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Veröffentlicht am 12.03.2025

Eine zauberhafte Liebes-/Freundschaftsgeschichte in einem tollen Setting.

Note to myself: Liebe ist keine Option
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"Ich lächle, obwohl es gar nichts zu lächeln gibt, und tue Dinge, weil ich andere Menschen nicht vor den Kopf stoßen will. Aber nicht in meinen Listen. Diese letzte Liste allerdings ist in ihrer Ehrlichkeit ...

"Ich lächle, obwohl es gar nichts zu lächeln gibt, und tue Dinge, weil ich andere Menschen nicht vor den Kopf stoßen will. Aber nicht in meinen Listen. Diese letzte Liste allerdings ist in ihrer Ehrlichkeit auf einer völlig neuen Stufe."
Ja, Alice liebt ihre Listen, geschrieben in ein Notizbuch von ihrer geliebten verstorbenen Oma. Und momentan sind ihre Listen alles, woran sie sich festklammern kann. Sie hat ihren Freund beim Fremdgehen erwischt. Zornig wirft sie die Matratze aus dem Fenster - und erwischt damit prompt Lennon.
Obwohl sie keine Lust hat, fühlt sie sich verpflichtet, ihn als Entschuldigung auf einen Drink einzuladen. Und Lennon ist nett, sehr nett. Zwischen den beiden entwickelt sich rasch eine enge Freundschaft. Mehr nicht, denn Alice ist noch mit ihrer Liste "Alles, was ohne Männer mehr Spaß macht" beschäftigt.
Ich mochte Alice von der ersten Seite weg! Ihre lustigen und aufrichtigen Listen, ihr toller Arbeitsplatz in der Buchhandlung "Unicorns, Starships & Bugs" und ihre liebenswerten Kollegen machen diese Geschichte so interessant. Durch Lennon lernt Alice dessen Nachbarsmädchen Kayla kennen. Sie hat eine schwere Krankheit und ihre Eltern benötigen dringend Geld für Kaylas Operation. Kurzerhand greift Alice mit ihrem Kollegen Tobey und ihrer Chefin Zara ein und sammelt Spenden und Stimmen für den großen Wettbewerb "Your Favourite Happy Store". Denn das Preisgeld ist hoch und könnte Kayla helfen!
Kira Mohn schreibt locker und unterhaltsam, gerade die Listen haben die Handlung oft auf den Punkt gebracht und manchmal eine kleine Vorschau geboten darauf, was uns im nächsten Kapitel erwartet. Das Knistern und die Verbundenheit zwischen Lennon und Alice war spürbar und so angenehm, ohne große explizite Szenen.
Der zusätzliche Handlungsstrang mit der außergewöhnlichen Buchhandlung waren für mich das Sahnehäubchen! Wer wünscht sich nicht Kollegen, die wie Familie sind, wo man sich gegenseitig und auch anderen hilft, ohne lange darüber nachzudenken?
Und dann gibt es da auch noch den Ex, der auf einmal ein letztes Treffen will und alles gehörig durcheinanderwirbelt.
Das hat, zusammen mit dem großen Wettbewerb, noch mal Extraspannung geliefert. Und auch, wenn ich das Ende schon erahnt habe, fand ich das Buch bis zur letzten Szene überraschend, herzlich und interessant.
Dazu noch New York mit wunderbaren Schauplätzen drumherum - perfekt!
Fazit: Eine zauberhafte Liebes-/Freundschaftsgeschichte in einem tollen Setting.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Eine harte, brutale Geschichte über das Leben und Hoffen in der Platte - absolut lesenswert.

Achtzehnter Stock
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"Sollen die doch alle denken, was sie wollen. Glück lässt sich von Pi... im Treppenhaus nicht abschrecken, Glück findet von Zeit zu Zeit sogar in den achtzehnten Stock."

Wanda träumt im achtzehnten Stock ...

"Sollen die doch alle denken, was sie wollen. Glück lässt sich von Pi... im Treppenhaus nicht abschrecken, Glück findet von Zeit zu Zeit sogar in den achtzehnten Stock."

Wanda träumt im achtzehnten Stock des Plattenbaus - von ihrem Durchbruch als Schauspielerin, einem echten Leben und vom Glück. Doch die Realität sieht anders aus. Die Schauspielschule hat sie abgebrochen und lebt arbeitslos mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie von der Hand im Mund. Als Karlie krank wird, wird sie nirgends ernst genommen und weitergeschickt. Herrscht doch Pandemie, wen interessiert ein kleines Kind, das nicht mal ordentlich Fieber hat?!

Doch schon auf der anderen Seite der Straße wartet das richtige Leben, wo Ärzte auf Abruf stehen und Geld keine Rolle spielt. Als Wanda eine Chance erhält, greift sie mit beiden Händen zu - doch das Leben und ihre Vergangenheit kommen ihr in die Quere.

Puh, was für ein Buch! Wer eine lockere, hoffnungsvolle Geschichte erwartet, ist hier fehl am Platz. Aber lass dich davon bitte nicht abschrecken! Auf den, der sich darauf einlässt, wartet ein Buch, das seinesgleichen sucht!

Sara Gmuer schreibt ungefiltert, echt, hart, brutal. Ihr Stil ist eigenwillig, keine schönen Worte sondern ehrliche. Und damit hatte sie mich ab der ersten Seite!

Gerade die saloppe Sprache hat es so eindrücklich gemacht, authentisch.

Auch wenn das Lesen manchmal weh tat, die Trostlosigkeit, die Armut, die Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit, so erzählt sie auch von Zusammenhalt und Freundschaft. Wenn niemand etwas hat, hat jeder alles und man hilft sich mit dem bisschen, was da ist.

Mit ihrer großen Rolle erwartet Wanda ein anderes Leben, voller harter Arbeit, stundenlangem Drehbuchlernen, Neid unter den Schauspielern und falsche Blicken. Aber auch Essen in wollen Restaurants, Drinks in Bars, Ansehen.

Aber das Pech scheint an ihr zu kleben wie ihre Herkunft. Auch wenn Wanda aus der Platte raus ist, die Platte ist nie ganz aus ihr. Die Menschen dort sind wie Familie, und der kann man nicht den Rücken kehren.

Ich kenne Plattenbauten nur vom Wegschalten des Reality-Formats, doch durch Sara Gmuer habe ich sie ein Stück weit kennengelernt und mich in dem Setting gut zurecht gefunden. Keine leichte Nebenbei-Geschichte, dafür umso lesenswerter!

Fazit: Eine harte, brutale Geschichte über das Leben und Hoffen in der Platte - absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Eine Enemy-to-Lover-Story mit zähem Einstieg, deren Potential nicht ausgeschöpft wurde.

Herzklopfen inklusive - Kaffee von Jake
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Nach einem schweren Schicksalsschlag hat Viktoria Deutschland den Rücken gekehrt und steckt ihre ganze Energie in die Karriere. Jetzt hat sie das Ziel ihrer harten Arbeit vor Augen: Die Leitung der Werbeagentur ...

Nach einem schweren Schicksalsschlag hat Viktoria Deutschland den Rücken gekehrt und steckt ihre ganze Energie in die Karriere. Jetzt hat sie das Ziel ihrer harten Arbeit vor Augen: Die Leitung der Werbeagentur Langham. Doch kurz vor der ersehnten Beförderung wird ihr Jake vor die Nase gesetzt. Ein reicher Erbe, der jetzt zeigen will, dass er auch was drauf hat. Wer das bessere Konzept für ein neues Produkt präsentiert, bekommt die Leitung!

Rasch stoßen die beiden aneinander

Ich habe mich auf das (Hör-)Buch gefreut, ein unterhaltsamer Enemy-to-Lover-Roman! Doch ich habe mich durch den Einstieg gequält, bei ca. einem Fünftel war ich kurz davor, abzubrechen. Jake, dessen "Erfolg" darauf beruht, in eine reiche Familie geboren worden zu sein, bezeichnet sie und andere Frauen ständig als karriereg Fl, das die B b macht, etc. (Ich kann die genauen Bezeichnungen nicht wiedergeben, weil dann die Rezi vermutlich gesperrt wird.)

Da Viktoria eine Frau als Vorgesetzte hat, sind diese Bezeichnungen nicht nur völlig daneben, sondern auch haltlos. Viktorias Art ist kalt, damit will sie sich schützen, und ihre Position hat sie einzig und allein durch Arbeit, und das Tag und Nacht, erreicht. Dass sie ihre Trauer unter Bergen von Arbeit vergräbt, ist sicher nicht richtig und gesund, aber dennoch hat sie das, was sie hat, genau dadurch erreicht - und durch nichts anderes.

Viktoria konnte ich zu großen Teilen verstehen und dadurch ihre ruppige Art akzeptieren, Jakes Bemerkungen über erfolgreiche Frauen jedoch haben ihn mir sehr unsympathisch gemacht.

Als ihre Chefin beschließt, sie als Team zusammenarbeiten zu lassen und zu einem Coaching zu schicken, bekommt die Geschichte eine unterhaltsame Wendung. Eine öffentliche Toilette putzen, Burger braten, in ein fernes Land reisen und dort mit einem Coach zu arbeiten, das hat Potential. Leider wurde auch das nicht ganz ausgeschöpft. Ich habe die Eindrücke von Island sehr genossen, aber die Annäherung der beiden dort ist rein körperlich. Auch das tolle Konzept, das sie erarbeiten, wird nicht näher beleuchtet. Mich hätte interessiert, wie ihre Erlebnisse dort auf die Präsentation Einfluss genommen haben.

Was folgt, sind einige pikante und detaillierte Szenen, auf die ich gut verzichten hätte können. Wie sich Jake und Viktoria dadurch auch emotional annähern, blieb mir verborgen.

Zurück in London wird Viktoria von ihrer Vergangenheit eingeholt, wie immer verliert sie kein Wort darüber und dadurch eskaliert die Situation.

So spannend und interessant ich manche Passagen fand, ganz warm wurde ich mit der Geschichte nicht. Das und der zähe Einstieg kosten einige Sternchen, auch wenn der Stil locker ist und sich die Geschichte leicht liest/anhört.

Fazit: Eine Enemy-to-Lover-Story mit zähem Einstieg, deren Potential nicht ausgeschöpft wurde.

Spoiler- und vor allem Triggerwarnung:

Viktoria wurde schwanger und ihre Tochter ist kurz nach deren ersten Geburtstag gestorben. Die Passagen, in denen darüber berichtet wird, ihre Trauer und Verzweiflung sind sehr intensiv. Wenn du Erfahrungen mit dem Thema hast, überlege dir gut, ob du diese Geschichte lesen/hören willst!


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Veröffentlicht am 19.02.2025

Eine kurze aber intensive, inspirierende Geschichte mit hilfreichen Fragen!

Ein Ohrensessel, zwölf Fragen und eine Reise zu dir selbst
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"Damals lag vor ihr der tief verschneite Weg, den noch keine Menschenseele betreten hatte. Magisch. Verlockend. Bereit. Bereit für sie und die Fußstapfen, die sie hinterlassen würde."

Seite 82

Ein paar ...

"Damals lag vor ihr der tief verschneite Weg, den noch keine Menschenseele betreten hatte. Magisch. Verlockend. Bereit. Bereit für sie und die Fußstapfen, die sie hinterlassen würde."

Seite 82

Ein paar Tage dürfen wir die Autorin begleiten, durch Alltagssituationen und wunderschöne Momente. Es begann mit einem Ohrensessel: Gekauft, um der Mittelpunkt und Ruhepol in ihrem Arbeitszimmer zu sein, versinkt er unter Alltagsgegenstände und kommt nicht zur Wirkung. Beherzt greift Tanja zu, sortiert, entrümpelt, und findet so den richtigen Platz. Eine wunderschöne Metapher für all das, was schon in uns darauf wartet, zu strahlen, aber unter dem Trott der täglichen Erledigungen nicht zum Vorschein kommt.

Eingeflochten in ihre Erzählung stellt die Autorin zwölf Fragen, die zum Nachdenken anregen. Worauf lege ich meinen Fokus, wovor habe ich Angst. Was passiert, wenn ich das, was ich will, trotz meiner Angst tue?

Das Büchlein ist klein gehalten, wenige Seiten, und steckt doch voller Inspiration und Magie!

Die Seiten lesen sich leicht dahin, ruhig und sanft erzählt sie von schönen Ausblicken, Wanderungen, ... Doch die Fragen begleiten einen noch lange nach dem Lesen.

Wer sich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zu einem besseren Leben erwartet, ist hier fehl am Platz. Viel mehr regt die Autorin dazu an, sich sein Ziel selber zu setzen und den eigenen Weg mit den eigenen Zwischenstopps selbst zu definieren und zu gehen. Denn es gibt nicht den EINEN Weg, sondern DEINEN Weg!

Gerne ließ ich mich von Tanja Köhler zum Innehalten bewegen und werde sicher noch öfter an den Ohrensessel denken - und an die zwölf Fragen!

Fazit: Eine kurze aber intensive, inspirierende Geschichte mit hilfreichen Fragen!

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Chronologie einer Angststörung, von der ich mir etwas mehr Mut und etwas weniger Angst erwartet habe.

Mut beginnt im Herzen
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"Es geht nicht darum, keine Angst mehr zu haben. Es geht darum, die Dinge trotz Angst zu tun."
Vorab eine audrückliche Triggerwarnung: Es geht in diesem (Hör-)Buch um die Erlebnisse einer Frau, die plötzlich ...

"Es geht nicht darum, keine Angst mehr zu haben. Es geht darum, die Dinge trotz Angst zu tun."
Vorab eine audrückliche Triggerwarnung: Es geht in diesem (Hör-)Buch um die Erlebnisse einer Frau, die plötzlich mit heftigen Panikattacken zu kämpfen hat und sich nur langsam ihrer Angststörung stellt. Ich persönlich habe keine Erfahrung mit Attacken dieser Art, aber selbst mich haben die hautnahen Schilderungen der körperlichen und psychischen Auswirkungen mitgenommen. Deshalb: Achtet auf euch, brecht ab, wenn es zu viel wird, sucht euch Hilfe, wenn es euch belastet!
Zum Inhalt: Wie es scheint aus heiterem Himmel wird die namenlose Protagonistin von einem Tag auf den anderen von einer schweren Panikattacke überrollt, der Zeitpunkt könnte schlechter nicht sein: Im Zug, mit ihren kleinen Kindern, auf der Heimreise von einem Kurzurlaub bei einer Freundin, der eigentlich Entspannung hätte bringen sollen.
Ich habe mir dem Titel und der Beschreibung nach etwas mehr Mut und etwas weniger Angst vorgestellt. Von daher hat mich die Autorin überrascht. Sie lässt uns daran teilhaben, wie die Protagonistin das erste Mal von Panik heimgesucht wird, wie scheinbar Alltagstätigkeiten auf einmal eine unüberwindbare Hürde werden. Lange hält sie es vor ihrer Familie geheim, nur langsam sucht sie sich Hilfe. Gerade damit tue ich mir sehr schwer, so etwas vor dem Partner und den Kindern zu verheimlichen schafft tiefe Risse und Verletzungen, die oft nie oder nur langsam heilen. Zu spüren und eigentlich zu wissen, dass es dem Anderen nicht gut geht und ausgeschlossen zu bleiben, das schmerzt.
Sie berichtet auch über die Schwierigkeiten, einen Termin zu bekommen, wie Wochen vergehen auf der Suche nach Hilfe auf Kasse. Diese Abläufe fand ich erschreckend realistisch. Wie jemand, der dringend Hilfe benötigt, vom System vor große Hindernisse gestellt wird. Ein Kassenplatz scheint utopisch - bis sich die Protagonistin öffnet und auch anderen von ihren Problemen erzählt und so in Kontakt mit einer wirklich hilfreichen Therapeutin kommt.
Nur langsam geht es aufwärts, manche Dinge scheinen wie ein nicht zu gewinnender Kampf. Doch sie findet Hilfe und Kraft, bei ihren Freundinnen, ihrer Familie, und nicht zuletzt in ihrem Garten. Viel zu lange hat sie vergessen, wie sehr sie die Gartenarbeit erdet, wie sie zur Ruhe kommt, wenn sie der Natur beim wachsen zusehen und helfen kann.
Ich war vom Aufbau des Buches doch überrascht, ich hatte mir eher ein Sachbuch im Romanformat erwartet. Greifbar nimmt uns die Erzählerin mit auf ihre große Reise zu einem mutigeren Leben, bei der jeder Schritt, sei er auch noch so klein, zum Ziel führt.
Etwas unrealistisch fand ich den raschen Heilungsprozess und vor allem die sich reibungslos entwickelnden positiven Änderungen im Umfeld, durch die sich viele Herausforderungen viel zu rasch in Luft aufgelöst haben.
Bei der Bewertung tue ich mir echt schwer. Es ist ein Roman in Ich-Perspektive. Wer wirklich Hilfestellung bei Angststörungen erwartet, der wird hier nur wenig Anregung finden. Für einen mutmachenden Unterhaltungsroman fand ich die Passagen der Panikattacken zu lang und belastend.
Fazit: Chronologie einer Angststörung, von der ich mir etwas mehr Mut und etwas weniger Angst erwartet habe.

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