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Veröffentlicht am 19.04.2022

clevere, kriminalistische Ermittlungen einer Zwölfjährigen im 19. Jahrhundert

Mord im Gewächshaus
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Myrtle ist alles andere als eine gewöhnliche Zwölfjährige. Sie interessiert sich wenig für schicke Empfänge, Teegesellschaften, die neuste Mode oder all diese Dinge, für die sich eine Tochter aus gutem ...

Myrtle ist alles andere als eine gewöhnliche Zwölfjährige. Sie interessiert sich wenig für schicke Empfänge, Teegesellschaften, die neuste Mode oder all diese Dinge, für die sich eine Tochter aus gutem Hause im Jahr 1893 wohl interessieren sollte. Myrtle liest lieber die Fachbücher ihres Vaters, der Staatsanwalt ist, und beschäftigt sich mit Toxikologie und Kriminologie. Damit fällt sie ziemlich auf und noch mehr rückt sie in den Fokus des kleinen Städtchens Swinburne, als sie felsenfest davon überzeugt ist, dass ihre alte Nachbarin keineswegs einfach an einem Herzversagen gestorben ist. Denn für Myrtle ist die Sache ganz klar: es war Mord! Wie kompliziert es dann jedoch wird, Beweise zu sammeln und Täter zu überführen, das hätte die Zwölfjährige zu Beginn ihrer Ermittlungen wohl auch nicht gedacht.

Myrtle ist eine eher ungewöhnliche Protagonistin, die ich aber gleich liebgewonnen habe – vermutlich auch, weil sie etwas eigen ist. Sie hat einen sehr wachen Verstand und schert sich nur wenig darum, was die Gesellschaft eigentlich von ihr erwarten würde. Sie ist wissbegierig, hat eine ausgeprägte Beobachtungsgabe und kombiniert ziemlich clever, auch wenn sich nicht immer alle Zusammenhänge sofort erschließen lassen. Myrtle lässt sich nicht so schnell von etwas abbringen, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, sie ist schlagfertig und geht dabei dennoch geschickt vor. Trotzdem weiß sie auch, dass es Momente gibt, in denen sie sich zügeln muss und nur denken darf, was sie eigentlich gern sagen würde. Natürlich ist Myrtle aber auch nicht perfekt, ihr unterlaufen auch mal Fehler oder sie zieht die falschen Schlüsse, weil die ersten Hinweise alle auf etwas anderes hingedeutet haben der sie eben einfach noch nicht alle Zusammenhänge kennt. Auch kann es passieren, dass man mal den falschen Menschen vertraut – aber irren ist menschlich, oder? Es hat sie mir auf jeden Fall nur noch sympathischer gemacht. Mit ihren 12 Jahren wird sie von ihrem Umfeld gern auch mal unterschätzt oder dafür gerügt, dass sie sich nicht mit den Dingen befasst, mit denen sich Töchter aus gutem Hause befassen sollte, aber Myrtle ist eben etwas eigen.
Gemeinsam mit ihrer Gouvernante Miss Judson ergibt sich ein ziemlich kreatives Ermittlerteam, das nicht auf den Kopf gefallen ist. Die biegen auch mal die Regeln und Vorschriften, damit ihre Recherchen in einem für sie angemessenen Rahmen bleiben. Ich hatte viel Spaß mit den beiden und mochte auch Miss Judson einfach total gern. Sie ist ein sehr herzlicher Mensch, unterstützt Myrtle, weiß aber auch zu rügen, wenn es angebracht ist, allerdings nie so intensiv, dass Myrtle den Mut verlieren würde, denn eigentlich steht sie schon auf der Seite ihres Schützlings. Auch Myrtles Vater spielt immer wieder eine Rolle, zum einen weil er als Staatsanwalt beruflich mit dem Fall betraut ist, in dem Myrtle privat „ermittelt“ zum anderen natürlich als ihr Vater, der sich mit seiner wissbegierigen Tochter befasst. Auch er ist aber die meiste Zeit eher stolz auf sie, auch wenn sie sich nicht immer benimmt wie eine Tochter aus gutem Hause. Dennoch gibt es auch Situationen, die ihm missfallen und bei denen er es lieber sehen würde, wenn die Zwölfjährige sich raushalten würde.
Darüber hinaus gibt es natürlich dann noch einige Verdächtige und weitere Figuren, die mal eine größere, mal eher eine kleinere Rolle spielen. Positiv aufgefallen ist mir auch Katze Peony, die ein treuer Begleiter von Myrtle wird.

Die Geschichte spielt zum Ende des 19. Jahrhunderts, das merkt man natürlich in unterschiedlichen Aspekten. Zum einen eben was die gesellschaftlichen Vorstellungen so angeht, aber auch bezogen auf den technischen Stand, das Wissen rund um Medizin und einige Ausdrucksweisen wird es deutlich. Dennoch empfand ich es nicht als zu intensiv. Ich fühlte mich gut in das Setting der Vergangenheit zurückversetzt, ohne ständig überlegen zu müssen, was mir dieser oder jener Satz sagen soll. Die Sprache war trotz allem gut verständlich. Hin und wieder gibt es Fußnoten, die dann unten auf der jeweilige Seite erklärt werden. Manchmal sind das Begriffe, die vielleicht nicht so geläufig sind, manchmal wird dabei jedoch auch Bezug genommen auf ein vorausgegangenes Ereignis, das im Buch selbst nicht thematisiert wird oder es gibt eine kurze Erklärung zu einer Person.
Der Stil der Geschichte war angenehm und hat mich gut mitgenommen. Es war eine abwechslungsreiche Kombination aus den reinen Geschehnissen rund um den Todesfall, die durchbrochen wurden durch die direkten Ansprachen Myrtles an die Leser und ihren cleveren oder auch mal aufmüpfigen Gedanken zu unterschiedlichen Themen. So entstand eine dynamische Mischung, die mich gut mitgenommen und auch mal zum Schmunzeln gebracht hat. Zwischendurch gibt es auch mal sarkastische oder ironische Äußerungen, was ihr sehr erfrischend fand. Myrtle ist zwar gut erzogen und weiß sich – meistens- auch zu benehmen, aber sie ist eben kein kleines, stilles Püppchen, das ihren Kopf nur zum Frisieren hat. Im Gegenteil, all das ist ihr eben reichlich egal, sie überzeugt lieber mit Intelligenz und nicht mit Mode.
Der Kriminalfall hat ein paar Kurven und Wendungen genommen. Nicht alle davon kamen für mich komplett überraschend, aber dennoch war es interessant und spannend zu verfolgen, wie Myrlte nach und nach an ihre Hinweise und Beweise kommt, welche Wege sie gehen, um dem nachzugehen, welche Verbündeten sie sich sucht und wem man davon dann wirklich trauen kann. Einen Verdächtigen hatte ich sehr früh, den ich dann fast wieder verworfen hatte, so ganz loslassen konnte ich denjenigen aber nicht. Dazu kamen dann aber auch noch andere potenzielle Täter und Motive, die mal mehr mal weniger wahrscheinlich waren oder eben alsbald widerlegt werden konnten. Es hat einfach Spaß gemacht die Zwölfjährige zu begleiten, auch wenn die eine oder andere Aktion vielleicht etwas überstürzt und kopflos war. Die meiste Zeit hat sie schon durchdacht agiert und unermüdlich gegrübelt, wie sie weiterkommen könnte. Schon allein durch das Alter und den gesellschaftlichen Stand waren ihr ab und an aber auch einfach die Hände gebunden.
Fazit

Ein sehr erfrischend und gleichzeitig spannend gestalteter Krimi, der mir beim Lesen viel Spaß gemacht hat. Das Highlight war für mich wirklich die Protagonistin selbst, die nicht nur für ihre Zeit sondern auch ganz allgemein ein wenig ungewöhnlich und eigen ist, die ich aber total gern mochte, vor allem aufgrund ihrer cleveren Gedanken und der sarkastischen Äußerungen. Auch wenn nicht alle Wendungen ganz überraschend kamen, hat sich das Buch zügig lesen lassen und es war durchweg interessant. Stimmungsvoll war auch das Setting umgesetzt und hat dem Ganzen einen schönen Rahmen gegeben. Ich könnte mir gut vorstellen, Myrtle auch bei ihrem nächsten „Fall“ zu begleiten.

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Veröffentlicht am 18.04.2022

liebevoll gestaltetes Vorlesebuch zum Thema Gefühle

Das alles sind Gefühle
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Lars ist wütend und erkennt sich dabei selbst kaum wieder – doch auch dieses Gefühl gehört zu ihm, genauso wie viele andere.
In diesem schön illustrierten Vorlesebuch wird das große Thema der Gefühle aufgegriffen. ...

Lars ist wütend und erkennt sich dabei selbst kaum wieder – doch auch dieses Gefühl gehört zu ihm, genauso wie viele andere.
In diesem schön illustrierten Vorlesebuch wird das große Thema der Gefühle aufgegriffen. Gefühle sind vielfältig und manchmal ziemlich überwältigend. Manchmal wissen wir auch gar nicht genau, wieso uns das eine oder andere Gefühle überkommt oder wie wir damit umgehen wollen. Dieses Buch zeigt Kindern die Bandbreite der Emotionen und wie unterschiedlich diese sich auch auf den Körper auswirken können.

Die Idee hinter dem Buch mag ich total gern. Es ist wichtig, mit Kindern darüber zu reden, dass es verschiedene Gefühle gibt und dass die ihre Berechtigung haben. Erlebt man etwas sehr Schönes, geht das mit glücklichen Gefühlen einher, aber manchmal ärgert man sich auch oder ist wütend. Das macht etwas ganz anderes mit dem Körper und man fühlt sich nicht gut – das gehört zu Wut und Ärger mit dazu und wenn man das weiß, kann man sich selbst viel besser einschätzen bzw. sich erklären, wieso man sich so anders fühlt. Auch wenn man nicht immer beeinflussen kann, welche Gefühle einen überkommen, so kann man doch in sich hineinlauschen oder darüber reden, was da in einem tobt.
Lars lernt im Gespräch mit dem Maulwurf, dass er immer noch er selbst ist, selbst wenn er Emotionen durchlebt, die er nicht mag oder die ihn „verändern“, weil sie ihm einen roten Kopf oder heftiges Magenzwicken machen. Stück für Stück versucht das Tier ihm zu zeigen, wie verschieden Gefühle sind und dass sie alle zu uns gehören. An manchen Tagen ist man mutig und neugierig, an anderen vielleicht ängstlich und beides ist okay und beides gehört dazu. Es ist wichtig, beide Seiten zu thematisieren, die „guten“ Gefühle und auch die unangenehmen, denn all das gehört zum Leben und zum Weltentdecken eben mit dazu. Der Dialog der beiden ist einfach gehalten, so dass die Worte auch für Kinder verständlich und gut nachvollziehbar sind. Die beigefügten Illustrationen unterstützen den Text und geben auch die Möglichkeit, sich vielleicht selbst an das eine oder andere Ereignis zu erinnern, bei dem man sich genauso gefühlt hat, wie Lars im Buch.
An sich mochte ich das Gespräch auch echt gern, allerdings hätte ich es ein wenig schöner gefunden, wenn Lars mit einem Menschen und nicht mit einem Maulwurf gesprochen hätte. Ein älteres Geschwisterkind, die Eltern oder vielleicht auch der nette Nachbar. Das hätte es für mich einfach noch etwas realistischer und greifbarer gemacht und eigene Erfahrungen hätten noch besser mit einfließen können. Auch der „Ausklang“ des Buches hätte als Aufhänger für ein Gespräch mit der Mutter dienen können. Da hätte man gleich gesehen, dass man die Gefühle des Gegenüber manchmal falsch interpretiert bzw. verschiedene Emotionen auch in Kombination auftreten können.
Nichtsdestotrotz finde ich die Herangehensweise an das Thema „Gefühle“ schön und es kann dazu dienen, noch mehr mit den Kindern darüber zu reden und in verschiedenen Situationen darauf Bezug zu nehmen, was sie gerade fühlen, was sie aufwühlt, was sie ärgert und was sie freut, um das Gespür dafür noch mehr zu schulen.
Die Illustrationen im Buch gefallen mir gut. Es ist nicht zu detailverliebt und trotzdem deutlich erkennbar, was gemeint ist. So lenken die Illustrationen nicht von dem Dialog ab, es wird aber dennoch lebendig. Schön finde ich auch, dass innerhalb der Zeichnungen gezeigt wird, wie „bunt“ die Welt ist. Nicht nur was die Gefühle angeht, sondern auch bezogen auf Hautfarben und Handicaps. So wird auch der Umgang damit für Kinder hoffentlich gleich ganz selbstverständlich.

Ein liebvoll gestaltetes Buch, das sich mit dem vielfältigen Thema „Gefühle“ beschäftigt und zeigt, wie verschieden diese sind und wie unterschiedlich sie sich anfühlen. Schön illustriert und mit leicht verständlichen Worten können Kinder hier einiges über Emotionen erfahren.

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Veröffentlicht am 08.04.2022

interessanter Auftakt, viele offene Fragen, kleine Kritikpunkte

Eliza Moore
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Auch wenn die allermeisten Mitglieder aus Elizas Familie Teil der Liga sind, möchte die Achtzehnjährige mit der Organisation und dem Portal zur Seelenwelt nichts zu tun haben. Die Schülerin will sich auf ...

Auch wenn die allermeisten Mitglieder aus Elizas Familie Teil der Liga sind, möchte die Achtzehnjährige mit der Organisation und dem Portal zur Seelenwelt nichts zu tun haben. Die Schülerin will sich auf ihren Abschluss und die Zukunft danach konzentrieren und dabei vergessen, welchen Schmerz sie aus ihrer Sicht durch die Liga in der Vergangenheit erlangt hat. Doch dann kommt alles ganz anders. Als Eliza eines Abends auf dem Nachhauseweg von einer dunklen Gestalt angegriffen wird, ist sie froh über die Hilfe, die sie bekommt – selbst wenn diese nach von der Liga stammt. Als sich dann auch noch ihre Situation komplett auf den Kopf stellt und ihr eine wichtige Position innerhalb der Liga zusteht, muss Eliza erneut überdenken, ob sie sich fernhalten oder doch ein Teil von all dem werden will, vor dem sie sich sonst immer verschlossen hat. Kann sie die Aussicht auf einen Seelenpartner locken? Kann es das überhaupt geben? Und was erwartet die junge Frau noch alles innerhalb der Liga, sollte sie sich darauf einlassen? Eine spannende Zeit mit vielen Änderungen steht Eliza bevor….

Protagonistin und Ich-Erzählerin Eliza ist eine starke, manchmal etwas aufmüpfige, wild entschlossene und zielstrebige Person. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, steht sie dafür ein und ist bereit, Opfer dafür zu bringen. Mit ausreichenden Erklärungen und stimmigen Argumenten ist sie aber auch bereit, sich von ihren ersten Überzeugungen abbringen zu lassen, wenn sich die Neuerungen für sie richtig anfühlen. Eliza ist nicht auf den Mund gefallen und lässt auch Gedanken abseits der üblichen Schubladen zu. Im Laufe des Buches muss sie einiges lernen und erfahren, was sie teilweise stärkt, teilweise aber auch ganz schön aus der Bahn wirft und verunsichert. Immer wieder ändert sich die Lage für die Schülerin und sie muss neu sortieren, wie sie damit umgehen will und wem sie noch vertrauen kann. Keine einfache Situation und die Herausforderungen, denen sie sich stellen muss, sind immer wieder anders. Hinzukommt, dass sie sich bisher immer gegen die Liga gestellt hat und daher vieles nicht kennt, was für die Mitglieder ganz normal ist. Das gibt dem Leser die Möglichkeit, mit Eliza zu erfahren, wie das alles so abläuft, wie die Liga organisiert ist, was sie kann und macht. Stück für Stück ergibt sich so dann ein klareres Bild zu den Strukturen und auch der magischen Komponente. Zunächst empfand ich einige der Aspekte und Beschreibungen als ziemlich undurchsichtig und nicht so recht greifbar. Ich hatte zwar eine ganz grobe Vorstellung, aber es war nicht ganz leicht in diese Welt einzutauchen. Das ist im Verlauf des Buches dann besser geworden und vieles fügte sich etwas schlüssiger zusammen, auch weil man einfach mehr Einblicke in die ganzen Gegebenheiten bekommen hat.
Eliza ist eine interessante Protagonistin, die viele Facetten hat, die mir gut gefallen haben, besonders zum Ende des Buches empfand ich ihre Entscheidung jedoch als Gegensatz zu dem, wofür sie den Rest des Buches einstand und was sie den anderen versucht hat, klar zu machen. Genauer geht das ohne Spoiler gerade nicht. Das ist für mich ein großer Kritikpunkt an ihr als Figur und auch dem Verlauf der Geschichte an sich. Auch zwischendurch gab es Momente, in denen ich sie als etwas „drüber“ empfand, zum einen was die Intensität ihrer Reaktionen und Handlung anging, als auch was das Tempo des „Vergebens“ nach einem großen Verrat betraf. Das ist alles aber natürlich Geschmackssache.
Neben Eliza spielen auch andere Charaktere eine wichtige Rolle, allen voran Logan, Conor und Ruby. Darüberhinaus gibt es aber noch weitere Figuren, die mal mehr mal weniger intensiv in das Geschehen eingreifen, die im Laufe des Buches ihr wahres Gesicht zeigen oder einfach nur neue Fragen aufwerfen. Insgesamt hat mir die Konstellation und Zusammenstellung gefallen, da die Charaktere unterschiedliche Seiten mitbringen, so dass es sowohl zu Reibereien als auch Neckereien, innigen Freundschaften, Vertrauen und Misstrauen kommt. Allgemein spielt die Gefühlskomponente neben den magischen Aspekten eine große Rolle und das auf sehr unterschiedliche Weise.

Besonders faszinierend und ansprechend fand ich die übernatürlichen Elemente, in die Eliza erst hereinwachsen muss. Auch wenn sich mir zunächst nicht alles erschloss und auch am Ende in diesem Bereich der Handlung noch einige Fragen offen sind, war es interessant zu sehen, wie die Rúnda funktioniert, was da möglich ist und was es mit den Schattenwesen und dem Seelenportal auf sich hat. Als zentrales Thema im Auftakt der Reihe werden die Informationen und Hinweise dazu nach und nach vertieft und es war spannend das zu verfolgen. Hier entstanden zwischendurch auch turbulente Momente, in denen die Gefahr durch die dunkle Seite gut greifbar wurde. Ich mochte auch die Art, wie die Seelenebene beschrieben wurde, mit der Zeit hat sich da bei mir ein ziemlich gutes Kopfkino eingestellt.

Die Geschichte hat sich flüssig und zügig lesen lassen, trotz der zahlreichen Fragen, die offen geblieben sind. Durch die Perspektivwahl war man nah bei der Protagonistin und konnte detailliert miterleben, wie sich ihr Leben auf den Kopf stellt und sich auf ihre Gefühlswelt immer wieder verändert. Sie muss sich entwickeln, neue Herausforderungen annehmen, was ihr manchmal recht gut und manchmal nicht so gut gelingt. Durch ihre teilweise recht aufmüpfige Art und ihr geradeheraus sagen was ihr auf der Seele brennt, entstehen auch immer mal Momente zum Schmunzeln, weil ihr Gegenüber nicht unbedingt mit ihrer Direktheit rechnet. Manchmal war das aber auch fast etwas viel, vorallem ihr offensives Flirten wirkte manchmal schon fast wie ein aufdrängen, was ich schade fand, weil sie und die Geschichte das nicht nötig hätten. Viele der Gespräche waren aber sehr dynamisch und schön zu verfolgen. Am Ende des Buches gibt es zwar einen kleinen Cliffhanger, für mich waren die Entwicklungen dort allerdings nicht wirklich zufriedenstellend und das liegt nicht an dem, was offenbleibt. Gespannt bin ich trotzdem auf die Fortsetzung und hoffe, es gibt da noch mal turbulente und erklärende Handlungselemente.

Fazit

Insgesamt ein guter und interessanter Auftakt, der Einblicke in die Liga, die Seelenwelt und die Bedrohung durch die Schattenwesen gibt und gleichzeitig sehr viele Fragen in meinem Kopf hat entstehen lassen, auf die es hoffentlich in der Fortsetzung dann eine Antwort geben wird. Intrigen, Lügen und Geheimnisse sorgen dafür, dass sich die Situation immer wieder ändert und Eliza sich neu orientieren muss. Am Ende kann man sich bei einigen Charakteren immernoch nicht ganz sicher sein, ob man ihre Absichten wirklich durchschaut hat, was weitere Spannung für die Fortsetzung verspricht. Auch wenn ich viele Facetten der Handlung mochte, hat mich das Ende leider nicht sehr zufrieden gestimmt und zwischendurch gab es auch hier und da Kritikpunkte. Trotzdem hat sich das Buch gut und flüssig lesen lassen.

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Veröffentlicht am 04.04.2022

vielseitige Welt, tolle Charaktere, schönes Kinderbuch

Whisperworld 1: Aufbruch ins Land der Tierflüsterer
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Coco hat schon lange davon geträumt eine Einladung nach Whisperworld zu bekommen. Als es dann endlich dazu kommt, kann sie es kaum glauben. Sie bekommt wirklich die Chance eine Tierflüsterin zu werden. ...

Coco hat schon lange davon geträumt eine Einladung nach Whisperworld zu bekommen. Als es dann endlich dazu kommt, kann sie es kaum glauben. Sie bekommt wirklich die Chance eine Tierflüsterin zu werden. Aufgeregt und neugierig begibt sie sich mit Chuck, Amy, Mohit und Paul auf den weg an den weit entfernten Ort, von dem nur die Eingeweihten wissen, wo er sich befindet. Mitten in einer wundervollen Natur und umgeben von sehr vielen, teilweise fast ausgestorbenen Tieren müssen die fünf Abenteuer und Herausforderungen bestehen, um ein Tierflüsterer zu werden. Welches der Kinder wird wohl zuerst ausgewählt werden und welche Tierart wird es sein, die ihren Tierflüsterer zu Beginn wählt? Kommt nach Whisperworld und erfahrt es…

Jeder hat schon von Whisperworld gehört und viele Kinder träumen davon ausgewählt zu werden, um in dieses magische, abgelegene Land zu dürfen. Auch Coco hat schon lange davon geträumt und ist unglaublich froh, zu den Ausgewählten zu hören. Gemeinsam mit den anderen vier Kindern wird sie von nun an jeden Tag Neues lernen über die Natur, die Tiere in Whisperworld und auch die Fabelwesen, die es dort gibt. Als Lehrer dienen dabei sowohl Menschen als auch Tiere, die zu den Kindern sprechen können. Jeder hat seine Spezialgebiete, die angepasst sind auf die Fähigkeiten der Tierarten oder eben das Wissen und die Erfahrungswerte der Lehrkräfte. Durch detaillierte und anschauliche Beschreibungen wird Whisperworld richtig lebendig und man kann sich gut vorstellen, wie es dort aussehen muss. Es wirkt wie ein sehr idyllischer und magischer Ort, der aber auch seine Tücken und Gefahren mit sich bringt. Denn auch wenn es viele Verbündete gibt, muss man doch achtsam sein und sich von denen fernhalten, die den Tierflüsterern nicht wohlgesonnen sind bzw. deren natürlicher Trieb so ausgeprägt ist, dass die Kinder gut als Futter dienen könnten. Doch auch über die wilden Tiere hinaus gibt es potenzielle Gefahren von denen sie schneller etwas mitbekommen, als gedacht.

Der Stil der Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Zum einen hat man die wundervollen Einblicke in die Welt und erfährt dabei wertvolle Tipps und Tricks, wie die Kinder sich in der Natur und ihrer neuen Umgebung zurechtfinden können. Auf was man achten sollte und was noch wichtig ist, damit sie ihre anstehenden Prüfungen auch gut bestehen können. Zum anderen lernt man auch die Charaktere nach und nach etwas besser kennen und erlebt mit, wie sie zusammenwachsen und Freundschaft schließen. Dabei spielt aber auch mal Neid und Missgunst eine Rolle und verschiedene Ängste, bei denen die Kinder nicht wollen, dass sie anderen davon mitbekommen. Ein Verhalten dass ich sehr authentisch fand. Sehr schön fand ich aber auch den Umgang damit. Teilweise gab es Gespräche mit den Erwachsenen darüber, teilweise haben die Kinder aber auch selbst mitbekommen, dass es gar nicht schlimm ist, sich vor gewissen Dingen zu fürchten oder mit den anderen darüber zu reden. Auch entdecken die jungen Charaktere neue Stärken an sich und freuen sich über die Anwendung von neu erlerntem Wissen. Ich mochte auch einfach den Umgang der Figuren untereinander. Es ist alles größtenteils respektvoll, aber jetzt auch nicht übertrieben harmonisch. Es gibt auch mal kleine Neckereien, Ungeschicke oder eben kleine Machtkämpfe, die gut in die Handlung integriert waren und nie überhand nahmen, aber eben auch zeigten, dass man manchmal seinen Weg erst finden muss und dass Konkurrenzdenken oft gar nicht nützlich oder förderlich ist, wenn Zusammenarbeit und Zusammenhalt einen viel weiter bringt.
Im ersten Band steht Coco im Fokus der Geschichte, man lernt aber auch die anderen zum Teil schon intensiver kennen, einige der Kinder bleiben noch etwas im Hintergrund, aber ich mag sie alle und freue mich schon darauf im nächsten Buch dann über einen der anderen mehr zu erfahren und tiefere Einblicke zu bekommen. Die Kinder sind alle verschieden, sowohl optisch als auch von den Erfahrungen und Familienverhältnissen, die sie so mitbringen. Dadurch ist auch ihr Umgang mit der neuen Situation unterschiedlich und es werden verschiedene Facetten eingearbeitet. Gut gefallen haben mir auch die Zweifel und Bedenken, die Chuck mitgebracht hat – es war einfach noch mal eine andere Seite und ist etwas, was ihn sehr beschäftigt und was er unbedingt geheim halten möchte.

Die Sprache innerhalb der Geschichte ist leicht verständlich gehalten, das Buch ist sehr flüssig und dynamisch, es ist immer etwas los, es gibt kleine Abenteuer, aber auch mal ruhigere Phasen, in denen das Erlebte dann verarbeitet oder besprochen werden kann. Neben all den tollen Dingen, die die Charaktere erleben, gibt es auch mal Fehltritte oder falsche Entscheidungen. Auch die Umsetzung als Hörbuch fand ich total klasse. Julia Nachtmann hat eine sehr angenehme Stimmfarbe, die aus meiner Sicht gut zu der Geschichte passte. Ich fühlte mich von Beginn an gut mitgenommen. Abwechslungsreiche Anpassungen in der Stimmhöhe, Sprechweise und Sprechtempo machen es leicht, die verschiedenen Figuren und Tiere voneinander zu unterscheiden. Besonders gelungen fand ich die Tierstimmen, die bei mir meistens gleich ein Kopfkino ausgelöst haben. Die tolle Mischung an Tieren, Fabelwesen und Menschen ergibt ein abwechslungsreiches und buntes Figurenbild, das viel Spaß macht und unterhaltsam ist. Umso weiter das Buch voranschreitet, umso spannender wird es dann auch durch die kleinen Abenteuer und größeren Herausforderungen und die Gefahren, die in Whisperworld lauern.
Auch die kleinen geschichtlichen Einblicke mochte ich und sie waren auch nicht zu viel enthalten. Immer mal wieder springt man in die Vergangenheit von Whisperworld bzw. denen, die maßgeblich an der Entstehung und dem Schutz des Ortes beteiligt waren. So bekommt man noch ein besseres Gespür für den Schauplatz, für die Besonderheiten aber auch für die eine oder andere Schwierigkeit, die es immer mal gegeben hat.
Am Ende des Hörbuches bin ich sehr neugierig auf den nächsten Band und kann es kaum erwarten wieder nach Whisperworld zu reisen.
Fazit

Ein toller, facettenreicher Auftakt, der mir von Beginn an Spaß gemacht hat. Whisperworld ist ein Ort, an dem Tiere, Fabelwesen und die ausgewählten Menschen im Einklang miteinander leben und so die Wunder der Natur wirken können. Ich mochte die Welt mit den kleinen magischen Elementen, wie den sprechenden Tieren, total gern. Aber auch die neuen Anwärter für die Tierflüsterer habe ich schnell ins Herz geschlossen. Die fünf sind sehr verschieden, was es noch mal spannender macht, sie zu begleiten, weil jeder eigene Stärken, Schwächen und andere Charaktereigenschaften mitbringt und damit ganz eigene Herausforderungen hat, was man neben dem, was sie alle in Whisperworld lernen müssen, noch lernen muss. Eine Geschichte voller Freundschaft, Zusammenhalt und kleiner Abenteuer an einem unglaublich liebevoll gestalteten und anschaulich beschriebenen Ort.

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Veröffentlicht am 30.03.2022

tolles, vielseitiges Kinderbuch, super gesprochen

Tschakka! – Freunde in Sicht
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Achtung: zweiter Band – Meine Rezension enthält ganz kleine Spoiler in Bezug auf den ersten Band.

Die Ferien sind im Gange und Tabea kann es kaum erwarten, endlich eine ganze Reihe von Abenteuern zu erleben. ...

Achtung: zweiter Band – Meine Rezension enthält ganz kleine Spoiler in Bezug auf den ersten Band.

Die Ferien sind im Gange und Tabea kann es kaum erwarten, endlich eine ganze Reihe von Abenteuern zu erleben. Gerade noch kann sie verhindern, dass ihre Mutter ihre Zeit gleich mit verplant. Schließlich haben Tabea und ihrem bester Freund Einstein ganz andere Pläne. Das kürzlich gerettete Huhn muss versorgt werden und das gestaltet sich zunächst schwieriger, als die beiden erwartet haben. Huhn „Mafalda“ will nämlich nicht fressen. Und die Familien der beiden sollen ebenfalls nicht mitbekommen, was sie so treiben. Da kommen einige Herausforderungen auf die Freunde zu und dann gibt es ganz unerwartet sogar Hilfe.

Mir hat schon der erste Band richtig gut gefallen und auch die Fortsetzung hat einfach wieder unglaublich viel Spaß gemacht. Ich denke, die Geschichte macht auf jeden Fall auch Freude, wenn man den Auftakt nicht kennt, allerdings würde ich empfehlen, die Reihe von Beginn an zu genießen, dann hat man noch ein besseres Gefühl dafür, wie die Freunde gemeinsam funktionieren und was sie schon so erlebt haben. Ein paar kleine Rückblicke sind aber auch in die aktuelle Handlung mit eingebaut.

Sprecherin Monika Oschek macht erneut einen fantastischen Job beim Lesen der Geschichte. Anders als im Buch unterstützen im Hörbuch ja nicht die Illustrationen, die ebenfalls richtig klasse sind, die Handlung. Daher müssen die Ereignisse auf andere Weise lebendig und unterhaltsam rübergebracht werden und das gelingt ihr aus meiner Sicht ganz wunderbar. Ich konnte mir die Zehnjährige mit all ihren verschiedenen Emotionen und Gedanken sehr gut vorstellen und mochte besonders, wie gut die Stimmungen dabei transportiert wurden. Für Tabea gibt es immer wieder neues zu durchdenken und zu fühlen, es müssen Entscheidungen getroffen werden und dabei geraten sie und Einstein auch mal an ihre Grenzen oder es geht etwas schief. Reichlich Anlass um frustriert, genervt, aufgeregt, glücklich, unentschlossen oder zufrieden zu sein. Es gibt eine große Bandbreite an Gefühlslagen, die je nach Geschehen in der Geschichte wechseln. Durch Veränderungen in der Tonlage und Sprechweise kann man auch die anderen Figuren gut von Tabea unterscheiden, was das Verfolgen der Handlung und Dialoge sehr leicht macht. Auch Huhn Mafalda wurde sehr lebendig in die Geschichte mit eingebunden, was mir richtig gut gefallen hat. Es ist einfach ein tolles Zusammenspiel aus der Geschichte an sich, den liebevoll gezeichneten Figuren und der tollen sprachlichen Umsetzung.

Wusch! Da ist Tabea mal wieder zu Tschakka geworden. Im Superheldenmodus haben sie und Einstein immer die besten Ideen, allerdings klappt dabei auch nicht immer alles reibungslos. Manchmal stoßen sie auch schon beim Gedankenmachen an sich an ihre Grenzen, was ich sehr authentisch finde für die Zehnjährigen, die selbstverständlich noch nicht alles wissen und überblicken können. Tabea ist aber sehr hartnäckig, clever und entschlossen, was ihr definitiv hilft, die geheime Hühnermission nicht aufzugeben. Das gerettete Huhn macht den beiden Freunden nämlich ein wenig Sorgen, Mafalda frisst nicht, also muss Rat her und das ohne dass die Familien etwas bemerken. Gar nicht so einfach, aber die Schüler finden einen Weg an Informationen zu kommen und so werden ganz leicht und locker in die Handlung auch Aspekte rund um artgerechte Tierhaltung mit eingebaut. Dass umweltbezogene Themen in die Geschichte integriert sind, mochte ich auch im Auftakt schon sehr. In der Fortsetzung gibt es ebenfalls wieder solche Themen, die den einen oder anderen Lesenden oder Zuhörenden bestimmt ebenfalls beschäftigen. Und auch wenn es nicht für alles die ultimative Lösung gibt, so gibt es auf jeden Fall verschiedene Denkanstöße und auch immer wieder schöne Botschaften. Auch das Schließen von neuen Freundschaften ist in das Buch mit eingebunden. Gleichzeitig kann man jedoch auch nicht mit allen gut klarkommen, was ebenfalls realistisch ist.
Das alles ist eingebaut in die sehr fröhliche und schwungvolle Geschichte mit ihren kleinen Abenteuern und Hürden. Nicht immer agieren die Kinder so, wie man es sich als Erwachsener vielleicht wünschen würde. Einstein und Tabea ist jedoch bewusst, wenn sie etwas tun, was sie eigentlich nicht sollten, daher empfand ich es als gut in die Handlung integriert. Die beiden wägen ab, was geht und was nicht, was verboten ist und was nicht so schön, was sie aber vielleicht trotzdem versuchen. Für mich wirkte es nicht wie eine Anleitung zum Unsinn machen. Die Gedanken und Absichten der beiden Freunde sind stets gut, sie probieren sich aus, auch wenn nicht immer alles so klappt, wie sie es sich vorher zurechtgedacht hatten. Kleine Misserfolge gehören aber zum Erfahrungen sammeln und Großerwerden auch genauso dazu, wie Erfolge und bestandene Abenteuer.

Sprachlich ist das Buch einfach gehalten, so dass auch junge Leserinnen und Zuhörerinnen der Handlung gut folgen können werden. Wenn es doch mal kompliziertere Begriffe oder Aspekte gibt, sind Erklärungen innerhalb des Textes erhalten. Trotz der unterschiedlichen Themen und kleinerer Pannen, die in der Geschichte enthalten sind, ist die Grundstimmung des Buches fröhlich und man rauscht mit den Protagonisten durch ihre kleinen Ferienabenteuer. Lebendig, detailreich und mitnehmend erzählt Mara Andeck, was die Schüler erleben und wie sie ihre Umgebung entdecken. Tabeas Familie rückte dieses Mal ein wenig in den Hintergrund, das hat mich aber nicht gestört. Hin und wieder sind sie trotzdem mit dabei und besonders ein Gespräch zwischen Tabea und ihrer Mutter ist mir sehr positiv in Erinnerung geblieben.
Fazit

Die Fortsetzung von Tschakka ist ebenfalls wieder eine fröhliche, temporeiche Geschichte, in der immer etwas los ist. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Einstein erlebt Tabea wieder kleine Abenteuer, dabei lernen sie gleichzeitig etwas fürs Leben und machen sich über unterschiedliche Dinge Gedanken. Die Schülerin wirkte für mich in ihren Gedanken und Entscheidungen sehr authentisch. Sie ist die meiste Zeit gut gelaunt, aktiv und sehr neugierig, trotzdem gibt es eben auch immer mal wieder Situationen, in denen ihre Stimmung gedämpft wird, sie nachdenklich oder niedergeschlagen ist. Das Hörbuch ist wieder super gelesen, ich denke jedoch, auch das Buch wird mit den richtig gelungenen Illustrationen ein tolles Erlebnis sein.

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