft mit schwierigen Themen wie ungewollter Schwangerschaft, dem Verlust von Freundschaften, Geldsorgen und dem Dasein als Alleinerziehende. Für mich ist es eines der besten Bücher des Jahres! Deshalb gebe ich die vollen 5 Sterne! ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2026

Toller Auftakt mit kleinen Schwächen

Don't LOVE me
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«Don’t LOVE Me» von Lena Kiefer ist das erste Band der New-Adult-Trilogie ‘Don't’.

Als Kenzies Praktikum platzt, landet sie mitten in den rauen schottischen Highlands, um an einem neuen Projekt zu arbeiten. ...

«Don’t LOVE Me» von Lena Kiefer ist das erste Band der New-Adult-Trilogie ‘Don't’.

Als Kenzies Praktikum platzt, landet sie mitten in den rauen schottischen Highlands, um an einem neuen Projekt zu arbeiten. Doch die idyllische Kulisse trügt. Dieser Ort weckt schmerzhafte Erinnerungen an ihre verstorbene Mutter. Zu allem Überfluss muss sie ausgerechnet mit Lyall zusammenarbeiten. Kenzie kennt ihn zwar nicht, doch die Warnungen der Einheimischen eilen voraus. Sie soll die Hände von Lyall weglassen!

Die Geschichte wird abwechselnd aus beiden Perspektiven, Kenzie und Lyall, erzählt. Kenzie habe ich sofort ins Herz geschlossen. Es ist berührend, wie sie sich um ihre Geschwister kümmert und ihren Vater unterstützt. In Schottland tat sie mir jedoch richtig leid. Die Mauer des Schweigens um Lyalls Vergangenheit lässt sie völlig verzweifeln. Mit Lyall selbst wurde ich leider nicht warm. Er blieb mir durch seine Geheimnisse zu unnahbar.

Insgesamt eine solide Geschichte, die mich vor allem am Ende eiskalt erwischt hat. Der finale Plottwist kam völlig aus dem Nichts und rettet die Spannung perfekt für die Fortsetzung. Ich gebe gerne 4 von 5 Sternen. ⭐️⭐️⭐️⭐️

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2026

Toller Auftakt mit kleinen Schwächen

Don’t LOVE Me
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«Don’t LOVE Me» von Lena Kiefer ist das erste Band der New-Adult-Trilogie ‘Don't’.

Als Kenzies Praktikum platzt, landet sie mitten in den rauen schottischen Highlands, um an einem neuen Projekt zu arbeiten. ...

«Don’t LOVE Me» von Lena Kiefer ist das erste Band der New-Adult-Trilogie ‘Don't’.

Als Kenzies Praktikum platzt, landet sie mitten in den rauen schottischen Highlands, um an einem neuen Projekt zu arbeiten. Doch die idyllische Kulisse trügt. Dieser Ort weckt schmerzhafte Erinnerungen an ihre verstorbene Mutter. Zu allem Überfluss muss sie ausgerechnet mit Lyall zusammenarbeiten. Kenzie kennt ihn zwar nicht, doch die Warnungen der Einheimischen eilen voraus. Sie soll die Hände von Lyall weglassen!

Die Geschichte wird abwechselnd aus beiden Perspektiven, Kenzie und Lyall, erzählt. Kenzie habe ich sofort ins Herz geschlossen. Es ist berührend, wie sie sich um ihre Geschwister kümmert und ihren Vater unterstützt. In Schottland tat sie mir jedoch richtig leid. Die Mauer des Schweigens um Lyalls Vergangenheit lässt sie völlig verzweifeln. Mit Lyall selbst wurde ich leider nicht warm. Er blieb mir durch seine Geheimnisse zu unnahbar.

Insgesamt eine solide Geschichte, die mich vor allem am Ende eiskalt erwischt hat. Der finale Plottwist kam völlig aus dem Nichts und rettet die Spannung perfekt für die Fortsetzung. Ich gebe gerne 4 von 5 Sternen. ⭐️⭐️⭐️⭐️

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.05.2026

Gute Atmosphäre mit Startschwierigkeiten

Neuschnee
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«Neuschnee» von Lucy Foley nimmt uns mit in die einsamen schottischen Highlands. Die Geschichte wird sehr dynamisch auf zwei Zeitebenen (Gegenwart und die drei Tage vor der Tat) sowie aus wechselnden Perspektiven ...

«Neuschnee» von Lucy Foley nimmt uns mit in die einsamen schottischen Highlands. Die Geschichte wird sehr dynamisch auf zwei Zeitebenen (Gegenwart und die drei Tage vor der Tat) sowie aus wechselnden Perspektiven der Figuren (die Freunde, die Angestellten Heather und Dough) erzählt. Trotz dieser Komplexität fand ich mich gut zurecht.
Der Einstieg war allerdings holprig. Bei neun Freunden, drei Angestellten und zwei weiteren Gästen fehlte mir zu Beginn eine Charakterübersicht. Das hätte mir das doppelte Lesen einiger Passagen erspart.
Die Kulisse ist aber genial! Die Gruppe ist durch einen Schneesturm isoliert, draussen treibt ein Serienmörder sein Unwesen und am 2. Januar gibt es eine Leiche. Die Täterin oder der Täter muss einer von ihnen sein!
Leider zog sich die erste Hälfte etwas in die Länge und ich fand kaum Zugang zu den Charakteren. Erst ab der Mitte zog die Spannung an und die Mischung aus Drama und Thriller packte mich. Das Finale war für mich jedoch keine grosse Überraschung und das milde Strafmass von nur vier Jahren Haft für den Mörder fand ich sehr unbefriedigend.
Für Thriller-Fans kein absolutes Highlight, aber ein atmosphärischer Winterkrimi. Deshalb gebe ich 4 von 5 Sternen. ⭐️⭐️⭐️⭐️

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