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Veröffentlicht am 27.08.2023

Würdiger Abschluss mit spannendem Finale

Seahorse - Die Hoffnung der Wasserpferde
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Durch Cuans Rückzug stellt Shona eher zufällig fest, dass auch sie durch die Nebel treten kann, obwohl dies noch nie ein Mensch geschafft hat. Was hat das zu bedeuten? Wer ist Shona wirklich? Als Freunde ...

Durch Cuans Rückzug stellt Shona eher zufällig fest, dass auch sie durch die Nebel treten kann, obwohl dies noch nie ein Mensch geschafft hat. Was hat das zu bedeuten? Wer ist Shona wirklich? Als Freunde machen sich die beiden auf die Suche nach den fehlenden Seiten im Buch der Mythen, von dem sie sich Antworten erhoffen. Doch sie sind nicht die einzigen, die diese Entschlüsseln wollen. Der geheimnisvolle Peabody versucht ebenfalls sie in seinen Besitz zu bekommen und scheut dabei nicht vor gemeiner Manipulation zurück. Was verbindet ihn mit den Wasserpferden?

Auf den letzten Band der Seahorse-Trilogie habe ich schon hingefiebert. Sofort kann man hier wieder in die mystische Atmosphäre der schottischen Lochs und Highlands mit ihren Legenden über Wasserpferde und Kelpies eintauchen und die Geschichte von Cuan und Shona weiterverfolgen. Die vielen Fragen, die sich in den beiden Vorgängerbänden aufgetan haben, sollen nun endlich gelöst werden. Die beiden, deren Beziehung gerade auf Eis liegt, sind dem Geheimnis um ihre Herkunft und den fehlenden Seiten aus dem Buch der Mythen auf der Spur. Daraus baut die Autorin die spannende Grundhandlung. Durch verschiedene Rückblenden in unterschiedliche Zeitebenen erfahren die Leser*innen Stück für Stück und Puzzleteil für Puzzleteil, wie alles zusammenhängt. Was passierte in der Familie, was ist Shonas Mutter widerfahren? Lebt sie noch? Sind Cuan und Shona Geschwister? Man möchte unbedingt wissen, wie alles miteinander verwoben ist. So bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten und gipfelt in einem starken Finale, das actionreicher ist, als ich es erwartet habe.

Die meisten Fragen werden abschließend beantwortet, einige bleiben jedoch recht vage, so dass es sich anfühlt, als ob es noch eine Fortsetzung geben könnte. Insgesamt hat mir die Trilogie sehr gefallen, obwohl ich mich nicht als absoluten Pferdefan sehe. Für Pferdeliebhaber bietet die Geschichte aber auch einiges. Ab und an wurden mir manche Sachverhalte zu oft wiederholt und manche Antworten waren auch sehr kryptisch ausgedrückt, so dass ich immer Angst hatte, die wichtigen zu verpassen. Dadurch habe ich mich allerdings auch noch mehr in die Geschichte vertieft, die vor allem zwischen Mensch und Wasserpferd sehr gefühlvoll ist. 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 25.08.2023

Eine Bereicherung in jedem Kinderbuchregal

Es war einmal – Die schönsten Märchen der Brüder Grimm
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Die Märchen der Gebrüder Grimm sind immer noch die bekannteste Sammlung überlieferter Geschichten und bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen beliebt. "Es war einmal" enthält 33 bekannte und weniger ...

Die Märchen der Gebrüder Grimm sind immer noch die bekannteste Sammlung überlieferter Geschichten und bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen beliebt. "Es war einmal" enthält 33 bekannte und weniger bekannte Märchen aus deren Feder als kindgerechte Nacherzählungen von Rolf Toman. Neben den berühmten Erzählungen um Rotkäppchen, Schneewittchen und den Froschkönig, lernten meine Kinder hier auch noch weitere "neue" Märchen kennen, die in manch anderen Kinderbüchern oftmals fehlen: Der süße Brei, Der goldene Schlüssel und Der arme Müllersbursch und das Kätzchen sind nur einige davon, die ich mit meinen Kindern entdecken konnte.

Das Buch selbst ist in einem schönen großen Format gedruckt. Es hat zu Beginn eine Übersicht mit allen enthaltenen Märchen und der Seitenangabe, so dass man jederzeit leicht auf die Lieblingsmärchen zugreifen kann. Die 33 Märchen sind mal kürzer und mal länger, so dass man immer eines in der passenden Länge findet. Die Aufteilung der Textblöcke ist gut gelungen. Durch Absätze werden die Texte übersichtlich. Die farbigen, künstlerischen Illustrationen sind wunderschön, passen sehr gut zum kindgerechten, aber doch authentischen Stil des Textes und helfen beim Verständnis. Ob beim Selberlesen oder beim Vorlesen, werden sich Kinder über jede einzelne freuen. Die Einbindung in den Text ist abwechslungreich, mal mittig, mal ganzseitig, mal als kleinere Illustration zwischen den Zeilen. Man merkt, wie viel Herzblut in dieser Gestaltung liegt. Das Buch weckt die Neugier der Kids an diesen alten Überlieferungen. Vom Stil her sind die Märchen nicht zu weit ab vom Original, die "Bösen" werden am Ende bestraft (z.B. der Wolf), daher muss man als Eltern schon auch für Gespräche beim gemeinsamen Lesen zur Verfügung stehen.

Fazit: Eine tolle Märchensammlung, die in keinem Kinderbuchregal fehlen sollte und ein großartiges Buch für die ganze Familie, das auch Gesprächsanlässe bietet. Unser Favorit war auf jeden Fall "Schneeweißchen und Rosenrot".

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Veröffentlicht am 21.08.2023

Umfassender und sympathischer Ratgeber zur Pflanzenvermehrung

Pflanzen-Lovestory
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Dieses Buch hat mich aufgrund des Titels unheimlich neugierig gemacht. Eine Pflanzen-Lovestory? Was soll das denn sein? Die Bienchen und Blümchen und die jungen Pflänzchen auf dem Cover zeigen es eigentlich ...

Dieses Buch hat mich aufgrund des Titels unheimlich neugierig gemacht. Eine Pflanzen-Lovestory? Was soll das denn sein? Die Bienchen und Blümchen und die jungen Pflänzchen auf dem Cover zeigen es eigentlich schon. Hier geht es tatsächlich darum, wie sich Pflanzen vermehren und wie man dabei helfen kann, um sich unabhängig von großen Saatgutfirmen zu machen. Höchst sympathisch erklärt die Autorin, wie das klappen kann. Teilweise liest sich das Buch wie eine Geschichte und man merkt, dass Janet Glausch das Thema sehr am Herzen liegt und sie in ihrem eigenen Garten sehr viel Erfahrung gesammelt hat, wie man Samen selbst von den eigenen Pflanzen gewinnt und das zeigt sie auch in vielen Fotografien und Schritt für Schritt bei verschiedenen Samenformen und Samenhüllen. Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Samen man eigentlich nie zu kaufen bräuchte. Verschiedene Methoden der Ernte werden vorgestellt, ebenso die Trocken- und Nassreinigung sowie die Aufbewahrung. Dabei geht sie auch darauf ein, wie man summende Helfer im Garten schützt.

Nach den Samen werden weitere Arten der Vermehrung erklärt. Fotos sorgen dafür, dass man sehr gut nachvollziehen kann, welche Schritte dabei befolgt werden müssen. So habe ich als Laie auch die Unterschiede und Feinheiten gut verstanden. Bisher waren mir nämlich von den vorgestellten Methoden nur die Ableger bekannt. Erklärt werden aber auch noch Stockteilung und Rhizomteilung, Stecklinge, Ausläufer und Absenker sowie Sprossknollen. Ich finde, das Buch ist sehr verständlich, übersichtlich und ausführlich und lässt keine Fragen mehr offen. Auch ist es sehr gut strukturiert, so dass man eine Info schnell findet, wenn man sie gezielt sucht. Etwa ein Drittel des Buches beschäftig sich mit der Theorie, doch die ist hier gar nicht grau, sondern zeigt sich auch praktisch.

In den zwei Dritteln die folgen, hat Janet Glausch ihr Pflanzenporträts von Obst, Gemüse, Kräutern, essbaren Blüten und insektenfreundlichen Wildpflanzen eingebracht und dabei natürlich auch den Fokus auf die Vermehrung gelegt. Hier erfährt man nochmal gezielt zu den einzelnen Pflanzen, wie und wann man Saatgut erntet und dabei Verkreuzungen vermeidet. Von Paprika und Chili über Buschbohnen und Salat bis hin zum wilden Oregano. Besonders interessant war das ausführliche Porträt der Tomaten und tatsächlich weiß ich nun, dass am Rande unseres Garten nicht Raps wächst, sondern Acker-Senf, den man in verschiedenster Form verzehren kann. Somit hab ich mich als Garten-Laie hier sehr tiefgehend und kurzweilig informieren können und bin froh, dieses umfassende Werk zur Pflanzenvermehrung in meinem Bücherschrank zu wissen. Ein Register und Hinweise zu weiterführender Literatur sind auch noch vorhanden. Für alle am Thema Interessierten eine klare Empfehlung. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 21.08.2023

Wieder ein spannendes und farbenfrohes Abenteuer

LEGO® NINJAGO® – Spinjitzu Brothers - Das Geheimnis der Farbenwelt
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Nachdem die Brüder Wu und Garmadon auf ihrer Reise zur Nordküste auf einen Berg gestiegen sind, folgen sie einer Kreatur zu einer Villa. Die Bewohnerin Peri lädt sie ein, bei ihr Gäste zu sein, was sich ...

Nachdem die Brüder Wu und Garmadon auf ihrer Reise zur Nordküste auf einen Berg gestiegen sind, folgen sie einer Kreatur zu einer Villa. Die Bewohnerin Peri lädt sie ein, bei ihr Gäste zu sein, was sich die beiden nicht zweimal sagen lassen. Doch irgendetwas stimmt in dem Haus mit den vielen Gemälden nicht. Die Szenen in den Bildern scheinen sich zu bewegen. Und ehe sie sich versehen sind die beiden Ninja mittendrin und müssen wieder einmal ihre Spinjitzu-Fähigkeiten einsetzen, um das Geheimnis der Farbenwelt zu lösen.

Der dritte Band der Lego Ninjago Spinjitzu Brothers hält für alle Fans und Neueinsteiger ein abwechslungsreiches und wieder sehr spannendes Abenteuer bereit. Schon das farbenprächtige Cover sieht wunderbar gruselig aus und es ist klar, dass die beiden Brüder auch diesmal in Gefahr geraten. Nach kurze Zeit sind wir komplett in die Geschichte eingetaucht, die sich diesmal einer ganz besonderen Idee bedient, die wir total klasse finden. Es um Gemälde, die lebendig werden können, einen trauernden Maler und eine einmalige Rettungsaktion durch die Welt der Farben. Natürlich gibt es auch hier wieder lustige Dialoge und tolle Spinjitzu-Einlagen. Zwar ist die Geschichte in eine übergeordnete Erzählung eingebettet, doch auch ohne die ersten beiden Bände findet man hier leicht einen Einstieg. Wichtige Personen und Begriffe werden im Glossar am Ende des Buches erklärt.

Der Schreibstil ist sehr fesselnd und flott, aber dennoch für Kinder gut zu verstehen. Auch zum Vorlesen eignet sich das Buch hervorragend. Meine Tochter lauschte der Geschichte immer sehr gebannt und oft brachte diese uns auch zum Lachen, weil Wu und Garmadon zwei total sympathische Typen sind, die auch mal mit ironischem Unterton sprechen. Außerdem hat uns das Buch sehr neugierig gemacht, wie es mit den Brüdern weitergeht, denn Garmadon scheint langsam zu bemerken, dass er vielleicht doch vom Bösen angezogen wird. Doch was das betrifft, bleibt vieles offen. Unterstützt werden die jungen Leser auch in diesem Band von vielen lebendigen Schwarz-Weiß-Illustrationen, die das Verstehen des Textes enorm erleichtern. Die Kapitel haben gerade zum Vorlesen eine optimale Länge, aber auch beim Selberlesen kann man leicht Pausen einlegen. Ein Muss für Fans und auch für alle anderen ein farbenfrohes Abenteuer. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 17.08.2023

Geniale Pizzarezepte

PIZZA CON AMORE
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Auf dieses Buch bin ich durch das Cover aufmerksam geworden. Die Pizza darauf erinnerte mich so an meine Lieblingspizza aus einer kleinen Pizzeria in NRW, wo ich nur noch selten hinkomme. Ein fluffiger ...

Auf dieses Buch bin ich durch das Cover aufmerksam geworden. Die Pizza darauf erinnerte mich so an meine Lieblingspizza aus einer kleinen Pizzeria in NRW, wo ich nur noch selten hinkomme. Ein fluffiger Rand und ein üppiger, leckerer Belag. Tatsächlich hat das Buch meine Erwartungen mehr als übertroffen. Verfasst wurde es von zwei Brüdern aus Baden-Baden, die dort das Traditions-Restaurant Mamma Lina betreiben, das sie von ihrem Vater übernahmen und welches auch bei Prominenten Kult-Status hat. Viel wichtiger aber als der Ruf, sind ihre Pizzen, die Tradition, Moderne und Lebensfreude vereinen. Die Next Generation Pizza!

Das Buch erzählt etwas über die beiden Brüder, ihre Leidenschaft für ihr Restaurant und dessen Hintergrund. Und dann schwelgt man auch schon in den vielen genialen Pizzarezepten, die vor allem durch den fluffigen Teig und die wahnsinnig leckeren Kombinationen als Belag bestechen, auf die ich von allein nie gekommen wäre. Bei den Zutaten wird sehr auf Qualität geachtet. Manche Pizzazusammenstellung löst eine wahre Geschmacksexplosion aus. Genauso muss Pizza für mich sein. Zwischen den Rezepten reist man nach Neapel, welches als die Wiege der Pizza gilt oder besucht eine Molkerei, wo man der Herstellung von Fior di Latte zusehen kann. Diese interessanten Seiten lockern das Buch auf und man bekommt richtiges Italia-Feeling.

Die verschiedenen Pizzateig- und Soßen-Rezepte findet man zwischen den Infos und den ersten Rezepten. Neben original neapolitanischem Teig, für den es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung gibt, werden auch weiter Teige vorgestellt, z.B. mit Vollkorn und glutenfrei. Auch bei den Soßen gibt es eine reiche Auswahl. Diese Grundrezepte von Teigen und Soßen werden später für die verschiedenen Pizzen benötigt. Jedes Rezept hält zunächst die grundlegenden Infos bereit, dazu gehören Zubereitungszeit, mit Fleich, vegetarisch oder vegan und eine Portionsangabe. Auf der Rezeptseite sind dann nur noch die Zutaten für den Belag angegeben. Die Zubereitung wird ausführlich und verständlich beschrieben, so dass ein Gelingen garantiert ist. Zusätzliche Infos oder kleine Geschichte runden die Seiten ab. Das Highlight eines jeden Rezeptes ist das Foto der fertigen Pizza. Die Ergebnisse sind wirklich grandios und eigentlich möchte man nie mehr eine andere Pizza backen. Ich hätte nie gedacht, dass man aus einem Gericht, das man schon so oft gegessen hat, noch so viel herausholen kann. Der Geschmacksvielfalt sind hier keine Grenzen gesetzt. Da stört es auch nicht, dass man sich ein paar Sorten italienisches Mehl zugelegt hat. Im Gegenteil. Man wir es immer wieder tun, um in den Genuss dieser Pizzen zu kommen. Pizza-Nachtisch gibt es übrigens auch noch. Ein wunderbares Buch! 5 Sterne plus

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