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Veröffentlicht am 16.09.2021

Gelungener Reihenauftakt

Touch of Ink, Band 1: Die Sage der Wandler (Fesselnde Gestaltwandler-Romantasy)
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Stefanie Lasthaus entführt uns mit dem ersten Teil der Romantasy Diologie „Touch of Ink – Die Sage der Wandler“ in eine Welt der Gestaltenwandler. Die Protagonistin Quinn trägt seit frühester Kindheit ...

Stefanie Lasthaus entführt uns mit dem ersten Teil der Romantasy Diologie „Touch of Ink – Die Sage der Wandler“ in eine Welt der Gestaltenwandler. Die Protagonistin Quinn trägt seit frühester Kindheit bereits ein Tattoo im Nacken. Ein verschlungenes, mystisches Symbol, von dem keiner weißt, was es damit auf sich hat. Wutausbrüche, Anfälle begleiten sie schon ihr leben lang, wodurch sie sich eher als Einzelgänger vom Rest abkapselt. In Vancouver Island startet Quinn den Versuch, sich ein neues Leben aufzubauen. Sie zieht zu ihrer Adoptivschwester Belle und beginnt ein Studium. Schon bald lernt sie neue Leute kennen, Kommilitonen, die sich alles andere als normal verhalten. Und Nathan, zu dem sich eine besondere Bindung anbandelt.

Der erste Teil hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Der Einstieg in das Buch ging rasant und ohne langes hinführen an die Thematik. Durch bewusst gewählte Szenarien wird eine spanende und düstere Atmosphäre erzielt. Die Kapitel sind abwechselnd aus Nathan und Quinns Sichtweise geschrieben. Dadurch werden beide Seiten gut beleuchtet und man findet sich als Leser leichter in der Geschichte zurecht. Die „Antagonisten“ Gabriel und Joanna Blaise werden gut dargestellt mit dementsprechenden Charaktereigenschaften. Auch Quinn und Nathan sind als Hauptakteure der Geschichte gut beschrieben. Quinns Leben wird innerhalb kürzester Zeit komplett umgeworfen und diese Verzweiflung und innerliche Zerrissenheit wird in ihren Gedanken wiedergegeben. Ihre Ängste lassen sich gut nachvollziehen. Auf Nathans Schultern lagert deutlich mehr Verantwortung als Sohn des Ratsmitgliedes. Er macht einen souveränen Auftritt und durch ihn bekommt man neue Einblicke in die Welt der Wandler. Auch die Nebencharaktere sind gutgewählt. Die Handlung wird durch sie an mancher Stelle aufgelockert und sorgen für keine langatmigen Pausen dazwischen. Der Schreibstil ist sehr bildlich und locker gehalten. Man findet sich gut in die Geschichte ein und kann sich dadurch leichter zwischen den Seiten verlieren. Wie es bei einer Dilogie zu erwarten ist, überschlagen sich die Ereignisse förmlich in den letzten Seiten des Buches. Ich sag nur so viel: Band 2 kann gar nicht schnell genug bei mir ankommen, so fies ist das Ende gewählt worden.

Fazit:
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Buch „Touch of Ink“ ein gelungener Reihenauftakt ist. Die Sage um die Gestaltenwandler ist in sich nachvollziehbar und es werden viele informative Details eingestreut, rund um Wandler und Sänger. Die Handlung wird spannend erzählt und ich habe einiger Charaktere dabei richtig ins Herz geschlossen. Eine gute Fantasy-Geschichte für zwischendurch, wenn man den Alltag etwas entfliehen will und sich in eine Welt voller Gestaltenwandler stürzen mag!
Insgesamt verleihe ich dem Buch 4 von 5 Sternen und ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil.

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Veröffentlicht am 13.09.2021

Komplexe Thematik mit fehlendem Tiefgang

Finding Back to Us
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„Finding Back to us“ ist ein Liebesroman der Autorin Bianca Iosivoni, der von der zwanzig Jahren alten Callie handelt, die für den High-School Abschluss ihrer kleinen Schwester wieder in ihre Heimatstadt ...

„Finding Back to us“ ist ein Liebesroman der Autorin Bianca Iosivoni, der von der zwanzig Jahren alten Callie handelt, die für den High-School Abschluss ihrer kleinen Schwester wieder in ihre Heimatstadt zurückkehrt. Holly, Callies kleine Schwester, wird anschließend ein ganzes Jahr durch die Weltgeschichte reisen. Aus diesem Grund entscheidet sich Callie ihrem Herz einen Ruck zu geben und noch einmal zurück zu kommen, an dem Ort, den sie durch einen tragischen Unfall meiden wollte. Womit sie allerdings nicht gerechnet hat, ist das Auftauchen von Keith. Keith, ihren Stiefbruder, den sie seit sieben Jahren nicht mehr gesehen hat. Das Wiedersehen der beiden ist geprägt von schwankenden Gefühlen zwischen Hass und Anziehung.

Nach der gesamten Onlinepräsenz des Buches hat mich die Neugierde einfach gepackt und ich habe die Chance ergriffen, um mich in die Geschichte von Keith und Callie zu stürzen.
Die Geschichte beinhaltet bereits ein schwieriges Thema. „Stiefgeschwister-Liebe“ ist keine leichte Angelegenheit, da man mit einem gewissen Feingefühl herangehen muss. Kombiniert wird diese mit einer tragischen Familiengeschichte, nämlich der Tod von Callies Vater, bei dem Keith verantwortlich gemacht wird. Der Konflikt selbst ist relativ gut geplant nur an der Umsetzung haben mich einige Dinge gestört. Und zwar, dass dieser Konflikt immer mehr in den Hintergrund geraten ist. Callie durchlebt ein einziges Gefühlschaos, wenn sie auf Keith tritt und versucht gegen die ständige Anziehung anzukämpfen. Immerhin ist er der Grund, warum sie ihren Vater verloren hat. Ihre Reaktionen scheinen dabei allerdings mehr auf die jeweilige Szene zugeschnitten zu sein. Das innerliche Straucheln bzw. die Zerrissenheit wegen ihrer Gefühle für Keith sind an vielen Stellen nicht so in die Tiefe gegangen, wie ich mir das gewünscht habe. Je nachdem was die Situation hergibt, wurde in Gedanken kurz der Unfall angerissen oder ihr Stiefbruder Keith, allerdings ohne Tiefe. Und auch der Wandel von Hass zu Liebe geht relativ rasant. In einem Moment ist er noch der verhasste Steifbruder, im nächsten ist alles adere Egal, außer ihrer Liebe. Diese Betrachtung durch eine rosarote Brille ist in anderen Konflikten vielleicht angemessen, aber gerade bei der Schwere der Konflikte hier, habe ich mir tatsächlich mehr gewünscht. Die Umsetzung der Handlungen verliert dadurch drastisch an Glaubhaftigkeit und wirkt insgesamt zu schwach.
Auch an den Protagonisten hat mich dadurch einiges gestört. Ganz vorne weg: Callie. Sieben Jahre ist der Unfall her und noch immer hegt sie dieselben Gefühle. Nicht falsch verstehen, so ein Schicksal steckt man nicht leicht weg. Aber sieben Jahre (!!!) ohne eine einzige ersichtliche Weiterentwicklung? Sie war 13 als der Unfall passierte und mit zwanzig Jahren ist für sie alles noch gleich wie damals?
Was man über Keith und Callie erfährt ist insgesamt sehr auf den Unfall zentriert. Callie ist der Musik verfallen gewesen und studiert jetzt Medizin für ihren verstorbenen Vater. Währenddessen war keith bei seinem leiblichen Vater und in der Army für ein paar Jahre. Mehr Tiefgang gibt es aus der Vergangenheit kaum, wodurch die Charaktere insgesamt etwas blass wirken. Die Nebencharaktere sind daher gut gelungen. Sie ergänzen die Handlungen und den Ablauf gut, man erfährt das nötigste von ihnen und sie bringen die Geschichte in dem richtigen Moment voran.

Bei der gesamten Geschichte fehlt mir insgesamt der nötige Tiefgang. Es sind gute Ideen, aber die Charaktere sind mir zu farblos und auch die Handlung fehlt die notwendige Tiefe, um Glaubwürdigkeit zu erzielen. Leider gibt es von mir nur 2,5 von 5 Sterne dafür.

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Veröffentlicht am 01.08.2021

Überraschend nders, aber überraschend gut

A Reason To Stay (Intensive New-Adult-Romance von SPIEGEL-Bestsellerautorin Jennifer Benkau) (Liverpool-Reihe 1)
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Mit „A Reason to Stay“ hat die Autorin Jennifer Benkau nicht nur eine wundervoll authentische Liebesgeschichte geschaffen, sondern sie hat auch den schmalen Grat zwischen Glück und Trauer mit einer Präzision ...

Mit „A Reason to Stay“ hat die Autorin Jennifer Benkau nicht nur eine wundervoll authentische Liebesgeschichte geschaffen, sondern sie hat auch den schmalen Grat zwischen Glück und Trauer mit einer Präzision getroffen, die mitten ins Herz geht.

Die Protagonisten Billy und Cedric lernen sich über Umwege kennen und finden sofort eine Faszination für den anderen. Aber den Weg der beiden stehen einige Steine im Weg. J. Benkau schafft eine Atmosphäre zwischen den beiden, die humorvoll und tragisch auf eine harmonierende Weise ist. Sowohl die Dialoge als auch die Beschreibung der gedachten Worte unserer Protagonisten. Die zweifelnden, glücklichen, aber auch die ängstlichen Gedanken werden gut an den Leser vermittelt, ohne zu aufgezwungen zu wirken.
Die Geschichte wird kapitelweise aus Cedrics und Billys Sichtweise erzählt und beide haben mir sehr gut gefallen, da sich die Handlungsstränge gegenseitig gut ergänzt haben.
Der Schreibstil ist an die moderne, jugendliche Sprache angepasst und es werden gesellschaftskritische Punkte am Rande thematisiert, wie Rassismus, etc., auf eine direkte, aber doch respektvolle Weise.
Man hat oft das Gefühl gehabt, es handle sich nicht um reine Fiktion. Diese Authentizität hat mich an mehreren Stellen an das Buch fesseln können. Die bröckelnde Fassade hinter dem perfekten Leben wird gut dargestellt und ist in ihren Grundzügen nichts Neues, nur die Art und Weise, wie man diese rüberbringt, ist eine völlig andere.

Gedanklich wird das Buch mich auch nach dem Lesen noch einige Zeit beschäftigen. Aber was soll ich sagen? Ich bin nun mal einfach noch nicht bereit dafür, Cedric und Billy gehen zu lassen…
Für das Buch vergebe ich insgesamt 4,5 von 5 Sternen inklusive einer klaren Leseempfehlung. Freue mich schon, auf den zweiten Teil der Liverpool-Diologie.

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Veröffentlicht am 08.06.2021

Gemeinsames Lesen lernen mit Mia

Eine Freundin für Mia - Leserabe ab Vorschule - Erstlesebuch für Kinder ab 5 Jahren
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Das neue Buch " Eine Freundin von Mia" von der Ravensburger Leserabe Vorlesestufe-Reihe, hält was es verspricht.
Das Buch ist sowohl geeignet für Nicht-Leser als auch Leseanfänger. Große und einfache Sätze, ...

Das neue Buch " Eine Freundin von Mia" von der Ravensburger Leserabe Vorlesestufe-Reihe, hält was es verspricht.
Das Buch ist sowohl geeignet für Nicht-Leser als auch Leseanfänger. Große und einfache Sätze, in denen viele Wörter durch klare eindeutige Bilder ersetzt werden, sodass man für den Anfang auch nur wortweise mitlesen kann.
Ein ausklappbare Symbolleiste/ Motivleiste am Ende des Buches, unterstützt noch einmal bei den einzelnen Bildern, auch wenn 99% auf Anhieb verständlich sind.

Die Handlung des Buches ist sehr einfach gehalten. Mia sucht eine Freundin, wie der Titel bereits verraten hat, allerdings hat sie genaue Vorstellungen, wie diese auszusehen hat. Ihre neue beste Freundin muss nämlich eine Prinzessin sein. Das solche oberflächlichen Kriterien nicht immer alles sind, wird am Ende durch das Mädchen Leo gezeigt, die mit ihren braunen, zotteligen Haaren alles andere als eine Prinzessin darstellt.
Von der Handlung haben wir uns etwas mehr erhofft, aber die Botschaft dahinter, dass nicht jedes Mädchen Rosa und Glitzer mögen muss, um ein tolles Mädchen zu sein, ist gut gelungen.

Fazit:
Für Erstleser super geeignet. Einfacher Satzbau und kindergerechte Darstellung von Symbolen. Die Handlung an sich war nett zu lesen, aber nicht besonders fesselnd, da man sich etwas mehr Abwechslung und Ergeignisse schon früher erhofft hat.
Ein großes Plus gibt es allerdings für die Rätsel am Ende.

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Veröffentlicht am 20.05.2021

Familiäre Atmosphäre + süße Liebesgeschichte

Someone Else
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Der zweite Teil der „Someone“- Reihe von Laura Kneidl dreht sich rund um Cassie und Auri, die nicht nur beste Freunde sind, sondern gleichzeitig auch noch Mitbewohner. Doch wenn Gefühl dazukommen, ist ...

Der zweite Teil der „Someone“- Reihe von Laura Kneidl dreht sich rund um Cassie und Auri, die nicht nur beste Freunde sind, sondern gleichzeitig auch noch Mitbewohner. Doch wenn Gefühl dazukommen, ist ein Durcheinander vorprogrammiert.

Bereits in „Someone New“ haben mir Julians ehemalige Mitbewohner gut gefallen, weswegen ich mich sehr gefreut habe, dass die beiden auch ein eigenes Buch bekommen haben.
Was mir am besten in der gesamten Reihe gefallen hat, ist die Art und Weise wie die Autorin mit Klischees und klassischen Rollenbildern umgeht, ohne dabei provokativ zu werden. Dunkelhäutiger Footballstar kann gleichzeitig auch ein klassischer Nerd sein, Homosexualität ist nichts Außergewöhnliches oder auch ein Altersunterschied von 15 Jahren in einer Beziehung ist völlig normal.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Cassie beschrieben, die von der Persönlichkeit ein sehr liebevollen, schüchternen und nerdigen Charakter besitzt. An manchen Stellen kann man sich mit ihren Gedanken und vor allem Sorgen sehr gut identifizieren. Auch der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Man kann sich beim Lesen fast schon berieseln lassen.
Fazit:
Wer nach einer süßen Liebesgeschichte für zwischendurch sucht, der wird mit „Someone Else“ definitiv fündig. Eine familiäre Atmosphäre wird geschaffen, die Haupthandlung dreht sich um den Liebeskonflikt zwischen den beiden Hauptcharakteren, aber auch die Nebencharaktere ergänzen die Geschichte sehr gut.

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