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Veröffentlicht am 27.02.2025

Manchmal wäre ich gerne weniger unsichtbar

Wie du mich ansiehst
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Meine Meinung

Manchmal wäre ich gerne weniger unsichtbar

Diese Geschichte wurde von einer Frau für überwiegend weibliche Leserinnen geschrieben. Sie behandelt ein sehr wichtiges Thema: Wie werden Frauen ...

Meine Meinung

Manchmal wäre ich gerne weniger unsichtbar

Diese Geschichte wurde von einer Frau für überwiegend weibliche Leserinnen geschrieben. Sie behandelt ein sehr wichtiges Thema: Wie werden Frauen heutzutage alt? Sind Falten etwas Verwerfliches oder ein ganz normaler Alterungsprozess?

Johanna ist Mitte vierzig und hadert mit ihren Falten. Überhaupt hat sie das Gefühl, nicht mehr richtig wahrgenommen zu werden.

Sie führt erfolgreich einen Blumenladen. Ihre jüngere Angestellte bringt frischen Wind in das Geschäft, lässt sich regelmäßig kleinere Fältchen wegspritzen und spricht sehr offen darüber. Johanna spielt mit dem Gedanken, es ihr gleichzutun. Doch wie soll sie das ihrer Tochter erklären, der sie stets beigebracht hat, dass Aussehen nicht alles ist und die inneren Werte viel mehr zählen?

Johannas heiß geliebter Vater hat ihr einen Garten hinterlassen, in dem ein gemütlicher Schäferwagen steht. Den behält sie – ihre Falten nicht.

Neue Dinge können nur wachsen, wenn es einen Platz dafür gibt. Zitat aus dem Buch.

Ich habe bereits vor einigen Jahren "Kuckucksmädchen" und "Acht Wochen verrückt" von Eva Lohmann gelesen. Sie trifft stets den richtigen Ton, wenn es um ernste Themen geht. In "Wie du mich siehst" verwebt sie eine Familiengeschichte mit dem heutigen Jugendwahn. Altwerden scheint in unserer Gesellschaft ein großer Makel zu sein.

Johannas Familiengeschichte ist ganz anders, als sie dachte. Ihre Eltern waren geschieden, doch die Gründe dafür waren ihr nie klar. Auch ihre eigene Ehe mit einem Marinekapitän bekommt gewaltige Risse, denn er kann nicht verstehen, warum seine Frau ihr Äußeres nicht akzeptiert – schließlich hat sie ihrer gemeinsamen Tochter ganz andere Werte vermittelt.

Ich habe mich im Garten sehr wohl gefühlt. Es ist ein Ort, bei dem sich Johanna und ihre 15-jährige Tochter wieder sehr nahe gekommen sind, und ihre Seele baumeln lassen konnten. Das Wühlen in der Erde und das Gras unter den Füßen hatten eine meditative Wirkung.

Johannas Mutter ist für mich eine sehr starke Persönlichkeit, da sie nach der Scheidung ihr Leben ganz alleine gemeistert hatte. Sie muss jeden Cent drei mal umdrehen und nimmt auch keine Hilfe von ihrer Tochter an.

Der Schreibstil ist flüssig, und das Thema ist hochaktuell. Ich war von Anfang an gefesselt und habe den Humor in der Geschichte sehr genossen.

Die Figuren sind gut gezeichnet und waren mir ausnahmslos sympathisch.

Fazit
"Wie du mich ansiehst" regt zum Nachdenken an. Welche Werte zählen wirklich? Lösen Botox und Hyaluronbehandlungen alle Probleme und machen eine Frau sichtbarer und glücklicher?

Eigentlich ist Lebenserfahrung etwas, das Johanna attraktiv findet. Zitat aus dem Buch.

Von mir eine klare Empfehlung. Danke Eva Lohmann.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.02.2025

Die 40er-Jahre gehen weiter

Die Telefonistinnen - Tage des Zweifels
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Meine Meinung


Köln 1948

Es ist nun schon eine Weile her, dass ich den ersten Band gelesen habe. Doch ich war sofort wieder vom Folgeband gefesselt.

In der Versicherung Pering stehen große Veränderungen ...

Meine Meinung


Köln 1948

Es ist nun schon eine Weile her, dass ich den ersten Band gelesen habe. Doch ich war sofort wieder vom Folgeband gefesselt.

In der Versicherung Pering stehen große Veränderungen an. Victor Pering, der Sohn des Inhabers, hat ehrgeizige Pläne, um das Unternehmen noch ertragsreicher zu gestalten. Er möchte expandieren und scheut keine Kosten für einen dekorativen Springbrunnen vor dem Versichereringsgebäude - sehr zum Leidwesen der Telefonistinnen, die anscheinend keine Lohnerhöhung zu erwarten haben.

Es geht spannend und emotional weiter. Das Wiedersehen mit den Telefonistinnen war sehr schön und alle haben sich weiter entwickelt.

Die verwöhnte Charlie hat sich gut in das Unternehmen integriert. Klar, alle Marotten hat sich nicht abgelegt, was sie mir umso sympathischer macht. Ihr Einfallsreichtum kennt keine Grenzen - besonders wenn es darum geht, die Aufmerksamkeit vom Betriebsarzt zu bekommen. Ich war mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob sie wirklich in ihn verliebt ist, oder nur ihren Kopf durchsetzen möchte. Ihre Freundinnen aus der Telefonzentrale fordert sie auf, für eine Lohnerhöhung zu kämpfen.

Hanni hat lange auf ihre große Liebe gewartet. Umso glücklicher ist sie, als er endlich wieder vor dem Büdchen steht. Hanni erstellt weiterhin mit großem Erfolg gehäkelte Handschuhe und träumt von einem eigenen Handschuh-Atelier. Weiterhin ist ihr Arbeitstag sehr straff - ohne Wertschätzung von ihrem Vater zu erhalten. Ich war sehr gespannt, ob ihre Liebe zu dem britischen Soldaten Dean Bestand hat.

Gisela ist sich immer noch unsicher, ob sie ihren verschollenen Mann für tot erklären lassen soll. Immer wieder sieht sie einen Mann, der ihm ähnlich sieht - doch sobald sie ihm zuruft, läuft er davon. Ihr Sohn steckt in einem emotionalen Tief. Er kann sich einfach nicht mit seiner Armprothese abfinden und wartet weiterhin auf die Rückkehr seines Vaters. Gisela hat noch viele Hürden zu überwinden, bevor sie ihr neues Liebesglück genießen kann.

Julia blüht mittlerweile richtig auf. Ihre traurige Vergangenheit hat sie geprägt, aber nicht gebrochen. Das große Mädchen verfügt zwar über wenig Geld und ist immer hungrig, aber sie hat gute Freundinnen und einen heimlichen Verehrer.

Die Rezeptionistin Erna wartet weiterhin auf ihren verschollenen Sohn und ist die gute Seele der Telefonistinnen.

Ich weiß natürlich mittlerweile etwas mehr. Die emotionalen Achterbahnfahrten haben mich gut unterhalten. Die herzlichen Freundschaften unter den Frauen hat wieder mal gezeigt: Zusammen sind wir stark. Es gab Wendungen mit denen ich gerechnet habe - andere wiederum haben mich kalt erwischt.

Fazit
Der bildhafte Schreibstil konnte mich durchgehend fesseln. Die Figuren wirken authentisch und haben sich weiter entwickelt. Die 40er-Jahre sind wieder lebendig geworden. Ich habe mich selber sagen hören: Die gute alte Zeit. Bestimmt war nicht alles besser - aber einiges.

Für alle, die mehr erfahren wollen, spreche ich eine klare Empfehlung aus. Ich freue mich nun auf den 3. Band der Trilogie.

Danke Nadine Schojer.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2025

Chaotisch und unheimlich herzlich

Zwischen Ende und Anfang
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Meine Meinung

Jojo Moyes gehört zu meinen Lieblings-Autorinnen, da Ihre Geschichten stets berührend sind und mitten aus dem Leben zu kommen scheinen. Die Figuren wirken authentisch und sind in ihrer ...

Meine Meinung

Jojo Moyes gehört zu meinen Lieblings-Autorinnen, da Ihre Geschichten stets berührend sind und mitten aus dem Leben zu kommen scheinen. Die Figuren wirken authentisch und sind in ihrer Art einzigartig.

Lila ist eine erfolgreiche Autorin, der ihr letztes Werk nun mächtig auf die Füße fällt. Oder wie würdet Ihr das nennen, wenn eine Autorin einen Ratgeber für eine glückliche Ehe schreibt, und nach der Veröffentlichung von ihrem Mann verlassen wird? Lilas Ehemann Dan verlässt sie für eine wesentlich jüngere Blondine, die auch noch schwanger von ihm ist. Ihr sanierungsbedürftiges Haus verschlingt ihr ganzes Geld, daher müsste sie dringend ihre Schreibblockade überwinden.

Lilas Stiefvater Bill zieht nach dem Tod ihrer Mutter zu ihr ins Haus. Er hält das Haus in Ordnung und kocht gesundes Essen, was besonders Lilas Töchter Celie und Violet in den Wahnsinn treibt.

Richtiges Chaos bricht jedoch aus, als ihr leiblicher Vater Gene total abgebrannt vor der Tür steht. Bill und Gene verhalten sich wie Hund und Katz aufeinander und liefern sich ständig Reibereien.

Celie hat mit ihren 16 Jahren schon sehr viele Probleme, da sie in der Schule Mobbing gemobbt wird. Die achtjährige Violet ist ein richtiger Sonnenschein, mit sehr viel Fantasie, die ihren Großvater Gene sehr gerne mag.

Ich musste Lila richtig bewundern für ihre Herzenswärme, die sie sogar ihrem leiblichen Vater zukommen lassen hat. Gene verließ sie und ihre Mutter, um in Amerika eine Schauspielerkarriere zu machen. Mit der Treue nahm er es nie genau.

Ich fand fast alle Figuren ansprechend, mit all ihren Ecken und Kanten. Besonders Lilas beste Freundin kommt sehr speziell und herzlich rüber. Selbstverständlich wird das Leben für Lila wieder lebenswert. Das konnte ich von Anfang an erahnen und hat sich am Ende bewahrheitet. Aber der Weg dorthin ist hart - herzlich und manchmal unheimlich komisch. Wartet da vor dem Schultor etwa eine neue Liebe auf Lila?

Die Geschichte wirkt stellenweise total überdreht - ist sie aber eigentlich nicht. Würde man einmal seine eigenen chaotischen Erlebnisse
aufschreiben, und dies mit viel Humor versehen, käme wohl etwas ganz Ähnliches dabei heraus.

Fazit

Von mir eine klare Empfehlung für alle, die chaotische Großväter, untreue Ehemänner und eine Ratgeber - Autorin richtig kennenlernen möchten.

Der Schreibstil liest sich wie Butter. Die Thematik dürfte für viele Menschen interessant sein. Und wenn Ihr wissen wollt, was sich im Gartenschuppen befindet, fragt einfach den Gärtner. Es müssen nicht immer Ratten sein.

Herzlichen Dank, Jojo Moyes.

Ich habe die Geschichte abwechselnd gehört und gelesen. Luise Helm hat eine angenehme Erzählstimme. Sie trifft stets den richtigen Ton.

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Veröffentlicht am 18.02.2025

Hanna und Daniels 3. Fall

Blutbuße
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Meine Meinung

Hanna und Daniels 3. Fall.

Auch mit dem dritten Fall der Polarkreis-Reihe konnte mich die Autorin wieder begeistern. Der flüssige Schreibstil und das atmosphärische Setting laden eigentlich ...

Meine Meinung

Hanna und Daniels 3. Fall.

Auch mit dem dritten Fall der Polarkreis-Reihe konnte mich die Autorin wieder begeistern. Der flüssige Schreibstil und das atmosphärische Setting laden eigentlich zu einem traumhaften Winterurlaub ein. Da wirkt ein Mord in einem angesagten Hotel umso unpassender.

Charlotte Wretlind plant den Abriss eines verlassenen Hochgebirgshotels, um an dessen Stelle ein neues Luxushotel zu errichten. Doch ihr Vorhaben stößt bei den Anwohnern auf wenig Zustimmung. Dazu soll es jedoch nicht mehr kommen – denn Charlotte Wretlind wird in einem Hotelzimmer ermordet. Hannah und Daniel ermitteln in dem Mordfall.

Charlotte Wretlind war mir sehr unsympathisch, da mir ihre Art, mit Menschen umzugehen, nicht gefallen hat. Ihre Beziehung zu ihrem Sohn war schwierig, da er andere Vorstellungen vom Leben hatte als seine Mutter. Besonders ihr unfreundliches Verhalten an der Hotelrezeption gegenüber dem Angestellten Paul fand ich wirklich gemein – und Paul offenbar auch.

Dennoch hat mich ihr Mord tief erschüttert. So sollte kein Mensch enden müssen. Doch dabei bleibt es nicht ...

Für Hanna und Daniel ist dieser Mordfall nicht einfach aufzuklären. Bei Hanna kommt noch hinschwerend dazu, dass sie sich in ihren verheirateten Kollegen Daniel verliebt hat.

Geschickt hat die Autorin falsche Fährten gelegt, und es auch mir damit sehr schwer gemacht. Meine Vermutungen liefen ins Leere und die Überraschung am Ende war groß.

Fazit

Ich liebe die Schwedenkrimis von Viveca Sten sehr. Die stets winterliche Atmosphäre und große Spannung fesseln mich immer wieder.

Danke Viveca Sten. Ich freue mich auf weitere Ermittlungen. Von mir eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 15.02.2025

Ein dystopischer Thriller, der Seinesgleichen sucht

Der letzte Mord am Ende der Welt
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Meine Meinung

Ein dystopischer Thriller, der Seinesgleichen sucht

Das romantische Cover verspricht eine Geschichte, die den Leser in Urlaubslaune versetzt. Ich sage es gleich mal vorweg: Das Cover ...

Meine Meinung

Ein dystopischer Thriller, der Seinesgleichen sucht

Das romantische Cover verspricht eine Geschichte, die den Leser in Urlaubslaune versetzt. Ich sage es gleich mal vorweg: Das Cover lügt - sowie sämtliche Protagonisten auch.

Das Worldbuilding schafft eine geheimnisvolle Atmosphäre, bei der man stets die Gefahren spürt, die im Hintergrund lauern. Der letzte bewohnbare Ort - eine griechische Insel im Mittelmeer - bietet 122 Überlebenden Schutz vor einem schwarzen Nebel, der für jedes Lebewesen den Tod bedeutet. Die Dorfbewohner scheinen auf den ersten Blick ein glückliches Leben zu führen. Jeder leistet seinen Beitrag zum Wohle der Gemeinschaft. Doch warum schlafen alle zur gleichen Zeit? Wer zum Appell nicht sein Bett erreicht hat, schläft genau da ein, wo er sich gerade befindet.

Niema Mandripilas ist Wissenschaftlererin und die gute Seele auf der Insel. Als sie tot aufgefunden wird, ist das Leben der Insulaner in Gefahr. Wenn der Mord nicht aufgeklärt wird, holt sich der schwarze Nebel die letzten Menschen.

Emory ist die Einzige, die seit jeher das Leben und die Menschen auf der Insel hinterfragt. Nach dem Tod von Niema wird sie beauftragt, den Mordfall aufzuklären. Die Zeit läuft, und der schwarze Nebel rückt immer näher …

Es ist unmöglich, dieses Buch aus der Hand zu legen, bevor man das Ende erreicht. Dieser dystopische Thriller hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen und ein Entrinnen unmöglich gemacht. Die Figuren sind unverwechselbar und haben alle einen hohen Wiedererkennungswert. Niemand weiß, ob er im Schlaf aktiv ist – außer den Wissenschaftlern. Eine KI kennt die Gedanken der Dorfbewohner und gibt ihnen Ratschläge. Doch sind es wirklich gute Ratschläge?

Fazit

Der flüssige Schreibstil und die überraschenden Wendungen machen diesen Thriller zu einem Pageturner, wie ich ihn so noch nicht geles

Ein Glossar am Anfang erleichtert die Zuordnung der Personen.

Eine klare Empfehlung von mir. Danke, Stuart Turton! Die drei Jahre zur Fertigstellung des Buches haben sich wirklich gelohnt!

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