Die Reise geht weiter
Game of ThronesDie Dunkle Königin schließt nahtlos an die vorherigen Ereignisse an und bringt uns wieder zurück zu Daenerys in Meereen – doch diesmal hatte ich das Gefühl, dass sich die Handlung ein kleines bisschen ...
Die Dunkle Königin schließt nahtlos an die vorherigen Ereignisse an und bringt uns wieder zurück zu Daenerys in Meereen – doch diesmal hatte ich das Gefühl, dass sich die Handlung ein kleines bisschen mehr zieht.
Natürlich gibt es wieder viele spannende Entwicklungen, politische Intrigen und neue Allianzen, aber insgesamt fühlte sich dieser Teil für mich etwas ruhiger und weniger überraschend an als die vorherigen. Gerade nach dem starken Der Sohn des Greifen hatte ich hier das Gefühl, dass vieles eher auf der Stelle tritt, anstatt richtig voranzugehen.
Dennoch gab es auch hier einige sehr starke Momente – vor allem die innere Zerrissenheit von Daenerys, ihr Kampf zwischen Macht, Moral und ihrer eigenen Identität, wurde intensiv und glaubwürdig dargestellt. Man merkt, wie sehr sie sich bemüht, das Richtige zu tun, obwohl alles um sie herum immer weiter aus dem Ruder läuft.
Auch die Kapitel mit Quentyn Martell haben für einige interessante neue Perspektiven gesorgt, auch wenn sie mich emotional nicht ganz so gepackt haben wie andere Handlungsstränge.
Was mir aber trotzdem wieder richtig gut gefallen hat, ist, wie vielschichtig George R. R. Martin seine Welt weiter ausbaut. Die Konflikte spitzen sich zu, und man merkt, dass das große Finale näher rückt – auch wenn dieser Band für mich eher wie das letzte tiefe Einatmen vor dem Sturm wirkt.
Die Dunkle Königin war für mich ein solider, aber etwas schwächerer Teil – nicht schlecht, aber eben auch nicht ganz auf dem Level der vorherigen Bände. Ich bin aber umso gespannter, was jetzt kommt und wie sich all die losen Fäden langsam zusammenfügen werden.