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Veröffentlicht am 24.02.2025

Eine Enemy-to-Lover-Story mit zähem Einstieg, deren Potential nicht ausgeschöpft wurde.

Herzklopfen inklusive - Kaffee von Jake
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Nach einem schweren Schicksalsschlag hat Viktoria Deutschland den Rücken gekehrt und steckt ihre ganze Energie in die Karriere. Jetzt hat sie das Ziel ihrer harten Arbeit vor Augen: Die Leitung der Werbeagentur ...

Nach einem schweren Schicksalsschlag hat Viktoria Deutschland den Rücken gekehrt und steckt ihre ganze Energie in die Karriere. Jetzt hat sie das Ziel ihrer harten Arbeit vor Augen: Die Leitung der Werbeagentur Langham. Doch kurz vor der ersehnten Beförderung wird ihr Jake vor die Nase gesetzt. Ein reicher Erbe, der jetzt zeigen will, dass er auch was drauf hat. Wer das bessere Konzept für ein neues Produkt präsentiert, bekommt die Leitung!

Rasch stoßen die beiden aneinander

Ich habe mich auf das (Hör-)Buch gefreut, ein unterhaltsamer Enemy-to-Lover-Roman! Doch ich habe mich durch den Einstieg gequält, bei ca. einem Fünftel war ich kurz davor, abzubrechen. Jake, dessen "Erfolg" darauf beruht, in eine reiche Familie geboren worden zu sein, bezeichnet sie und andere Frauen ständig als karriereg Fl, das die B b macht, etc. (Ich kann die genauen Bezeichnungen nicht wiedergeben, weil dann die Rezi vermutlich gesperrt wird.)

Da Viktoria eine Frau als Vorgesetzte hat, sind diese Bezeichnungen nicht nur völlig daneben, sondern auch haltlos. Viktorias Art ist kalt, damit will sie sich schützen, und ihre Position hat sie einzig und allein durch Arbeit, und das Tag und Nacht, erreicht. Dass sie ihre Trauer unter Bergen von Arbeit vergräbt, ist sicher nicht richtig und gesund, aber dennoch hat sie das, was sie hat, genau dadurch erreicht - und durch nichts anderes.

Viktoria konnte ich zu großen Teilen verstehen und dadurch ihre ruppige Art akzeptieren, Jakes Bemerkungen über erfolgreiche Frauen jedoch haben ihn mir sehr unsympathisch gemacht.

Als ihre Chefin beschließt, sie als Team zusammenarbeiten zu lassen und zu einem Coaching zu schicken, bekommt die Geschichte eine unterhaltsame Wendung. Eine öffentliche Toilette putzen, Burger braten, in ein fernes Land reisen und dort mit einem Coach zu arbeiten, das hat Potential. Leider wurde auch das nicht ganz ausgeschöpft. Ich habe die Eindrücke von Island sehr genossen, aber die Annäherung der beiden dort ist rein körperlich. Auch das tolle Konzept, das sie erarbeiten, wird nicht näher beleuchtet. Mich hätte interessiert, wie ihre Erlebnisse dort auf die Präsentation Einfluss genommen haben.

Was folgt, sind einige pikante und detaillierte Szenen, auf die ich gut verzichten hätte können. Wie sich Jake und Viktoria dadurch auch emotional annähern, blieb mir verborgen.

Zurück in London wird Viktoria von ihrer Vergangenheit eingeholt, wie immer verliert sie kein Wort darüber und dadurch eskaliert die Situation.

So spannend und interessant ich manche Passagen fand, ganz warm wurde ich mit der Geschichte nicht. Das und der zähe Einstieg kosten einige Sternchen, auch wenn der Stil locker ist und sich die Geschichte leicht liest/anhört.

Fazit: Eine Enemy-to-Lover-Story mit zähem Einstieg, deren Potential nicht ausgeschöpft wurde.

Spoiler- und vor allem Triggerwarnung:

Viktoria wurde schwanger und ihre Tochter ist kurz nach deren ersten Geburtstag gestorben. Die Passagen, in denen darüber berichtet wird, ihre Trauer und Verzweiflung sind sehr intensiv. Wenn du Erfahrungen mit dem Thema hast, überlege dir gut, ob du diese Geschichte lesen/hören willst!


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Veröffentlicht am 19.02.2025

Eine kurze aber intensive, inspirierende Geschichte mit hilfreichen Fragen!

Ein Ohrensessel, zwölf Fragen und eine Reise zu dir selbst
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"Damals lag vor ihr der tief verschneite Weg, den noch keine Menschenseele betreten hatte. Magisch. Verlockend. Bereit. Bereit für sie und die Fußstapfen, die sie hinterlassen würde."

Seite 82

Ein paar ...

"Damals lag vor ihr der tief verschneite Weg, den noch keine Menschenseele betreten hatte. Magisch. Verlockend. Bereit. Bereit für sie und die Fußstapfen, die sie hinterlassen würde."

Seite 82

Ein paar Tage dürfen wir die Autorin begleiten, durch Alltagssituationen und wunderschöne Momente. Es begann mit einem Ohrensessel: Gekauft, um der Mittelpunkt und Ruhepol in ihrem Arbeitszimmer zu sein, versinkt er unter Alltagsgegenstände und kommt nicht zur Wirkung. Beherzt greift Tanja zu, sortiert, entrümpelt, und findet so den richtigen Platz. Eine wunderschöne Metapher für all das, was schon in uns darauf wartet, zu strahlen, aber unter dem Trott der täglichen Erledigungen nicht zum Vorschein kommt.

Eingeflochten in ihre Erzählung stellt die Autorin zwölf Fragen, die zum Nachdenken anregen. Worauf lege ich meinen Fokus, wovor habe ich Angst. Was passiert, wenn ich das, was ich will, trotz meiner Angst tue?

Das Büchlein ist klein gehalten, wenige Seiten, und steckt doch voller Inspiration und Magie!

Die Seiten lesen sich leicht dahin, ruhig und sanft erzählt sie von schönen Ausblicken, Wanderungen, ... Doch die Fragen begleiten einen noch lange nach dem Lesen.

Wer sich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zu einem besseren Leben erwartet, ist hier fehl am Platz. Viel mehr regt die Autorin dazu an, sich sein Ziel selber zu setzen und den eigenen Weg mit den eigenen Zwischenstopps selbst zu definieren und zu gehen. Denn es gibt nicht den EINEN Weg, sondern DEINEN Weg!

Gerne ließ ich mich von Tanja Köhler zum Innehalten bewegen und werde sicher noch öfter an den Ohrensessel denken - und an die zwölf Fragen!

Fazit: Eine kurze aber intensive, inspirierende Geschichte mit hilfreichen Fragen!

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Chronologie einer Angststörung, von der ich mir etwas mehr Mut und etwas weniger Angst erwartet habe.

Mut beginnt im Herzen
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"Es geht nicht darum, keine Angst mehr zu haben. Es geht darum, die Dinge trotz Angst zu tun."
Vorab eine audrückliche Triggerwarnung: Es geht in diesem (Hör-)Buch um die Erlebnisse einer Frau, die plötzlich ...

"Es geht nicht darum, keine Angst mehr zu haben. Es geht darum, die Dinge trotz Angst zu tun."
Vorab eine audrückliche Triggerwarnung: Es geht in diesem (Hör-)Buch um die Erlebnisse einer Frau, die plötzlich mit heftigen Panikattacken zu kämpfen hat und sich nur langsam ihrer Angststörung stellt. Ich persönlich habe keine Erfahrung mit Attacken dieser Art, aber selbst mich haben die hautnahen Schilderungen der körperlichen und psychischen Auswirkungen mitgenommen. Deshalb: Achtet auf euch, brecht ab, wenn es zu viel wird, sucht euch Hilfe, wenn es euch belastet!
Zum Inhalt: Wie es scheint aus heiterem Himmel wird die namenlose Protagonistin von einem Tag auf den anderen von einer schweren Panikattacke überrollt, der Zeitpunkt könnte schlechter nicht sein: Im Zug, mit ihren kleinen Kindern, auf der Heimreise von einem Kurzurlaub bei einer Freundin, der eigentlich Entspannung hätte bringen sollen.
Ich habe mir dem Titel und der Beschreibung nach etwas mehr Mut und etwas weniger Angst vorgestellt. Von daher hat mich die Autorin überrascht. Sie lässt uns daran teilhaben, wie die Protagonistin das erste Mal von Panik heimgesucht wird, wie scheinbar Alltagstätigkeiten auf einmal eine unüberwindbare Hürde werden. Lange hält sie es vor ihrer Familie geheim, nur langsam sucht sie sich Hilfe. Gerade damit tue ich mir sehr schwer, so etwas vor dem Partner und den Kindern zu verheimlichen schafft tiefe Risse und Verletzungen, die oft nie oder nur langsam heilen. Zu spüren und eigentlich zu wissen, dass es dem Anderen nicht gut geht und ausgeschlossen zu bleiben, das schmerzt.
Sie berichtet auch über die Schwierigkeiten, einen Termin zu bekommen, wie Wochen vergehen auf der Suche nach Hilfe auf Kasse. Diese Abläufe fand ich erschreckend realistisch. Wie jemand, der dringend Hilfe benötigt, vom System vor große Hindernisse gestellt wird. Ein Kassenplatz scheint utopisch - bis sich die Protagonistin öffnet und auch anderen von ihren Problemen erzählt und so in Kontakt mit einer wirklich hilfreichen Therapeutin kommt.
Nur langsam geht es aufwärts, manche Dinge scheinen wie ein nicht zu gewinnender Kampf. Doch sie findet Hilfe und Kraft, bei ihren Freundinnen, ihrer Familie, und nicht zuletzt in ihrem Garten. Viel zu lange hat sie vergessen, wie sehr sie die Gartenarbeit erdet, wie sie zur Ruhe kommt, wenn sie der Natur beim wachsen zusehen und helfen kann.
Ich war vom Aufbau des Buches doch überrascht, ich hatte mir eher ein Sachbuch im Romanformat erwartet. Greifbar nimmt uns die Erzählerin mit auf ihre große Reise zu einem mutigeren Leben, bei der jeder Schritt, sei er auch noch so klein, zum Ziel führt.
Etwas unrealistisch fand ich den raschen Heilungsprozess und vor allem die sich reibungslos entwickelnden positiven Änderungen im Umfeld, durch die sich viele Herausforderungen viel zu rasch in Luft aufgelöst haben.
Bei der Bewertung tue ich mir echt schwer. Es ist ein Roman in Ich-Perspektive. Wer wirklich Hilfestellung bei Angststörungen erwartet, der wird hier nur wenig Anregung finden. Für einen mutmachenden Unterhaltungsroman fand ich die Passagen der Panikattacken zu lang und belastend.
Fazit: Chronologie einer Angststörung, von der ich mir etwas mehr Mut und etwas weniger Angst erwartet habe.

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Veröffentlicht am 15.02.2025

Spannender Auftakt einer Jugendbuchreihe!

FREI – Bester Sommer (FREI 1)
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"Ich habe einfach keine Lust mehr, mir ständig neue Freunde zu suchen. In Neapel und Wien war das noch anders, aber da war ich auch noch klein. Da habe ich gar nicht kapiert, dass wir nicht lange bleiben ...

"Ich habe einfach keine Lust mehr, mir ständig neue Freunde zu suchen. In Neapel und Wien war das noch anders, aber da war ich auch noch klein. Da habe ich gar nicht kapiert, dass wir nicht lange bleiben werden, und zwar einfach deshalb, weil Mama und Sally nie irgendwo lange bleiben."
Denn Joshuas Mutter ist die angesagte Künstlerin Pola Berlin, ihre Installationen sind berühmt. Und sie fühlt sich überall zu Hause, überall, wo sie Inspiration findet. Wenn die sie verlässt, tja, dann wird halt umgezogen. Und ihre Lebensgefährtin Sally und ihr vierzehnjähriger Sohn Joshua müssen mitziehen. Dieses Mal ausgerechnet nach Rottloch, ein Kuhdorf am Ende der Welt. Joshua ist sauer und hat keine Lust, dort jemanden kennenzulernen.
Doch Rottloch ist ganz anders, als er erwartet hat! Die Schule ist unglaublich, mit Rutschen nach unten, Hängematten im Café, großem Mitspracherecht der Schüler:innen. Jetzt steht die Projektwoche an, fünf Tage alleine im Wald, in Kleingruppen, ohne Erwachsene. Gemeinsam mit Nina, Nasrin, Nico und Koray zieht Joshua los - ins Abenteuer seines Lebens!
Ich habe mich ab der ersten Seite fabelhaft unterhalten! Auch wenn ich altersmäßig nicht mehr ganz in die Zielgruppe dieses Jugendromans passe, so hat mich die Autorin doch sofort Seite gepackt! Joshua ist ein gewöhnlicher Junge mit ungewöhnlichen Eltern und einem ungewöhnlichen Leben. So sehr in der neue Ort nervt, Mitschülerin Nina hat es ihm ab dem ersten Aufeinandertreffen angetan. Obwohl Nico sich ihm aufdrängt, so entwickelt sich doch rasch so etwas wie Freundschaft. Und Koray? Der scheint ein Geheimnis zu haben, rückt aber nicht mit der Sprache heraus. Nasrin ist die Vernünftige in der Runde, die alles zusammenhält.
Auch der Ausflug in den Wald gestaltet sich ganz anders als erwartet: Lange Märsche, mysteriöse Funde, eine eigenwillige Gruppendynamik. Spannend und unterhaltsam! Gerne wäre ich mit den 5 in den See gesprungen!
Joshua erzählt aus der Ich-Perspektive, ich fand seine Sprache gut getroffen, auch die stilistisch gut gesetzten Wiederholungen!
Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil dieser Jugendreihe!
Fazit: Spannender Auftakt einer Jugendbuchreihe!"Ich habe einfach keine Lust mehr, mir ständig neue Freunde zu suchen. In Neapel und Wien war das noch anders, aber da war ich auch noch klein. Da habe ich gar nicht kapiert, dass wir nicht lange bleiben werden, und zwar einfach deshalb, weil Mama und Sally nie irgendwo lange bleiben."
Denn Joshuas Mutter ist die angesagte Künstlerin Pola Berlin, ihre Installationen sind berühmt. Und sie fühlt sich überall zu Hause, überall, wo sie Inspiration findet. Wenn die sie verlässt, tja, dann wird halt umgezogen. Und ihre Lebensgefährtin Sally und ihr vierzehnjähriger Sohn Joshua müssen mitziehen. Dieses Mal ausgerechnet nach Rottloch, ein Kuhdorf am Ende der Welt. Joshua ist sauer und hat keine Lust, dort jemanden kennenzulernen.
Doch Rottloch ist ganz anders, als er erwartet hat! Die Schule ist unglaublich, mit Rutschen nach unten, Hängematten im Café, großem Mitspracherecht der Schüler:innen. Jetzt steht die Projektwoche an, fünf Tage alleine im Wald, in Kleingruppen, ohne Erwachsene. Gemeinsam mit Nina, Nasrin, Nico und Koray zieht Joshua los - ins Abenteuer seines Lebens!
Ich habe mich ab der ersten Seite fabelhaft unterhalten! Auch wenn ich altersmäßig nicht mehr ganz in die Zielgruppe dieses Jugendromans passe, so hat mich die Autorin doch sofort Seite gepackt! Joshua ist ein gewöhnlicher Junge mit ungewöhnlichen Eltern und einem ungewöhnlichen Leben. So sehr in der neue Ort nervt, Mitschülerin Nina hat es ihm ab dem ersten Aufeinandertreffen angetan. Obwohl Nico sich ihm aufdrängt, so entwickelt sich doch rasch so etwas wie Freundschaft. Und Koray? Der scheint ein Geheimnis zu haben, rückt aber nicht mit der Sprache heraus. Nasrin ist die Vernünftige in der Runde, die alles zusammenhält.
Auch der Ausflug in den Wald gestaltet sich ganz anders als erwartet: Lange Märsche, mysteriöse Funde, eine eigenwillige Gruppendynamik. Spannend und unterhaltsam! Gerne wäre ich mit den 5 in den See gesprungen!
Joshua erzählt aus der Ich-Perspektive, ich fand seine Sprache gut getroffen, auch die stilistisch gut gesetzten Wiederholungen!
Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil dieser Reihe!
Fazit: Spannender Auftakt einer Jugendbuchreihe!

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Drei Tage Jugenderinnerung, Schwimmbad und erste Liebe.

Das Leben fing im Sommer an
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"Immer auf das erste Gefühl hören", trällerte es wie in solchen Momenten häufig in meinem Kopf. (...) "Denkst du über das zweite Gefühl nach, ist es für das erste zu spät."
Aber gerade damit tut sich der ...

"Immer auf das erste Gefühl hören", trällerte es wie in solchen Momenten häufig in meinem Kopf. (...) "Denkst du über das zweite Gefühl nach, ist es für das erste zu spät."
Aber gerade damit tut sich der 15jährige Chris schwer. Zu groß seine Unsicherheit, sein Wunsch, endlich cool zu sein. Er träumt von dem, was wohl alle 15jährigen träumen: Fußballprofi werden und die Liebe!
Drei Tage begleiten wir Chris durch den Sommer 2006. Ein Rekordsommer, was die Hitze anbelangt - und ein alles veränderter Sommer für ihn. Aus seinem Fußballteam geflogen, gibt er dennoch nicht auf und will weiter Profi werden. Und vor allem will er Debbie, von ihr wahrgenommen werden. Gemeinsam mit seinen Freunden erschleicht er sich eine Einladung zu einer Party, bei der er ihr tatsächlich nahe kommt. Doch das ist noch nicht alles, was er erlebt. Der erste Kuss, ein Roadtrip in einem "geliehenen" Auto, der erste Besuch in einer Großdisco...
Ich gebe es offen und ehrlich zu: Mir als bekennender Nicht-Fußball-Fan war der Autor kein Begriff. Mich sprachen der Titel und die Klappe an, und ich habe das bekommen, was ich erwartet habe: Nostalgie, die Sommer der Jugend, die gefühlt aus einem einzigen durchgehenden Tag im Freibad bestehen, Freundschaft, Unsicherheiten, die ersten Schmetterlinge im Bauch, die ersten Enttäuschungen. All das liefert dieser Roman, auch wenns für mich etwas mehr hätte sein können. Dafür war mir der Roadtrip fast etwas zu viel des Guten.
Fußballfans werden sich wohl etwas mehr oder anderes erwarten von einem, der auszog und Weltmeister wurden, für mich hat es gut gepasst.
Mir hat die Offenheit gefallen, mit der Christoph Kramer von seinen Ängsten und Unsicherheiten erzählt, die wohl jeder Teenager nur zu gut kennt.
Fazit: Drei Tage Jugenderinnerung, Schwimmbad und erste Liebe.

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