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heinoko

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2021

Wunderbar inspirierend

Magische Lieblingssteine
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Wunderbar inspirierend und ausreichend informierend

Ganz und gar zufällig stieß ich auf das vorliegende Buch und wurde sowohl vom Titel als auch vom Cover magisch angezogen. Denn „magische Steine“ durch ...

Wunderbar inspirierend und ausreichend informierend

Ganz und gar zufällig stieß ich auf das vorliegende Buch und wurde sowohl vom Titel als auch vom Cover magisch angezogen. Denn „magische Steine“ durch entsprechende Bemalung zu gestalten, erschien mir sofort viel sinnvoller, als irgendwelche Tierchen oder Schlagwörter auf den Steinen zu verewigen. Und ganz besonders hatten es mir die von der Autorin bemalten Steine angetan, nicht bunt, sondern mit Schwarz und strahlendem Gold! Ganz mein Geschmack.

Und tatsächlich, das Buch eröffnet einen erweiterten Aspekt des Steine-Bemalens, wie dem Vorwort zu entnehmen ist. Denn der Stein als solcher ist an sich schon magisch, Millionen Jahre alt, von Naturgewalten geformt, in eigenwilligen Formen oder ganz glatt gespült. Symbole als gebündelte Kraft zu verstehen und diese mit den jeweils passenden Steinen zusammen zu bringen, ist ein spannender kreativer Vorgang, für den man sich Zeit lassen sollte. Aber auch das einfache Malen als Spiel mit der Form des Steines lässt letzten Endes durch den kreativen Akt etwas Magisches erschaffen, nämlich einen einzigartigen Stein, den es so kein zweites Mal mehr gibt.

Sehr hilfreich war für mich, die ich ohne jegliche Erfahrung im Steine-Bemalen bin, das Kapitel „Bevor du loslegst“. Kurz und prägnant habe ich all das erfahren, was wesentlich zum Gelingen beiträgt. Insbesondere die Hinweise auf bestimmte Farben, mit denen die Autorin gute Erfahrungen gemacht hat, fand ich wichtig. Mut machte mir übrigens sehr die Ermunterung, eigene Symbole zu entwerfen und wie ich dabei am besten vorgehe. Wer sich Eigenentwürfe noch nicht zutraut, findet im Buch auch mehrere Vorlagen, die man ganz oder in Teilen übernehmen könnte. Aber am meisten inspirieren mich persönlich die Abbildungen! Die Fülle an außerordentlich schönen Beispielen bemalter Steine lässt allein schon beim Anschauen die Lust am Malen, am Eigenversuch, übermächtig werden. Dass man sich dabei Zeit geben muss, sich nicht vom Wunsch nach Perfektion entmutigen lassen darf und – ganz erstaunlich - mit der Zeit seinen ganz eigenen Stil entwickelt, konnte ich dank der Anregungen von Christine Rechl selbst erfahren.

Fazit: Ein wunderschönes, ermunterndes, die eigene Kreativität anregendes Buch für alle, die dem Steine-Bemalen einen sinngebenden Aspekt anfügen wollen.

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Veröffentlicht am 25.12.2021

"What a wonderful world" für Erstleser

Rob & Jonny (Bd. 1)
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Kaum zu glauben, dass die Geschichte über einen Roboter so herzerwärmend und liebevoll sein kann, dass man das Buch sehr, sehr gerne vorlesen oder Leseanfängern in die Hand geben möchte. Walko alias Walter ...


Kaum zu glauben, dass die Geschichte über einen Roboter so herzerwärmend und liebevoll sein kann, dass man das Buch sehr, sehr gerne vorlesen oder Leseanfängern in die Hand geben möchte. Walko alias Walter Kössler hat das mit dem vorliegenden Buch perfekt geschafft.

Rob, der Roboter, ist klüger als sein Erfinder. Denn er will nicht für andere schuften, ihnen willenlos zu Diensten sein, auch wenn er eigentlich genau dafür konstruiert worden war. Er möchte eigenbestimmt leben und vor allen Dingen die Welt entdecken mit all dem Schönen, was sie zu bieten hat. Also ergreift er heimlich die Flucht aus der Erfinderfabrik und macht sich auf den Weg nach London, zu dem Ort, von dem er schon viel Aufregendes gehört hat. Und tatsächlich gibt es viel Aufregendes zu sehen und vor allen Dingen zu fotografieren für sein eingebautes Erinnerungsalbum. Überhaupt hat Rob ungeahnte Fähigkeiten. So lernt er zum Beispiel blitzschnell alle Tiersprachen, sogar die der kichernden Eichhörnchen. Und er ist in seinem innersten Wesen gut. Denn als Rob zufällig sieht, wie ein Tierfänger einen zotteligen Hund auf der Straße einfangen will, gelingt es ihm auf ganz schlaue Weise, den Straßenhund Jonny aus der Schlinge des Tierfängers zu befreien. Rob und Jonny werden ganz, ganz dicke Freunde und haben viel Spaß zusammen, denn zu zweit ist alles noch viel schöner.

Schon die Grundidee ist genial. Rob ist keine seelenlose Maschine, sondern er ist neugierig, hat Gefühle und Fantasie und setzt vor allen Dingen seine Fähigkeiten bestmöglich ein. Dass er im Straßenhund Jonny einen tollen Freund findet und mit ihm gemeinsam ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit führen kann mit viel Spaß, ist so liebevoll und auch ein wenig aufregend erzählt, dass man die beiden nur liebgewinnen kann. Die etwas größere Schrift ist ideal für Erstleser. Schön finde ich, dass unaufdringlich ein klein wenig Wissenswertes in den Text eingestreut ist. Mindestens genauso gut wie die Geschichte an sich gefallen mir die farbigen, außerordentlich aussagekräftigen und humorvollen Illustrationen, die es schaffen, die jeweilige Stimmung intensiv einzufangen. Auf jeder Seite gibt es zudem ganz viele Details zu entdecken.

Fazit: Ein rundum großartig gelungenes, kurzweiliges Buch für Erstleser, das spannend-liebevoll Freundschaft, das Schöne in der Welt und selbständiges Denken und Entdecken zum Thema macht.

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Veröffentlicht am 24.12.2021

Gut lesbar, aber nur mäßig spannend und insgesamt zu konstruiert

Strahlentod
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Der vorliegende Kriminalroman ist bereits der 6. Fall für Ralph Angersbach und Sabine Kaufmann, was mich sehr überraschte. Denn vom Autor Daniel Holbe hatte ich bislang noch nichts gehört und gelesen. ...


Der vorliegende Kriminalroman ist bereits der 6. Fall für Ralph Angersbach und Sabine Kaufmann, was mich sehr überraschte. Denn vom Autor Daniel Holbe hatte ich bislang noch nichts gehört und gelesen. Umso neugieriger war ich auf das vorliegende Buch.

Wir befinden uns mitten im hessischen Knüllwald und mitten in einer Protestaktion gegen Atommüll-Transporte. Als dort plötzlich ein alter VW-Camper explodiert und der Fahrer bis zur Unkenntlichkeit verbrennt, ist das Entsetzen groß, ganz besonders bei dem Ermittler Ralph Angersbach. Denn sein Vater, ein Alt-Hippie, besitzt genau einen solchen VW-Bus! Handelt es sich um einen persönlichen Racheakt gegenüber Ralph Angersbach oder um eine Eskalation im Kampf der Befürworter und Gegner zum Thema Atomkraft und Endlagersuche? Ein weiterer brutaler Mord und die nachfolgenden Ermittlungen führen direkt zu einem tödlichen Vorfall vor 10 Jahren und zu verwirrenden Verstrickungen menschlicher und politischer Art.

Diesen Kriminalroman habe ich durchaus gerne gelesen, insbesondere da mich die befürchteten fehlenden Vorkenntnisse aus den früheren Bänden überhaupt nicht störten. Die zeitlichen Perspektivwechsel, auf die der Autor zurückgreift, sind glücklicherweise typographisch deutlich abgesetzt, sodass keinerlei Verwirrung oder Unklarheit beim Lesen entstehen konnte. Dass dennoch für mich insgesamt gesehen der Funke nicht wirklich übersprang, lag zum einen an der dauerhaft recht mäßigen Spannung, hauptsächlich jedoch am Sprachstil, der an vielen Stellen sehr hölzern und bemüht wirkt, nicht fließend oder gar inspiriert, sondern konstruiert, sowohl was den Satzbau betrifft als auch die Dialoge. Auch konnte ich mit dem Holzklotz Angersbach nichts anfangen, aber auch Sabine Kaufmann, seine Kollegin, war mir nicht wirklich sympathisch. Das ewige Hin und Her zwischen ihr, Holger Rahn, einem weiteren Kollegen, und Ralph Angersbach wirkte ermüdend. Überhaupt wirkte das Beziehungsproblem unter diesen drei Protagonisten aufgesetzt, konstruiert, wirklichkeitsfern. Irritierend übrigens auch, dass im Text „Ralph“ und „Holger“ mit Vornamen erwähnt werden, Sabine jedoch nur mit „Kaufmann“. Einen Sinn dahinter konnte ich nicht entdecken.

Fazit: Ein mäßig spannender Kriminalroman mit aktuellem Thema, aber leider in hölzern-konstruiertem Sprachstil verfasst, mit nicht überzeugenden Protagonisten

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Veröffentlicht am 22.12.2021

Zu oberflächliches Kreisen um sich selbst

Words I Keep
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Zwar bin ich aus der Zielgruppe des New-Adult-Genres schon etliche Jährchen herausgewachsen, aber als stets neugierig-offene Leserin freute ich mich auf eine neue Leseerfahrung mit dem vorliegenden Buch.

Zum ...


Zwar bin ich aus der Zielgruppe des New-Adult-Genres schon etliche Jährchen herausgewachsen, aber als stets neugierig-offene Leserin freute ich mich auf eine neue Leseerfahrung mit dem vorliegenden Buch.

Zum Inhalt: Emely ist eine etwas scheue Studentin, die als Buchbloggerin ihrer Leidenschaft für Bücher ambitioniert nachgeht. Sie lebt zusammen mit ihrer Schwester Cassidy in Amber Falls in den Rocky Mountains. Zu ihren wenigen Kontakten gehören ihre beiden Freunde: Lexie, die verlässlich immer da ist, wenn man sie braucht, und Will, ein sensibler und kluger junger Mann. Als Emely dem smarten, aber irgendwie auch undurchschaubaren David begegnet und eine Phase des ersten Verliebtseins erlebt, geraten die bisher so verlässlichen Beziehungen zur Schwester Cassidy und zu den Freunden Lexie und Will durcheinander. Muss sich Emely tatsächlich entscheiden: David oder Schwester und Freunde?

Tja, wie beurteile ich nun dieses Buch? Während des Lesens fühlte ich mich zunehmend alt und älter, bald zu alt für den Roman. Die Protagonisten haben immer wieder neue Diskussionen über Filme, die mir und vermutlich den meisten älteren Menschen nicht bekannt sind. Auch konnte ich mich mit den handelnden Personen an keiner Stelle positiv verbinden. Zu unreif, zu oberflächlich, zu glatt. Der gestorbene Vater wird idealisiert, die große Schwester gibt ihren eigenen Weg auf, damit Cassidy studieren kann, die Freunde sind zwar spöttisch und schräg, aber immer nur gut. Diese heile Welt ist völlig unrealistisch. Ansonsten sind die Seiten angefüllt mit Problemchen, mit denen sich junge Menschen wohl herumschlagen, wenn sie sich nur um sich selbst drehen. Ja, es gibt seelische Verwicklungen nach dem Tod des Vaters, nach dem unerklärlichen Weggang der Mutter. Aber diese Traumata werden im Buch nicht tiefergehend be- oder gar verarbeitet, sondern nur mühlenartig wieder und wieder zur Sprache gebracht, um Unsicherheiten und kurzzeitig auftretende Traurigkeiten zu erklären. Dieses permanente Kreisen um sich selbst, um die eigenen Gefühle, um die eigenen Wahrnehmungen ging mir, je weiter ich las, zunehmend auf die Nerven. Gefällt jungen Lesern tatsächlich diese andauernde Innenschau, ohne weiterbringende Reflektion? Gelegentlich findet schon mal der eine oder andere sinnvolle Satz seinen Platz: „In einem Kopf voller Ängste ist kein Platz für Träume“ zum Beispiel, aber dies reicht nicht, um dem Roman eine gewisse Tiefe zu verleihen.

Fazit: Für mich als ältere Leserin zeigt der Roman ein zu oberflächliches, zu glattes permanentes Kreisen um die eigenen Befindlichkeiten ohne Tiefe.

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Veröffentlicht am 19.12.2021

Wenn man zu hohe Erwartungen hat...

Der Grolltroll – Schöne Bescherung!
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Der Grolltroll ist schon längere Zeit mein Freund. Er versteht mich und ich verstehe ihn. Und wir beide verstehen Kinder (und Erwachsene) in ihren finsteren Momenten, wenn sie aus scheinbar nichtigem ...


Der Grolltroll ist schon längere Zeit mein Freund. Er versteht mich und ich verstehe ihn. Und wir beide verstehen Kinder (und Erwachsene) in ihren finsteren Momenten, wenn sie aus scheinbar nichtigem Anlass in einen Strudel von ohnmächtiger Wut und Verzweiflung geraten, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. Die Umwelt steht dann meist hilflos davor und sagt: „Schau dir nur dieses Zornbinkerl an!“. Was nicht hilfreich ist. Eine Freundschaft mit Grolltroll hilft da viel weiter.

Im vorliegenden neuen Band steht Weihnachten vor der Tür. Grolltroll hat eine ganz genaue Vorstellung, wie Weihnachten zu sein hat: Alles schön sauber und ordentlich, ein glitzernd geschmückter Baum und ganz viele leckere Plätzchen. Hase, Igel, Maus und Vogel strengen sich gewaltig an, aber nichts gelingt wirklich und in Grolltrolls Bauch grummelt es mehr und mehr vor Enttäuschung, weil nichts, aber auch gar nichts klappt. Aber er ist ja über die Zeit hinweg schon ein wenig klüger geworden und schluckt seine Wut hinunter, denn an Weihnachten soll man nicht streiten. Als die Geschenke verteilt werden, ist der Grolltroll plötzlich mit seinem Zorn nicht mehr allein, denn auch unter den Freunden macht sich zusehends Enttäuschung breit. Was soll Igel mit einem Nadelkissen anfangen oder Vogel mit einer Krawatte? Alle sitzen stumm und muffig herum. Das soll Weihnachten sein? Wie der Grolltroll und seine Freunde doch noch zu echter Weihnachtsfreude finden, müsst ihr unbedingt selbst entdecken.

Zu hohe oder falsche Erwartungen können nur enttäuscht werden. Das lehren uns Grolltroll und seine Freunde. Und was wirklich wichtig ist, nicht nur an Weihnachten, das zeigen sie uns auch. Wie immer ist die Geschichte großartig illustriert. Stephan Pricken schafft es, mit wenigen Strichen feinste Nuancen im Gefühlsbereich der Figuren sichtbar und spürbar zu machen. Wem tun da nicht auch die Zähne weh, wenn man sieht, wie Igel versucht, in ein verbranntes Plätzchen zu beißen. Auf jeder Seite sind viele, viele liebenswerte Details zu entdecken. So oft man das Buch auch erneut aufschlägt, findet man eine weitere Kleinigkeit, die man bisher übersehen hatte, fast wie in einem Wimmelbuch.

Fazit: Ein Weihnachtsbilderbuch der ganz besonderen Art, verständnisvoll, tröstlich und sehr, sehr liebenswert – natürlich mit Glitter auf dem Cover.

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