Platzhalter für Profilbild

giselaslesehimmel

Lesejury Star
offline

giselaslesehimmel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit giselaslesehimmel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.12.2023

Absolut spannend und authentisch

Nachts erzähle ich dir alles
0

Meine Meinung:

Spannend und absolut authentisch

Ich war an der Côte d’Azur. Habe begonnen zu lesen und mich von Anfang an in der Geschichte wohl gefühlt. Das Hörbuch zu dem Buch habe ich zusätzlich genossen. ...

Meine Meinung:

Spannend und absolut authentisch

Ich war an der Côte d’Azur. Habe begonnen zu lesen und mich von Anfang an in der Geschichte wohl gefühlt. Das Hörbuch zu dem Buch habe ich zusätzlich genossen. Abwechselnd gelesen und gehört. Ein wirklich tolles Lese- und Hörerlebnis.

Die Thematik ist eigentlich traurig, dennoch absolut optimistisch rüber gebracht. Léa hat sich den großen Traum vom eigenen Café erfüllt. Urlaub ist für sie ein Fremdwort. Ihre große Liebe Antonia (Toni) fühlt sich vernachlässigt. Die Beziehung zerbricht. Total ausgebrannt nimmt Léa sich eine Auszeit und fährt, (zum ersten mal seit 18 Jahren wieder,) zum dem Haus ihrer Mutter Brigitte in Südfrankreich. Gleich an ihrem ersten Abend hat sie eine Begegnung mit dem jungen Mädchen Alice, die den Garten stets als heimlichen Rückzugsort nutzt. Sie trinken zusammen ein Glas Rose und Alice spendiert eine Zigarette. Ein gutes Gespräch macht das irgendwie harmonische Zusammentreffen komplett. Das Mädchen geht wieder und Léa vermisst sofort ihre Gesellschaft. Am nächsten Tag lebt Alice nicht mehr. Alices Bruder Emile besucht sie und möchte mit Léa reden. Sie war der letzte Mensch, mit dem Alice Kontakt hatte.

Die Gespräche der beiden sind unheimlich spannend. Sie kommen auf eine ruhige Art und Weise daher. Erzählen von den familiären Problemen und den daraus entstandenen Konflikten. Léa beschäftigt sich mit ihren Gedanken und Gefühlen. Sei es die Liebe zu einer Frau oder die Gefühle die sie für Émile entwickelt.

Ich habe Frankreich mit allen Sinnen gefühlt. Leckeren Brie und Weintrauben während des Lesens genossen. Trotz des traurigen Ereignisses so etwas wie Urlaubsfeeling verspürt. Dabei dachte ich Anfangs, ich halte einen Krimi in den Händen. Vielmehr habe ich Ausflüge an der Côte d’Azur genossen und dennoch den Ernst der Sache verspürt. Die Autorin zeigt, dass Probleme Tapetenwechsel benötigen. Ein anderer Ort, Menschen und gute, reinigende Gespräche.

Besonders sympathisch ist mir Claire, die Freundin und Haushälterin von Léas Mutter. Sie hält Haus und Garten in Frankreich in Schuss. Erweist sich nun als ganz besondere Freundin. Das Thema Tod nimmt in der Geschichte einen angemessenen Raum ein. Social Media findet auch Beachtung. Wieder mal wird erkennbar, wie belastend die sozialen Netzwerke sein können. Ein großer Teil der Privatsphäre geht verloren. Wer möchte schon dem Tod der eigenen Schwester auf Instagram begegnen?

Fazit:
Dieses Buch ist so anders, als ich es erwartet habe. Es behandelt Probleme auf eine Art und Weise, die ich nicht belastend empfunden habe. Vielmehr hatte sie eine reinigende Wirkung.

Herzlichen Dank Anika Landsteiner. Ich habe jedes einzelne Wort genossen. Ein großes DANKESCHÖN auch an die Sprecherinnen Rebecca Veil und Gabriele Blum.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.12.2023

Der wilde Garten am Helford River

Der wilde Garten am Helford River
0

Meine Meinung:
1791

Der Anfang der Geschichte hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Die französische Nonne Arielle möchte ihrem Leben ein Ende setzen. Eine Schmugglerin verhindert, dass sie ins Wasser ...

Meine Meinung:
1791

Der Anfang der Geschichte hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Die französische Nonne Arielle möchte ihrem Leben ein Ende setzen. Eine Schmugglerin verhindert, dass sie ins Wasser geht. Verhilft ihr zur Flucht zum Helford River. Dort lebt sie mit anderen Schmugglern in einem kleinen Cottage. Legt einen Kräutergarten an und lernt Kühe melken. Sie fühlt sich wohl und verarbeitet langsam aber sicher die schlimmen Dinge, die sie in Frankreich im Kloster erleiden musste.

In der Gegenwart lernen wir Emily und Ryan kennen. Emily ist Drehbuchautorin und soll Ryans Bestseller filmreif schreiben. Gar nicht so leicht für Emily. Ryan erweist sich als ziemlich arrogant und traut ihr nichts zu. Bis zu dem Zeitpunkt, als sich beide aus ihrem Leben erzählen ....

Mir haben die Umgebungsbeschreibungen sehr gut gefallen. Ich hatte tatsächlich den Duft von Kräutern in der Nase. Die Kräuterwiese, die Arielle vor vielen vielen Jahren angelegt hat, wird auch in der Gegenwart noch eine große Rolle spielen.

Leider konnte mich weder die Liebesgeschichte um Ryan und Emily, noch die um Arielle mit einem Adeligen überzeugen. Besonders das Zusammentreffen von Ryan und Emily, 12 Jahre nachdem sie das Drehbuch erstellt haben, kommt für mich ziemlich unglaubwürdig daher.

Überhaupt wurde, (für meinen Geschmack), den Liebesgeschichten zu viel Raum gegeben. Gerade der historische Teil hätte so viel mehr Potenzial gehabt.

Das ist jedoch Geschmackssache. So manch einem gefallen gerade die intensiven Beschreibungen der beiden Paare. Die Stränge, wie die Gegenwart mit der Vergangenheit verknüpft sind, haben mir gut gefallen. Das kleine romantische Cottage lädt zum Träumen ein.

Fazit:
Dies war nun das 6. Buch, welches ich von Felicity Whitmore gelesen habe. Der wilde Garten am Helford River ist die erste Geschichte, die mich nicht komplett überzeugen konnte.Der Schreibstil ist gewohnt flüssig. Das Setting wunderbar gewählt.

Danke Felicity Whitmore

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.12.2023

Ein sehr spannender 2. Teil

Tief im Schatten
0

Meine Meinung:

Ein sehr spannender 2. Teil.

Im Skiort Åre wird die übel zugerichtete Leiche von dem ehemaligen berühmten Skifahrer Johan Andersson gefunden. Hanna und ihr Kollege Daniel stehen vor einem ...

Meine Meinung:

Ein sehr spannender 2. Teil.

Im Skiort Åre wird die übel zugerichtete Leiche von dem ehemaligen berühmten Skifahrer Johan Andersson gefunden. Hanna und ihr Kollege Daniel stehen vor einem großen Rätsel. Johan scheint keine Feinde gehabt zu haben. Vielmehr erfreute er sich großer Beliebtheit. Für seine wesentlich ältere Frau Marion bricht eine Welt zusammen. War Johan doch ihre große Liebe, für die sie ihr Heimatland Deutschland verlassen hat.
Parallel zu dem Mord müssen die beiden Ermittler nach der spurlos verschwundenen Rebecka suchen. Die junge Frau gehört einer Glaubensgemeinschaft an, in der Frauen nicht viel zu melden haben.

Von Anfang an rätselt man mit, wer für den Mord verantwortlich ist. Mein Verdacht hatte sich tatsächlich bewahrheitet. Jedoch kamen bei mir immer wieder Zweifel auf. Raffiniert führt uns die Autorin an der Nase herum.

Rebecka ist mir sehr nahe gegangen. Was sie erleben musste hat zusätzlich für eisige Kälte gesorgt. Ständig schneit es und erschwert die Suche nach der jungen Frau.

Wie schon im Vorgängerband versucht Daniel Beruf und Privatleben unter einen Hut zu bringen. Hanna fühlt sich um einiges wohler, seit sie beruflich wieder voll aktiv sein kann. Besonders der Fall von Rebecka geht ihr ziemlich nahe. Ihre berufliche Erfahrung mit unterdrücken und misshandelten Frauen, lässt sie das Schlimmste vermuten.

Mir gefallen die Einblicke, die uns die Ermittler in ihr Privatleben gewähren. Da kommen schon manchmal Gewissenskonflikte bei dem einen oder anderen auf. Sie stimmen nachdenklich und ich habe selbst überlegt, welche Lösungen es gäbe. Mehrere Tassen heißer Tee waren beim Lesen notwendig. Von Anfang verströmt die Geschichte unendlich viel Spannung und eisige Kälte. Das Ende enthält einen kleinen Cliffhanger.
Ich hoffe im 3. Band Antworten zu bekommen. Ich möchte unbedingt weitere Ermittlungen von Hanna und Daniel verfolgen.

Fazit:

Hanna Ahlanders 2. Fall ist spannend ohne Ende. Eigentlich sollte man diesen Krimi im Hochsommer lesen. Er würde absolut für Abkühlung sorgen. Doch nicht nur die Temperaturen bescheren einem Gänsehaut .....

Danke Viveca Sten. Ich freue mich auf einen neuen Fall.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.12.2023

Spannend aber leider stellenweise an den Haaren herbei gezogen

Immortality
0

Meine Meinung:

Spannend aber leider stellenweise an den Haaren herbeigezogen.

1818

Nachdem der erste Teil mich fast überzeugen konnte, war die Fortsetzung für mich ein Muss. Ich konnte auch gleich ...

Meine Meinung:

Spannend aber leider stellenweise an den Haaren herbeigezogen.

1818

Nachdem der erste Teil mich fast überzeugen konnte, war die Fortsetzung für mich ein Muss. Ich konnte auch gleich wieder von Anfang an in die Geschichte eintauchen. Hazel weiß nicht, ob ihre große Liebe Jack noch lebt. Sie widmet sich voll und ganz der Behandlung von kranken Menschen. Eine große Lüge hat fatale Folgen für Hazel. Sie landet im Kerker und entrinnt durch einen Glücksfall der Todesstrafe. Sie darf die Leibärztin von Prinzessin Charlotte werden. Die Prinzessin leidet unter einer mysteriösen Krankheit.

Die Idee hinter dem Buch ist durchaus spannend. Das glamouröse Leben bei Hofe bildlich beschrieben. Dachte ich Anfangs, die Prinzessin wäre eine überkandidelte Kranke, so habe ich meine Meinung im weiteren Verlauf geändert. Konnte ihr Verhalten verstehen und habe sie wirklich nicht beneidet. Sie wollte sich weder von Hazel untersuchen lassen, noch ihr Bett verlassen. Einzig ihr Hündchen und ihre Kammerzofe durften ihr Gesellschaft leisten. Ich musste, (für meinen Geschmack) ziemlich lange auf ein Wiedersehen mit Jack warten. Sein Verhalten hat mich richtig enttäuscht. Mehr verrate ich nicht.
Hazel wird im Club der Todesgefährten aufgenommen. Da hat mir besonders gut gefallen, dass die Autorin berühmte Dichter und Chemiker aus der damaligen Zeit ins Geschehen mit eingebunden hat.

Ich weiß, dies ist ein Jugendbuch mit fantastischen Elementen. Dennoch fand ich sämtliche Handlungsstränge an den Haaren herbei gezogen. Gut die Hälfte des Buches dachte ich, es könnte ein Highlight für mich werden. Jedoch wollte die Autorin hier einfach zu viel in die Geschichte packen. Schade! Der historische Hintergrund hätte wesentlich mehr Potenzial gehabt.

Fazit:

Trotz meiner Kritikpunkte habe ich die Geschichte rund um die Chirurgie und Magie, Anfang des 19.Jahrhunderts, gerne gelesen. Spannung ist auf alle Fälle gegeben. Genauer kann und will ich nicht auf die Kritikpunkte eingehen, da ich sonst zu viel von der Geschichte verraten würde.

Danke Dana Schwartz

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.11.2023

Liebevolle Charaktere in einer unheimlich charmanten Geschichte

Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte
0

Meine Meinung:


Ich wurde am Ende gefragt: Wärst du nicht gerne hier? Und ich habe ja gesagt.

Ich war zu Besuch auf einer abgelegenen Insel. Linus Baker ist schuld daran. Der liebenswürdige, schrullige ...

Meine Meinung:


Ich wurde am Ende gefragt: Wärst du nicht gerne hier? Und ich habe ja gesagt.

Ich war zu Besuch auf einer abgelegenen Insel. Linus Baker ist schuld daran. Der liebenswürdige, schrullige Beamte hat ein Herz aus Gold und weiß es noch nicht mal. Er arbeitet fleißig für ein Jugendamt. Kontrolliert Heime mit magisch begabten Kindern. Angeblich ist das Amt für das Wohlbefinden der besonderen Kinder zuständig. Linus erledigt seine Arbeit äußerst gewissenhaft. Nach der Arbeit igelt er sich in seinem kleinen Häuschen ein und hört Schallplatten. Er hat keine Freunde. Er ist einsam. Das ist okay für ihn. Dann bekommt er einen außergewöhnlichen Auftrag.

Er soll dem Heimleiter Parnasuss einen Monat lang auf den Zahn fühlen. Als Linus auf der entlegenen Insel ankommt, ist er sie nicht sicher, ob er es dort 4 Wochen aushält.

Die Geschichte ist einfach nur bezaubernd. Die Heimbewohner außergewöhnlich liebenswürdige Charaktere. Die Kinder und Jugendlichen entsprechen nicht der Norm. Das bezieht sich jedoch nur auf Äußerlichkeiten. Nehmen wir einfach mal den kleinen Lucy. Ich fand es total niedlich, wenn er einem den Weltuntergang und vor allem den eigenen Tod vor Augen geführt hat. Zugegeben. Ich war Anfangs genauso schockiert wie Linus. Aber man kommt wirklich an einem bestimmten Punkt, da möchte man diese Drohungen nicht mehr missen. Der eigene Tod ist auf einmal gar nicht mehr so dramatisch. Zumal im Garten schon ein großes Loch gebuddelt ist. Man wartet da schon mit einem Spaten auf einen.

Ich habe Tränen gelacht. Das eine oder andere mal ziemlich nahe am Wasser gebaut. Habe die Gemeinschaft auf der Insel sehr genossen. Lucy ist ja nur einer von sechs Heimbewohnern. Mr. Parnasuss noch nicht mitgerechnet. Der Heimleiter weiß wie er mit den besonderen Kindern umgehen muss. Kennt ihre traurige Vergangenheit und ist ihnen mehr Vater als Heimleiter.

Besonders gut hat mir die Wandlung von Linus gefallen. Er konnte, genauso wie ich, dem Charme der liebenswürdigen Familie nicht widerstehen. Dennoch war ich mir an einem bestimmten Punkt nicht mehr gänzlich sicher, ob Parnasuss und die einmaligen Kinder, Linus den Stock aus dem Hintern komplett entfernen konnten. Von Linus wöchentlichen Berichten hängt es schließlich ab, ob Parnasuss das Heim weiter betreiben darf.

Die Geschichte beinhaltet sehr wichtige Themen. Vor allem die Ausgrenzung von Menschen, die nicht der Norm entsprechen. Der Autor hat diese in eine wunderschöne Fantasiegeschichte verpackt. Ich mochte alle Protagonisten wahnsinnig gerne. Besonders bei den Abenteuerausflügen wäre ich gerne dabei gewesen. Die Marotten von jedem Einzelnen haben mich unheimlich tief berührt.

Fazit:
Wollt Ihr auch da sein, wo ich war? Wollt Ihr wissen was wahre Freunde und Familie ausmacht? Dann besucht das Heim für magisch Begabte. Ein Hotelpage nimmt euch das Gepäck ab. Eine Gärtnerin steht mit der Schaufel parat und zeigt euch einen magischen Garten, an dem auch eine weitere Bewohnerin mit magisch grünen Daumen beteiligt ist. Ein ganz Drolliger freut sich über Münzen und Knöpfe. Ihr lernt auch einen angehenden Autor kennen. Dürft zu teuflisch guter Musik tanzen. Stets mit einem Zwitschern im Hintergrund.



Wie Ihr auf die Insel kommt? Kein Problem! Dafür ist eine resolute magische Lady zuständig.

Ich empfehle Euch diese fantastische Reise. Wenn Ihr zurück kommt, ist nichts mehr so, wie es einmal war.

Ein ganz großes Dankeschön an Mr. Klune. Ich habe das nächste Abenteuer schon gebucht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere