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Veröffentlicht am 30.08.2022

Ein unterhaltsamer Gartenkrimi mit Spannung und Humor!

Rosenkohl und tote Bete
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„Vielleicht bin ich kein Profi, vielleicht koste ich dich Nerven. Okay. Aber hast du dir mal Gedanken darüber gemacht, was du ohne mich wärst?“
„Ein Mann, der seine Ruhe hat?“, schlug Manne vor.
Caro stemmt ...

„Vielleicht bin ich kein Profi, vielleicht koste ich dich Nerven. Okay. Aber hast du dir mal Gedanken darüber gemacht, was du ohne mich wärst?“
„Ein Mann, der seine Ruhe hat?“, schlug Manne vor.
Caro stemmt e die Hände in die Hüften. „Ein Ex-Polizist unter Mordverdacht, der im Alleingang versucht, die Schuld für einen Mord jemand anderem in die Schuhe zu schieben. Ein bedauernswerter Gartenzwerg in Cargohosen (...)!“

So hat sich Caro ihr neues Hobby nicht vorgestellt! Hochmotiviert und perfekt gekleidet ist sie mit Mann und Kind im Gartenverein Harmonie aufgeschlagen. Zwar hat sie vom Gärtnern wenig Ahnung aber ihre Begeisterung wird das schon wettmachen. Doch bereits beim Umstechen tauchen erste Probleme auf. Der Vorbesitzer Kalle nämlich, leider tot. Die Polizei hat sofort einen Verdächtigen zur Hand, Gartennachbar Manne, der bis zu einem Streit im Herbst der bester Freund des Ermordeten war.
Caro findet schnell heraus, dass es etwas gibt, das sie mehr interessiert als ihr neuer Garten: Dieser Mordfall! Hartnäckig hängt sie sich an Manne um mit ihm diesen Fall zu klären und den richtigen Mörder zu finden. Doch dieser wehrt sich gegen die Hilfe und je mehr sie ermitteln, umso weniger scheinen die Puzzleteile zusammenzupassen.
Ich hatte richtig Spaß bei diesem Gartenkrimi! Caro ist die typische Mutter, die ihrem Mann die Karriere ermöglicht, sich um Kind und Haushalt kümmert und dafür beruflich festgefahren ist. Zum ersten Mal seit Langem macht sie sich Gedanken darüber, was ihr Freude bereitet und wo sie hinwill. Und je verzwickter der Fall wird, umso klarer ist ihr: Genau das ist es, wofür sie brennt! Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und ihre Hartnäckigkeit hat mir imponiert!
Manne musste aus gesundheitlichen Gründen den Dienst quittieren und kümmert sich seither noch intensiver um den Gartenverein, er will eigentlich nur seine Ruhe und sein Bierchen. Er lebt und liebt seinen Schrebergarten. Durch ihn erleben wir einerseits das etwas Altbackene, aber auch die Freundschaft und den Zusammenhalt, in so einem Verein. Für die Polizei ist er der perfekte Verdächtige, hatte er doch Streit mit dem Ermordeten. Doch gemeinsam mit Caro kommt Manne auf ganz andere Spuren und führte mich auch ein Stück weit in der Geschichte zurück.
Der Roman ist abwechselnd aus der Sicht der beiden geschrieben, locker und witzig, aber auch packend und informativ.
Und so ist „Rosenkohl und tote Bete“ ein wenig von allem: Spannend, unterhaltsam und humorvoll, aber auch sehr interessant und überraschend für mich. Und das Allerbeste, es sieht ganz danach aus, als wäre das erst der Anfang einer neuen Reihe! Ich bin mit dabei!
Fazit: Ein unterhaltsamer Gartenkrimi mit Spannung und Humor!

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Veröffentlicht am 12.08.2022

Ein sehr hilfreiches Buch, das zeigt, wie man die Dinge etwas leichter nehmen kann!

Die Kunst es leichtzunehmen
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„Der richtige Zeitpunkt der ideale Tag, der perfekte Moment, wie auch immer du es nennen magst – er wird nie kommen! Er ist heute, hier und jetzt. Du darfst ihn dazu machen. Schiebe niemals eine Freude ...

„Der richtige Zeitpunkt der ideale Tag, der perfekte Moment, wie auch immer du es nennen magst – er wird nie kommen! Er ist heute, hier und jetzt. Du darfst ihn dazu machen. Schiebe niemals eine Freude auf! Du weißt nicht, ob sie je wieder kommt.“

Seite 107



Bücher über „Nimms leicht“ hin zu „Glücklich sein“ gibt es viele. Was macht dieses anders? Erst Mal ist es unglaublich abwechslungsreich gestaltet, bunt, mit einprägsamen Bildern. Doch auch der Inhalt punktet. Dr. Lisa Gamper scheut sich nicht davor, heikle Themen direkt anzusprechen. Ein Beispiel? Die Aussage: „Depression trifft die Schwachen, Burnout haben die Fleißigen.“ Klingt erst Mal schräg, trifft es aber, wenn man einen Moment sacken lässt, absolut auf den Punkt.

Auch räumt sie auf mit dem ach so positiven Denken und hat einen Gedanken, der mich schon eine Weile verfolgt, in Worte gefasst. Die toxische Positivität, die einem das Gefühl gibt, ALLES schaffen zu können/müssen, wenn man nur die richtige Einstellung hat. Ist das wirklich so?! Wann ist es noch gesundes positives Denken und wann ungesund?

Ihre Kapitel greifen ineinander, sind leicht zu lesen, verständlich und einprägsam. Sie bietet Übungen an und kleine Tests, deren Ergebnisse wirklich verblüffend sein können. Der Multitasking-Test hat mir eindrucksvoll bewiesen, wie langsam man sein kann, wenn man viele Dinge gleichzeitig macht und ich muss immer wieder daran denken, wenn ich mich jetzt besonders beeilen will. Dann lehne ich mich kurz zurück, lege erstmal alles zur Seite und nehme mir genau die eine Sache vor, die ich zuerst erledigen möchte.

Sie erzählt auch offen über ihr Leben, ihre Erfahrungen und Rückschläge und was für sie hilfreich ist.

Am Ende des Buches gibt die Autorin eine Kurzzusammenfassung, die noch mal alle Punkte kurz anspricht – hilfreich, wenn man sich selbst wieder erinnern will!

Ich hatte viele Aha-Momente beim Lesen und merke auch jetzt im Nachhinein, dass etwas hängengeblieben ist und ich einige Tipps mittlerweile unbewusst umsetze.

Fazit: Ein sehr hilfreiches Buch, das zeigt, wie man die Dinge etwas leichter nehmen kann!

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Veröffentlicht am 12.08.2022

Etwas langatmig und anstrengend

Zitronensonne
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„Warum ich nicht verzweifle? Wegen Quinto. Er macht mir Mut, er treibt mich an. Irgendwann möchte ich mal so kochen wie er. So raffiniert, so kreativ, so verrückt. Egal ob im Foodtruck oder zu Hause für ...

„Warum ich nicht verzweifle? Wegen Quinto. Er macht mir Mut, er treibt mich an. Irgendwann möchte ich mal so kochen wie er. So raffiniert, so kreativ, so verrückt. Egal ob im Foodtruck oder zu Hause für Freunde. Das ist mein Ziel!“

Und eigentlich ist die Lage gerade wirklich zum Verzweifeln! Romy hat so lange darauf hingearbeitet, in ihrem Foodtruck zu kochen. Liebevoll hat sie ihn umgebaut und gestaltet, ihre „Suppenfee“. Doch das Konzept will nicht so richtig aufgehen, gerade im Sommer hält sich der Umsatz in Grenzen. Als ihr der Stellplatz gekündigt wird, und gleich darauf auch noch ihr Freund sie verlässt, kann es wohl kaum tiefer gehen… Doch Romy gibt nicht auf. Als sich die Chance ergibt, mit ihrer Suppenfee doch noch nach Italien zu fahren, auf den Spuren von Quinto, dem mysteriösen Koch, greift sie zu. Dass dafür Leonard, der Besitzer des Foodtrucks neben ihr, mitfahren muss, nimmt sie in Kauf. Und so jagen die beiden auf den Spuren Quintos quer durchs Land…
Was nach einem Sommer-Liebes-Roadtrip-Roman klingt, war für mich in der Hörbuchfassung eine echte Herausforderung. Ich versuche, objektiv zu bleiben, aber für mein Empfinden schwankte die Stimme der Sprecherin zwischen genervt und gelangweilt. Und genauso kam die Geschichte dann auch bei mir an. Langatmig, mit vorhersehbaren und unnötigen Verwirrungen und einer Protagonistin, mit der ich nicht warm wurde.
Wo fange ich an? Romy weiß, dass Suppen im Sommer schwierig sind, aber warum sollte man dann das Konzept ändern, wenn man doch auch in Schulden rutschen kann? Leonard scheint der Antikoch zu sein, sein aufgesetzter italienischer Akzent kann seine schlechten Gerichte wohl kaum aufwerten, trotzdem macht er mehr Umsatz als sie. Als sie dann auch noch der Freund verlässt, fixiert sich Romy auf Italien – und ihren Blog, in dem sie über Quinto schreibt und versucht, sein Geheimnis zu lüften. Der Blog selbst hat mir Spaß gemacht, das Thema… Ich war nie ein klassisches Fangirl, eine Band ansehen, die ich mag, ja, sofort, aber alles tapezieren etc., nö. Und so tat ich mir mit ihrer Fixiertheit auf Quinto etwas schwer. Dass sie dabei andere dauernd für sich einspannt, fand ich unverschämt und ihre Art kam oft nervig rüber.
Das Buch ist auch durchzogen von WhattsApp-Verläufen. Beim ersten war ich total verwirrt, habe am Hörbuch vor- und zurückgedrückt, weil ich glaubte, etwas versäumt zu haben. Vielleicht hätte hier ein kurzes Wort zu Beginn (zB „Chatverlauf“) für Klarheit gesorgt. Wer da hin und her schreibt, erfährt man erst spät und dabei wird versucht, auch noch etwas Drama in die Geschichte zur bringen.
Die Reise der beiden führt uns quer durch Italien, dabei riechen wir Zitronen, betrachten Sehenswürdigkeiten aus der Ferne, das hat mir gut gefallen.
Ich frage mich, ob mir das Buch gelesen mehr Spaß bereitet hätte, so war es für mich langatmig und anstrengend.

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Veröffentlicht am 04.08.2022

Das Hörbuch zu einer schrägen Liebeskomödie – eine wirklich interessante Erfahrung!

Liebesdings
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„Und es tut mir auch leid, wie ich mich vorher benommen habe. Du kannst ja nichts für mein Leben. Ich weiß, es ist lächerlich, es gibt eigentlich keinen Grund, sich zu beschweren.“

„Naja, aber vielleicht ...

„Und es tut mir auch leid, wie ich mich vorher benommen habe. Du kannst ja nichts für mein Leben. Ich weiß, es ist lächerlich, es gibt eigentlich keinen Grund, sich zu beschweren.“

„Naja, aber vielleicht machts dich einfach nicht glücklich?“



Ich bemühe mich wirklich sehr, jetzt objektiv zu bewerten. Aber hier kommen zwei Dinge zusammen: Erstmal bin ich ein absoluter Fan, was Hörspiele anbelangt. Seit Bibi Blocksberg bin ich süchtig, das ging über die Pizza-Bande bis hin zu den Vampirschwestern. Und ich mag Elyas M’Barek, mein absoluter Lieblingsösterreicher.

Aber ich gebe auch zu, dass ich etwas skeptisch war. Ein Hörspiel zum Film, das kennt man ja eher von Kinder- bis maximal Jugendfilmen. Daher war ich sehr neugierig und gespannt, wie mir das bei einem Kinofilm gefällt, den ich bewusst noch nicht angesehen habe (keine Sorge, Karten sind schon reserviert!). Das Ergebnis hat mich überrascht! Der Erzähler führt uns geschickt durch die Szenen, verrät uns, was der Ton nicht vermitteln kann. Und dazu 1 Stunde und 44 Minuten Elyas Stimme im Ohr, passt. Zusätzlich war es für mich lustig, anhand der Stimmen auch noch Michael Ostrowski zu orten, auch ein absoluter Star der österreichischen Filmszene, den ich sehr schätze!

Nun zur Story: Marvin, ein hochgefeierter Filmstar steht vor der Premiere seines neuen Films, als er in der Presse durch die Mangel genommen wird. Jeder Stein wird umgedreht auf der Suche nach einem Skandal. Als er bei einem eskalierenden Interview davonläuft, landet er in einem feministischen Theater. Allein die Beschreibung der skurrilen Kostüme hat mir tolle Bilder vor mein inneres Auge und ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Um Gras über die Sache wachsen zu lassen, taucht Marvin bei der Leiterin des Theaters, Frieda, unter. Sie ist so ganz anders als die Frauen die er sonst kennenlernt…

So weit, so vorhersehbar. Trotzdem, wenn man Interviews des Hauptdarstellers kennt, hat man das Gefühl, hier ein wenig aus seinem Leben zu sehen. Ist er doch bekannt dafür, nichts aus seinem Privatleben zu verraten, was ich persönlich sehr stark finde und gut verstehen kann – und was seinem Erfolg keinen Abbruch tut. Deshalb hat mir die Rolle, die er in Liebesdings verkörpert, gut gefallen. Je länger er mit den ungewöhnlichen Theatermenschen beisammen ist, umso mehr merkt er, dass ihn sein Leben auf der Überholspur nicht mehr glücklich macht. Marvins Gespräche mit Frieda waren berührend, die Theatercharaktere ebenso extravagant wie liebenswert.

Die Geschichte war zwar nicht ungewöhnlich, hat aber schöne Details und zeigt, dass man auch und gerade durch seine Fehler wachsen kann und aus scheinbar unlösbaren Problemen oft die größten Chancen entstehen!

Fazit: Das Hörbuch zu einer schrägen Liebeskomödie – eine wirklich interessante Erfahrung!

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Veröffentlicht am 27.07.2022

Ein wunderbar schräger Krimi, bei dem ein Geist seinen eigenen Mord klären will…

Es gibt ein Sterben nach dem Tod
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„Gell, blöd, wenn man nicht nur der Hässlichere, sondern auch der Dümmere ist, dachte Börnie ganz automatisch.
Spätestens jetzt musste sie sich eingestehen, dass schon deswegen kein Engel sie zu einer ...

„Gell, blöd, wenn man nicht nur der Hässlichere, sondern auch der Dümmere ist, dachte Börnie ganz automatisch.
Spätestens jetzt musste sie sich eingestehen, dass schon deswegen kein Engel sie zu einer Wolke im Himmel geleiten würde…“

Börnie hat bei Schön Cosmetics gekündigt, um bei der Konkurrenz anzufangen und feierte ihre Abschiedsparty. Als sie aufwacht, muss sie feststellen, dass ihr Körper tot vor ihr am Boden liegt, ihr Geist aber quicklebendig darüberschwebt. Nach dem ersten Schrecken ist das ganz schön langweilig, vor allem, wenn man an sein altes Büro gebunden ist! Glücklicherweise kommt da Reinigungskraft Jenny, die sie aus unerfindlichen Gründen sehen kann und ihr ein paar Tipps gibt. Jetzt kann Börnie ihr Unwesen treiben und für sie steht fest: Sie will ihren Mörder finden! Denn die Polizei scheint im Dunkeln zu tappen und bald stirbt der nächste…
Ich liebe Tatjana Kruse, ihr schräger Humor trifft bei mir genau ins Schwarze!
Auch hier versteht sie es wieder, mich wunderbar zum Lachen zu bringen! Börnie ist eine karrieresüchtige junge Frau, die kaum Wert auf soziale Kontakte oder Gefühle legt. Als sie durch ihr Umfeld geistert, stellt sie immer mehr fest, dass sie wohl auch kein guter Mensch war. Deshalb ist es kaum verwunderlich, dass sie noch nicht in die Höhen des Himmels kommt. Wenn sie schon nicht weitergehen kann, dann wenigstens hier noch aufräumen!
Neben Jenny schafft Börnie es, auch noch ein Medium mit ins Boot zu holen. Doch als ihre Schnüffeleien fortschreiten, bringt sie ihre neuen Mitstreiter rasch in echte Gefahr. Sieht wohl schlecht aus für ihr Karma!
Der Fall selbst ist interessant und die Auflösung schlüssig, für mich trat er aber ob der komischen Situationen rasch in den Hintergrund. Denn wenn man ein jungfräuliches Medium in ein Etablissement schleppt, in Sezierräumen herumirrt oder sein eigenes Geld entwendet, das birgt schon einiges an Potential, das die Autorin perfekt in Szene setzt!
Ich habe mich wirklich super unterhalten gefühlt, die Seiten sind nur so dahingeflogen und ich warte jetzt schon auf mehr! Denn die Geschichte könnte durchaus der Auftakt einer Reihe werden! Bitte!
Fazit: Ein wunderbar schräger Krimi, bei dem ein Geist seinen eigenen Mord klären will…

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