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geerthi

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2026

Wo ist Sofia?

Wem du traust
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„Wem du traust“ von Petra Johann ist ein Kriminalroman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann gezogen hat. Mit einer packenden Handlung gelingt es der Autorin Petra Johann, ein spannendes ...

„Wem du traust“ von Petra Johann ist ein Kriminalroman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann gezogen hat. Mit einer packenden Handlung gelingt es der Autorin Petra Johann, ein spannendes Leseerlebnis zu schaffen.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Eva, die mit ihrem Partner Daniel und ihrem fünfjährigen Sohn lebt. Eines Abends wird Sofia, die Tochter von Evas bester Freundin Susanne, nach dem Babysitting von Daniel nach Hause gebracht. Doch Sofia kommt nie dort an. Ihr Verschwinden wirft zahlreiche Fragen auf. Was ist überhaupt mit ihr passiert?

Bereits am nächsten Tag beginnt die Polizei mit den Ermittlungen. Es stellt sich heraus, dass sowohl Susanne als auch Daniel kleine Unwahrheiten erzählen. Diese Lügen könnten aber entscheidende Hinweise auf das Verschwinden von Sofia geben. Wer von ihnen spricht die Wahrheit? Die Spannung steigt, während die Suche nach der Wahrheit immer komplizierter wird.

Die Autorin hat geniale Wendungen und Überraschungen eingebaut, die mich immer immer wieder in die Irre geführt haben.
Ich war von der ersten bis zur letzten Seite beeindruckt. Die geschickte Konstruktion der Handlung und die unerwarteten Wendungen haben mich begeistert. Der Schreibstil von Petra Johann ist flüssig.

„Wem du traust“ ist ein genialer Kriminalroman, der mit einer spannenden Handlung und gut entwickelten Charakteren überzeugt. Es war mein erstes Buch von Petra Johann und ich bin mehr als begeistert. Dieses Buch gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights 2026 und ich kann nicht anders, als ihm die vollen 5 Sterne zu geben! ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Spannung pur

Der Nachbar
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Eines Nachmittags beschloss ich spontan das gehypte Buch aus TikTok «Der Nachbar» von Sebastian Fitzek in die Hand zu nehmen. Die zahlreichen Empfehlungen und positiven Bewertungen hatten meine Neugier ...

Eines Nachmittags beschloss ich spontan das gehypte Buch aus TikTok «Der Nachbar» von Sebastian Fitzek in die Hand zu nehmen. Die zahlreichen Empfehlungen und positiven Bewertungen hatten meine Neugier geweckt. Und wisst ihr was? Ich wurde nicht enttäuscht!!! Innerhalb von nur zwei Stunden hatte ich das Buch durchgelesen und das obwohl, ich nicht gerade zu den Schnell-Leser/innen zähle. Doch die spannende Handlung und der Schreibstil liessen mich einfach nicht los!

Die Geschichte dreht sich um Sarah Wolff, eine Strafverteidigerin, die mit ihrer Tochter in einem Haus lebt. Sie ist von ihrer Vergangenheit geflüchtet und möchte nun ein ruhiges Leben führen. Doch der Schein trügt. Immer wieder nimmt sie unheimliche Geräusche wahr. Nicht nur das, auch ihre Wohnung wird eines Tages plötzlich sauber. Zunächst versucht sie, sich einzureden, dass es nur Einbildung ist, doch bald wird ihr klar, dass etwas nicht stimmt. Als sie die Polizei alarmiert, wird sie jedoch enttäuscht. Die Beamten nehmen ihre Sorgen nicht ernst, was Sarah in eine verzweifelte Situation bringt.

Entschlossen, die Wahrheit ans Licht zu bringen, beschliesst Sarah, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Sie beginnt, Beweise zu sammeln und versucht, die mysteriösen Geräusche zu erklären. Ihre Entschlossenheit und ihr Mut machen sie zu einer starken und bewunderten Protagonistin, mit der man mitfiebert. Die kurzen Kapitel tragen dazu bei, dass man ständig weiterblättern möchte, denn immer wieder enden sie an einem spannenden Punkt.

Die Spannung bleibt von der ersten bis zur letzten Seite. Der Autor Sebastian Fitzek hat es geschafft, mich in die Irre zu führen. Die Auflösung des Rätsels ist einfach genial und hat mich begeistert. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und fand mich immer wieder dabei, mir nur noch ein Kapitel vorzunehmen, nur um dann festzustellen, dass ich schon wieder die gesamte Zeit vergessen hatte!

Für alle Fans von Psychothrillern ist «Der Nachbar» ein absolutes Muss. Die packende Handlung, die mutige Protagonistin und die Spannung machen das Buch zu einem unvergesslichen Erlebnis. Ich gebe voller Überzeugung die vollen 5 Sterne und kann es kaum erwarten, weitere Bücher von Sebastian Fitzek zu lesen! Wer auf spannende, nervenaufreibende Geschichten steht, sollte sich dieses Buch auf keinen Fall entgehen lassen!

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Veröffentlicht am 22.10.2025

Liebevoll, aber langatmig

Onigiri
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Wegen dem spannenden Klappentext wollte ich «Onigiri» von Yuko Kuhn lesen. Leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt.
Im Mittelpunkt dieser Geschichte stehen Aki und ihre Mutter Keiko, die an ...

Wegen dem spannenden Klappentext wollte ich «Onigiri» von Yuko Kuhn lesen. Leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt.
Im Mittelpunkt dieser Geschichte stehen Aki und ihre Mutter Keiko, die an Demenz leidet. Aki begleitet sie liebevoll durch den Alltag und zeigt dabei eine wirklich beeindruckende Geduld. Es ist nicht einfach eine demenzkranke Person zu betreuen aber Aki macht das wirklich grossartig. Obwohl ihre Mutter immer wieder dieselben Fragen stellt, bleibt sie geduldig und antwortet ohne die Fassung zu verlieren. Besonders schön fand ich, dass ihr Mann Felix ihr dabei zur Seite steht. Er hat viel Verständnis, was keineswegs selbstverständlich ist.
Aki’s Charakter war einfach super. Ihre Stärke und Empathie machen sie zur Seele dieses Buches. Doch genau diese liebevolle Routine führt auch zu einem Problem… Die vielen Wiederholungen im Text spiegeln zwar die Realität einer Demenzerkrankung wider, wurden für mich als Leserin mit der Zeit etwas mühsam. Die Spannung war zu Beginn sehr hoch und dann mit der Zeit liess sie nach. Ich hatte gehofft, dass sich die Handlung anders entwickeln würde.
Auch die sehr häufigen, teils abrupten Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart erschwerten das Lesen. Ohne klare Kapitelüberschriften oder visuelle Hinweise war es oft schwierig, sich zu orientieren.
Trotz der starken Hauptfigur und der wichtigen Thematik konnte mich das Buch nicht vollständig überzeugen. Deshalb vergebe ich 3 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Feindliche Blicke im ewigen Eis

The Penguin Paradox
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Schon das Buchcover «The Penguin Paradox» von Greta Milán hat in mein Auge gecatcht. Da sind Emerie und Beckett von Pinguinen umgeben. Wie könnte ich da als Pinguin-Fan und Romantikliebhaberin widerstehen? ...

Schon das Buchcover «The Penguin Paradox» von Greta Milán hat in mein Auge gecatcht. Da sind Emerie und Beckett von Pinguinen umgeben. Wie könnte ich da als Pinguin-Fan und Romantikliebhaberin widerstehen? Ich wusste, dass ich dieses Buch lesen muss!
Die Geschichte beginnt mit einem wunderbaren Ereignis für die Protagonistin Emerie. Kurzfristig darf sie an einer Expedition teilnehmen, weil ein anderes Teammitglied abgesagt hat. Für sie geht ein Traum in Erfüllung endlich Pinguine in freier Wildbahn beobachten! Doch die Euphorie bekommt schnell einen Dämpfer. Denn sie muss ausgerechnet mit Beckett zusammenarbeiten. Sie kann ihn nämlich nicht ausstehen. Die Zusammenarbeit gestaltet sich schwierig, die Stimmung ist frostig und das liegt nicht nur am Eis unter ihren Füssen.
Greta Milán’s Schreibstil ist leicht zu verstehen, charmant und sehr flüssig geschrieben. Auch die Kapitel sind kurzgehalten und es macht einfach Spass einfach weiter zu lesen. Ich mochte die Geschichte wirklich sehr.
Was mir besonders gefallen hat, ist die emotionale Entwicklung der Figuren. Während Emerie Beckett zunächst von tiefstem Herzen hasst, mochte ich Becket von Anfang an. Und je mehr man über Emeries Vergangenheit erfährt, desto mehr versteht man ihre Abwehrhaltung.
Wer Enemies-to-Lovers-Geschichten liebt, wird dieses Buch verschlingen. Es bietet nicht nur romantisches Knistern, sondern auch spannende Einblicke in die Welt der Forschung, und ein Setting, die zum Träumen einlädt. «The Penguin Paradox» ist das perfekte Buch für kalte (Winter-)Tage, eingekuschelt in eine Decke mit einem Lächeln auf den Lippen und einer Tasse Tee.
Von mir gibt es ganz klar 5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
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Veröffentlicht am 16.10.2025

Tamilische Geschichten, die gehört werden müssen

Der brennende Garten
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«Der brennende Garten» von V. V. Ganeshananthan ist ein bewegender Roman über den brutalen Bürgerkrieg in Sri Lanka.
Das 16-jähriges Mädchen Sashi Kulenthiren (kurz Sashi) träumt davon wie ihr Grossvater ...

«Der brennende Garten» von V. V. Ganeshananthan ist ein bewegender Roman über den brutalen Bürgerkrieg in Sri Lanka.
Das 16-jähriges Mädchen Sashi Kulenthiren (kurz Sashi) träumt davon wie ihr Grossvater sowie ihr ältester Bruder Niranjan den Beruf als Ärztin zu befolgen. Sie lebt mit ihrer Mutter (Amma), ihrem oft beruflich abwesenden Vater (Appa) und ihren drei Brüdern Dayalan (Zweitältester), Seelan (Drittältester) und Aran (Jüngster) in Jaffna, wo die Familie zunächst ein ruhiges Leben führt. Die Kinder gehen zur Schule, haben Freunde wie den hochbegabten Nachbarsjungen K. und ihre Zukunft scheint offen bis der Bürgerkrieg 1983 ausbricht.
Der Konlikt zwischen der singhalesischen Regierung und den tamilischen Milizen eskaliert und ihr Leben wird auf tragische Weise erschüttert. Als ihr Bruder Niranjan bei einem anti-tamilischen Gewaltakt ums Leben kommt, verändert alles. Sashi beginnt zu begreifen, was um sie herum geschieht und fühlt sich schuldig, dass sie nichts dagegen tun konnte. Schliesslich wird sie heimlich als eine unausgebildete Ärztin für die Bewegung eingesetzt und erkennt, dass auch die ‘Guten’ grausame Entscheidungen treffen.
Dieser Autorin gelingt es, die komplexe Realität eindrucksvoll aufzuzeigen. Die Figuren sind vielschichtig. Und deren Entscheidungen sind oft von Angst, Schmerz und Überlebenswillen geprägt. Ich war auch erstaunt über die Darstellung von Sashi’s innerem Konflikt (also zwischen Pflichtgefühl, Trauer und dem Wunsch, etwas zu bewirken).
Für mich hat dieser Roman eine besondere Bedeutung, weil meine Familie selbst betroffen war. Meine Eltern, Tanten, Onkel und Grosseltern mussten um ihr Leben kämpfen. Mein Grossvater konnte nicht laufen. Meine Onkel trugen ihn auf der Flucht durch zerstörte Dörfer… eine Realität, die im Roman greifbar wird. Bis heute erzählen sie mir, wie dramatisch diese Zeit war und wie tief sie sie geprägt hat.
Das Buch enthält tamilische Begriffe, die direkt erklärt werden. Für mich als Tamilin wirkte das authentisch und es war leicht zu verstehen. Auch schwierige Themen wie sexualisierte Gewalt werden sensibel und respektvoll behandelt.
Ich habe nur ein kleiner Kritikpunkt. Nach Ks Hungerstreik verliert die Erzählung etwas an Spannung. Mehr über die Nachwirkungen hätte dem Roman zusätzliche Tiefe verliehen.
Insgesamt hat mich «der brennende Garten» zutiefst berührt, die Erinnerungen hervorbringt. Für alle, die mehr über den Bürgerkrieg in Sri Lanka erfahren möchten, ist dieses Buch eine klare leseempfehlung. Dieses Buch verdient 5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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