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Veröffentlicht am 29.08.2025

Aufarbeitung

Meine Mutter
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Das neue Buch von Bettina Flitner heißt „Meine Mutter“ und ist das Nachfolgewerk von „Meine Schwester“, in dem sie den Selbstmord ihrer Schwester verarbeitet hat. In „Meine Mutter“ geht es neben dem Selbstmord ...

Das neue Buch von Bettina Flitner heißt „Meine Mutter“ und ist das Nachfolgewerk von „Meine Schwester“, in dem sie den Selbstmord ihrer Schwester verarbeitet hat. In „Meine Mutter“ geht es neben dem Selbstmord ihrer Mutter Gisela auch um die Aufarbeitung ihrer Familiengeschichte. Das Buch beginnt mit dem Besuch der Autorin des Grabes ihrer Mutter und sie beginnt über deren Leben und ihren Freitod nachzudenken und begibt sich auf Spurensuche ihres kurzen Lebens. Gisela wurde als eines von sechs Kindern in Schlesien geboren und trat von dort aus auch die Flucht vor den sowjetischen Soldaten nach Ende des zweiten Weltkrieges in den Westen Deutschlands an. Dort heiratet sie jung einen Juristen und bekommt zwei Töchter. In der Ehe kriselt es jedoch schon bald und Gisela beginnt unter Depressionen zu leiden aufgrund derer sie sich später auch das Leben nimmt. Bettina Flitner schreibt ihre Familiengeschichte ziemlich sachlich und dennoch bewegend. Mir hat dieses persönlich geschriebene Buch sehr gefallen und ich habe einiges über die Flucht aus Schlesien erfahren, das mir bisher nicht so bewusst war.

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Folgen eines Attentates

WARDA
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Der Roman "Warda" von Rose Daniel hat mich durch sein besonderes Cover mit den zwei,
nur durch die verschiedenen Augenfarben unterschiedlichen Gesichtern, stark angezogen.
Auch der Buchfigur Cherin, Schwester ...

Der Roman "Warda" von Rose Daniel hat mich durch sein besonderes Cover mit den zwei,
nur durch die verschiedenen Augenfarben unterschiedlichen Gesichtern, stark angezogen.
Auch der Buchfigur Cherin, Schwester des jungen Polizisten Tamer Al Bari sind diese unterschiedlichen Augen aufgefallen. Kurze Zeit später ist sie tot. Opfer eines Terroranschlages, das durch die Protagonistin dieses aufregenden Romans, Agnesa, auf einem muslimischen Fest verübt wurde. Auch Agnesa wird Opfer ihres eigenen Anschlages. Sie erleidet eine Amnesie und wird von Cherins Bruder in der Wohnung seiner Familie untergebracht. Nicht ahnend, dass diese junge Frau für den Tod seiner Schwester verantwortlich ist. Während Agnesas Gruppe neue Anschläge plant, kehrt ihre Erinnerung nach und nach wieder zurück.
Zwischenzeitlich hat Tamer für die verletzlich wirkende junge Frau Gefühle entwickelt, obwohl ihm nach und nach bewusst wird, dass Agnesa für den Anschlag mit verantwortlich ist. Die Autorin schreibt offen und schonungslos über das Attentat und seine Folgen für die Angehörigen der Opfer und für die Attentäterin selber. Der Schreibstil ist spannend und sie vermittelt gekonnt die Empfindungen beider Seiten. Der Seite der Opfer und der Seite der Täterin. Ein emotionaler Roman, der mich nach dem Lesen noch längere Zeit beschäftigt hat.

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Veröffentlicht am 15.08.2025

Bizarre Morde

Schwüre, die wir brechen
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In dem Kriminalroman " Schwüre die wir brechen " von dem Autorenpaar Kerstin Danielsson und Roman Voosen geht es um den zweiten Fall des Ermittlerduos Svea Karhuu und Jon Nordh die versuchen einen Serienkiller ...

In dem Kriminalroman " Schwüre die wir brechen " von dem Autorenpaar Kerstin Danielsson und Roman Voosen geht es um den zweiten Fall des Ermittlerduos Svea Karhuu und Jon Nordh die versuchen einen Serienkiller zu fassen, der bizarre Morde verübt. Es werden Leichen gefunden, denen der Kopf entfernt und durch einen Tierkopf ersetzt und als ägytptische Gottheit dargestellt wird.Die bsiherigen Opfer sind alles Männer um die 50 Jahre alt. Dann verschwinden jedoch ein junges Mädchen und eine True Crime Podcasterin. Die beiden Ermittler setzen alles daran diesen Fall zusammen mit ihren Kollegen zu lösen und geraten dabei selbst in Gefahr. Der zweite Fall ist genauso spannend wie der erste Krimi der Reihe. Die beiden Ermittler sind sehr nahbar, da man viel über ihr Privatleben erfährt. Leider gibt es in diesem Fall ein offenens Ende und der dritte Band erscheint erst im nächsten Jahr.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Familienchronik

Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten
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Mich hat der Roman von Anna Maschik " Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten " aufgrund des außergewöhnlichen Titels und des ausgefallenen Buchcovers angesprochen. Die Protagonistin ...

Mich hat der Roman von Anna Maschik " Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten " aufgrund des außergewöhnlichen Titels und des ausgefallenen Buchcovers angesprochen. Die Protagonistin Alma stammt aus einer großen Familie und verfolgt deren Lebenswege ab dem ihrer Großmutter Henrike über vier Generationen hinweg. Im Mittelpunkt stehen immer die weiblichen Mitglieder der Familie. Anna Maschiks Schreibstil ist sehr ungewöhnlich und ich bin sofort mit in die Familienforschung eingetaucht. Alma nähert sich ihren Familienangehörigen anhand von Erzählungen und Anekdoten an. Vieles wird ausgesprochen, manches verschwiegen. Viele Geschichten klingen märchenhaft und unwahrscheinlich. Auch das Buchcover erklärt sich im Laufe der Erzählung. Anna Maschik hat es mir ihrem Roman geschafft die Fmilie und insbsondere das Verhältnis von Müttern zu ihren Töchtern in den Vordergrund zu stellen und auch zu hinterfragen.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Leben in anderen Kulturen

Wohin du auch gehst
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In dem Roman „ Wohin du auch gehst „ von der afrikanischen Autorin Christina Fonthes spielen zwei Frauen die Hauptrolle: Mira und Bijoux. Die beiden jungen Frauen erzählen in dem bewegenden Roman jeweils ...

In dem Roman „ Wohin du auch gehst „ von der afrikanischen Autorin Christina Fonthes spielen zwei Frauen die Hauptrolle: Mira und Bijoux. Die beiden jungen Frauen erzählen in dem bewegenden Roman jeweils ihre Lebensgeschichte aus verschiedenen Zeitebenen. Mira ist in den 80er Jahren ein ziemlich aufmüpfiger Teenager gewesen, lebte in der heutigen Republik Kongo und wird ungewollt schwanger. Mira bekommt das Baby, ein kleines Mädchen namens Bijoux, das sie zu ihrer Schwester gibt und die in der Familie als Tochter aufgenommen wird. Mira selber wird von ihrem Vater verstoßen und geht nach Europa, wo sie in verschiedenen Städten lebt. Jahre später kommt es zu Unruhen in Kinshasa und Miras Tochter Bijoux wird außer Landes zu ihrer vermeintlichen inzwischen sehr religiösen Tante nach London geschickt. Bijoux hat große Schwierigkeiten dort heimisch zu werden, zumal sie zwischenzeitlich festgestellt hat, dass sie lesbisch ist und das in einem starken Kontrast zu dem religiösen Leben ihrer „Tante“ steht. Sie muss gegen ihren Willen eine Ehe eingehen und bekommt eine Tochter. Die Autorin verwebt geschickt die Geschichten der beiden Frauen miteinander und letztendlich kommt es zu einem Happy End. Dieser Debütroman über Kultur, Identität und Selbstfindung hat mich berührt und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.

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