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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.06.2025

Es gibt kein Entkommen

Die Kammer
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Fünf Männer und eine Frau sollen Arbeiten an einer Ölpipeline irgendwo in der Nordsee ausführen. Dazu werden sie auf engsten Raum einige Wochen in der sogenannten Kammer zum Druckausgleich verbringen müssen. ...

Fünf Männer und eine Frau sollen Arbeiten an einer Ölpipeline irgendwo in der Nordsee ausführen. Dazu werden sie auf engsten Raum einige Wochen in der sogenannten Kammer zum Druckausgleich verbringen müssen. Noch während des ersten Tauchgangs stirbt ein Kollege auf mysteriöse Weise, doch das Team muss ausharren, denn ein sofortiges Öffnen der Kammer bedeutet den sicheren Tod.
Der Autor hat einen fesselnden Schreibstil. Das ungewöhnliche Setting ist von ihm geschickt gewählt, denn durch die außergewöhnlich hohen körperlichen und psychischen Belastungen der Protagonisten, ist es ihm gelungen eine unter die Haut gehende klaustrophobische Atmosphäre zu erschaffen.
Der Leser erfährt viel über die Arbeit der Sättigungstaucher, ich fand das sehr gut beschrieben, auch wenn hier zahlreiche Fachbegriffe verwendet wurden, die meinen Lesefluss immer wieder etwas gestört haben, trotzdem zeigt sich hierbei eine intensive Recherche des Autors.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Ellen, der einzigen Frau im Taucherteam. Leider kommt es hier öfter zu Wiederholungen, die auf Kosten der Spannung gehen.
Ein lesenswerter Thriller, auch wenn mich das Ende etwas irritiert zurückgelassen hat.

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Veröffentlicht am 30.05.2025

Ganz nett

Feeling Nothing
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Robin ist Physiotherapeutin und hat gerade ihren Job verloren. Als einzigen Ausweg kehrt sie nach Hause zurück um dort das Footballteam die Michigan Wolverines zu betreuen. Eigentlich will sie vom Football ...

Robin ist Physiotherapeutin und hat gerade ihren Job verloren. Als einzigen Ausweg kehrt sie nach Hause zurück um dort das Footballteam die Michigan Wolverines zu betreuen. Eigentlich will sie vom Football absolut nichts mehr wissen, doch als sie dem sympathischen und attraktiven Runningback Tyler über dem Weg läuft, sprühen emotionale Funken. Allerdings sind Beziehungen zwischen Staff und Spielern absolut tabu und Tyler riskiert seine Karriere.

Feeling nothing ist eine Sportsromance mit einem interessanten Hintergrundthema. Robin leidet unter Alexithymie, das bedeutet sie ist gefühlsblind, kann also ihre eigenen Gefühle und die von anderen nicht verstehen und benennen. Dieses Handicap kannte ich bisher noch nicht und war deshalb gespannt, wie Ann-Kathrin Karschnick dieses in ihrer Geschichte verarbeitet hat.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und leicht und ihr ist es ganz gut gelungen, die Emotionen zwischen Robin und Tyler zu Papier zu bringen. Anfangs hat mich die Story auch gefesselt, aber im weiteren Verlauf wurde ich mit den Charakteren einfach nicht warm und die Handlungen wiesen einige Schwächen auf. Ein paar interessante Szenen verliefen im Sande oder endeten abrupt.

Eine nette, kurzweilige Geschichte, der leider der Tiefgang fehlte.

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Veröffentlicht am 29.05.2025

Konnte mich nicht überzeugen

Ein ungezähmtes Tier
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Arpad und Sophie, ein glamouröses Paar, leben sehr luxuriös am Genfer See. In ihrer Nähe wohnen Greg und Karine in eher bescheidenen Verhältnissen. Greg ist so fasziniert von Sophie, dass er zum Stalker ...

Arpad und Sophie, ein glamouröses Paar, leben sehr luxuriös am Genfer See. In ihrer Nähe wohnen Greg und Karine in eher bescheidenen Verhältnissen. Greg ist so fasziniert von Sophie, dass er zum Stalker wird und mit Hilfe einer Kamera ihr Leben bis ins kleinste Detail ausspioniert. In einem zweiten Handlungsstrang erzählt der Autor immer wieder von einem Banküberfall in Genf.
Da Greg Polizist ist, kann man schon leicht erahnen wo die Geschichte hinführt. Trotzdem ist nichts o wie es scheint und immer wieder überraschen unerwartete Wendungen und falsche Spuren. Die Geschichte punktet mit einem interessanten Plot und einem fesselnden Rätsel.
Anfangs fand ich die Story auch packend und ich wollte unbedingt die Zusammenhänge zu dem Banküberfall erfahren, aber im weiteren Verlauf ließ die Spannung nach. Mir waren auch die Charaktere zu blass, sodass mich im Großen und Ganzen das Buch leider nicht überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Nervenkitzel und Gänsehaut

Signalrot
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Kriminalkommissarin Tara Kronberg kehrt nach zwei Jahren Auszeit in einem japanischen Kloster nach Dresden zurück, um die Sondereinheit Dezernat 47 zu leiten. Nach dem grausamen Fund einer weiblichen Leiche ...

Kriminalkommissarin Tara Kronberg kehrt nach zwei Jahren Auszeit in einem japanischen Kloster nach Dresden zurück, um die Sondereinheit Dezernat 47 zu leiten. Nach dem grausamen Fund einer weiblichen Leiche ohne Füße soll sie, zusammen mit ihrem neuen Partner Gabriel Schneider, die ermittelnde Mordkommission K11 unterstützen. Kann sie den nächsten brutalen Mord verhindern?
Die Hauptprotagonistin Tara ist empathisch, sehr scharfsinnig und versteht es aus kleinsten Hinweisen einer heißen Spur zu folgen. Die Vielzahl der unterschiedlichen Figuren hat mich allerdings stellenweise etwas verwirrt und ich hätte mir gern, gerade was Taras Partner Gabriel angeht, mehr Tiefe der Charaktere gewünscht.
Signalrot ist der Auftakt einer neuen Thriller-Serie von Elias Haller. Die Geschichte startet sofort spannend und mit einem flüssigen Schreibstil. Relativ kurze Kapitel und immer wieder neue Handlungen mit teilweise sehr brutalen und blutigen Szenen fesseln den Leser bis zum Schluss an die Story.
Durch die immer wieder eingefügten Tagebucheinträge bekommt der Leser Einblicke in die Vergangenheit des Täters, die zu der allgemein düsteren Atmosphäre noch zusätzlich beitragen.
Ein raffiniert konzipierter Fall der mich bis zum Ende mit unerwarteten Wendungen unterhalten hat. Ich freue mich schon auf einen weiteren Fall für Tara und Gabriel und die Weiterentwicklung der beiden.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Zirkus der Herzen

Play of Hearts
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Als die Magie aus den Herzen der Menschen zu verschwinden drohte, hatten vier Kinder eine Idee. Sie boten der Magie ihre Herzen an und erhielten dafür bestimmte Fähigkeiten um die Magie am Leben zu erhalten.
Evie ...

Als die Magie aus den Herzen der Menschen zu verschwinden drohte, hatten vier Kinder eine Idee. Sie boten der Magie ihre Herzen an und erhielten dafür bestimmte Fähigkeiten um die Magie am Leben zu erhalten.
Evie ist die Enkelin einer der vier Kinder, doch durch ihre magische Fähigkeit sehr einsam. Sie verspricht einem unbekannten Jungen in einem magischen Spiegel ihr Herz im Austausch für die Erfüllung ihres sehnlichsten Wunsches, einen Freund. Doch was sie nicht bedacht hat, ihre Hände töten jeden, den sie berührt. Als sie 18 Jahre alt wird, verliebt sie sich in Arthur, aber ihr Fluch steht ihnen im Weg. Gibt es einen Weg um diesen Fluch zu brechen?
In Play of hearts hat die Autorin auf der einen Seite eine düstere Atmosphäre geschaffen, aber auch sehr schöne Szenen und verzauberte Handlungsorte. Mir gefällt der Beginn jedes Kapitels, der mit Blumenranken geschmückt ist.
Obwohl dieses Buch alles hat, was mich fesseln kann, Spannung, Geheimnisse, Romantik und Magie, fehlte mir die Eindringlichkeit und die Tiefe der Protagonisten. Deshalb wurde ich mit dem Schreibstil nicht richtig warm und habe stellenweise sogar quergelesen. Zum Glück gab es immer wieder packende Szenen, die ein Weiterlesen belohnten.
Interessant sind die gegensätzlichen Charaktere und die Entstehung der Triangle Lovestory zwischen Arthur, Evie und Remi.
Das Buch endet mit einer unerwarteten Wendung, vielen offenen Fragen und einem üblen Cliffhanger, der viele Spekulationen zu Band 2 verspicht.

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