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Veröffentlicht am 24.05.2023

Erstes lustiges Abenteuer des kleinen Noobs

Tagebuch eines kleinen Noobs– Bd. 1 – Ein neuer Krieger
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Minus lebt mit seinen Eltern in Minecraftia. Als Fan des Helden Steve möchte er aber nichts lieber, als ebenfalls ein großer Krieger zu werden. Im Dorf belächelt man ihn für seinen Traum. Daher verlässt ...

Minus lebt mit seinen Eltern in Minecraftia. Als Fan des Helden Steve möchte er aber nichts lieber, als ebenfalls ein großer Krieger zu werden. Im Dorf belächelt man ihn für seinen Traum. Daher verlässt er es eines Tages und stellt schnell fest, dass es gar nicht so einfach ist, allein durch die Welt zu ziehen und Monster zu besiegen. Da trifft er Blurp, den er für einen seltsamen Reisenden handelt, da er so ganz anders ist und sein Gesicht unter einer Kapuze verbirgt. Die beiden geraten nun zwar immer noch in Gefahr, doch sind sie immer füreinander da. Bis sie unverhofft auf das Monster treffen, das Minus unbedingt finden wollte: einen Enderman.

Meiner Tochter haben schon die Comics von Minus und Blurp gut gefallen, daher war sei begeister, dass es nun auch längere Geschichten als Erstleserbücher gibt. Zugegeben, die Schrift ist für ganz ungeübte Leser doch etwas klein, je länger man liest, umso leichter fällt das Lesen aber. Das Erstlesebuch ist - wie der Titel sagt - als Tagebuch gestaltet. Jedes Kapitel trägt den entsprechend Wochentag als Titel. Der Text ist auf eine Art "Schatzkarte" als Untergrund gedruckt, die wunderschönen Comicillustrationen durchgehend farbig. Sie unterstützen das Verstehen beim Lesen durch Wiederholung bestimmter Dialoge in Sprechblasen.

In dieser Geschichte macht Minus sich auf, um ein Krieger zu werden. Eigentlich ist er ein ziemlich ängstlicher Noob, doch den Dorfbewohnern möchte er gern das Gegenteil beweisen. In Wirklichkeit bleibt ihm oft nichts Anderes übrig als wegzurennen, wenn Zombies oder andere Monster auftauchen. Blurp läuft ihm bei einer Flucht zufällig über den Weg und tut ihm wegen seines komischen Aussehens fast leid. Für meine Tochter war es sehr lustig zu verfolgen, wie Minus immer wieder große Töne spuckt und man aber eigentlich genau weiß, dass er total daneben liegt. Auch die Zeichnungen in Farbe gefallen ihr total gut. Als kleiner Minecraft-Fan liebt sie die Geschichten in dieser Welt und so stört sie auch die kleinere Schrift nicht ganz so stark. Ich würde die Geschichte nicht für absolute Leseanfänger empfehlen, eher so ab dem zweiten oder dritten Lesejahr, je nach Können. Denn dann wartet auf die fleißigen Leser ein lustiges und spannendes Abenteuer in der Welt von Minecraft, das auch für Kinder geeignet ist, die das Spiel nicht spielen. 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 23.05.2023

Erst ähnlich, dann ein gelungenes Finale

Master Class, Band 2 - Mut kommt vor dem Fall
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Am Tag nachdem Riley glaubt, denjenigen entlarvt zu haben, der eine Geschichte über sie schrieb, um sie einzuschüchtern, reist sie gemeinsam mit Killian zum Finale des Schreibwettbewerbs in ein altes Kloster ...

Am Tag nachdem Riley glaubt, denjenigen entlarvt zu haben, der eine Geschichte über sie schrieb, um sie einzuschüchtern, reist sie gemeinsam mit Killian zum Finale des Schreibwettbewerbs in ein altes Kloster auf der Insel St. Michael's Mount. Doch schon kurz nach der Ankunft muss sie feststellen, dass sie den falschen verdächtigt hat, denn sie erhält Reinschriften von Geschichten aus ihrem eigenen Tagebuch. Wessen Leben hat sie so sehr zerstört, dass ihr nun jemand so zusetzt? Zutiefst verunsichert muss sie sich zusammenreißen, um im Wettbewerb ihr bestes zu geben. Das ist nicht gerade einfach, denn die Konkurrenz aus London versucht alles, um ihre Gruppe zu verunsichern. Halt findet sie bei Killian, in den sie sich mittlerweise hoffnungslos verliebt hat. Doch dann deutet ein Hinweis auf ihn als Briefeschreiber und droht Riley Welt zum Einsturz zu bringen.

Es ist gar nicht so einfach für den zweiten Band eine Rezension zu verfassen, ohne zu viel vom ersten zu verraten. Dieser sollte auf jeden Fall VOR diesem hier gelesen werden, da die Handlung hier nahtlos ineinander übergeht. Auch gibt es kaum Rückblenden auf Band eins, so dass die Handlung ohne diesen kaum nachvollziehbar ist. Ich war jedenfalls sehr gespannt, wie es nach dem Umzug auf die Insel weitergeht. Sehr schnell erfährt Riley, dass die Gefahr noch nicht vorüber ist und als Leser beginnt man wieder, sämtliche Teilnehmer und Personen zu überprüfen und zu verdächtigen. Das heißt, der Beginn dieses Buchs unterscheidet sich anfangs nicht besonders von seinem Vorgänger. Trotzdem ist die Handlung, wenn auch ähnlich, immer noch spannend und gibt Rätsel auf. Nach und nach merkt man zumindest schon, in welcher Zeit die Motive des Täters liegen, doch die Frage "Warum genau?" konnte ich erst relativ spät erahnen.

Hinweise geben die Ausschnitte aus Rileys Rittessin-Tagebuch. Die Atmosphäre im Buch ist wieder sehr gut gelungen. Überall wähnt man lauernde Gefahren und dann zieht auch noch ein Sturm auf und die Insel wird vom Festland aus unerreichbar. Stefanie Hasse arbeitet hier mit allen Tricks. Menschen, die gerade noch unbedingt verdächtig sind, sind nach einem Schockmoment oft schon wieder entlastet, nicht ohne den Keim eines Zweifels gesät zu haben. Beim Täter hätte ich nach Band 1 tatsächlich auf jemand anderen getippt und auch das Motiv blieb lange im Dunkeln. Bis auf wenige Längen ist das Finale gelungen und sogar der Untertitel bekommt noch eine Bedeutung. Ich werde auf jeden Fall auch noch weitere Bücher der Autorin lesen. 4 Sterne

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Veröffentlicht am 23.05.2023

Schöne, leichte Freundschaftsgeschichte

Bobby und Boss: Heimlich beste Freunde
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Bobby und Boss sind Nachbarskinder. Und beste Freunde. Allerdings dürfen ihre Eltern nichts davon wissen, da diese sich öfter streiten. Doch wie soll man sich da verständigen? Ganz einfach! Durch Morsezeichen! ...

Bobby und Boss sind Nachbarskinder. Und beste Freunde. Allerdings dürfen ihre Eltern nichts davon wissen, da diese sich öfter streiten. Doch wie soll man sich da verständigen? Ganz einfach! Durch Morsezeichen! Wie gut, dass Bobby und Boss den Morse-Code so gut beherrschen. Und eine Idee, was sie heute zusammen machen, haben sie auch schon. Denn wie Boss' Opa wollen sie ein Album mit mega magischen Momenten füllen. Doch so auf Kommando ist das gar nicht so einfach.

Als ich das Buch gesehen habe, war ich vor allem neugierig auf die neue Reihe "Einfach lesen lernen" aus dem Carlsen Verlag, die es in drei Lesestufen von der ersten bis zur dritten Klasse gibt. Der vorliegende Band gehört zur ersten Lesestufe, die sich durch eine große Fibelschrift, leichtes Vokabular und viele Bilder auszeichnen soll. Die Illustrationen haben uns gleich auf dem Titelcover gefallen, das auch schon ein bisschen verrät, worum es im Buch geht, denn Boss hält ein Heft mit Morsecode. Wir fanden die Idee diesen alten Code für die Geschichte wieder aufleben zu lassen total gut. Meine Tochter hatte schon davon gehört uns so konnte sie ihn mal in der Anwendung kennen lernen.

Die Freundschaft zwischen Bobby und Boss ist ein Traum, sie können über alles reden und halten zusammen und das obwohl sie unter erschwerten Bedingungen überleben muss, denn eigentlich sind die beiden Nachbarn, aber die Elternpaare sind grundverschieden und so gibt es immer wieder Streit, in den Bobby und Boss sich aber nicht hineinziehen lassen. Stattdessen halten sie ihre Freundschaft geheim, treffen sich an versteckten Orten und unterhalten sich mit Morsezeichen. Hier wird etwas Alltägliches in eine richtig tolle Idee verpackt und trotzdem werden Erstleser nicht überfordert. Das führt zu Erfolg beim Lesen und das wiederum motiviert zum Weitermachen.

Am allerbesten hat uns Opas Album mega magischer Momente gefallen. Hier kann man einen kurzen, aber schönen Einblick in die Kindheit der Großeltern gewinnen und vielleicht fragt der ein oder andere kleine Leser ja mal die Großeltern, was sie so gemacht haben, als sie im gleichen Alter waren. Die Versuche von Boss und Bobby es dem Opa gleichzutun waren jedenfalls sehr lustig. Insgesamt gefällt uns der Band der Reihe richtig gut, manchmal sind die Zeitsprünge etwas plötzlich, aber das ist nicht wirklich schlimm. Daher gibt es 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 23.05.2023

Super für kleine Detektive und Ponyfans

Inspektor Möhre: Ein Fall für vier Hufe
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Möhre ist ein sehr kleines Mini-Pony auf dem man nichtmal reiten kann. Doch dafür ist er besonders schlau, weil er immer mit Oma Astrid Krimis schaut. Er versteht sogar die Menschen, die täglich zum Apfelhof ...

Möhre ist ein sehr kleines Mini-Pony auf dem man nichtmal reiten kann. Doch dafür ist er besonders schlau, weil er immer mit Oma Astrid Krimis schaut. Er versteht sogar die Menschen, die täglich zum Apfelhof kommen, um zu reiten. Als sich plötzlich die seltsamen Vorfälle auf dem Hof häufen, hegt Astrids Verwandter den Verdacht, dass Oma den Verstand verliert, denn sie glaubt ein Geist treibe sein Unwesen. Wolke und Greta, die den Hof sehr lieben, wollen den wahren Täter finden und verdächtigen den neuen Mitschüler Jasper. Nur Möhre bewahrt einen kühlen Kopf und möchte unbedingt zeigen, dass in ihm ein guter Detektiv steckt. Gemeinsam mit den Kindern macht er sich an die Lösung des Falles.

Allein die Idee hinter diesem (Vorlese-)Buch ist schon so witzig. Dazu passt dann auch das lustige Cover mit Möhre, seinen beiden Freunden, den Wollschweinen Zicki und Zacki, und den Kindern, die alle detektivgerecht die Lage beobachten. Im Buch gibt es eine Übersicht über Möhres Sprachcode und auch Steckbriefe der wichtigsten Charaktere. Den Zeichenstil finden wir absolut witzig und fröhlich. Überhaupt macht die Geschichte hauptsächlich gute Laune, auch wenn manchmal ernstere Töne, wie das Älterwerden, Vorurteile und das mangelnde Selbstbewusstsein eines Miniponys eine Rolle spielen. Vor allem die Wollschweine und natürlich Möhre haben es uns total angetan. Man muss sie einfach mögen. Die kleinen Zuhörer/Leser können bei der Geschichte richtig mitgehen und auch mitraten, wer denn nun der Geist vom Apfelhof ist. Verdächtige gibt es zunächst einige. Erwachsene dürften den Braten hingegen schnell riechen, das tut der guten Unterhaltung aber keinen Abbruch.

Total schön ist, dass Möhre im Verlauf der Geschichte selbstbewusster wird und endlich jemanden findet, der ihm "zuhört" und sein Talent erkennt. Auch in Sachen Freundschaft zwischen den Kindern tut sich etwas. Die Botschaft, dass man nicht voreilig urteilen, sondern jemanden erstmal kennen lernen sollte, ist wichtig und wird auch ohne erhobenen Zeigefinger deutlich.

Nach dem Buch haben wir uns auch noch das Hörbuch dazu angehört und waren von der Umsetzung des Sprechers mehr als begeistert. Er holt mit viel Gegrunze und tollen verschiedenen Stimmlagen alles aus der Geschichte heraus und es ist eine wahre Freude, dabei zu lauschen. Egal ob ihr lesen oder hören wollt, wir können beides sehr empfehlen. 4,5 Sterne. Für die Hörversion eher 5

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Veröffentlicht am 23.05.2023

Tiefsinniges Abenteuer einer Befreiung

Waraka
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Arkyn soll der nächste Herrscher Warakas werden. Sein Vater verschwand und der Hüter der großen Schlange, die alle Bewohner Warakas fürchten, Skarf, ist seine einzige Verbindung zur Außenwelt. Er soll ...

Arkyn soll der nächste Herrscher Warakas werden. Sein Vater verschwand und der Hüter der großen Schlange, die alle Bewohner Warakas fürchten, Skarf, ist seine einzige Verbindung zur Außenwelt. Er soll ihm beibringen unter die Bevölkerung durch Angst zu regieren. Doch Arkyn wiederstrebt diese Art der Herrschaft. Zudem will er der Aufgabe nicht nachkommen, sein Seelentier, einen wehrlosen Säbelzahnjaguar, in einem unfairen Kampf zu besiegen. Daher bricht er mit diesem aus und flüchtet ohne Aussicht auf eine Zukunft in die Wälder und von dort ans Meer. Dort trifft er Saga, die als Schiffbrüchige aus dem Land der Wulfen am Strand angespült wurde. Gemeinsam machen sie sich auf, um für Gerechtigkeit und die Freiheit aller zu kämpfen.

Den Autor Tobias Goldfarb kannte ich bisher nur von seinen Kinderbüchern, vor allem den lustigen Geschichten um den Außerirdischen Fonk. Daher war ich neugierig, auch mal ein anderes Genre von ihm zu lesen. Das Titelbild und die Beschreibung des Inhalts ließ mich eine Geschichte á la "Die Jaguargöttin" erwarten. Also ein Mischung aus Abenteuer, Dschungelflair und wilden Tieren, in der es ebenfalls um die Herrschaft ging. Tatsächlich mutet das Setting ähnlich an, eine Stadt, in der eine südamerikanische Hochkultur lebt, außenherum der dichte Dschungel. Doch hier steckt eindeutig mehr dahinter. Es geht nicht nur um eine Abenteuergeschichte, das merkt man gleich. Die Menschen Warakas dienen einer Gottheit, der großen Schlange, die alle 100 Tage Menschenopfer fordert. Die Angst für dieses Opfer ausgewählt zu werden, sorgt dafür, dass die Herrschaft der Königsfamilie nicht angezweifelt wird. Doch Arkyn, der nächste Herrscher Warakas, ist von diesem System nicht überzeugt, das Skarf, der Hohepriester ihm auferlegen will. Uns so beginnt eine mutige und gefährliche Reise durch ein Land, das Arkyn gar nicht wirklich kennt.

Vom Schreibstil seiner Kindergeschichten ist Tobias Goldfarb hier meilenweit entfernt und ich war höchst erstaunt, wie wandelbar seine Erzählstimme doch ist. Arkyns Geschichte ist in Worten erzählt, die sehr gut zur Zeit und zum Setting passen, sehr hochsprachlich, fast philosophisch und mit viel Raum für eigene Gedanken, begleiten wir den Herrscher, der keiner sein will auf seiner Suche nach dem verschwundenen Vater und einer Lösung, die für alle Einwohner Warakas Freiheit ohne Angst bedeuten könnte. Saga ist in der Geschichte viel stärker, als es Arkyn ist. Ist sie zunächst wegen des Goldes, das sie in Richtung Waraka gelockt hat, mit von der Partie, wandelt sie sich im Laufe der Geschichte zu einer noch viel gefestigteren Persönlichkeit.

In die Story fließen außerdem noch fantastische Wesen aus der alten Zeit, vermutlich aus Legenden und Mythen von Inka, Maya und Azteken ein. Sehr vieles kommt dem Leser gar nicht wirklich greifbar vor, esoterisch, ja beinahe ätherisch und nicht von dieser Welt. Es gibt zahlreiche Träume und Visionen, die unsere beiden "Helden" und ihr Handeln beeinflussen und tragen. Vieles dreht sich um die Frage, ob Angst ein Mittel der Herrschaft sein darf und wie man gegen solch eine Herrschaft vorgeht. Kann einer allein etwas tun? Oder zwei? Wie der Ungerechtigkeit ein Ende bereiten ohne Gewalt und Blutvergießen? Wie eine Zukunft in Freiheit für alle erschaffen? Der Ganze Prozess startet hier mit dem Aufbruch und Umdenken eines Einzelnen, wohin er führt, solltet ihr unbedingt selbst lesen. Bei "Waraka" handelt es sich definitiv nicht um einen normalen Abenteuerroman für Jugendliche, sondern um ein tiefsinniges Buch, das bei mir so manchen wertvollen Denkanstoß gab. Ob es bei Jugendlichen heute Anklang findet, lässt sich nur schwer sagen, doch es ist auf jeden Fall auch noch für Erwachsene lesenswert. 4,5 Sterne

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