Platzhalter für Profilbild

jackiistz

Lesejury Profi
offline

jackiistz ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit jackiistz über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.08.2022

Sehr schöner, historischer Roman

Die Champagnerfürstin
0

Im Roman „Die Champagner Fürstin“ von Annette Fabiani geht es um gleich zwei sehr starke Frauen, die sich im 18. Jahrhundert gegen die Männerwelt und auch den in Frankreich herrschenden Kriege behaupten ...

Im Roman „Die Champagner Fürstin“ von Annette Fabiani geht es um gleich zwei sehr starke Frauen, die sich im 18. Jahrhundert gegen die Männerwelt und auch den in Frankreich herrschenden Kriege behaupten müssen. Sowohl die Witwe Barbe-Nicole Cliquot, als auch die erst kürzlich zur Witwe gewordene Jeanne Pommery sind in ihren Leben fest mit dem Weingeschäft verwurzelt. Diese Gemeinsamkeit verbindet die beiden Frauen sehr. Besonders in einer Zeit, in der Frauen eigentlich noch nicht die Führung von Unternehmen übernommen haben.

ACHTUNG SPOILER! BITTE AB HIER NICHT WEITERLESEN; FALLS DER INHALT DES BUCHES UNBEKANNT BLEIBEN SOLL.

Jeanne Pommery ist erst seit kurzem Witwe. Ihr geliebter Mann Alexandre verstarb recht unerwartet und hinterlässt ihr nun sein Unternehmen, welches sich voll und ganz auf den Wein- und Champagnerhandel spezialisiert hat. Keine leichte Aufgabe für eine so junge Witwe, die auch nicht wirklich etwas vom Geschäft versteht. Die Frage, die sich doch immer mehr aufdrängt, lautet nun: Wird sie das Geschäft ohne ihren Mann weiterführen und alles übernehmen? Jeanne ist sich unsicher, bekommt dann aber von ganz unerwarteter Seite Hilfe und Unterstützung. Die sogenannte „Champagner Fürstin“. Barbe-Nicole Cliquot sucht die junge Witwe auf und erzählt ihr alles, was sie über das Geschäft weiß. Denn auch Barbe-Nicole erlebte vor so vielen Jahren das Gleiche, was nun auch Jeanne durchmachen muss: Sie verlor ihren Mann Francois auch als recht junge Frau und führte dann sein Unternehmen in seinem Namen weiter. Die ältere Frau spricht der Jüngeren gut zu und ermutigt sie sogar das Geschäft weiterzuführen (auch wenn die beiden dann Konkurrentinnen wären). Natürlich klärt sie sie auch über die schwierigen Seiten des Geschäftslebens auf und macht ihr klar, dass es ohne einen starken Willen und die richtigen Menschen in ihrem Leben schwer werden kann. Sie beleuchtet nicht nur die schönen Seiten, den Ruhm und den Erfolg, den die junge Jeanne erlangen kann, sondern auch die Schattenseiten. Was hat Barbe-Nicole alles für Geschichten zu erzählen? Und wie wird Jeanne Pommery sich am Ende entscheiden?

Der Roman hat einen schönen Schreibstil, der sich trotz der oft altertümlichen Sprache, gut lesen ließ. An manchen Punkten habe ich zwar gestockt, da viele Begriffe des Krieges und natürlich auch der französischen Sprache dabei waren. Alles in allem, kam ich aber gut durch den Text und hatte das Buch mit 523 Seiten innerhalb von zwei Tagen durchgelesen. Die Geschichte hinter Barbe-Nicoles Erfolg und dann auch später Jeanne Pommerys Werdegang, sind sehr spannend zu verfolgen und geben einen guten Einblick in das Frankreich und generell Europa im 18. Jahrhundert. Sehr interessant fand ich vor allem den geschichtlichen Teil des Buches. Es wurde viel über den Krieg zwischen den Franzosen mit Napoleon und den Mächten in Preußen, Österreich und Russland gesprochen. Für mich ein spannendes Thema, welches ich so gar nicht mehr auf dem Schirm hatte. Da ist aus dem Geschichtsunterricht wohl nicht mehr so viel hängengeblieben. Für die kleine Auffrischung war ich somit sehr dankbar. Der Krieg damals ist auch einer der Gründe, warum es für die beiden Frauen so schwer wurde ihre Geschäfte richtig und erfolgreich zu führen.

Alles in allem ist dieses Buch sehr erfrischend gewesen und ich bin dankbar einen kleinen Einblick in das Geschäftsleben in Frankreich im 18. Jahrhundert bekommen zu haben. Wer es eher etwas historischer mag, aber auf eine gute Geschichte nicht verzichten möchte, sollte sich „Die Champagner Fürstin“ auf jeden Fall einmal genauer ansehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.08.2022

Kann definitiv mit Bridgerton mithalten

Wie man sich einen Lord angelt
0

„Wie man sich einen Lord angelt“ – alleine dieser Titel sollte alle Frauen aufmerksam machen und so konnte auch ich dem „Lady’s Guide“ von Sophie Irwin nicht widerstehen und habe mich ein Wochenende lang ...

„Wie man sich einen Lord angelt“ – alleine dieser Titel sollte alle Frauen aufmerksam machen und so konnte auch ich dem „Lady’s Guide“ von Sophie Irwin nicht widerstehen und habe mich ein Wochenende lang wieder in die Welt des Jahres 1818 versetzen lassen. Natürlich bin auch ich großer Bridergton-Fan und habe die bekannte Netflix-Serie durchgesuchtet. Aus diesem Grund waren meine Erwartungen an den Roman rund um Kitty Talbot und ihre Familiengeschichte auch sehr hoch. Denn er beschreibt sich selbst als eine Mischung aus Bridgerton und Jane Austen.

Die junge Kitty Talbot hat ein Problem. Ihre Eltern sind beide bereits verschieden, sie hat vier jüngere Schwestern, Schulden ihres Vaters zu begleichen und steht jetzt auch noch ohne Verlobten da, denn dieser hat sich aus unbekannten Gründen von ihr gelöst und wird nun eine andere heiraten. Kitty ist somit in einer sehr misslichen Lage, denn irgendwie muss sie ihre jüngeren Schwestern ernähren und möchte natürlich auch den Familiensitz halten. Deshalb entschließt sie sich kurzerhand auf die Suche nach einem neuen Verlobten und zukünftigen, vor allem reichen, Ehemann zu machen. Ihre Suche führt sie mit ihrer Schwester Cecily zusammen nach London zu einer „Tante“ der Mädchen. Dort erhofft sich die zielstrebige Kitty die Ballsaison bestreiten zu dürfen. Leichter gesagt, als getan, denn als Dame ohne Stand gelangt man nicht so einfach in die Welt der Lords und Ladys. Mit einer List bekommt sie es dann doch hin die reichen und schönen um ihren Finger zu wickeln und hat auch schnell viele Verehrer gesammelt. Als sie sich jedoch auf einen dieser festgelegt hat, funkt dessen Bruder dazwischen. Dieser durchschaut ihre Absichten nicht aus Liebe zu heiraten, sondern rein wegen des Geldes. Der Bruder, Lord Radcliffe, und sie verfolgen bald das gleiche Ziel. Einen Ehemann für Kitty zu finden, der NICHT Lord Radcliffes Bruder ist. Wird Kitty es in der Kürze der Zeit schaffen einen reichen Junggesellen zu bezirzen und diesen zu ihrem Ehemann und Retter zu machen? Oder funkt ihr die Liebe dann doch dazwischen…?

Vorab, ich finde, dass dieser Roman definitiv mit der Serie Bridgerton mithalten kann (die Romane zur Serie habe ich leider nicht gelesen und kann dies somit nicht beurteilen). Auch Jane Austen entdecke ich in diesem Buch auf jeden Fall. Inhaltlich hat mir der Roman somit sehr gut gefallen. Die Geschichte finde ich erfrischend und gut gemacht. Schön ist auch, dass man sich wieder einmal in die Ballsaison hineinversetzen konnte. All die jungen Lords und Ladys die sich gerne verheiraten möchten auf prunkvollen Bällen in edlen Roben ließen mich träumen. Die einzelnen Charaktere fand ich auch gut dargestellt. Man konnte sich in ziemlich jeden Charakter gut hineinversetzen und jedem auch eine gewisse Eigenart entnehmen. Da ist natürlich die unerschrockene Kitty, die sich im Laufe des Buches weitaus größeren Gefahren, als ihren liebestollen Verehrern stellen muss, ihre Schwester Cecily, die ein wahrer Bücherwurm zu sein scheint und eine eher romantische Vorstellung von der Liebe hat. Lord Radcliffe erscheint zu Anfang eher kühl und distanziert, kommt im Laufe der Geschichte aber doch etwas aus sich raus und zeigt Gefühle. Seine Geschichte hätte ich mir jedoch etwas intensiver gewünscht. Man hätte noch etwas mehr in die Tiefe gehen können, um seine Vergangenheit und somit sein Handeln zu begreifen. An sich sind die Figuren des Romans dennoch gut gelungen und ich habe mich richtig mit ihnen angefreundet. Den Schreibstil fand ich auch leicht verständlich und kam deshalb auch so schnell durch. Ich finde den Roman sehr erfrischend und unterhaltsam. Er hat mir mein Wochenende versüßt und ich habe mich damit sehr gut unterhalten gefühlt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.08.2022

Macht total Lust auf Urlaub und gibt Sommerfeelings

Kein Sommer ohne dich
0

Der Liebesroman „Kein Sommer ohne dich“ von Emily Henry erzählt die Geschichte um zwei beste Freunde, die über ein Jahrzehnt jedes Jahr gemeinsame Sommerurlaube erlebt haben und sich ihren Gefühlen zueinander ...

Der Liebesroman „Kein Sommer ohne dich“ von Emily Henry erzählt die Geschichte um zwei beste Freunde, die über ein Jahrzehnt jedes Jahr gemeinsame Sommerurlaube erlebt haben und sich ihren Gefühlen zueinander nicht bewusst sind. Das totale Liebeschaos also! Und somit genau meins.



Poppy ist jung, erfolgreich in ihrem Job und darf dank diesem um die ganze Welt reisen. Und das alles auf Kosten ihres Arbeitsgebers. Doch ihr fehlt die eine, große Sache zum perfekten Glück. Auch wenn Poppy noch nicht so genau weiß, was das ist. Glücklich war sie früher eine ganze Zeit lang immer. Zusammen mit ihrem besten Freund Alex hat sie 12 Sommer lang schon vor ihrem coolen Job als Reisejournalistin die Welt bereist. Die beiden haben gemeinsam die tollsten Urlaube unternommen und die schönsten Erinnerungen in Poppys Leben gesammelt. Bis zu einem Urlaub in Kroatien vor zwei Sommern. Seitdem hat sich zwischen den beiden alles verändert und es herrscht Funkstille. Die Freundschaft, die die beiden hatten, möchte Poppy in diesem Sommer wiederaufleben lassen und sie plant eine weitere Reise mit Alex. Wie wird diese Reise werden? Nähern sich Poppy und Alex wieder an? Gibt es zwischen den beiden doch mehr als nur freundschaftliche Gefühle?



Insgesamt ist der Roman wirklich schöngeschrieben. Es ist alles dabei, was zu einem perfekten Sommerroman gehört. Liebe, warme Länder, Freundschaft und auch ein wenig Drama. Die Mischung ist hier ganz gut gelungen und hat mich das ein oder andere Mal wirklich schmunzeln lassen. Mit einem fetten Grinsen saß ich dann besonders bei den romantischen, gefühlvollen Szenen vor meinem Buch. Das hatte ich echt schon lange nicht mehr. Sowohl Poppy, als auch Alex sind beide sehr gefühlvoll und das merkt man in dem Roman deutlich. Alex ist allerdings etwas introvertierter und versucht sein Innerstes oft zu verbergen, während es aus Poppy nur so heraussprudelt. Sympathisch sind mir beide jedoch sehr. Der Schreibstil lässt sich gut und flüssig lesen und auch der Aufbau des Buches ist sehr spannend und hinterlässt ein bisschen das Gefühl eines Countdowns den man rückwärts runterzählt. Denn die einzelnen Kapitel beginnen mit den ersten Sommern der beiden Freunde und enden schließlich mit dem letzten gemeinsamen Sommer, den sie in Kroatien unternommen haben. Auf dieses Kapitel war ich die ganze Zeit sehr gespannt und wollte unbedingt wissen, was damals zwischen den beiden vorgefallen ist. Ich muss gestehen, dass ich von diesem einen, besagten Kapitel jedoch etwas enttäuscht war, da ich mir hier noch mehr Gefühl erhofft hatte. Das ist aber jetzt Meckern auf hohem Niveau. Auch springen die Kapitel im Buch zwischen den Zeiten. Es sind alle Sommerurlaube von Poppy und Alex in einzelnen Kapiteln beschrieben, dazwischen springt man aber immer wieder in den aktuellen Sommer, in welchem Poppy versucht deren Freundschaft zu retten. Diese kleinen Flashbacks mag ich sehr. Sie machen das ganze Buch zu einer schönen Einheit und die Geschichte ist somit rund. Lediglich das Ende war nicht zu 100 % nach meinem Geschmack. Es gab ein kleines Hin und Her, was es für mein Dafürhalten nicht mehr gebraucht hätte. Alles in allem ist es aber ein sehr erfrischendes, romantisch schönes Buch, welches man perfekt im Urlaub (oder auch zu Hause im eigenen Garten, auf dem Balkon, am Pool, etc.) lesen kann. Es vermittelt einem ein totales Sommerfeeling und versetzte mich direkt in einen Urlaub mit viel Hitze, wenig Abkühlung und fremden Städten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.08.2022

Eine inspirierende Geschichte!

Aufbruch
0

„Aufbruch“, der Roman über Elly Ka und ihr bizarres Leben von Susann Blum ist der erst von drei Bänden, die die Geschichte über die junge Elly behandeln. Ein wahrhaft erstaunlicher Roman mit einer eindrucksvollen ...

„Aufbruch“, der Roman über Elly Ka und ihr bizarres Leben von Susann Blum ist der erst von drei Bänden, die die Geschichte über die junge Elly behandeln. Ein wahrhaft erstaunlicher Roman mit einer eindrucksvollen Geschichte, mit der ich so gar nicht gerechnet hätte.

Elly führt ihr Leben nicht wie andere Jugendliche in ihrem Alter. Eigentlich führt sie ihr Leben gar nicht selbstständig und selbstbestimmt. Sie ist eine Gefangene in dem Haus der Familie Bling. Die Blings bestehen aus zwei hartherzigen Menschen, einem Mann und dessen Frau. Die beiden scheinen es sich zur Aufgabe gemacht zu haben Elly und ihre „Ziehgeschwister“ zu tyrannisieren und ihnen ihr Leben zur Hölle zu machen. Denn neben Elly gibt es außerdem noch Freya, den kleinen Loris und Ellys Bruder Lenny. Die Blings sperren die vier in ihrem Haus ein und schotten sie so vom Rest der Welt ab. Im und um das Gebäude müssen die Jugendlichen Arbeiten verrichten und dürfen nicht miteinander kommunizieren. Elly ist es jedoch leid und sie möchte aus diesem Leben ausbrechen. Auch wenn dies äußerst gefährlich werden kann, wagt sie den Schritt und schließt sich mit ihren Ziehgeschwistern zusammen. Im Roman selbst dauert es auch gar nicht so lange, bis die vier ihre Fluchtpläne in die Tat umsetzen und sich gemeinsam auf in ein besseres Leben zu machen. Auf ihrem Weg dorthin werden ihnen aber einige Steine in den Weg gelegt, mit denen sie so nicht gerechnet hätten. Einem selbstbestimmten und freien Leben kommen sie nur langsam näher, aber sie geben nicht auf.

Vorab: Nachdem ich die Leseprobe zum Roman gelesen hatte, war ich natürlich sehr neugierig, wie es mit Elly und den anderen Dreien weitergehen würde. Schaffen sie es wirklich unbeschadet auszubrechen? Wie wird ihr neues, freies Leben sein? Können sie sich Hilfe suchen und nehmen sie diese überhaupt an? Das Vertrauen zu Erwachsenen ist sehr geschwächt und es lauert auch immer hinter jeder Ecke die Angst, dass sie doch geschnappt und wieder zurück zu den Blings gebracht werden.

Die Handlung im Roman geht zu Beginn wirklich schnell voran. Dieses Tempo verliert sich leider zwischendurch etwas, das hätte ich mir anders gewünscht. Jedoch finde ich die Geschichte sehr spannend und ich bin drangeblieben. Deshalb hatte ich den Roman auch innerhalb kürzester Zeit fertiggelesen. Ellys Geschichte ist sehr inspirierend, denn man kann gar nicht glauben, dass ein so junges Mädchen eine solche Weitsicht hat. Und das, obwohl sie fast ihr gesamtes Leben lang in einem Haus eingesperrt war und die Welt nicht kannte. Einen kleinen Hauch von Stephen King’s Magie spüre ich in dem Roman auch. Auch wenn das jetzt komisch klingt, erinnern mich Ellys Visionen und Vorstellungen doch ein bisschen an den Meister des Horrors. Vielleicht können andere King-Fans das beim Lesen dieses Buches etwas nachvollziehen. Elly ist ein richtiger Freigeist und das mag ich so an ihrem Charakter. Dass sie sich nicht unterkriegen lässt, für alles eine Lösung finden möchte. Andere Kinder in ihrer Lage würden sicher schneller die Flinte ins Korn werfen und aufgeben. So nicht Elly. Freya ist auch stark in ihrem Tun, jedoch nicht so beherrscht wie Elly und macht sich doch eher Gedanken über die Zukunft. Lenny ist mir auch nicht so nahegekommen, wie Elly es geschafft hat. Ihn umgibt ein Geheimnis und er versucht alles, damit dieses nicht ans Licht kommt. Den kleinen Loris kann man nur liebhaben. Glücklicherweise muss er nicht so lange in dieser Hölle leben und bekommt die Chance auf ein schöneres Leben.

Dass die einzelnen Kapitel nochmals in kleinere Absätze aufgeteilt sind, finde ich sehr angenehm. Ich mag das sehr. Das Lesen war dadurch noch einfacher und ging noch schneller. An manchen Stellen fand ich diese kleinen Unterbrechungen zwar nicht so angebracht, da im nächsten Absatz der Dialog direkt weiterging, aber darüber kann ich hinwegsehen. Alles in allem bin ich jedoch sehr angetan von diesem Buch in seiner Geschichte. Der Roman war spannend und inspirierend zugleich. Eine tiefe Geschichte, die gut zu Papier gebracht wurde und mir einige, schöne Schmöker Stunden beschert hat. Am meisten begeistert hat mich Ellys starker Wille und Kampfgeist um zu überleben und vor allem selbstbestimmt zu leben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.07.2022

Spannende Geschichte, Handlung leider gar nicht meins

Matrix
0

In dem Roman „Matrix“ von Lauren Groff geht es um die uneheliche Tochter des Königs, Marie. Dieser wird nicht gerade die Schönheit in die Wiege gelegt und außerdem ist sie viel zu groß und ungelenk für ...

In dem Roman „Matrix“ von Lauren Groff geht es um die uneheliche Tochter des Königs, Marie. Dieser wird nicht gerade die Schönheit in die Wiege gelegt und außerdem ist sie viel zu groß und ungelenk für eine Frau am Hofe. Deshalb schickt ihre Königin Eleanore sie in ein Kloster. Dieses ist allerdings alles andere als in einem guten Zustand und Marie merkt schnell, dass sie lediglich von ihrer geliebten Königin abgeschoben wurde.

Marie ist eine Kämpferin, eine Kriegerin und eine Amazone. Sie passt so gar nicht in das Frauenbild, welches im 12. Jahrhundert herrscht. Im Kloster übernimmt sie die Stelle der Priorin und gewinnt durch ihre unbeirrte Art schnell die Gunst ihrer Mitschwestern. Dass das Klosterleben nicht einfach ist, merkt sie auch sehr schnell. Denn dieses Kloster hier ist bettelarm und von Krankheit heimgesucht. Marie schafft es jedoch durch ihre unerschütterliche Art und ihr Durchhaltevermögen das Kloster zu einem der reichsten im Lande zu machen. Sie hat immer mehr und vor allem größere Ideen, wie sie das Kloster, dessen Reichtum und ihre Schwestern beschützen kann. Auf ihrem Weg dabei begleiten sie viele, andere Frauen. Manche von ihn begleiten sie über ihr ganzes Leben im Kloster, andere verliert sie währenddessen. Was Marie jedoch nie verliert, ist ihren Mut. Bis ins hohe Alter hat sie noch große Ideen und Pläne, die sie umsetzen möchte.

Zuerst ist zu sagen, dass ich die Geschichte im Allgemeinen recht spannend finde. Aus diesem Grund hatte ich mich nach dem Klappentext und der kleinen Leseprobe dazu entschieden das Buch zu lesen. Leider war es am Ende so gar nicht meins. Dies hat viele Ursachen. Angefangen mit dem Schreibstil. Diesen zu lesen und die Worte dabei aufzunehmen und zu verstehen, war für mich hier gar nicht so einfach. Die Erzählung ist gespickt von Fremdworten (viele Begriffe aus dem Kloster waren mir natürlich nicht geläufig und ich musste einige Male googeln, da sie doch häufiger verwendet wurden). Das macht das Lesen von vorneherein schon schwieriger. Auch, dass es keine richtigen Dialoge zwischen den Charakteren gab, machte mir etwas zu schaffen. Bei diesem Buch handelt es sich nämlich um eine reine Erzählung über Maries Leben im Kloster. Wie gesagt, die Geschichte an sich finde ich total spannend, hätte meiner Meinung nach aber besser aufgemacht sein können. Man begleitet Marie ihr ganzes Leben über. Trotzdem kam ich ihr nie so wirklich nahe. Ich hatte ganz im Gegenteil eher eine gewisse Antipathie ihr gegenüber. Natürlich fasziniert mich an ihr, dass sie sich immer durchgesetzt hat und nur zum Wohl ihrer Schwestern und des Klosters gehandelt habe. Aber meine Meinung nach hat sie so manches Mal ohne Rücksicht auf Verluste gehandelt und dabei auch entsprechende Verluste erzielt. Sie mag eine Vorreitern des Feminismus gewesen sein, jedoch hätte ich gerne mehr über sie und ihre Gefühle erfahren. Das kam mir hier etwas zu kurz. Ihre Gefühle wurden zwar ein ums andere Mal angeschnitten, aber so wirklich greifen konnte ich sie dabei nicht. Auch die anderen Charaktere kamen mir nicht besonders nahe. Es ist wirklich schade, da die Handlung für mich viel Potential bot. Vielleicht habe ich die Geschichte aber auch einfach schlichtweg nicht verstanden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere