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Veröffentlicht am 24.01.2022

Endlich wieder eine Leiche...

Schwarzwälder Morde
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Bei diesem Buch handelt es sich um einen abgeschlossenen Teil einer Krimireihe, den man auch eigenständig lesen kann. Ich empfehle aber trotzdem, den ersten Fall vorher zu lesen, denn da lernt man die ...

Bei diesem Buch handelt es sich um einen abgeschlossenen Teil einer Krimireihe, den man auch eigenständig lesen kann. Ich empfehle aber trotzdem, den ersten Fall vorher zu lesen, denn da lernt man die Eigenheiten von Kommissar Schmälzle schon sehr gut kennen, sodass einem der Einstieg sehr leicht fällt.

Gut gefallen hat mir, dass wieder sehr viel Lokalkolorit eingebracht wurde. Zwar unterbrechen die in Dialekt geschriebenen Dialoge meinen Lesefluss und ich muss mich ganz schön konzentrieren, was denn jetzt gesagt wurde, aber es passt sehr gut zum Setting und bietet auch ein bisschen Raum zum Schmunzeln.

Denn für mich ist dieses Buch ein Feel-Good-Krimi. Ja, es gibt eine Leiche und es wird ermittelt, aber zwischen den Zeilen ist es doch auch mit einem Augenzwinkern zu sehen. Auch wenn das Cover auf ganz viel Blut hindeutet, ist er auch etwas für Leser mit nicht so starken Nerven.

Die Spannung ist natürlich nicht so hoch wie in einem ernsten Krimi, aber wer das mag, der macht hier nichts falsch. An dieser Stelle sind die Figuren meines Erachtens wichtiger und diese sind wirklich gelungen. Ich kenne keine Schwarzwälder persönlich und bin mir bewusst, dass hier auch mit Klischees gespielt wird - und das ist für mich völlig okay.

Ermittelt wird natürlich auch und man hat die Möglichkeit, sich seine eigenen Gedanken über den Täter und die Gründe zu machen. Die Auflösung am Ende war gelungen und hat gut zur Geschichte gepasst.

Insgesamt hat mir dieser zweite Teil um Längen besser gefallen als sein Vorgänger. Von mir gibt es 4 Sterne.

Veröffentlicht am 24.01.2022

Nicht mein Fall

Alpendöner
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Der Einstieg in das Buch ist mir leider überhaupt nicht leicht gefallen. Ich habe die ersten 60 Seiten gelesen und habe mich mit dem Schreibstil unheimlich schwer getan. Der Satzbau ist ziemlich monoton ...

Der Einstieg in das Buch ist mir leider überhaupt nicht leicht gefallen. Ich habe die ersten 60 Seiten gelesen und habe mich mit dem Schreibstil unheimlich schwer getan. Der Satzbau ist ziemlich monoton und ich hatte das Gefühl, dass sehr viel beschrieben wird, ohne das irgendetwas passiert.

Weil ich nicht so wirklich in das Buch hineinkam, habe ich es erstmal zur Seite gelegt und später noch einen zweiten Versuch gestartet. Da ging es schon etwas besser, weil ich wusste, was mich erwartet und man gewöhnt sich auch an diesen ungewöhnlichen Schreibstil. Richtig flüssig wurde es für meinen Geschmack aber nicht.

Ein weiteres Manko war, dass ich mich mit dem Protagonisten Birne einfach nicht anfreunden konnte. Er hat harte Seiten hinter sich - deswegen auch der bereits im Klappentext angekündigte Umzug. Deswegen ist er häufig betrunken, wirkt depressiv und nicht gerade wie ein Menschenfreund. Mich hat außerdem gestört, dass er nicht sagt, wenn ihn etwas stört und dann lieber anderen nach dem Mund redet.

Spannung kam beim Lesen gar nicht auf. Alles hat sich ziemlich gezogen und weil so viel Wert auf Details gelegt wird, stand der Fall auch für mich eher im Hintergrund.

Mir hat das typische "Allgäu-Feeling" gefehlt, dass man sonst von Regionalkrimis kennt.

Ich denke, das Buch wird seine Liebhaber finden - mein Fall war es aber nicht. Von mir gibt es 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 21.01.2022

Ostern, Essen, Tod

Osterfeuer
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Bei diesem Buch habe ich mich auf einen Wohlfühl-Krimi gefreut und ich wurde nicht enttäuscht, habe aber sogar noch etwas mehr bekommen, als erwartet.

Man kommt schnell in die Geschichte hinein, das Setting ...

Bei diesem Buch habe ich mich auf einen Wohlfühl-Krimi gefreut und ich wurde nicht enttäuscht, habe aber sogar noch etwas mehr bekommen, als erwartet.

Man kommt schnell in die Geschichte hinein, das Setting ist toll beschrieben, sodass auch ein wenig Urlaubsfeeling aufkommt und die Figuren sind alle richtig liebenswert. Ich mochte die kleinen Details wie den Hund der Protagonistin richtig gerne, denn so hat man sich mitten im Kreis der Familie gefühlt.

Dazu beigetragen hat natürlich auch das leckere Essen. Denn als Kochbuchautorin weiß Trude, wie man aus tollen Zutaten etwas Leckeres zaubert. Zwar kann man nicht probieren, aber als Leser wird man definitiv inspiriert.

Gut gefallen hat mir, dass es nicht sofort mit einer Leiche beginnt, sondern man erstmal Trude und ihre Freundinnen kennenlernt. Dabei wird viel Wert auf die zwischenmenschlichen Beziehungen gelegt. Als dann der Überraschungsgast auftaucht - von dem ich hier nicht mehr verrate - wird noch deutlicher, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Die Stimmung verändert sich in kleinen Nuancen, was wirklich gut umgesetzt war.

Die Leiche passt dann auch perfekt in den Aufbau des Buches. Spannung stand für mich nicht an erster Stelle, aber sie kommt dann auf jeden Fall auf. Der Ton wird rauer und jeder ist verdächtigt. Dabei kann man auch super miträtseln und versuchen, dem Täter auf die Spur zu kommen.

Einen großen Teil der Aufklärungsarbeit übernimmt hier die Polizei. Mir war beim Lesen nicht bewusst, dass ich bereits einen anderen Teil der Reihe rund um Georg Angermüller gelesen habe. Aber als der Kommissar dann seinen Auftritt hat, habe ich mich an ihn und seine Liebe für leckeres Essen erinnert. Damit ist auf jeden Fall bewiesen, dass er Wiedererkennungswert hat, was bei einer Reihe für mich sehr wichtig ist.

Insgesamt hat mir der Krimi sehr gut gefallen. Ich setze die anderen Bände auf meine Wunschliste, denn falsch macht man hier definitiv nichts. Von mir gibt es 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 21.01.2022

Urlaub trifft Mord

Limoncellolügen
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Bei dem Buch handelt es sich um den zweiten Teil einer Krimi-Reihe rund um die Köchin Doro Ritter. Die einzelnen Fälle sind aber abgeschlossen, sodass "Limoncellolügen" auch ohne Vorkenntnisse gelesen ...

Bei dem Buch handelt es sich um den zweiten Teil einer Krimi-Reihe rund um die Köchin Doro Ritter. Die einzelnen Fälle sind aber abgeschlossen, sodass "Limoncellolügen" auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Für mich war es das erste Buch von Gudrun Grägel und ich hatte keine Verständnisprobleme, sondern jetzt nur ein Buch mehr auf der Wunschliste.

Doro ist eigentlich Köchin in Deutschland, reist aber nach einem Hilferuf ihrer Freundin an den Gardasee, um in deren Hotel die Küche zu schmeißen. Doch der fehlende Koch ist nicht das einzige Problem, denn es gibt auch einen Toten im Hotel-Pool. Doro nimmt also gleich zwei Rollen ein und ist damit eine kochende Ermittlerin.

Der Krimi ist auf jeden Fall ein Wohlfühlkrimi. Durch die anschaulichen Landschaftsbeschreibungen kann man sich alles genau vorstellen und in die Sonne träumen. Ich habe das beim Lesen richtig genossen und Lust auf die Gegend bekommen. Man hat das Gefühl, man ist vor Ort, auch wenn man im echten Leben noch nicht da war. Das zeigt auch, dass die Autorin hier sehr gut recherchiert hat.

Schön fand ich auch die vielen Passagen, in denen Doro das Menü für die Gäste plant und dann in der Küche wirbelt, um etwas Leckeres auf den Tisch zu zaubern. Hungrig sollte man dieses Buch auf jeden Fall nicht lesen. Man hat auch einen guten Einblick bekommen, wie es in Hotelküchen - zumindest in kleinen - zugeht.

Was aber natürlich durch diese "Einschübe" etwas verloren geht, sind die eigentlichen Ermittlungen bzw. der Fall. Der Spannungsaufbau wird immer wieder etwas unterbrochen, weil es zurück ins Privatleben bzw. in die Küche geht. Insgesamt ist die Mischung aus beiden Welten aber doch gelungen.

Was hinter dem Toten steckt, erfährt man nach und nach. Man begleitet Doro bei der Aufklärung und kann sich eigene Gedanken machen. Am Ende fügt sich alles schlüssig zusammen.

Wer es nicht allzu blutig mag, sondern Urlaubsfeeling mit Spannung, der ist bei diesem Buch auf jeden Fall richtig.

Von mir gibt es 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 21.01.2022

Starke Fortsetzung

Todesrauschen
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Vorab: Wenn man dieses Buch genießen möchte, dann muss man die beiden Vorgängerbände kennen. Zwar wird die ein oder andere Info wieder aufgegriffen, aber die drei Teile greifen so komplex ineinander, dass ...

Vorab: Wenn man dieses Buch genießen möchte, dann muss man die beiden Vorgängerbände kennen. Zwar wird die ein oder andere Info wieder aufgegriffen, aber die drei Teile greifen so komplex ineinander, dass man sonst zu viel verpasst. Vor allem weil der zweite Teil mit einem Cliffhanger endet und es mehr oder weniger direkt weitergeht.

Bei mir war ziemlich viel Zeit zwischen Teil 2 und Teil 3 und mir ist der Einstieg dann doch etwas schwerer gefallen als erwartet. Ich denke, ich rereade die Reihe nochmal in Ruhe. Aber nachdem ich mir ins Gedächtnis gerufen habe, was alles passiert ist, habe ich es richtig genossen.

Denn im Gegensatz zu den Vorgängern kommt man kaum zum Luft holen. Die Handlung spielt eigentlich innerhalb eines Tages - mit ein bisschen Vor- und Nachbereitung -, was dazu führt, dass die Spannung permanent hochgehalten wird.

Ich habe in meiner letzten Rezension kritisiert, dass jetzt endlich mal etwas neues zum totgeglaubten Bruder von Jula, der Hauptperson, kommen muss. Das hat sich nämlich schon etwas gezogen. Hier wird man auf jeden Fall für das Warten entschädigt, denn endlich erfährt man mehr. Was, das verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht.

Zwischen den beiden Protagonisten Jula, der True Crime-Podcasterin, und Hegel, dem forensischen Phonetiker, besteht eine gewisse Hass-Liebe, bereits seit Ende des ersten Bandes. Es war gut, dass diese fortgesetzt wurde, aber auch nochmal auf eine andere Ebene gehoben wird. Die Figuren entwickeln sich hier auf jeden Fall weiter. Was mich selbst ein wenig verwundert: Meine Sympathie ist ein bisschen in Schieflage geraten: Während ich vorher Hegel unausstehlich fand und Jula meine Heldin war, hat sie mich diesmal fast etwas genervt, während er irgendwie dann doch nicht ganz so blöd ist. Ich mag es, wenn es nicht nur Schwarz-Weiß gibt, sondern auch etwas dazwischen.

Auch der Schreibstil ist einfach klasse. Man liest das Buch einfach so weg, weil es keine Längen hat und einfach super spannend ist. Alles fügt sich auch gut ineinander, sodass man die Handlung immer sehr gut nachvollziehen kann und sie glaubwürdig ist.

Nachdem der zweite Teil ja etwas schwächer war, ging es mit diesem wieder steil bergauf. Von mir gibt es deshalb 5 Sterne!

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