Profilbild von ich_lese

ich_lese

Lesejury Star
offline

ich_lese ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit ich_lese über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.01.2022

Familiengeschichte

Wir sind schließlich wer
0

Anna von Betteray ist mitte dreißig, geschieden und die neue Pastorin. Alleine schon das ist ein Skandal.
Als der alte Pastor krank wird übernimmt Anna die Vertretung und versucht die Gemeinde ...

Anna von Betteray ist mitte dreißig, geschieden und die neue Pastorin. Alleine schon das ist ein Skandal.
Als der alte Pastor krank wird übernimmt Anna die Vertretung und versucht die Gemeinde etwas zu modernisieren.
Ihre Schwester Maria hat hingegen ganz andere Sorgen. Ihr Mann wird verhaftet und ihr Sohn verschwindet spurlos.
Aber die Schwestern überwinden sich und halten zusammen, gemeinsam mit Ottilie aus dem Seniorenstift machen sie sich auf die Suche ...

Für mich war dies der erste Roman der Autorin, auch wenn sie schon ein Buch über die Schwestern veröffentlicht hat. Dennoch hatte ich nicht das Gefühl es fehlte mir was, ich konnte die Geschichte gut nachvollziehen. Ein sehr flüssig zu lesender Schreibstil, eine amüsante, aber auch spannende Familiengeschichte, alles sehr unterhaltsam. Allerdings auch nicht mehr. Anhand des Covers hätte ich eher einen tiefgründigeren Roman erwartet, so bekam ich einen schönen Unterhaltungsroman, der sich gut weglegen lässt. Nette Charaktere, ein Dorf voller Widersprüche und eine geheimnisvolle Familie. Mehr braucht es nicht zur Unterhaltung.

Veröffentlicht am 17.01.2022

Jetzt alles offline

Wo kommen wir denn da hin (Der Offline-Opa 1)
0

Günter ohne H hat ein Buch geschrieben.
Günter Habicht, 63, ehemaliger Busfahrer sorgt für seine Nachbarschaft. Oder soll man sagen, er überwacht sie?
Mit pendranter Genauigkeit wird überprüft ...

Günter ohne H hat ein Buch geschrieben.
Günter Habicht, 63, ehemaliger Busfahrer sorgt für seine Nachbarschaft. Oder soll man sagen, er überwacht sie?
Mit pendranter Genauigkeit wird überprüft wer was wo macht ...

Das Cover erinnert sehr an Renate Bergmann, die Online Omi. Was kein Wunder ist, ist es doch vom gleichen Autor, nur das er diesmal ein Offline Opi ist.
Stellenweise ist es sehr humorvoll, sehr witzig und auch sehr ehrlich, wenn auch total überspitzt. Manchmal ist es aber auch ein bisschen drüber, vor allem wenn er Sätze wie "das muss ich Sie jetzt mal sagen..." raushaut. Solche Grammatik ist wohl nur für eingefleischte lustig.
Humor ist eh Geschmackssache, jeder mag anderes. In gewissen Dosen ist das Buch ganz amüsant, ich konnte einige Male sehr lachen und habe mich gut amüsiert, aber wie bei der Omi wird es irgendwann auch langweilig.
Aber Humor ist, wenn man trotzdem lacht... in diesem Sinne ist es unterhaltsam und kurzweilig.

Veröffentlicht am 17.01.2022

Ein großartiger Roman mit wahren Hintergrund

Die Ullsteinfrauen und das Haus der Bücher
0

Berlin in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts.
Auf einem Ball lernt der Direktor des Ullsteinverlags die geschiedene Journalistin Rosalie kennen und verliebt sich. Als die beiden heiraten ...

Berlin in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts.
Auf einem Ball lernt der Direktor des Ullsteinverlags die geschiedene Journalistin Rosalie kennen und verliebt sich. Als die beiden heiraten sorgt das fast für einen Skandal und den Brüdern von Franz passt das nicht und sie boykottieren die Ehe und Rosalie wo es nur geht. Aber zum Glück halten die Frauen zusammen und bieten der Männerwelt die Stirn.

Eine unglaublich berührende, packende und auch ermutigende Geschichte über die Macht der Frauen. Ich mag die Epoche sehr gerne, da in dieser Zeit die Frauen anfangen für sich einzustehen. Es gelingt der Autorin sehr gut die wahre Geschichte mit ein bisschen Fiktion in einen sehr lesbaren Roman zu verfassen. So erfährt man das ein oder andere der Ullstein-Familie und des Verlages und hat noch eine sehr unterhaltsame Geschichte mit interessanten und vielschichtigen Charakteren.
Für mich eine sehr gelungene Geschichte mit großem Unterhaltungswert.

Veröffentlicht am 05.01.2022

Sehr schön geschrieben

Regenglanz
0

Alissa ist Kunststudentin und arbeitet nebenbei in einem Tattoostudio.
Simon ist Sportstudio und möchte sich ein peinliches Tattoo wegmachen lassen.
So treffen sich die beiden in dem Studio zum ...

Alissa ist Kunststudentin und arbeitet nebenbei in einem Tattoostudio.
Simon ist Sportstudio und möchte sich ein peinliches Tattoo wegmachen lassen.
So treffen sich die beiden in dem Studio zum ersten Mal.
Bei jedem Treffen knistert es mehr zwischen den beiden ...

Ich fand den Anfang schon total witzig und humorvoll, aber man spürte auch gleich die Anziehung der beiden. Aber am tollsten gefiel mir eindeutig die Oma.
Nun, eine besondere Liebesgeschichte mit einem etwas tiefgründigeren Hintergrund, sehr einfühlsam erzählt, sehr gur zu lesen, die Seiten flogen gerade zu dahin.
Die Story wird abwechselnd aus Sicht von Alissa und aus Sicht von Simon erzählt, jeder hat sein Päckchen zu tragen, gemeinsam sind sie aber Zucker.
Mich hat die Geschichte sehr gut unterhalten, ein Feuerwerk der Emotionen, mal humorvoll, mal traurig, mal romantisch, alles ist vertreten und das hat mir besonders gut gefallen.

Veröffentlicht am 05.01.2022

Ein Roman mit Wohlfühlcharakter

Das Geheimnis des Bücherschranks
0

Rebecka hat wenig Kontakt zu ihrer Familie und lebt alleine in Stockholm. Als ihre Großmutter krank wird, beschließt sie, zu ihr zu fahren, in ihre alte Heimat. Sie quartiert sich im Haus ihre ...

Rebecka hat wenig Kontakt zu ihrer Familie und lebt alleine in Stockholm. Als ihre Großmutter krank wird, beschließt sie, zu ihr zu fahren, in ihre alte Heimat. Sie quartiert sich im Haus ihre Großmutter ein.
Dort findet sie in einem alten Bücherschrank ein Tagebuch ihre Oma und erfährt einiges über deren Vergangenheit in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Ich mag Geschichten mit ZeitSprüngen sehr gerne. Hier haben wir dann noch gleich einen Perspektivwechsel. Die Gegenwart mit Rebecka, die Vergangenheit, genauer 1943, mit Anna, der Großmutter. Beide Zeitspannen sind sehr interessant, sehr gut zu lesen. Ein sehr angenehmer Schreibstil, man weiß auch immer, in welcher Zeit man sich befindet. Und natürlich eine sehr bewegende Geschichte.
Allerdings liegt hier der Schwerpunkt eindeutig auf der Liebesgeschichte und die ganze Judenverfolgung und das Krieggeschehen, sowie Rebeckas Vergangenheit spielen eher nur eine Nebenrolle. Dennoch ein sehr unterhaltsames und berührendes Buch. Mit hat es jedenfalls sehr gut gefallen.