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heinoko

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.12.2022

Da wurde handwerklich schlecht "Hand angelegt"

Die Stunde der Hyänen
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Was soll frau mit diesem Buch machen, das sich Thriller nennt und bei dem nicht versäumt, auf die zahlreich erlangten Preise des Autors hinzuweisen? Sich einschüchtern lassen und mit all den (männlichen) ...


Was soll frau mit diesem Buch machen, das sich Thriller nennt und bei dem nicht versäumt, auf die zahlreich erlangten Preise des Autors hinzuweisen? Sich einschüchtern lassen und mit all den (männlichen) Lobeshymnen ins gleiche Horn stoßen? Nein, ich sage es rundheraus: Dieses Buch fand ich schlichtweg abstoßend, aber nicht nur, weil zuviel männlicher Glibber durch die Seiten tropft. Sondern und vor allem, weil leider handwerklich schlecht „Hand angelegt“ wurde. Unausgegoren dargestellte Akteure, psychologisch oberflächlich skizziert, dazu lustlos-unrealistische Dialoge. Ein Sammelsurium von angerissenen, unfertig dargestellten Themen. Und bis auf wenige Stellen auch noch langweilig, ohne Spannungsbogen, noch dazu mit sehr fragwürdigem Ende.

Zum Inhalt: Ein Feuerteufel treibt in Berlin sein Unwesen. Eine junge Polizistin will mit nächtlichen Patrouillen den Täter stellen. Eine Reporterin vergisst keine Gesichter. Eine Sekte hat strenge Gesetze. Ach ja, Missbrauch und Gewalt gegenüber Frauen kommt auch noch vor. Klischees natürlich reichlich: Die Polizei ist frauenfeindlich und bringt nichts zustande. Die Presse braucht Sensationen. Missbrauchte Frauen haben irgendwie einen traurigen Blick. Fernfahrer brauchen Nutten. Männer stinken nach faulen Pilzen und Urin.

Wer da noch neugierig auf das Buch ist, dem ist nicht zu helfen. Meine Meinung!

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Veröffentlicht am 20.12.2022

Kluger Inhalt, albernes Cover

Als Rangerin im Politik-Dschungel
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Irgendwie schade, dass das Cover nicht im Mindesten eine Ahnung davon vermittelt, dass das kleine Büchlein allerlei Kluges enthält. Das Zebra mit den rosa Streifen finde ich nicht witzig, besser gesagt, ...


Irgendwie schade, dass das Cover nicht im Mindesten eine Ahnung davon vermittelt, dass das kleine Büchlein allerlei Kluges enthält. Das Zebra mit den rosa Streifen finde ich nicht witzig, besser gesagt, ich finde es reichlich albern. Der Inhalt des Buches hätte eine bessere Covergestaltung verdient.

Maria hat einen außerordentlich stressigen Alltag. Sie steht mitten im täglichen Politikgeschehen und kann bzw. muss als Pressereferentin jederzeit schnell und klug die Fäden ziehen, um die Politiker, für die sie arbeitet, gut aussehen zu lassen. Ein Fulltime-Job, der sie im Laufe der Jahre ausgelaugt hat. Da wagt sie es eines Tages, sich eine Auszeit zu nehmen und einen lang gehegten Traum zu verwirklichen. Sie reist nach Botswana, um eine vierwöchige Ranger-Ausbildung zu absolvieren.

Nun erwartet man eine Schilderung all dessen, was Maria in Afrika erlebt. Ja, stimmt, das erzählt Maria auch, und zwar sehr lebendig, atmosphärisch eindringlich, immer mit einer kleinen Prise Humor. Doch was dieses Büchlein so besonders macht und das Lesen außerordentlich reizvoll werden ließ, war die Tatsache, dass es Maria gelingt, die Erlebnisse in der Wildnis in Relation zum Hamsterrad Politik zu setzen. Was und wer nützt wem und wie. Wer sich zu früh aus dem Dickicht wagt, verliert. Kleidung als Tarnung oder Warnung. Viele reizvolle Gleichnisse stellt Maria an, die interessant und humorvoll gleichermaßen sind. Erhellend auch für den Leser!

Fazit: Das Büchlein ist überraschend interessant und kurzweilig. Doch es hätte ein klügeres Cover verdient.

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Veröffentlicht am 15.11.2022

Habe ich mit großer Abneigung gelesen

EAST. Welt ohne Seele
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Nun, ich gebe zu, ich habe das Buch von Anfang an mit sehr gemischten Gefühlen gelesen. Und diese uneinheitlichen Gefühle haben sich im Laufe der Lektüre zu einer distanzierten, emotionsarmen, rein beobachtenden ...


Nun, ich gebe zu, ich habe das Buch von Anfang an mit sehr gemischten Gefühlen gelesen. Und diese uneinheitlichen Gefühle haben sich im Laufe der Lektüre zu einer distanzierten, emotionsarmen, rein beobachtenden Haltung verändert. Daran änderte auch die zugegebenermaßen streckenweise spannungsreiche Erzählweise nichts. Erst später las ich, dass es sich bei diesem Buch und die nachfolgenden zwei Bände, die 2023 erscheinen werden, um frühere Manuskripte des Autors handelt. Das erklärt vielleicht noch am ehesten meine Enttäuschung über dieses Buch und den so hochgelobten Autor.

Hauptperson CIA-Agent Jan Jordi Kazanski kann ohne Alkohol keine Stunde überstehen, seit seine Frau und seine Tochter eines gewaltsamen Todes gestorben sind. Ein rundum kaputter Typ, natürlich dienstunfähig. Da seine Fähigkeiten jedoch unbestritten sind, wird er undercover nach Krakau entsandt, um dort jemanden ausfindig zu machen, von dem er nur den Decknamen kennt, der die größte Verbrecherorganisation Krakaus anführt und dessen wahre Identität niemand kennt. Doch kaum ist Kazanski in Krakau angekommen, entgeht er nur knapp einem Mordanschlag. Krakau Ende der Neunziger Jahre bietet den idealen Schauplatz für alles, was in einem Agententhriller Platz hat, allem voran einen Sumpf an Korruption.

Begonnen hat meine Abneigung gegen das Buch mit der grausam-abstrusen Idee, einen gutmütigen, gehorsamen Golden Retriever als lebende Bombe zu benutzen. Diese Art von perverser Grausamkeit ist in der Geschichte immer wieder zu finden. Mag ich nicht. Aber ich bin es auch langsam überdrüssig, von Protagonisten zu lesen, die seelisch und/oder körperlich kaputt sind, weil sie von früheren Traumata verfolgt werden und deren einzige Lebensbewältigung übermäßiger Alkoholkonsum ist wie bei Kazanski. Zwar ist der Thriller durchaus spannend aufgebaut, aber dennoch blieb ich innerlich völlig distanziert, was vermutlich an dem kühlen, distanzierten Schreibstil liegt. Auch gab es so einige Handlungsfäden, die sich im Verlauf der Geschichte ins Nichts auflösten.

Kurzum: Ein Thriller, an dem es für mich nichts gab, was ich mochte.

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Veröffentlicht am 08.11.2022

Humorvoll gemeint oder nicht?

Vilma zählt die Liebe rückwärts
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So recht weiß ich nicht, was ich von dem Buch halten soll. Es hat mich das eine oder andere Mal durchaus zum Schmunzeln gebracht. Dann wieder fühlte ich mich geradezu abgestoßen von Sequenzen, die vielleicht ...


So recht weiß ich nicht, was ich von dem Buch halten soll. Es hat mich das eine oder andere Mal durchaus zum Schmunzeln gebracht. Dann wieder fühlte ich mich geradezu abgestoßen von Sequenzen, die vielleicht komisch gemeint waren. Aber zum Beispiel darüber zu lesen, wie die verschiedenen Fluglinien mit Fluggästen umgehen, die während des Fluges gestorben sind, stößt mich ab, befremdet mich. Auf jeden Fall kann ich darüber nicht lachen. Was ich damit sagen will: Der Humor der Autorin wirkt an manchen Stellen sehr bemüht und gewollt. Auf jeden Fall trifft es nicht meine Vorstellung von Humor.


Vilma ist 35, allein lebend, und eine lustlos tätige Klavierlehrerin. Auch diese Tatsache befremdet mich. Wie kann die Autorin als Pianistin eine Figur erschaffen, die sich so freudlos mit dem Klavier und ihren Schülern befasst? Vilma lebt völlig zurückgezogen und hat viel Lebens-Angst. Zumindest ist sie ständig auf der Hut vor (scheinbar oder offensichtlich) lebensgefährlichen Dingen. In ihrer Persönlichkeit scheint sie autistische Züge zu haben. Auch nicht lustig. Überraschend erhält Vilma 18 Briefe ihres bislang unbekannten und auf dem Weg zu ihr verstorbenen Vaters überbracht. Nicht lustig. Allerdings bewirkt die Lektüre der Briefe Stück für Stück bei Vilma über die Zeit hinweg ein Auflockern ihrer selbstgesetzten Grenzen, Sie wagt ganz vorsichtig mehr Leben. Das ist in der Tat von der Autorin gekonnt geschildert, insbesondere durch die verschiedenen Perspektiven, aus denen erzählt wird. Die Briefe sind meiner Meinung nach sprachlich eindringlicher umgesetzt. Die Szenen aus Sicht Vilmas wirken nicht ganz so überzeugend, wenn auch durchaus oftmals zum Schmunzeln.

Doch welchen Sinn hat der Roman im Ganzen? Ich weiß es einfach nicht. Mein Fazit: Mäßig gut gelungener unterhaltsam-leichter Roman mit skurrilen Zügen.




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Veröffentlicht am 03.11.2022

Langweilig und unkreativ

Auf fliegender Mission 5 - Die Wapatumi
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Das Buch kommt mit viel Grün daher: Grünes Cover, grüne Schrift auf dem Buchrücken, grünes Lesebändchen, grüne Vorsatzblätter, grün kolorierte Illustrationen und mehrere ganzseitig grün eingefärbte Textseiten. ...


Das Buch kommt mit viel Grün daher: Grünes Cover, grüne Schrift auf dem Buchrücken, grünes Lesebändchen, grüne Vorsatzblätter, grün kolorierte Illustrationen und mehrere ganzseitig grün eingefärbte Textseiten. Wer bis jetzt noch nicht begriffen hat, dass hier mit der Umweltbewusstseins-Pädagogik-Keule gearbeitet wird, dem ist nicht zu helfen.

Der Inhalt ist auf der Verlagsseite nachzulesen und wird deshalb hier nicht nochmals aufgeführt.

Da ich die Vorgängerbände nicht kenne, war der Buchanfang „Was bislang geschah“ durchaus hilfreich. Dennoch verwirrten mich die vielen Namen, da die handelnden Personen irgendwie beliebig sind, austauschbar, ohne detaillierte individuelle Schilderungen. Sie blieben blass. Einzig der Teppich Kasimir war etwas origineller ausgestaltet. Ebenso blass war für mich leider die Lektüre insgesamt, denn der Handlung fehlte es von vorne bis hinten an Spannung, an einem geschickten Aufbau, der Lust gemacht hätte weiterzulesen. Die Themen Umweltbewusstsein und Klimaschutz wurden sehr aufdringlich-lehrhaft eingebaut. Kinder kann man damit nicht wirklich „einfangen“, denn sie spüren nur allzu deutlich die pädagogische Absicht und haben keine Freude am Buch. Anzumerken wäre noch, dass die dunkelgrau und dunkelgrün eingefärbten Seiten sehr schlecht zu lesen sind. Auch die holzschnittartigen Illustrationen gefallen mir nicht besonders.

Fazit: Langweilig zu lesen, pädagogische Absicht allzu deutlich, nicht empfehlenswert.

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