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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2026

Eine würdige Fortsetzung, die Lust auf mehr macht

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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1945-1961 Güstrow

Wir erleben die Flucht von Marlen, die sich aus einer Familientragödie retten konnte, und anschließend Zuflucht in einem verlassenen Forsthaus findet. Wilma versteckt das 14-jährige ...



1945-1961 Güstrow

Wir erleben die Flucht von Marlen, die sich aus einer Familientragödie retten konnte, und anschließend Zuflucht in einem verlassenen Forsthaus findet. Wilma versteckt das 14-jährige Mädchen in der Schublade einer Bauernkommode vor den Russen. Im Anschluss nimmt die hagere Frau Marlen zu sich nach Hause in ihr Waldhaus. Sie adoptiert das Mädchen und weist sie in die Kunst der Malerei ein. Marlen zeigt viel Talent und hat ein Geheimnis. Damals, in der Schublade im Forsthaus, hat sie versehentlich ein kleines Bild beschädigt, das sie wieder reparieren möchte. Eine junge Frau, am Fenster stehend ...

2023 Berlin

In der Gegenwart erlebt Hannah einen großen Abschiedsschmerz, da ihre beste Freundin Rubi aus der gemeinsamen Wohnung in Berlin auszieht. Rubi erwartet von ihrem Freund Max ein Kind.

Zu ihrer größten Verwunderung meldet sich ihr leiblicher Vater, nachdem er jahrelang den Kontakt zu ihr gemieden hatte.

Alena Schröder bringt die Gefühle der Figuren wunderbar zum Ausdruck; ohne große Gefühlsduselei. Der coole Humor täuscht nicht über die innere Zerrissenheit von Hannah hinweg. Sei es die Unsicherheit gegenüber ihrem Vater oder das Verlassenheitsgefühl, nachdem ihre Freundin ausgezogen war.

Besonders Marlen geht einem ziemlich nahe. Sie trifft im Laufe der Geschichte eine Entscheidung, für die ich ihr sehr großen Respekt zolle. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich gehandelt hätte. Das Leben im Waldhaus war nicht immer leicht für Marlen, da sie nie ein selbstbestimmtes Leben führen konnte. Die alte, schrullige Burgel führte den Haushalt, und Marlen erstellte, nach genauen Anweisungen von der erblindenden Wilma, Bilder. Im Großen und Ganzen verlief das Leben der drei Frauen harmonisch. Nachdem Wilmas Mann aus der russischen Kriegsgefangenschaft zurückkehrte, hing der Haussegen schief.

Die Geschichte wirft viele Fragen auf, die nicht so einfach zu beantworten sind. Wie weit man sich der Familie verpflichtet fühlen muss oder ob man ein selbstbestimmtes Leben führen kann, ohne Rücksicht auf die Angehörigen. Selbst dann, wenn es sich um keine Blutsverwandten handelt.

Der Schreibstil enthält unverkennbar Frau Schröders Handschrift und hat mich wieder mal an die Seiten gefesselt. Alle Figuren sind gut gezeichnet und haben Erkennungswert. Hannahs Gedanken kommen sehr humorvoll und menschlich daher. Bei sämtlichen Situationen konnte ich sie sehr gut nachvollziehen und so manche Situationskomik hat mich zum lächeln gebracht.

Ich empfehle Euch das Buch, wenn ihr gerne Familiengeschichten lest, die wie mitten aus dem Leben gegriffen wirken. Nichts wird hier beschönigt – nichts unnötig dramatisiert. Diese Besprechung enthält nur einen kleinen Teil des Buches. Den Rest zu entdecken lohnt sich.

"Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid." "Bei euch ist es immer so unheimlich still." "Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel."
Diese drei Buchtitel klingen wie eine kleine Kurzgeschichte. Eine klare Empfehlung für alle drei Titel.

Ein herzliches Dankeschön geht an Alena Schröder und den Dtv-Verlag. "Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" war aber noch nicht das Ende, oder? Ich wüsste wirklich sehr gerne, wie es mit Hannah weitergeht.

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Was einst geschrieben stand

Der Nachbar
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Es geht um die Strafverteidigerin Sarah Wolff, die mit ihrer Tochter nach Berlin gezogen ist und dort ein Späti betreibt. Sie hat Angst vor dem Alleinsein. Sie hat Angst vor ihrem Exmann, der in der ...



Es geht um die Strafverteidigerin Sarah Wolff, die mit ihrer Tochter nach Berlin gezogen ist und dort ein Späti betreibt. Sie hat Angst vor dem Alleinsein. Sie hat Angst vor ihrem Exmann, der in der Vergangenheit grausame Dinge getan hat. Noch mehr hat sie Angst vor dem mysteriösen, unsichtbaren Nachbarn, der sich Eintritt in ihr Leben verschafft hat. Sie muss einsehen, dass sie nicht mehr allein ist ...

Sie muss einsehen, dass sie ungebetene Hilfe bekommt ...

Die Figurenzeichnung ist Fitzek gut gelungen und ich konnte mir die Personen bildlich vorstellen. Besonders Sarahs Ängste sind zwischen den Zeilen spürbar. Als Kind traumatisiert, hat sie auf Anraten ihrer Psychologin ein "Dunkelbuch" angelegt. Dort durfte sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen und ohne Wertung beschreiben, was sie am liebsten mit Menschen machen würde, die ihr in der Vergangenheit übel mitgespielt haben. Als sie feststellt, dass der geheime Nachbar ihre Einträge abarbeitet, gerät sie in Panik. Vor allem wegen des letzten Eintrags, der nicht von ihr stammt.


Misstrauen und innere Zerrissenheit bestimmen die Handlung und machen die Geschichte zu einem Pageturner. Nichts ist so, wie es scheint.

Der Schreibstil liest sich wie Butter und ich bin nur so durch die Seiten gerutscht. Ein Abbremsen war mir ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr möglich.


Das Ende ist typisch Fitzek. Eine klare Empfehlung.


Danke, Sebastian Fitzek.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Ich habe diese Geschichte wahnsinnig gerne gelesen

Sie wird dich finden
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Im Finale der Housemaid-Reihe haben wir es mit einem Psychothriller zu tun, in die McFadden eine liebevolle Familiengeschichte integriert hat.

Enzo und Millie sind mittlerweile verheiratet und haben ...



Im Finale der Housemaid-Reihe haben wir es mit einem Psychothriller zu tun, in die McFadden eine liebevolle Familiengeschichte integriert hat.

Enzo und Millie sind mittlerweile verheiratet und haben sich auf Long Island ein Haus gekauft. Ihre beiden Kinder Ava und Nico sind davon erstmal wenig begeistert. Millie arbeitet erfolgreich in einem Krankenhaus als Sozialarbeiterin und Enzo möchte sein Unternehmen im Gartenbau auf Long Island weiter ausbauen.

Alles könnte so harmonisch sein, wären da nur nicht die sonderbaren Nachbarn ...


Ich möchte zum Abschluss dieser Reihe nicht viel schreiben. Mir hat er ausnehmend gut gefallen. Die Autorin hat sich dieses Mal viel Zeit gelassen, bis es richtig zur Sache ging. Ich fand es richtig berührend, wie Millie und Enzo bemüht sind, ihr Familienglück zu verteidigen. Das war nicht leicht, da es Nachbarn gibt, die einem das Glück nicht gönnen.
Besonders Millie wird mit Ereignissen konfrontiert, die ihr in der Vergangenheit Alpträume beschert haben. Nun gilt es, ihre Kinder davor zu schützen. Besonders der kleine Nico scheint Probleme zu haben, die er niemandem mitteilen will.

Millie ist sich nicht mehr sicher, ob sie Enzo wirklich noch trauen darf. Wer ist der Mann, mit dem sie zwei gemeinsame Kinder hat?

Vor gut 30 Jahren habe ich Joy Fielding für mich entdeckt und ein Buch nach dem anderen von ihr gelesen. Auch heute noch mag ich ihre Bücher sehr.

Am 24. Dezember 2025 habe ich "Der Freund" von Fraida McFadden gelesen. Wir haben heute den 18. Januar 2026 und ich habe das 6. Buch der Autorin beendet. Sie zählt mittlerweile zu meinen Thriller-Lieblingsautorinnen. Ich hatte einfach keine Chance, gegen diesen Lesesog anzukämpfen. Ich musste sie einfach nacheinander alle lesen! Ein guter Tipp von mir: Lest McFaddens Bücher erst dann, wenn ihr wirklich Zeit dafür habt und nicht in die Verlegenheit kommen wollt, Bücher, die ihr aktuell lest, zur Seite zu legen. Genau das ist mir passiert.

Eine klare Empfehlung. Danke, Freida McFadde

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Unheimlich fesselnder 2. Teil aus der Housemaid-Trilogie.

Sie kann dich hören
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Unheimlich fesselnder 2. Teil aus der Housemaid-Trilogie.

Millie scheint ihr Leben voll in den Griff bekommen zu haben. Sie reinigt weiterhin Häuser, um sich ihr Studium zu finanzieren. Sie möchte gerne ...


Unheimlich fesselnder 2. Teil aus der Housemaid-Trilogie.

Millie scheint ihr Leben voll in den Griff bekommen zu haben. Sie reinigt weiterhin Häuser, um sich ihr Studium zu finanzieren. Sie möchte gerne Sozialarbeiterin werden, da sie das Bedürfnis hat, anderen Menschen zu helfen.



Nachdem sie einen Job als Babysitterin verloren hat, weiß sie nicht, wie sie ihr Studium und die Miete ihrer kleinen Wohnung finanzieren soll. Ihre dunkle Vergangenheit erschwert die Jobsuche erheblich. Doch, sie hat Glück. Der steinreiche Douglas Garrick meldet sich auf ihre Anzeige, bei der sie ihre Dienste im Haushalt anbietet. Der freundliche Mann zahlt gut und begegnet Millie auf Augenhöhe.



Millie ist überglücklich, in einem gepflegten Haushalt arbeiten zu dürfen. Nur, was hat es mit Garricks kranker Frau Wendy auf sich, die sich stets im Gästezimmer aufhält, das ihr zu betreten verboten ist, und immer schlafen will? Was sind das für komische Geräusche, die aus dem Zimmer kommen? Warum verhält sich Douglas Garrick so unfreundlich, wenn sie ihn darauf anspricht?



Der Traumjob wird schnell zum Alptraum und die Spannung steigt kontinuierlich. Auch dieses Mal habe ich das Buch an einem Tag durchgelesen. Millies Leben ist aktionreich und sehr gefährlich. Sie vermisst ihren Seelenverwandten Enzo, der in Italien seine kranke Mutter pflegt und ihr nahegelegt hat, ihr eigenes Leben zu führen. Ihre neue Partnerschaft mit einem Anwalt ist harmonisch, aber das Geheimnis ihrer Vergangenheit ist für sie ein unüberwindliches Problem.

Es gibt einige Parallelen zum ersten Teil, die sehr gut integriert sind und den Lesegenuss zusätzlich erhöhen. Der Plot-Twist hält sehr viele Überraschungen bereit, mit denen ich im Leben nicht gerechnet habe. McFaddens Einfallsreichtum sind keine Grenzen gesetzt.

Eine klare Empfehlung. Danke Freida McFadden.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Wenn Bewährung zur Zerreißprobe wird

Wenn sie wüsste
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Wenn Bewährung zur Zerreißprobe wird.

Es geht um Millie, die ihre Vergangenheit geheim halten will und überglücklich ist, als sie einen Job bei den vornehmen und steinreichen Winchesters bekommt. Das ...

Wenn Bewährung zur Zerreißprobe wird.

Es geht um Millie, die ihre Vergangenheit geheim halten will und überglücklich ist, als sie einen Job bei den vornehmen und steinreichen Winchesters bekommt. Das Gehalt ist gut und es wird ihr ein Zimmer zur Verfügung gestellt. Sie soll den Haushalt in dem luxuriösen Haus führen und gelegentlich auf die Tochter ihrer Chefin Nina aufpassen. Nina bietet Millie von Anfang an das Du an. Millie kann ihr Glück einfach nicht fassen. Einziger Wermutstropfen stellt die winzige Kammer unterm Dach dar, in der sie schlafen soll. Da sie ihre Wohnung verloren hat und die letzte Zeit in ihrem Auto schlafen musste, ist sie jedoch auch um diese spartanische Kammer froh. Nina zeigt sich schon bald von einer sehr grausamen Seite. Sie verwüstet ständig das Haus und beschuldigt Millie für Dinge, die diese nicht getan hat. Was ist los mit dieser vornehmen Frau? Millie entschuldigt sich ständig, obwohl sie sich nichts zuschulden kommen lassen hat. Sie braucht die Arbeit und einen Wohnsitz, da dies zu ihrer Bewährungsauflage gehört ...

Nur Andrew, der attraktive Mann von Nina, ist freundlich zu ihr.

Freida McFadden hat es einfach drauf. Die geheimnisvolle Atmosphäre, die sie in diesem spannenden Thriller geschaffen hat, ließ mich wieder mal bis zur letzten Seite nicht mehr los. Die Figuren sind gut gezeichnet und sehr speziell. Millie ist mir stellenweise sehr nahe gegangen, weil sie viele Schikanen aushalten musste und alles dafür tat, um nicht mehr ins Gefängnis zurück zu müssen. Erst ziemlich am Ende erfährt man, was sie verbrochen hat.

Nichts ist so, wie es scheint, und die Geschichte entwickelt eine unaufhaltsame Eigendynamik, die mir schier den Atem geraubt hat. Was, bitte schön, ist das für ein geniales Ende? Der zweite Band liegt bereit. Laut Verlagsinfo kann man die Bände einzeln lesen. Ich empfehle, mit dem ersten Teil zu beginnen.

Danke, Freida McFadden. Eine klare Empfehlung.

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