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Veröffentlicht am 30.03.2023

Hält für mich nicht, was es verspricht.

SORRY. Ich habe es nur für dich getan
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Während Robyn versucht ihre Trennung zu verarbeiten, taucht die Polizei an ihrer Arbeitsstelle auf: Ihr Ex-Freund Julian gilt als vermisst. Nicht nur sie wird näher befragt, auch ihr bester Freund wird ...

Während Robyn versucht ihre Trennung zu verarbeiten, taucht die Polizei an ihrer Arbeitsstelle auf: Ihr Ex-Freund Julian gilt als vermisst. Nicht nur sie wird näher befragt, auch ihr bester Freund wird als möglicher Täter in Betracht gezogen. Als sich die Lage zuspitzt, stellt sich die Frage, wem Robyn noch vertrauen kann – und ob sie selbst dazugehört.

Bei mir ist beim Lesen leider etwas passiert, was einigen vielleicht bekannt vorkommt: Ich hatte (zu) hohe Erwartungen. „Starke Gefühle. Psychologische Spannung. Süchtig machende Twists. Ein unwiderstehlicher Mix!“ – wer wird da nicht neugierig?

Für mich war sehr schnell klar, welchen Verlauf die Geschichte nehmen wird und warum Robyn vergessen möchte. Daher hätte ich mir gewünscht, dass die Dynamiken der im Fokus stehenden Beziehungen weniger eindeutig gewesen wären. Dies betrifft leider auch das Verschwinden von Julian. Ich hatte relativ früh eine Theorie, wie der Fall verlaufen wird & tatsächlich hat sich mein Bauchgefühl bewahrheitet – trotz schiefer Seitenblicke meines partner in crime.

Dafür fand ich die Emotionen und Gedanken von Robyn zumeist sehr glaubwürdig verpackt. An einigen Stellen hat sie mich zwar zum Verzweifeln gebracht, doch von Außen lässt sich auch viel einfacher sagen, was verdächtig ist oder schief läuft. Wäre ich etwas weniger sicher gewesen, was es mit dem Verschwinden auf sich hat, hätte ich viele Situationen sicher intensiver erlebt und mich stärker auf die Atmosphäre einlassen können.

Insgesamt glaube ich, dass das Buch vielen sehr gut gefallen wird! Für mich hat leider das Überraschungsmoment gefehlt – ich habe es trotzdem innerhalb eines Tages beendet. Ich denke jedoch, dass die Geschichte vielen sehr gut gefallen wird – zumindest hat mich das Lesegefühl an Verity erinnert & das wird oft sehr gelobt!

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Veröffentlicht am 30.03.2023

Reizvolles Thema mit Schwächen

Die versteckte Apotheke
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Wer rettet die, die keine oder kaum Möglichkeiten haben Unrecht zu entgehen?

Gift, Rache und ein geheimer Frauenbund. London, 18. Jahrhundert: Eine Apothekerin bietet Frauen eine todsichere Lösung ihrer ...

Wer rettet die, die keine oder kaum Möglichkeiten haben Unrecht zu entgehen?

Gift, Rache und ein geheimer Frauenbund. London, 18. Jahrhundert: Eine Apothekerin bietet Frauen eine todsichere Lösung ihrer ausweglos erscheinenden Probleme. Doch wie lange lässt sich unentdeckt agieren, wenn Verzweiflung, Betrug und Rache der Antrieb sind? Rund 200 Jahre später stößt die Historikerin Caroline auf Spuren jener Apothekerin und versucht ihr Geheimnis und Schicksal zu lüften.

Die Idee verschiedener verwobener Perspektiven von Frauen, die sich unterschiedlicher Herausforderungen konfrontiert sehen und daran wachsen, hat mir grundsätzlich gut gefallen. Es gab jedoch zwei Einschränkungen:

Zum einen waren die Ereignisse aus der Vergangenheit für mich deutlich interessanter als die der Gegenwart, da mir die Eheprobleme von Caroline sowie ihre (theatralische) Identitätskrise bzw. -suche etwas zu zentral waren. Ihr Ehemann hätte für mich keinen größeren Platz in der Geschichte einnehmen müssen, dafür hätte mir der Fokus auf die anbahnende unterstützende Freundschaft und die daraus resultierenden Veränderungen besser gefallen.

Zum anderen war ich etwas enttäuscht, dass die Protagonistinnen zum Teil (Fehl-)Entscheidungen treffen, die nach meinem Bauchgefühl lediglich der Spannung dienen sollen, sich aber nicht mit dem vorherigen Eindruck ihrer Charaktere decken. Auch einige Zufälle waren in der Menge für mich zu unglaubwürdig. Die gewissen Parallelen zwischen den Erlebnissen der Charakter haben mir wiederum gut gefallen.

Vor allem der Einblick in die Herstellung von Tinkturen, Cremes und Pulvern war sehr interessant – sowohl von denen, die heilen, als auch von denen, die „größere Probleme“ lösen sollen. Auch der sanfte Einbezug von mystischen Elementen hat mir gut gefallen.

Insgesamt habe ich die Geschichte eher als ruhiger, dafür aber atmosphärisch und von emotionalen Themen durchzogen, erlebt. Nur das Ende hätte etwas mehr Raum benötigt.

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Veröffentlicht am 30.03.2023

Spannender Genremix, wo bleibt Band 2?

Der letzte Rabe des Empire
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London 1888. Die Stadt befindet sich in Aufruhr: Jack the Ripper geht um! Als wären die Ereignisse noch nicht erschreckend genug, stellt Melvin, dessen Zuhause ein verlassenes Gemäuer ist, fest, dass er ...

London 1888. Die Stadt befindet sich in Aufruhr: Jack the Ripper geht um! Als wären die Ereignisse noch nicht erschreckend genug, stellt Melvin, dessen Zuhause ein verlassenes Gemäuer ist, fest, dass er jedes der Opfer gekannt hat. Bevor er die Chance hat, das Mädchen, das er liebt, zu warnen, ziert sie die nächste Titelseite. Fest entschlossen den Mörder zu überführen, wird er in mysteriöse Ereignisse hineingezogen und sieht sich mit Wesen konfrontiert, die in dunklen Gassen auf ihn lauern…

Die Geschichte verteilt sich auf sieben Tage und entwickelt sich entsprechend zügig. Gleichzeitig bekommen wir einen Einblick in die verschiedenen involvierten Figuren und Fronten – da kommen einige Perspektivenwechsel zusammen. Ich finde, dass die kürzen Abschnitte dazu gepasst haben, dass in kurzer Zeit sehr viel passiert. Ich kann mir aber vorstellen, dass zu Beginn einigen hierbei ein näherer Bezug zu Melvin verlorengehen könnte.

Bei einigen Begrifflichkeiten hätte ich‘s im Hinblick auf die Zielgruppe hilfreich gefunden, wenn es eine Art Glossar gegeben hätte. Allerdings sollte die Geschichte auch verständlich bleiben, wenn einzelne Stellen nicht ganz klar sind. Eine Karte wäre für mich allerdings auch jetzt super nützlich gewesen!

Die Charaktere waren vielseitig, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass einige etwas mehr Zeit gebraucht hätten, um lebendiger zu wirken. Wilkie, Melvin und die Freundschaft zwischen den beiden haben mir jedoch gut gefallen! Dass das Schicksal einer weiteren Figur, die ich sehr gerne mochte, unklar bleibt, ist super schade. Vielleicht kommt eines Tages Band 2?

Insgesamt war das Buch düsterer als ich erwartet hatte und ein Mix aus Schauerroman, Fantasy und Krimi. Die einzelnen Fäden werden am Ende recht geschickt zusammenführt, für mein Empfinden war das Finale jedoch etwas straff. Dennoch eine tolle Geschichte!

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Veröffentlicht am 30.03.2023

Cozy, witchy & oft zum Schmunzeln

Ex Hex
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Obwohl ich gerne komplexere Fantasy, bewegende Romane und Thriller, bei denen ich das Kissen zerrupfe, lese, darf es zum Ausgleich auch mal leichter zugehen. Da kam Ex Hex gerade richtig!

Mische niemals ...

Obwohl ich gerne komplexere Fantasy, bewegende Romane und Thriller, bei denen ich das Kissen zerrupfe, lese, darf es zum Ausgleich auch mal leichter zugehen. Da kam Ex Hex gerade richtig!

Mische niemals Wodka und Hexerei. – Mit gebrochenem Herzen, passender Musik, Wodka, einem großzügigen Schaumbad und vielen, vielen Kerzen hat Vivi vor neun Jahren ihren Ex-Freund verflucht. Allerdings mit einer Badekerze und ohne ernste Absichten. Unwahrscheinlich also, dass ihre Worte wirklich Auswirkungen haben werden, oder? Als Rhys für das Herbstfest nach Graves Glen zurückkehrt, ist Vivis oberstes Ziel ihn zu meiden. Bis deutlich wird, dass ihr Fluch doch gewirkt hat und ganz anders ausfällt. Die einzige Möglichkeit: Vivi & Rhys müssen zusammenarbeiten, um ihn und das Städtchen zu retten.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Vivi und Rhys erzählt. Der Einblick in die unterschiedlichen Gefühle und Wahrnehmungen der beiden hat mir gut gefallen und ich habe keinen der beiden bevorzugt. Graves Glen, das rund um Halloween zu Höchstleistungen aufdreht, war außerdem ein schöner Schauplatz und hat für mich zur gemütlichen Atmosphäre beigetragen. Der Schreibstil ist angenehm leicht und die Geschichte geht recht zügig voran. Die verschiedenen Auswirkungen des Fluchs und die Versuche der Behebung waren interessant. Zwischenzeitlich hätte ich mir nur gewünscht, dass mehr Raum für die Magie als solche und die zwischenmenschlichen Beziehungen geblieben wäre. Unterhaltsam war die Geschichte dennoch allemal!

Womit ich hingegen nicht so viel anfangen konnte, waren die Gedanken, wie toll z. B. der Mann der Träume riecht. Auch die Wortwahl hätte für mich an einigen Stellen etwas seichter ausfallen können.

Insgesamt ist „Ex Hex – Verliebt, verwünscht, verbündet“ eine süße Hexen-Romcom, die ich sehr gerne gelesen habe und die ohne fehlende Kommunikation zwischen Vivi & Rhys auskommt.

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Veröffentlicht am 07.03.2023

Ungewöhnlich, bewegend und doch mutmachend

Die Vorhersage
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Was würde sich ändern, wenn wir wüssten, wann unsere Zeit vorbei ist? Welchen Einfluss hätte es auf unsere Beziehungen und Entscheidungen? Würde der Faktor Lebenszeit eine weitere Dimension für Ungleichheit ...

Was würde sich ändern, wenn wir wüssten, wann unsere Zeit vorbei ist? Welchen Einfluss hätte es auf unsere Beziehungen und Entscheidungen? Würde der Faktor Lebenszeit eine weitere Dimension für Ungleichheit sein?

Um diese Fragen dreht sich . Das Gedankenexperiment startet mit schlichten Holzboxen, die eines Tages jede volljährige Person erreichen. Darin verborgen: Der eigene Lebensfaden.

Die unterschiedlichen Reaktionen auf die Boxen sowie die individuellen Konsequenzen und gesellschaftlichen Veränderungen erleben wir aus verschiedenen Blickwinkeln. In diesem Fall habe ich die Menge an Perspektiven durchaus als bereichernd empfunden, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie unterschiedlich oder auch ähnlich Lebenswirklichkeiten sein könnten. Will ich die Box öffnen? Was, wenn meine Partnerin einen kürzen Faden hat? Oder einen längeren? Behalte ich den Job, der mich nicht erfüllt, und halte ich an Bekanntschaften, die mir nicht guttun, fest, wenn mir meine eigene Sterblichkeit mit einem festen Zeitpunkt vor Augen geführt wird? Gewinne ich eine gewisse Leichtigkeit, wenn ich über das Wissen verfüge – oder hemmt es mich?

Thematisch ist das Buch sicher keine leichte Kost. Dies hat auch dazu geführt, dass es mir nicht leicht gefallen ist, mein Leseempfinden in Worte zu fassen. Ich habe gegrübelt, gelacht, mich furchtbar geärgert und mir Tränen aus dem Gesicht gewischt, bevor sich die Seiten wellen, und trotzdem hatte ich am Ende ein eher positives Gefühl: Wichtig ist, was wir aus unserem Leben machen.

Nicht jeder Aspekt der Geschichte wird letztendlich aufgelöst. In meinen Augen war dies jedoch auch gar nicht nötig, um eine berührende Geschichte zu erzählen.

Insgesamt war ein überraschender Glücksgriff. Gleichzeitig denke ich, dass Achtsamkeit im Umgang mit sich und den eigenen Gefühlen beim Lesen nötig sein kann. Für mich hat der leichte Erzählstil die Waage halten können.

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