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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2019

pfiffig, frech neu interpretiert

Der Rattenfänger von Hameln - was wirklich geschah: Romeo, der Zaubertrommler
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"Der Rattenfänger von Hameln - was wirklich geschah: Romeo, der Zaubertrommler" von Gerlis Zilgens, ist eine bekannte Sage, kindgerecht, pfiffig und frech neu interpretiert für Gross und Klein.

Der kleine ...

"Der Rattenfänger von Hameln - was wirklich geschah: Romeo, der Zaubertrommler" von Gerlis Zilgens, ist eine bekannte Sage, kindgerecht, pfiffig und frech neu interpretiert für Gross und Klein.

Der kleine Rattenjunge Romeo will unbedingt Musiker werden und kämpft für seine grosse Leidenschaft - die Musik. Auf einer Müllhalde entdeckt er eine kleine Trommel die wie für ihn gemacht zu sein scheint. Doch Ratten in Hameln machen keine Musik sondern werden Müllarbeiter, das lernen sie von klein an. Schon in der Schule wird ihnen beigebracht wie sie den Müll richtig sortieren, trennen, aufbereiten und weiterverwenden können. Denn sonst würde die Stadt im Müllberg versinken.
Die Menschen wissen nichts von ihrer tierischen Unterstützung, vielmehr sehen sie sie als Plage an und versuchen sie mit allen Mitteln loszuwerden.
Ob der kleine trommelnde Rattenjunge die Stadt retten kann?

Gerlis Zilgens hat mit ihren tierischen Charakteren und Helden eine alt bekannte Sage, frisch, frech und pfiffig neu entstehen lassen, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen in ihren Bann zieht. Von Anfang an taucht man richtiggehend in die Geschichte ein, bleibt trotz bekannter Sage neugierig und ist gespannt auf die Entwicklung der Handlung und Charaktere. Diese sind mit soviel Charme und Herzblut ausgearbeitet, sodass es unglaublich viel Spass bereitet die neu interpretierte Geschichte zu erkunden und lesen. Denn nicht nur Kinder können dem Verlauf der Geschichte sehr gut folgen, auch für Erwachsene befinden sich kleine lehrreiche Botschaften, teilweise mit Aha-Effekt die gekonnt in die Geschichte mit einfliessen und sie dadurch durchgehend aufregend und frech gestaltet.

Auch die Illustratorin Katja Jäger stellt ihr Können bestens unter beweist und verzaubert mit jeder Menge wundervoll gezeichneter farbenfroher Zeichnungen. Diese sind so toll auf die Geschichte abgestimmt, sodass sie beim Vor und Selbstlesen für uns regelrecht lebendig geworden sind.

Im Gesamten eine Geschichte die verzaubert, für Kinder frech, frisch und verständlich geschrieben ist, die durchgehend für absoluten Lesespass sorgt. Teilweise hatte ich das Gefühl man wird eins mit der Geschichte, fühlt, lebt und fiebert mit, das die Sage von Hameln grossartig neu erzählt.

Von uns eine absolute Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 09.05.2019

Ein weiteres Abenteuer in Mirathasia

Gefangen im Riesenbuch (3)
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"Mirathasia - Gefangen im Riesenbuch" von Veronika Aretz, ist Band 3 aus der Reihe "Abenteuer in Mirathasia" und beschreibt eine aufregend und liebevoll Illustrierte Geschichte um die Magie der Bücher.

Emily ...

"Mirathasia - Gefangen im Riesenbuch" von Veronika Aretz, ist Band 3 aus der Reihe "Abenteuer in Mirathasia" und beschreibt eine aufregend und liebevoll Illustrierte Geschichte um die Magie der Bücher.

Emily ist total genervt, würde am liebsten draussen spielen, doch von der Schule aus soll sie ein Buch über drei Frösche bis morgen gelesen haben - und das obwohl sie sich nicht für Bücher begeistern kann. Schlimmer noch, sie findet sie total anstrengend und findet so gar keinen Spass dabei.
Doch gerade als sie erneut zu grübeln beginnt, fängt es in ihrem Zimmer an zu knistern und sie wird von einem immer grösser werdenden Wirbel in eine fantasiereiche Welt, mit seltsam aussehenden Gebäuden gezogen. Ein Riesenbuch dessen Eingang ein winzig kleines Mauseloch darstellt.
Doch plötzlich ertönt ein erschreckender Alarm und Emily findet sich wenige Augenblicke später einsperrt im Gebäude des Riesenbuches.
Wütend auf Julian der sie hineingezerrt hatte, versucht Emily einen Ausgang zu finden, doch es scheint das sich alles gegen sie verschworen hat. Und dann behauptet Julian auch noch felsenfest, das sie schuld daran ist, wenn das Riesenbuch sterbe.

Veronika Aretz hat es erneut geschafft, eine fantasievoll und kindgerecht gestaltete Geschichte entstehen zu lassen, die Kinder und Erwachsene gleichermassen in ihren Bann zieht. Wir kennen die durch Kinderwünsche stetig wachsende Fantasiewelt bereits seit dem ersten Band und sind jedesmal aufs neue begeistert von der fantastischen Welt und ihrer Geschichte.
Besonders die lauernden Abenteuer haben für Spannungsmomente, Aufregung und Action gesorgt, das selbst kleine Lesemuffel aufhorchen lässt. Auch diesmal, zwar nicht im vollen Umfang wie in den ersten beiden Bänden hat die Käsestadt etwas magisches an sich, in der wir uns fast schon etwas heimisch gefühlt haben. Auch der Spannungsbogen und die darin enthaltene Botschaft bauen sich verständlich auf, sodass wir gespannt bis zum Ende mitfiebern konnten.
Für meinen Geschmack befand sich zwar etwas zuviel Eigenwerbung in der Handlung, das ich persönlich nicht ganz so gerne mag, aber den Vor und Selbstlesenden Kindern hat es gefallen, denn sie konnten in Erinnerung mit den Charakteren und vergangenen Abenteuern schwelgen.

Sehr angenehm, mitreisend und leicht zu lesen ist ebenfalls auch der Schreibstil von Veronika Aretz, die durch kurze Kapitel und spannend formulierte Überschriften für einen durchgehenden Lesefluss sorgte.

Im Gesamten hat uns das eintauchen in das Riesenbuch sehr gut gefallen, das abenteuerreich und spannend ausgearbeitet ist.
Eine tolle und sehr fantasiereiche Reihe die wir empfehlen können.

Veröffentlicht am 08.05.2019

Ein Pinguin zum knuddeln

Papanini (Band 1)
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"Papanini - Pinguin per Post" von Ute Krause, ist ein lustig, aufregendes Kinderbuch über einen sprechenden Pinguin der ständig für Chaos sorgt.

Als der Postbote mit einem Riesenpaket vor Emmas Haustür ...

"Papanini - Pinguin per Post" von Ute Krause, ist ein lustig, aufregendes Kinderbuch über einen sprechenden Pinguin der ständig für Chaos sorgt.

Als der Postbote mit einem Riesenpaket vor Emmas Haustür steht, staunt diese nicht schlecht. Was hatte ihr Vater nun diesmal wieder merkwürdiges aus dem Internet bestellt?
Doch schon nach kurzer Zeit hebt sich der verbeulte Deckel der Tiefkühltruhe und zwei Augen eines Pinguins blitzen hervor.
Papanini kann sprechen, wenn auch mit kleinem Sprachfehler, liebt es vorgelesen zu bekommen und sorgt überall wo er gerade ist für gewaltig Chaos und Unordnung.
Leider bekommen auch ein paar Ganoven Wind vom sprechenden Pinguin und ehe sich Papanini und Emma versehen, stecken sie mittendrin in einem aufregend und spannenden Abenteuer.

Ute Krause hat eine richtig tolle, aufregend und lustig ausgearbeitete Kindergeschichte entstehen lassen, mit einem süssen, frechen und Chaosliebenden Pinguin, der schon nach kurzer Zeit unsere Herzen erobern konnte. Besonders sein niedlicher Sprachfehler, hat für lustige Lesemomente, Witz und Charme zum schmunzeln und lachen gesorgt. Auch die Handlung ist für Kinder verständlich aufgebaut, aufregend und wird zum Ende hin nochmals richtig spannungsgeladen und actionreich.
Obwohl die kleine Emma einer ziemlichen psychischen Belastung ausgesetzt ist, sie ständig für Papaninis Chaos verantwortlich gemacht wird, ist sie eine starke Persönlichkeit und kämpft für ihren tierischen Freund.
Die Kombination aus mitfiebern, bangen und witzig gestalteten Handlungssträngen hat bei uns für grossen Spass beim lesen gesorgt. Denn trotz Tumult und Trubel steckt auch eine zum nachdenken anregende Botschaft hinter der Geschichte, die hervorragend zum Zusammenspiel des Handlungsverlaufes gepasst haben.

Auch der Schreibstil von Ute Krause ist dem Lesealter ensprechend angenehm, humorvoll locker und leicht.

Im Gesamten ein ausgesprochen gelungenes Kinderbuch mit witzig schönen Illustrationen im Text zum Vor und Selbstlesen.
Von uns bekommt Papanini eine klare Leseempfehlung denn die Geschichte hat Witz, Charme und ist spannend für Kinder und Pinguin-Fans.

Veröffentlicht am 29.04.2019

Gelungen und absolut zu empfehlen

Schoofseggl
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"Schoofseggl" von Axel Ulrich ist ein gut durchdacht und spannungsgeladener Schwabenkrimi über Datentiebstahl, Steuerhinterziehung, Erpressung und Zwangsprostitution.

Seit bekannt wurde, dass das Land ...

"Schoofseggl" von Axel Ulrich ist ein gut durchdacht und spannungsgeladener Schwabenkrimi über Datentiebstahl, Steuerhinterziehung, Erpressung und Zwangsprostitution.

Seit bekannt wurde, dass das Land Baden-Württemberg eine CD mit Daten von Steuersüdern erworben hat, steht das Telefon des ehemaligen Rechtsanwaltes Franz Walter nicht mehr still. Ihm gelingt es, den Datendieb ausfindig zu macht, doch die Aufregung ist gross. Auch für einen Stuttgarter Boderdellbesitzter der für rüde und schmerzhafte Methoden bekannt ist, gibt es erstmals Erwartung. Doch dann meldet sich ein Klient, der Besuch von Steuerfahndern bekommen hat, obwohl dessen Name angeblich nicht auf der CD gewesen sein soll.
Walzers verdacht ist, das ein weiterer Datendieb sein Unwesen im Schatten des ersten treibt. Als dann auch noch eine Frauenleiche im Bodensee gefunden wird, sinnt der Vater der Ukrainerin auf Rache und es geht nicht mehr nur um Schwarzgeld, Erpressung und Bestechung.

Axel Ulrich schafft es von Anbeginn in eine äusserst fesselnd und mitreisende Thematik über Schwarzgeld, Erpressung und Zwangsprostitution zu entführen. Obwohl der Fortgang der Geschichte, gefüllt mit authentisch und realitätsnahen Handlungssträngen ist, hat mich der einfliessende Schwäbische Dialekt des öfteren zum schmunzeln bringen können, der dem Schwabenkrimi für mich das gewisse etwas verliehen hat.
Auch die Charaktere sind glaubwürdig und authentisch ausgearbeitet, in die man sich total gut hineinversetzten konnte. Besonders gelungen fand ich ebenfalls auch die Umgebungsbeschreibungen die den Handlungsverlauf für mich lebendig und greifbar gemacht haben.

Der Schreibstil ist locker, leicht, hat Charme und Witz der sich zügig und fliessend liest. Die Kapitel sind kurz mit genauso kurzen Überschriften die für ein zügiges Vorankommen gesorgt und Neugierig auf den weiteren Verlauf gemacht haben.

Für mich ein überaus fesselnd und gelungener Schwabenkrimi der gut durchdacht, informativ und absolut zu empfehlen ist.

Veröffentlicht am 28.04.2019

Piepmatz lernt die heimischen Vogelarten kennen

Nennen wir dich doch Piepmatz
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"Nennen wir dich doch Piepmatz" ist vom Autorendrio Hanna Müller, Hannah Strollmayer und Carla Swiderski, ein kindgerecht ausgearbeiteter Ausflug in die Welt der Vögel.

Fest entschlossen ein sicherer ...

"Nennen wir dich doch Piepmatz" ist vom Autorendrio Hanna Müller, Hannah Strollmayer und Carla Swiderski, ein kindgerecht ausgearbeiteter Ausflug in die Welt der Vögel.

Fest entschlossen ein sicherer Flieger zu werden, nimmt der junge Vogel all seinen Mut zusammen und hüpft vom hohen Ast. Doch dabei stösst er prompt mit Opa Geerd zusammen und verliert sein Gedächtnis. Opa Geerd nimmt seinen kleinen neuen Freund behutsam auf und tauft ihn liebevoll Piepmatz. Gemeinsam gehen die beiden auf Opa Geerds Elektromobil auf eine ganz besondere Entdeckungsreise durch die Welt der Vögel. Sie entdecken und lernen eine Reihe verschiedener Vogelarten kennen und ganz nebenbei bekommt der kleine mutige Piepmatz auch ganz viele Antworten auf Fragen über Graureiher, Eulen und Hühner.

Das Autorentrio hat eine spannende Geschichte mit vielen kinngerecht veranschaulichten Illustrationen entstehen lassen, die verständlich wissenswerte Sachinformationen über die bekanntesten heimischen Vögel beschreiben. Von Anbeginn schliesst man Opa Geerd und den kleinen mutigen Piepmatz ins Herz und ist gespannt welche Tiere sie auf ihrer Entdeckungsreise erkunden.
Besonders gelungen sind die Infokästchen, die zusätzlich Wissen, Unterschiede der Tierarten oder Besonderheiten einzelner Vögel verständlich erklären, sodass man selbst als Erwachsener noch einiges dazulernen kann. Sehr gut gefallen hat meinem Sohn, ebenfalls das Grossformatig beigefügte Polster im Buch, das zwar nicht massstabgetreu aber dennoch toll veranschaulicht die vielen kennengelernten Vogelarten darstellt. So kann man sich einiges aus der Geschichte nochmals in Erinnerung rufen und kennengelernte Vögel nochmals ganz genau auf ihre Besonderheiten begutachten.

Fast etwas zu lang empfand ich hingegen die längeren Textabschnitte in mittelgrosser Schrift die zwar durch die grossformatigen Buchseiten nicht als überladen wirkten, aber die Konzentration des Kindes ab und an hat schwinden lassen. Ganz toll und für Auflockerung haben wiederum die wundervoll farbenfroh und realitätsnah gezeichneten Illustrationen zum bestaunen gesorgt.

Auch der Schreibstil der Autorinnen lässt sich super vorlesen, ist einfach, leicht verständlich und macht Spass beim ausfindig machen der einzelnen Vogelarten. Altersgerecht und zu empfehlen ist ich die Geschichte für Kinder ab 5 Jahre.

Insgesamt aber eine tolle, empfehlenswerte, kindgerechte Geschichte, bei der man einiges dazulernt und die eine Menge Spass beim erkunden der Vogelarten mit sich bringt.