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Veröffentlicht am 04.01.2024

„Die Merkel hat mal wieder einen Toten.“

Miss Merkel: Mord auf hoher See
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Eigentlich hatte die ehemalige Kanzlerin nach einem langweiligen, mordlosen Jahr in Kleinfreundenstadt auf der Krimi-Kreuzfahrt nur mit den Leichen in den Büchern der anwesenden Autoren gerechnet und nicht ...

Eigentlich hatte die ehemalige Kanzlerin nach einem langweiligen, mordlosen Jahr in Kleinfreundenstadt auf der Krimi-Kreuzfahrt nur mit den Leichen in den Büchern der anwesenden Autoren gerechnet und nicht mit einer echten, die noch dazu der angekündigte Thriller-Starautor war. Aber wenn es nun schon mal einen Toten gibt und die Umstände seines Ablebens so ungewöhnlich sind, kann sich Angela das Ermitteln natürlich nicht verkneifen. Zumal außer ihr alle an einen Unfall glauben – auch Kommissar Hannemann, Merkels Intimfeind, und die raubeinige Pathologin Dr. Radszinski, die vom Veranstalter als Überraschungsgäste angepriesen werden.

David Safier hat es geschafft, sich selbst, Krimi- bzw. Thriller-Autoren und deren Fanszene aufs Korn zu nehmen. Mit viel Humor und Situationskomik lässt er Angela ihren dritten Fall klären, mehr oder weniger freiwillig unterstützt von Ehemann Achim, Mops Pupsi, Personenschützer Mike und Freundin Marie samt Patenkind Adrian Angel. Dabei kommt es wieder zu einigen sehr aufregenden und lebensgefährlichen Situationen für Angela und ihr Team, denn der Mörder kann dem Schiff zwar nicht entkommen, aber Angela ihm eben auch nicht. Sie orientiert sich bei der Mörderjagd an klassischen Whondunit-Krimis und berühmten Autorinnen wie Agatha Christie und Dorothy L. Sayers um herauszubekommen, wer ein Motiv hat – und das sind am Ende einige.

Ich liebe das liebevoll und leicht überspitzt gezeichnete Figurenensemble. Angela ist in ihrem Innersten immer noch Kanzlerin und ihr Wort Gesetz, gern vergleicht sie aktuelle Situationen mit von ihr erlebten schwierigen politischen Begebenheiten. Achim geht (im übertragenen Sinn) stets 2 Schritte hinter ihr und hält ihr den Rücken frei, während er versucht, mit uralten Sprachkassetten Englisch zu lernen. Mike würde gern kündigen, weil ihm die Eskapaden seiner Chefin den letzten Nerv rauben, traut sich aber nicht, und Marie geht in ihrer Rolle als Mutter auf.

Wer sich ein bisschen in der Krimiszene auskennt, erkennt auch auf Anhieb die Autoren, die Safier als Vorbild für seine Schriftsteller nutzt und hat damit einen zusätzlichen Anreiz, das Buch zu lesen und sich dabei köstlich zu amüsieren. Ich hoffe, dass Angela noch ganz oft über Leichen stolpert und des Ermittelns nie müde wird. 5 Sterne für dieses Lesehighlight.

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Veröffentlicht am 31.12.2023

Der Luftschutzbuchclub

Der Buchclub – Ein Licht in dunklen Zeiten
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„Manchmal ließ Gertie die Finger über die Buchrücken in den Regalen gleiten, weil er dort war, in jedem einzelnen Buch, auf jeder Seite, in jedem Wort. Es verschaffte ihr ein wenig Trost – und vertiefte ...

„Manchmal ließ Gertie die Finger über die Buchrücken in den Regalen gleiten, weil er dort war, in jedem einzelnen Buch, auf jeder Seite, in jedem Wort. Es verschaffte ihr ein wenig Trost – und vertiefte gleichzeitig die Trauer. Gerti liebt ihre Buchhandlung, doch am meisten hatte sie den Laden in Verbindung mit Harry geliebt.“ (S. 29)
Gertie ist Ende 50 und hat seit dem Tod ihres Mannes Harry die Freude an Büchern verloren, sie trägt sich mit dem Gedanken, ihren Laden „Binghams Bücher“ zu verkaufen. Da fängt Deutschland den 2. WK an und Charles, der beste Freund ihres verstorbenen Mannes, der den Transport jüdischer Kinder aus Deutschland organisiert, bittet sie, eines aufzunehmen. Gertie kann sich das nicht vorstellen, da ihr nie eigene Kinder vergönnt waren, aber Charles insistiert: „Die Welt befindet sich am Rande einer Katastrophe, Gertie. Die Frage lautet, stehen wir daneben und sehen untätig zu, oder stehen wir auf und leisten unseren Beitrag?“ (S. 42)
Also nimmt sie Hedy (Hedwig) bei sich auf. Die 14jährige stammt aus München, spricht zum Glück etwas besser Englisch als Gertie Deutsch, vermisst aber ihre Familie sehr. Zum Heimweh kommt die Angst, wie es ihnen in Deutschland ergeht. Hedy verschließt sich und lässt niemanden an sich ran. Erst als Gertie die gemeinsame Liebe zu Büchern entdeckt, taut Hedy auf. Die Bücher sind es auch, die ihnen in den Nächten der Luftangriffe die Angst nehmen und sie ablenken. Und so laässt Gertie sie den Buchclub wieder aufleben, der mit Harry eingeschlafen war.

„Niemand ist eine Insel …“ (S. 119) sagt Gertie an einer Stelle und doch fühlt sich Hedy zu Beginn in England oft so – getrennt von ihrer Familie, in einem fremden Land, wo ihr das Essen und der Tee nicht wirklich schmecken und sie (noch) keine Freunde hat. Außerdem schlagen ihr auch hier Judenhass und Abneigung entgegen, weil sie als Deutsche der Feind ist.
Ich konnte mich sehr gut in sie einfühlen und mochte es, dass Annie Lyons nichts beschönigt, sondern deutlich aber behutsam zeigt, welche Probleme sich zwischen den beiden Frauen mit über 40 Jahren Alters- und kulturellen Unterschieden auftun. Hedy wartet auf ihre Familie, sie will und kann Gertie nicht als Ersatz annehmen, und das soll sie auch nicht. Denn auch Gertie fällt es nicht leicht, plötzlich für einen Teenager verantwortlich zu sein, der sie so sehr an ihre eigene Unfähigkeit erinnert, Kinder zu bekommen und ihren eingefahrenen Alltag durcheinander wirbelt. Dazu kommt das Grauen des Krieges, die Angriffe, die Zerstörung, die Angst. All das schweißt Hedy und Gertie immer mehr zusammen, sie geben sich gegenseitig Kraft, Mut und Halt.
Und natürlich sind auch sie beide keine Insel. Sie leben in einer Gemeinschaft, deren Mittelpunkt u.a. die Buchhandlung, deren (Luftschutz-)Keller und der Buchclub ist.

Auch, wenn das Thema und die Zeit, die Annie Lyons in ihrem Buch behandelt, für mich nicht neu sind, so konnte mich ihre Geschichte doch abholen und berühren. Für mich wird sie durch die Beziehung zwischen Gertie und Hedy besonders, zeigt, wie wichtig Zusammenhalt und Anpassungsfähigkeit sind und dass Bücher Mut und Hoffnung machen und die unterschiedlichsten Menschen verbinden können.

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Veröffentlicht am 30.12.2023

Folge der Spur des Geldes!

Die Hafenärztin. Ein Leben für die Hoffnung der Menschen (Hafenärztin 4)
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Anne steht kurz vor der Aussage im Prozess gegen ihren Vater, als eine von ihr betreute Frauen an einer Überdosis Heroin stirbt. Sie wundert sich, woher diese den Stoff hatte, leisten konnte sie ihn sich ...

Anne steht kurz vor der Aussage im Prozess gegen ihren Vater, als eine von ihr betreute Frauen an einer Überdosis Heroin stirbt. Sie wundert sich, woher diese den Stoff hatte, leisten konnte sie ihn sich definitiv nicht. Bei der Obduktion erfährt Anne, dass das bereits die 5. Drogentote ist, die das Heroin nie selber hätte bezahlen können. Also beginnt sie nachzuforschen, woher die Frauen es bekommen, und hat bald einen schrecklichen Verdacht …
Ihre Freundin Helene ist zwischen den Wünschen Psychologie zu studieren und endlich Kommissar Berthold Rheydt zu heiraten hin- und hergerissen. Sie weiß, dass Berthold ihr alle Freiheiten lassen würde, aber da er beruflich an Hamburg gebunden ist, würde ihr Studium eine räumlich und zeitliche Trennung bedeuten. Außerdem sorgt sie sich um ihren alkohol- und drogenabhängigen Bruder Klaus, den ihre Mutter aus Kuba zurückgeholt hat.
Auch Berthold und sein Team sind auf der Suche nach der Herkunft des Heroins, das die Stadt gerade zu überschwemmen scheint. Leitet Annes Vater seine Geschäfte etwa aus dem Gefängnis heraus weiter oder stecken die chinesischen Triaden dahinter? Zudem fiebert er der Hochzeit mit Helene entgegen, als er plötzlich seine verstorbene Frau sieht – aber nicht mehr wie bisher nur im Traum, sondern leibhaftig. Als er Helene davon erzählt, verlangt diese, dass er das Problem klären muss, bevor sie ihn heiratet.

„Die Hafenärztin. Ein Leben für die Hoffnung der Menschen“ scheint der letzte Teil der Reihe zu sein, da sämtlich offene Fäden verknüpft und Handlungsstränge geschlossen werden.

„Wie konnte es sein, dass eine einzige Person mit allen spektakulären Mordfällen der Stadt in Verbindung stand, ja, dass diese überhaupt erst auftauchten, seit sie in die Hansestadt gekommen war?“ (S. 35) Anne hatte gedacht, sich endlich von ihrer Familie befreit zu haben, doch die Presse verdächtigt sie, in die Machenschaften ihres Vaters verwickelt gewesen zu sein oder zumindest Bescheid gewusst zu haben, schließlich hat er sie all die Jahre finanziert. Dabei hat sie das Geld stets in wohltätige Zwecke wie das „Grüne Haus“ gesteckt und will jetzt mit der Leiterin des Frauenhause eine Trinkerheilanstalt für Frauen von der Kirche übernehmen und völlig neue Behandlungsmethoden ausprobieren, als sie erneut ins Visier der Ermittler gerät. Zudem sucht sie verzweifelt nach ihrer verschwundenen Lebensgefährtin Ju, mit der sie endlich ihr privates, wenn auch verbotenes Glück gefunden hat. Ju musste regelmäßig einen chinesischen Mädchenhändler mit Essen aus ihrer Garküche beliefern und ist

In diesem Band dreht sich alles um Heroin und das Geld, das sich damit verdienen lässt. Henrike Engel erzählt, wie es in der Kaiserzeit als Heilmittel gegen nahezu alles verwendet wurde, auch gegen die Alkoholsucht, weil es die Trinker vom Saufen abhält – dass damit nur eine Sucht gegen eine andere ausgetauscht wird, begreifen die Verantwortlichen zu spät.

Seht interessant fand ich auch wieder die Schilderung der verschiedenen Lebens-arten und -umstände der Protagonisten. Anne wohnt relativ offen mit einer Frau zusammen, während Johannes und Meinhard ihre Beziehung weiter verbergen müssen.
Und während Paulina in einer arrangierten und gewalttätigen Ehe gefangen ist, um sich und ihren Eltern den Lebensstandard zu erhalten und den Schein zu wahren, kann sich Helene relativ frei entfalten, ihren Mann selber aussuchen oder sogar studieren – nur beides wird wohl nicht gehen, aber zumindest hat sie überhaupt eine Wahl.

Henrike Engel schreibt sehr atmosphärisch und unterhaltsam, allerdings ist mir diesmal bei der Mischung aus Krimi, Roman und historisch aktuellen Themen der Krimi etwas zu kurz gekommen und es wurde zu viel aus den vorherigen Bänden wiederholt.

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Veröffentlicht am 26.12.2023

Jedem Anfang geht ein Abschied voraus

Eine halbe Ewigkeit
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„Mein Tagebuch. Dieser unerwartete Gruß aus einer Zeit, von der ich heute weiß, dass sie ein Countdown war, reißt mir ein Loch in meine ohnehin gerade bröckelige Fassade.“ (S. 22) Wäre der Altpapiercontainer ...

„Mein Tagebuch. Dieser unerwartete Gruß aus einer Zeit, von der ich heute weiß, dass sie ein Countdown war, reißt mir ein Loch in meine ohnehin gerade bröckelige Fassade.“ (S. 22) Wäre der Altpapiercontainer nicht voll gewesen, hätte Cora ihr Tagebuch von vor 25 Jahren nie wiedergefunden, so aber fällt es aus dem Karton, den sie eigentlich entsorgen wollte. Sie hat es damals „Mondscheintarif“ genannt und die knapp 7 Stunden protokolliert, in denen sie in Selbstzweifeln badet, alles überdenkt und mit ihrer Freundin Johanna (zer-)redet, während sie auf den Anruf von Daniel wartet, in den sie sich gerade verliebt hat.
Jetzt, 25 Jahre später, ist sie immer noch mit sich unzufrieden und in einer ganz ähnlichen Situation. Das letzte ihrer 3 Kinder hat das Haus verlassen und ihre Ehe ist schon lange eingeschlafen. Plötzlich stellt sich ihr die Frage, ob das der perfekte Moment für einen Neuanfang ist.
Wanda, die ebenfalls Altpapier entsorgen wollte und Cora von einem Shooting von vor einem Jahr kennt, rettet sie aus ihrem Selbstmitleid und nimmt sie mit in die Villa Ohnsorg, wo sie deren Mitbewohner Erdal und seine Mutter Ruth, Gloria und Johann kennenlernt.

„Eine halbe Ewigkeit“ schlägt den Bogen vom „Mondscheintarif“ zu „Der Morgen kann kommen“ und erzählt beide Geschichten weiter.

„Ich heiße Cora Hübsch, bin fünfundvierzigdreiviertel Jahre alt und habe auch in fortschreitendem Alter weder eine passende Frisur noch inneren Frieden gefunden.“ (S. 108) Die Cora von heute ist noch genauso unsicher wie damals, hat Schwierigkeiten sich zu entscheiden, schwankt zwischen Verzweiflung, Stagnation und Neuanfang, zieht die Bequemlichkeit der Aufregung vor und ist keine Frau für halbe Sachen, wenn es um Schokoriegel oder Kuchen geht. Außerdem ist damals etwas passiert, was sie sich nie vergeben und ihr Leben für immer verändert hat. Jetzt bekommt sie unerwartet nicht nur eine Menge neuer Freunde und Leidens-genossen, sondern auch die Chance auf Veränderung.

„Jedem Anfang geht ein Abschied voraus, verdammt noch mal. Und der ist schwer und schmerzhaft und unfassbar endgültig, und manchmal auch einfach nicht zu ertragen.“ (S. 97) Die Bewohner der Villa Ohnsorg hat der Freitod ihres Mitbewohners Rudi vor einem Jahr noch mehr zusammengeschweißt. Sie haben zum Teil radikale Veränderungen durchgemacht, weil sie sich ihrer Endlichkeit bewusst geworden sind. Jetzt genießen sie ihr Leben, machen weniger Kompromisse und lassen sich nichts mehr gefallen.

Sehr gefühl- und humorvoll und einige Situationen gekonnt überspitzend erzählt Ildikó von Kürthy von der zweiten Hälfte des Lebens, von der Menopause, den Sorgen und Problemen des Elterndaseins und der Angst vor dem Leben nach den Kindern, wenn man wieder „nur“ zweit ist, von großen Lieben und Verlusten, von Schuldgefühlen und Vergebung und davon, sich endlich auf sich zu besinnen, (zu sich selbst) ehrlich zu sein, sich zu akzeptieren und selbst zu lieben.

Ich habe wieder gelacht und geweint und hätte Cora gern in den Arm genommen. Und ich habe mich gefreut, auch den anderen ProtagonistInnen wieder zu begegnen, die mir so ans Herz gewachsen sind: die Diva Erdal mit dem riesengroßen Herz aus Gold, seine abgeklärte und raubeinige Mutter Renate, die kompromisslose Wanda, die stille Ruth – ich habe oft an sie gedacht, mich gefragt, was wohl aus ihnen geworden ist und mich jetzt beim Lesen oft in ihnen wiedererkannt.

Auch „Eine halbe Ewigkeit“ ist wieder ein emotionales Lesehighlight, das noch lange in mir nachklingen wird.

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Veröffentlicht am 18.12.2023

Die Nachricht des Mörders

Revanche
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Eines Morgens verschwindet ein Mann auf der Fähre von Lamarque nach Blaye. Beim Anlegen ist nur noch das Auto des allseits bekannten Malermeisters an Bord, von ihm selbst fehlt trotz mehrfacher Überprüfung ...

Eines Morgens verschwindet ein Mann auf der Fähre von Lamarque nach Blaye. Beim Anlegen ist nur noch das Auto des allseits bekannten Malermeisters an Bord, von ihm selbst fehlt trotz mehrfacher Überprüfung jede Spur. Das Team um Commissaire Luc Verlain und seiner Partnerin und Vorgesetzten Anouk wird auf die Suche angesetzt. Doch dann wird der Vermisste ertrunken im Becken eines Garnelenzüchters aufgefunden, in seiner Tasche eine Rasiermessermuschel, die weder hier vorkommt, noch da, wo die Fähre langfährt. Für Luc sieht das nach einer Nachricht des Mörders aus, vor allem, als in Paris eine junge Frau in der Badewanne ertränkt aufgefunden wird, in der ebenfalls eine Rasiermessermuschel schwimmt.

„Revanche“ ist der 7. Band der Reihe um den ehemaligen Pariser Commissaire Luc Verlain und entführt seine Leser wieder an die Küste des Aquitaine. Die Ermittler vermuten den Täter im privaten Umfeld der Opfer, da der Maler es mit der ehelichen Treue nicht so genau nahm und bei der Pariser Toten keine Abwehrspuren vorhanden waren. Aber was verband sie miteinander und mit dem Mörder?!

Auch dieser Fall ist wieder extrem spannend. Der Mörder muss auf der Fähre gewesen sein, aber niemand will den Toten nach dem Ablegen noch mal gesehen haben. Die Besatzung und Fahrgäste haben mehr oder weniger glaubhafte Alibis, außerdem kann man ihnen keine Mordmotiv nachweisen. Ich muss zugeben, dass ich im Laufe der Handlung einige Verdächtige hatte, aber natürlich wie immer komplett daneben lag.

Ich mag auch die private Komponente der Reihe. Luc und seine Freundin Anouk sind nicht nur jungen Eltern, sondern auch Kollegen, bzw. ist Anouk sogar seine neue Vorgesetzte. Aber bei Einsätzen übernimmt Luc gern und automatisch die Führung und sie lässt ihm diese kleinen Freiheiten.
Durch die Tote in Paris kann Luc (endlich) wieder mit seinem ehemaligen Kollegen Yacine zusammenarbeiten, den er als Jugendlichen in den Banlieues aufgegriffen und zur Polizei „gelockt“ hat.

Mein Fazit: Wieder ein extrem spannender und gefährlicher Fall mit viel französischem Flair.

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