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Veröffentlicht am 13.07.2023

Ein spannender Schwedenkrimi, hoffentlich der Auftakt einer langen Reihe!

Der Orchideenmörder: Schweden-Thriller
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„Ich will bloß nicht, dass es später heißt, die Polizei hätte nichts gemacht und nur Däumchen gedreht.“
Kapitel 14
Am Waldrand wird eine ermordete junge Frau gefunden. Wer sticht mehrfach auf sein Opfer ...

„Ich will bloß nicht, dass es später heißt, die Polizei hätte nichts gemacht und nur Däumchen gedreht.“
Kapitel 14
Am Waldrand wird eine ermordete junge Frau gefunden. Wer sticht mehrfach auf sein Opfer ein, um es dann mit einer Orchideenblüte im Haar idyllisch an einen Baum zu lehnen? Gerade an ihrem ersten Tag nach einer Auszeit muss sich Monica Sandström mit diesem Fall befassen, tatkräftig unterstützt von Ole Henriksson.
Die Zeit drängt, denn eine weitere Frau ist verschwunden …
Dies ist der erste Schwedenkrimi von Dany R. Wood, den man sonst von unterhaltsamen Provinzkrimis wie „Nur Gisela sang schöner“ kennt. Und ich finde, der Einstieg in das neue Genre ist ihm gelungen!
Ole Henriksson durfte schon als „Praktikant“ mit Jupp Backes in „Nur Rita raste rasanter“ ermitteln, der ihn eher hinten anstehen ließ. An der Seite von Monica lernen wir ihn in seiner ganzen Tatkraft kennen.
Monica hat ihren ersten Tag, nachdem ihr Mann spurlos verschwunden war, ist aber bei weitem nicht über die Ungewissheit hinweg. Das macht ihr zu schaffen und sie sehr menschlich. Dieser Handlungsstrang wird wohl auch die Rahmenhandlung für hoffentlich weitere Bände.
Am Beginn der Geschichte hatte ich etwas zu kämpfen, die Dialoge erschienen mir manchmal etwas hölzern. Aber rasch hat mich die unglaublich spannende Geschichte mitgerissen. Die Leser:innen erfahren sehr früh, wer in diese Fälle verstrickt ist, was normalerweise Tempo rausnimmt. Dem Autor ist es gelungen, trotzdem - oder vielleicht gerade deshalb - einen besonders packenden Krimi zu schreiben, die letzten Details wurden auch mir erst am Ende klar, obwohl wir Leser:innen viel von der Täterseite erfahren. Auch die Ermittler, obwohl mit vollem Einsatz bei der Sache, scheinen immer einen Schritt hinterherzuhinken.
Ein rasantes Finale und eine glaubwürdige Auflösung runden diesen Schwedenkrimi ab – mehr davon bitte!
Fazit: Ein spannender Schwedenkrimi, hoffentlich der Auftakt einer langen Reihe!

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Veröffentlicht am 25.06.2023

Spannend, mystisch, verwirrend und doch glaubhaft!

Grazer Hexenjagd
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„Hexe oder Jäger?“
Trost zuckte mit den Schultern. „Bin mir manchmal nicht sicher.“ (…)
„Du bist immer der Jäger. Hörst du? Nie die Hexe. Immer der Jäger. (…)“
Seite 114

Die Jagd nach Verbrechern ist ...

„Hexe oder Jäger?“
Trost zuckte mit den Schultern. „Bin mir manchmal nicht sicher.“ (…)
„Du bist immer der Jäger. Hörst du? Nie die Hexe. Immer der Jäger. (…)“
Seite 114

Die Jagd nach Verbrechern ist Trosts Leben. Als Sonderermittler bekommt er es dieses Mal mit einem mehr als grausigen Fall zu tun. Ein Serienmörder treibt sein Unwesen in Graz und Umgebung. Die Opfer wurden grausam gefoltert, nach mittelalterlichen Methoden. Einiges deutet auf eine geistig verwirrte Frau hin, die selbst das Gespräch mit Trost gesucht hat.
Die Polizei ruft zur Hexenjagd auf und bringt damit die Bevölkerung in Rage. Und für Trost scheinen die Grenzen zwischen damals und heute, zwischen Realität und Einbildung zu verschwimmen.
Dies ist der achte Fall für Ermittler Trost, der sich mittlerweile einen Namen gemacht hat, für seine eigenwillige Art und seinen Spürsinn, wenn es um das Geheimnisvolle geht. Dieser Fall bringt ihn selbst an eine Grenze.
„Grazer Hexenjagd“ ist spannend und mysteriös, die Handlungsstränge verknotet. Lange Zeit tappte ich mit den Ermittlern völlig im Dunkeln – und das ist furchteinflößend, wenn man dort offensichtlich nicht alleine ist und um jede Ecke jemand zu lauern scheint.
Robert Preis greift ein düsteres Kapitel der europäischen Geschichte auf, bringt es fulminant in die Neuzeit. Da darf auch das Hexenmuseum auf der Riegersburg nicht fehlen. Er zeigte mir neue Plätze in der Steiermark oder versteckte Ecken in den mir bekannten.
Neben all der Spannung sind es vor allem die geheimnisvollen Szenen, die einen gepackt halten. Ein Gespräch mit dem Freund seines Vaters (siehe Eingangszitat), der Dialog mit einem italienischen Kollegen, die einem bei genauem Hinhören viel offenbaren.
Und gegen Ende gelingt dem Autor das Meisterwerk: Absolut glaubhaft entwirrt er die vielen Fäden und bringt sie zu einem schaurigen Ende! Einem Ende, das einen ungeduldig auf den nächsten Band warten lässt!
Fazit: Spannend, mystisch, verwirrend und doch glaubhaft!

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Veröffentlicht am 20.06.2023

Der ganz normale Wahnsinn im Pflegealltag, von der Autorin unterhaltsam erzählt und selbst gesprochen.

Sie haben Ihr Gebiss auf der Hüpfburg verloren
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„Ich kann es einfach ned glauben! Das Heim sieht aus wie ein Dschungel, die Senioren werden mit einem Treppenlifter chauffiert und von Duftis manipuliert und im Hintergrund dudelt seichte Geigenmusik. ...

„Ich kann es einfach ned glauben! Das Heim sieht aus wie ein Dschungel, die Senioren werden mit einem Treppenlifter chauffiert und von Duftis manipuliert und im Hintergrund dudelt seichte Geigenmusik. Schlechter als in jedem Film!“

Ja, Herr Otterle, der neue Heimleiter, gibt alles, um mit „Haus Sonnenuntergang“ Heim des Jahres zu werden. Da müssen die Pfleger:innen mitziehen!
Und warum? Weil der Preis ein satter Geldbetrag ist natürlich! Die Belange der Seniorinnen sind da wohl eher nebensächlich.
Doch nicht für Sybille Bullatschek! Sie und ihre Kolleg:innen geben alles, um den Senioren und Senioritas die letzten Tage schön zu gestalten! Dafür legt sie sich nicht nur mit der Heimleitung, sondern auch mit der Mafia an!
Es heißt „Volle Pflägekraft voraus“ wenn Sybille zulangt! Da werden die Bewohner auch mal in den Kiosk verfrachtet oder zum Speeddating ausgeführt! Und ganz nebenbei sucht Sybille auch noch nach der Liebe, gar nicht leicht bei wechselndem Schichtdienst!
Das alles erzählt uns im Hörbuch die Autorin selber – in breitestem Schwäbisch! Locker und sehr unterhaltsam berichtet sie uns vom ganz normalem Wahnsinn eines Pflegeheimes. Bei langem Zuhören war mir der Dialekt dann manchmal einen Zacken zuviel, vor allem, weil einige Versprecher im Hörbuch dringelassen wurden. Beim ersten Mal war das lustig und sympathisch, mehr hätt ich nicht gebraucht.
Ob all die Erlebnisse für bare Münze genommen werden können, bin ich mir nicht so sicher, lustig war es allemal!
Fazit: Der ganz normale Wahnsinn im Pflegealltag, von der Autorin unterhaltsam erzählt und selbst gesprochen.

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Veröffentlicht am 31.05.2023

Zuckersüßer Liebesroman mit abwechslungsreicher Handlung und unterhaltsamen Situationen.

Zuckersüß verliebt
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„Oje, das hörte sich erbärmlich an. Mittlerweile ging es um so viel mehr als ihre Lieblingssüßigkeit, aber das wagte sie nicht auszusprechen…“

Als wäre Charlottes Leben nicht schon schwierig genug. Anstatt ...

„Oje, das hörte sich erbärmlich an. Mittlerweile ging es um so viel mehr als ihre Lieblingssüßigkeit, aber das wagte sie nicht auszusprechen…“

Als wäre Charlottes Leben nicht schon schwierig genug. Anstatt im Marketing durchzustarten, gibt sie im Freizeitpark die Märchenprinzessin. Nach einer eigentlich netten Begegnung mit einer Polterrunde gibt es Beschwerden und sie braucht dringend einen Job. Sehr dringend, denn dank der Parkplatznot vor ihrer WG mit Felix haben sich unzählige Strafzettel angesammelt, die sie nicht bezahlen kann. Und nun will ein Süßigkeitenhersteller auch noch ihre geliebten Saftmandarinen aus dem Sortiment nehmen!
Jetzt ist genug: Charlotte beschließt, mit dem Firmenmanagement zu reden und ihre Saftmandarinen zu retten!
Doch der Juniorchef ist ausgerechnet der Mann aus dem Freizeitpark, dank dem sie wohl ihren Job verloren hat. Um ihre Lieblingssüßigkeit weiterhin zu bekommen, ist Charlotte zu allem bereit – wirklich allem. Da wird in fremde Gärten eingedrungen, Golfplätze gestürmt und Firmenanalyse betrieben. Manchmal war es mir einen Tick zu viel, wie sehr sie sich ins Zeug legt und in welche skurrilen Situationen sie dabei sehenden Auges rennt.
Marius ist der Sohn der Firmenleitung. Bis jetzt war er eigentlich nur im Ausland für das Unternehmen unterwegs. Jetzt ist sein Vater erkrankt und er versucht, sich in der Firma zu engagieren. Doch es scheint einiges im Argen zu liegen. Da kommt ihm die überdrehte Charlotte mit ihren Ideen gerade recht.
Gemeinsam stellen sie einiges auf die Beine – und kommen sich dabei näher.
Alles in allem ist „Zurckersüß verliebt“ genau das, was es verspricht. Ein zuckersüßer Liebesroman mit einer abwechslungsreichen Handlung, netten Protagonisten und unterhaltsamen Situationen!

Fazit: Zuckersüßer Liebesroman mit abwechslungsreicher Handlung und unterhaltsamen Situationen.

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Veröffentlicht am 27.05.2023

Magischer Lokalkrimi mit subtilem Humor und Tiefe.

Traubentod
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„Hä? Wie soll das denn gehen? Das ist doch bloß Wein.“
Sofie lachte leise. „Wein ist nie einfach bloß Wein. Und dieser hier erst recht net.“
Seite266
Nein, dieser hier erst recht nicht… Aber nicht nur ...

„Hä? Wie soll das denn gehen? Das ist doch bloß Wein.“
Sofie lachte leise. „Wein ist nie einfach bloß Wein. Und dieser hier erst recht net.“
Seite266
Nein, dieser hier erst recht nicht… Aber nicht nur der Wein ist besonders in Elwenfels. Die Menschen, die Gegend sind so besonders, dass auch eine Filmcrew darauf aufmerksam wurde und mit seinen Dreharbeiten die Bewohner des beschaulichen Ortes ganz schön durcheinanderbringen.
Und als wäre das nicht genug, wird in der Nähe eine Leiche gefunden. Jemand, den der in Elwenfels untergetauchte Privatdetektiv Carlos Herb kennt. Schlagartig wird ihm klar, dass seine Verfolger im näher sind, als er denkt und er so nicht nur sich, sondern auch ganz Elwenfels in Gefahr bringt.
Aber Elwenfels wäre nicht Elwenfels, wenn nicht alle zusammenhelfen würden!
„Traubentod“ ist der fünfte Band der Elwenfels-Reihe, und er steht seinen Vorgängern in nichts nach! In diesem Band kämpfen die Dorfbewohner nicht nur gegen einen cholerischen Hauptdarsteller und die eigene Eitelkeit sondern auch gegen die Mafia! Denn niemand geringerer ist Carlos auf den Fersen, seit er den Kopf der Bande erschossen hat. Sie sind es auch, die ihm einen Mord in die Schuhe geschoben haben, und so versteckt er sich vor der Polizei ebenso wie vor der Mafia. Ihm wird klar, dass er nicht ewig untertauchen kann. Und so wagt er sich aus der Deckung und versucht, seinen Namen wieder reinzuwaschen.
Mit Elwenfels haben die Autoren Britta und Christian Habekost ein Dörfchen erschaffen, das ein wenig aus der Zeit gefallen wirkt. Internet gibt es nur an wenigen Flecken, was ein Streamingdienst ist, lässt sich den Bewohnern schwer erklären. Dafür zählen hier noch Freundschaft, Zusammenhalt und ein gutes Glas Wein. Sogar ein magisches, wenn es aus dem geheimen Wingert im Wald kommt, bewacht von den Elwetritschen.
Ihr merkt, hier kommt einiges zusammen und es fällt mir schwer, das Buch in ein Genre zu pressen. Magischer Lokalkrimi mit subtilem Humor und Tiefe in schönstem Pälzer Dialekt würde es wohl am ehesten treffen.
Ja, magisch auch so mancher Bewohner mit eisblauen Augen, der Wein und die Fabelwesen, die nicht immer nur in der Fabel leben. Und magisch, wie sehr mich das Autorenduo wieder gepackt hat! Der Schreibstil ist ebenso fesselnd wie die Handlung, die Bewohner gleichermaßen skurril wie liebenswert.
Und so ist und bleibt Elwenfels für mich ein Sehnsuchtsort, wo aus den verrücktesten Ideen die besten Lösungen entstehen und man am Schluss – fast ein wenig wie bei Asterix – am Dorfplatz zusammenkommt, um bei einem Glas Wein auf das gute Ende des Abenteuers anstößt!
Alla hopp, ich hoffe, ihr schreibt schon an der Fortsetzung!
Fazit: Magischer Lokalkrimi mit subtilem Humor und Tiefe.

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