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Veröffentlicht am 28.02.2023

Hab mehr Biss erwartet

A Night of Promises and Blood
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Die junge Winnie lebt seit einiger Zeit mit ihrer Schwester Sasha, die Kunstgeschichte studiert, in New York. Winnie selbst versucht neben ihrem Job in einem Café eine App-Idee zur verwirklichen. Zudem ...

Die junge Winnie lebt seit einiger Zeit mit ihrer Schwester Sasha, die Kunstgeschichte studiert, in New York. Winnie selbst versucht neben ihrem Job in einem Café eine App-Idee zur verwirklichen. Zudem möchte sie Kontakt zu ihrem Vater aufnehmen, der die Familie verließ, als sie noch klein war. Seitdem nahm die oft kränkelnde Sasha die Aufmerksamkeit der Mutter oft in Beschlag. Trotzdem verstehen sich die Schwestern gut und Winnie möchte Sasha beschützen. Besonders als in die Nachbarwohnung Jo einzieht, die Winnie suspekt ist, weil sie sie nachts einmal draußen mit einer anderen Person im Gespräch belauscht hat. Doch nach und nach fühlt sie sich gerade zu dieser Person, die sich so in ihr Leben drängt und undurchschaubar ist, hingezogen. Und auch Jo scheint ihr nicht abgeneigt zu sein. Doch dann droht ihr Geheimnis aufzufliegen und alles ist anders. Oder doch nicht?

Hinweise in Klappentext und Titel lassen darauf schließen, dass es sich hier um eine Art Vampir-Fantasy handelt. Das war zumindest meine Vermutung. Ich lese nicht so oft Fantasy für (junge) Erwachsen, aber dieses Buch hat mich irgendwie angesprochen, vielleicht auch, weil eine queere Liebesgeschichte angedeutet wird. Der Anfang des Buches war auch ganz interessant. Man lernt Winnie und ihre Schwester Sasha kennen und merkt dann sehr bald, dass vor allem Winnies Gefühlswelt durcheinander ist. Durchgängig werden ihre nicht gerade positiven Gedanken beschrieben. Es geht um die Beziehung zum Vater, zur Schwester und auch zur Mutter, die ihr nicht zutraut, sich um Sasha zu kümmern. Ihre Stellung in der Familie betrachtet sie sehr kritisch. Ein weiterer Aspekt, den wir kennenlernen ist ihr Traum von einer eigenen Kunst-App und in dem Zusammenhang auch ihre Freundin, mit der sie nur virtuell kommuniziert. Sie kommt mir recht einsam vor.

Ein wenig Spannung kommt auf, als Jo in das Leben der Schwestern tritt. Man spürt, dass mit ihr irgendetwas nicht stimmt. Winnie vertraut ihr kein bisschen. Doch irgendwie kommen Gefühle auf und das Buch entwickelt sich zu einer Slow-burn-Romanze, bei der jedoch wenig Handlung gibt, sondern weiterhin die Gedankengänge von Winnie überwiegen. Etwa zur Mitte des Buches passiert dann endlich etwas. Ab diesem Zeitpunkt wird die Geschichte aus Jos Sicht erzählt und wird etwas lebendiger und fesselnder. Man erfährt endlich etwas über diese besondere Person. Richtig spannend wird es allerdings trotzdem nur auf den letzten Seiten, die wirklich etwas schockiert zurücklassen und ein bisschen über die Längen hinwegtrösten. Der Cliffhanger macht mich wirklich neugierig auf den zweiten Band, obwohl mir im ersten viel zu wenig Fantasy und Spannung enthalten waren. Dafür war es umso besser, dass eine queere Beziehung nicht hervorgehoben wird, sondern völlig natürlich wirkt. Auch mal schön. Ich hoffe, Band 2 bekommt etwas mehr Spannung verpasst. 3 Sterne

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Veröffentlicht am 28.02.2023

Sehr amüsantes "Kriminalstückchen"

Der Mordclub von Shaftesbury – Eine Tote bleibt selten allein
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Weil ihr Chef eine neue Filiale seiner Partnervermittlung eröffnen will, verschlägt es die toughe, erfolgsverwöhnte Londonerin Penelope St. James nach Shaftesbury, einem winzigen Ort in der englischen ...

Weil ihr Chef eine neue Filiale seiner Partnervermittlung eröffnen will, verschlägt es die toughe, erfolgsverwöhnte Londonerin Penelope St. James nach Shaftesbury, einem winzigen Ort in der englischen Pampa. Schnell merkt sie, dass das Unterfangen keineswegs leicht wird, denn nicht genug, dass sie weder Handynetz noch Internetanschluss hat, fehlen auch die richtigen, gut betuchten Kunden. Doch Penelope lässt sich nicht unterkriegen und fügt sich gut in die Dorfgemeinschaft ein. Besonders der Tierarzt hat es ihr angetan, obwohl sie nun wirklich keine Tierfreundin ist. Als sie beim Joggen zwei Unfallopfer findet, ist bald klar, dass diese nicht zufällig überfahren wurden und Penelope beginnt, neben den verschiedensten Ereignissen, die sie in Gang bringt, auch noch hier ihre Nase hineinzustecken. Warum auch nicht, wenn sowieso die meisten ihre Partneragentur für ein Detektivbüro halten?

Ich hatte im Vorfeld zu diesem Roman einige sehr kritische Bewertungen gelesen, dabei hat mir die witzige Inhaltsbeschreibung eigentlich ganz gut gefallen. Durch die humorvolle Art im Klappentext habe ich aber auch keinen britischen Krimiklassiker oder allzu viel blutige Spannung erwartet, sondern etwas zum Schmunzeln. Mir gefallen normalerweise Bücher mit liebenswert schrägen Charakteren und davon gibt es in Shaftesbury wahrlich genug. Cover und Titel erinnern auch etwas an die Donnerstagsmordclub-Reihe und ich finde davon ist der Mordclub nicht weit entfernt, nur eben lustiger und sogar mit etwas Romantik gespickt. Eigentlich eine echt gute Kombi, wenn man sich ein paar Stunden entspannt zum Lesen zurückziehen will.

Penelope war mir anfangs gar nicht mal so sympathisch, eine typische Städterin mit Sinn für teure Mode und reichlich erfolgsverwöhnt. Doch je länger sie sich in Shaftesbury aufhält umso positiver entwickelt sie sich in meinen Augen. Sie hat ein Händchen für die Probleme der Dorfbewohner und bürdet sich dadurch oft viel auf, wird aber gerade deswegen auch sehr schnell integriert. Die Dorfbewohner sind mitunter wirklich schräge, aber liebenswerte Typen und viele ihrer Eigenschaften und Verhaltensweisen sind echt zum Schmunzeln. Durch den Tierarzt und seine naseweise Tochter kommt eine Prise Gefühl ins Spiel. Der Mord und ein mysteriöser Geist, der Gärten attackiert, sorgen für spannende Momente. Ich habe selten einen Roman gelesen, in dem Lustiges, Spannendes und Gefühlvolles so charmant und amüsant kombiniert werden. Das wäre mir 5 Sterne wert gewesen. Da der Titel mit dem Wort Mordclub und die Gattung Kriminalroman aber übertriebene Spannungserwartungen hervorrufen und der Inhalt dann für den ein oder andern enttäuschend sein könnte, gibt es von mir 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.02.2023

Wieder sehr gefühlvoll und extrem hot erzählt

Script of Love - Mit jedem deiner Blicke (Love-Trilogie, Band 2)
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Sofia lebt seit zwei Jahren wieder bei ihrer Nonna in Venedig, nachdem sie ihre Träume von der Hollywood-Karriere in LA nach einem bösen Erlebnis an den Nagel gehängt hat. Seither schlägt sie sich als ...

Sofia lebt seit zwei Jahren wieder bei ihrer Nonna in Venedig, nachdem sie ihre Träume von der Hollywood-Karriere in LA nach einem bösen Erlebnis an den Nagel gehängt hat. Seither schlägt sie sich als Schauspielerin an einem Theater zweiter Klasse durch. Zudem spricht man nicht gerade nett über sie, weil sie nie länger als eine Nacht mit Männern verbringt. Als wäre das Getratsche nicht schon schlimm genug, taucht aus dem Nichts ihr Ex-Freund Orlando auf, der in der Filmbranche erfolgreich ist. Vor fünf Jahren war er Hals über Kopf verschwunden, ohne sich seitdem wieder zu melden. Nun soll er in Venedig einen Film drehen. Sofia ist voller Wut auf ihn, doch sie merkt ebenso, dass er in ihr immer noch Gefühle weckt, die sonst niemand in ihr auslösen kann. Warum ist er damals verschwunden? Und welches Erlebnis lässt Sofia nicht zur Ruhe kommen?

Ich habe mich richtig gefreut, wieder nach Venedig und in das Haus von Nonna zurückzukehren, das schon in Band eins der Love-Trilogie von Marina Neumeier Dreh- und Angelpunkt des Geschehens ist. Das Flair, das die Autorin schafft ist wieder unbeschreiblich schön. Dieses Mal spielt jedoch die Cousine von Alessandro aus "Shape of Love" die Hauptrolle in der Geschichte. Wer den ersten Band gelesen hat, durfte sie dort schon kennenlernen. Diesmal geht die Sache aber wesentlich mehr in die Tiefe. Klar ist gleich zu Beginn, dass Sofia in der Vergangenheit Dinge erlebt hat, die sie niemandem erzählen konnte, die sie aber von ihrem Traum, in der Welt des Kinos groß herauszukommen, abgebracht haben. Auch ihr "Männerverschleiß" ist exorbitant, was ihr nicht nur die bösen Blicke der Kolleginnen, sondern auch jede Menge Getratsche einbringt. Was das angeht, konnte ich mich nicht so gut in sie hineinversetzen, wie in Cleo aus dem ersten Band. Die Zusammenhänge, das Warum ihres Handelns blieben mir auch nach einer Erklärung später im Buch etwas dürftig.

Genossen habe ich allerdings das Auftauchen von Orlando, die giftig-ironischen Wortgeplänkel zwischen den beiden Ex-Lovern und das spannende Rätsel um ihrer beider Probleme, die sie einander zunächst nicht erklären können. Man fühlt aber sofort, dass es vor allem von Orlandos Seite noch gewaltig knistert und fragt sich umso mehr, warum er vor Jahren einfach verschwunden ist und sich nie mehr gemeldet hat. Der Filmdreh spielt leider keine so große Rolle, wie ich es erwartet hatte, denn ich bin stark davon ausgegangen, dass die beiden sich dort wieder näher kommen, aber so einfach ist es dann nicht.

Während bei "Shape of Love" eher die zarten Gefühle eine Rolle spielten, geht es in diesem Buch, was körperliche Liebe betrifft wesentlich hotter zu. Die Autorin beschreibt diverse Akte ziemlich genau auch über mehrere Seiten hinweg, was nicht jeder verträgt oder in Liebesromanen gern mag. Ich fand es ok, wobei mir das Ganze etwas subtiler womöglich lieber gewesen wäre. Hier bleibt kaum noch Raum für die eigene Fantasie. Die Gefühle zwischen Sofia und Orlando kommen aber dennoch sehr glaubwürdig rüber und machen diese enemies to lovers Geschichte zu einem tollen Leseerlebnis. Weil mir Band 1 jedoch noch etwas besser gefallen hat, gibt es für Band 2 "nur" 4 Sterne. Im dritten und leider schon letzten Band der Reihe dürfen wir uns dann auf die Geschichte von Sofias und Cloes Freundin Livia freuen.

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Veröffentlicht am 26.02.2023

Ein wunderbar warmherziges Pappbilderbuch

Heute ist Oma-Tag – hurra!
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Welches Kind kennt ihn nicht? Den lang ersehnten Tag, den man mit der Oma verbringen darf. Oder auch den spontanen Besuch, weil Mama und Papa keine Zeit haben. Oft planen die lieben Großmütter für ihre ...

Welches Kind kennt ihn nicht? Den lang ersehnten Tag, den man mit der Oma verbringen darf. Oder auch den spontanen Besuch, weil Mama und Papa keine Zeit haben. Oft planen die lieben Großmütter für ihre Enkel dann ganz besonders schöne Dinge, die man gemeinsam machen und unternehmen kann. Und ganz oft wollen die Kinder dann gar nicht nach Hause.

Kathrin Lena Orso und Nicola Anker greifen diese besondere Beziehung zur Oma in ihrem Pappbilderbuch "Heute ist OMA-TAG - hurra! auf und verpacken typische Situationen in kurze, abwechslungsreiche und lebendige Reime, die die Kinder leicht verstehen und in denen sie sich wiederfinden können. Ob der Besuch auf dem Markt, Fahren mit dem Fahrrad, Essen auf dem Balkon, der Besuch von Park oder Spielplatz, ein Picknick oder das Kuscheln uns Vorlesen zu Hause. In jedem Moment steckt so viel gegenseitiges Verständnis, Zuneigung und nicht zuletzt natürlich auch Spaß.

Diese positiven Gefühle spiegeln sich auch in den fröhlich-bunten Illustrationen von Daniela Kunkel wieder. Die Farben in den Bildern strahlen genauso schön, wie die fröhlichen Gesichter. Man kann Oma und Enkel wirklich ansehen, dass sie sich über diesen gemeinsamen Tag freuen und er für sie etwas ganz Besonderes ist. Die Bilder sind dabei nicht zu arg überladen, ab und an hätte man für die ganz Kleinen noch ein bisschen was zum Entdecken hinzufügen können. So liegt das Hauptaugenmerk auf den Personen, was durchaus auch sein Gutes hat, denn um die Oma und die Zeit mit ihr geht es schließlich.

Das Buch kann ich allen empfehlen, die ihre Kinder ab 2 Jahren zur Oma bringen, sie eventuell auch auf den ersten Besuch allein dort vorbereiten möchten, aber auch all jenen, die die Zeit bei Oma toll finden und diese tollen Stunden immer wieder erleben und sich daran erinnern möchten. Auch als Geschenk für die vielen lieben Omas ist dieses Buch wirklich wunderbar, denn es enthält eine wunderschöne Liebeserklärung an sie. Ein wirklich wunderbar warmherzig erzähltes und liebevoll gestaltetes Pappbilderbuch. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 21.02.2023

Eiskalte Spannung

Wintersterben
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In einer Höhle nahe dem Ort Steinberg in den Schweizer Alpen wir eine übel zugerichtete Leiche gefunden. Sobald klar ist, wer der Mann war, wird Interpol von höchster Stelle damit beauftragt, den Fall ...

In einer Höhle nahe dem Ort Steinberg in den Schweizer Alpen wir eine übel zugerichtete Leiche gefunden. Sobald klar ist, wer der Mann war, wird Interpol von höchster Stelle damit beauftragt, den Fall in die Hand zu nehmen. Ermittlerin Valeria Ravelli und ihr neuer Kollege werden darauf angesetzt, den Täter zu finden. Baleria reist in den abgeschiedenen Ort und stößt auf seltsame, schweigsame Menschen und bald ist klar, dass hier einige mehr wissen, als sie zugeben. Zudem gibt es einen Zusamnenhang zu einigen verschwundenen jungen Frauen und die Spur führt zum privaten Areal eines superreichen Induszriellen. Doch auch Valeria steht schon im Visier des abgrundtiefen Bösen.

"Wintersterben" ist der zweite Fall von Valeria Ravelli aus der Feder von Martin Krüger. Leider hatte ich seinerzeit den ersten Band verpasst und nun mit diesem begonnen. Die Ermittler mochte ich mit ihren Ecken, Kanten und persönlichen Schatten aus der Vergangenheit sofort. Es gibt ein paar Anspielungen auf den ersten Band, den ich jetzt unbedingt noch lesen muss. Man braucht ihn zwar nicht, um sofort in die spannende Handlung zu starten, doch empfehle ich wegen der Spoilergefahr den vorherigen Band zuerst zu lesen.

Das Setting in "Wintersterben" wirkte auf mich sofort bedrohlich und manchmal hatte ich tatsächlich Gänsehaut, wenn Valeria sich mutig in die nächste Gefahr stürzt und ihre Nase tiefer in die Sache steckt als es vernünftig ist. So gerät sie nicht nur einmal in Bedrängnis. Man kann hier wirklich niemandem trauen. Und auch die Teile, in denen der Kollege außerhalb von Steinberg ermittelt konnten mich fesseln. Seine Methoden bewegen sich manchmal etwas ab von Recht und Gesetz.

Einzig das Ende fand ich etwas übertrieben und ein wenig fern der Realität, doch gefiel mir dabei, dass der Autor den Faden zu einem persönlichen Anliegen Valerias aufnimmt, von dem ich hoffe, dass er ihn in einem weiteren Band wieder aufnimmt. Denn diesen sowie auch den ersten Band werde ich mir auf keinen Fall entgehen lassen. Die Reihe hat mich gepackt. 4,5 Sterne

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