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Veröffentlicht am 30.08.2021

Hinter den Schul-Kulissen

Instagrammatik
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Gehört habe ich von den Büchern von Herrn Schröder schon einiges, allerdings war "Instagrammatik" mein erstes Buch von ihm.
Ich bin selbst Lehrerin und habe die letzten 1,5 Schuljahre auch mit Homeschooling, ...

Gehört habe ich von den Büchern von Herrn Schröder schon einiges, allerdings war "Instagrammatik" mein erstes Buch von ihm.
Ich bin selbst Lehrerin und habe die letzten 1,5 Schuljahre auch mit Homeschooling, Videounterricht etc. zu kämpfen gehabt. Deshalb war ich gespannt, wie es in diesem Buch humorig umgesetzt wurde.
Der Stil ist sehr leicht zu lesen, die Kapitel sind kurz, man kann über die Seiten fliegen. Es ist eine seichte Lektüre, die genau das richtige ist, um ein bisschen abzuschalten. Manchmal fand ich die Ausdrucksweise etwas bemüht, was im Kontext des Inhalts aber okay war.
Dieser hat mich aber ehrlich gesagt ganz schon enttäuscht. Irgendwie dachte ich, das Buch wäre näher am Schulalltag. So war es doch ganz schön weit weg. Kann man machen und die Grundidee hat ja gepasst - aber dann muss die Story bitte auch ein bisschen schlüssiger sein. Hier blieb sie mir oft zu oberflächlich.
Insgesamt war das Buch für mich eine nette Unterhaltung, allerdings nichts, was ich lange im Kopf behalten werde. Ich denke auch nicht, dass ich die Reihe weiterverfolge. Vielleicht bin ich als Lehrkraft aber auch nicht die Zielgruppe.

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Veröffentlicht am 15.08.2021

Die Frage aller Fragen...

Die Gottesmaschine
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Die Grundthematik dieses Thriller ist - wie man schon am Klappentext erkennt - Glaube vs. Wissenschaft. Und das fand ich sehr spannend. Denn auch wenn man nicht in die Kirche geht oder an einen Gott glaubt, ...

Die Grundthematik dieses Thriller ist - wie man schon am Klappentext erkennt - Glaube vs. Wissenschaft. Und das fand ich sehr spannend. Denn auch wenn man nicht in die Kirche geht oder an einen Gott glaubt, steht ja doch die Frage im Raum, wie unsere Welt und das Universum entstanden ist. Insofern hat mich die Plotidee sofort angesprochen.

Befeuert wird die Spannung dadurch, dass der Autor bereits im Vorwort erwähnt, dass es alle genannten Erkenntnisse wirklich gibt. Ein Pluspunkt, da es für die ausführliche Recherche und fundiertes Hintergrundwissen spricht. Allerdings hatte ich ein bisschen Angst, dass es etwas zu theoretisch werden könnte - und das tat es für mich an der ein oder anderen Stelle. Dabei muss ich gestehen, dass ich mich nicht sonderlich für Naturwissenschaften interessiere und deshalb waren manche Erklärungen einfach zu langatmig. Leider bin ich auch für das Codeknacken zu ungeduldig.

Und hier ist auch der größte Kritikpunkt für mich an diesem Buch: Es ist wirklich spannend, man weiß lange nicht, wer oder was dahinter steckt, die unbeantwortete Frage steht im Raum, man wechselt öfter die Perspektiven zwischen dem Kloster und dem Vatikan - aber an manchen Stellen ist es einfach zu langatmig. Zwischendurch zieht sich die Handlung etwas, hier ist der Autor sehr detailverliebt, was für mich nicht hätte sein müssen.

Super hingegen fand ich, wie das Buch endet. Es passt richtig gut, auch wenn ich im ersten Augenblick etwas enttäuscht war. Allerdings hat es mich dazu gebracht, noch eine ganze Weile über das Buch nachzudenken - und das ist dann für mich immer ein Pluspunkt.

Der Schreibstil ist sehr bildhaft, was dafür sorgt, dass man sich alles genau vorstellen kann. Außerdem werden die einzelnen Figuren sehr genau beschrieben, so merkt man sich schnell, wer wer ist. An der ein oder anderen Stelle ging es mir etwas zu langsam voran, aber das habe ich ja bereits erwähnt.

Unschlüssig bin ich hingegen, wie ich den Protagonisten beurteilen soll. Lombardi ist ein sehr sympathischer Mann, der das Herz am rechten Fleck hat und offen für Neues ist. Außerdem ist er mutig und selbstlos. Allerdings ist er auch unglaublich naiv, was mich dann gerade gegen Ende etwas gestört hat. Hier verhält er sich nämlich nicht so, wie man es erwarten würde, weil er viel zu vertrauensselig ist. Aber vielleicht braucht unsere Welt auch einfach mehr Menschen, die so sind wie er und an das Gute im Anderen glauben.

Alles in allem wurde ich gut unterhalten und wer sich für diese Thematik interessiert, macht auf jeden Fall nichts falsch. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.08.2021

Für immer?

Never Never
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Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich ein Buch von Colleen Hoover gelesen habe. Deshalb wurde es wirklich mal wieder Zeit und der Klappentext von "Never Never" hat mich neugierig gemacht.

Das Buch ...

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich ein Buch von Colleen Hoover gelesen habe. Deshalb wurde es wirklich mal wieder Zeit und der Klappentext von "Never Never" hat mich neugierig gemacht.

Das Buch wird abwechselnd aus Sicht der beiden Protagonisten Charlie und Silas erzählt. Die Beiden sind ein Paar bzw. waren es, haben aber ihr Gedächtnis verloren und können sich an gar nicht erinnern.

Der Aufbau hat mir sehr gut gefallen. Durch die unterschiedlichen Perspektiven bekommt man viele tiefe Eindrücke und außerdem sorgt es für Abwechslung und kleine Mini-Cliffhanger innerhalb des Buches. Die jeweilige Perspektive ist auch immer mit dem Namen überschrieben, sodass man nicht durcheinander kommt. Außerdem gibt es auch immer wieder Briefe, die viele Hintergrundinfos geben und nochmal eine andere Art des Erzählens sind.

Leider konnte mich das Buch aber inhaltlich nicht überzeugen. Ich hatte gehofft, dass es eine realistische Erklärung für den Gedächtnisverlust gibt. Die "Auflösung" ist mir einfach zu mystisch. Außerdem standen die Protagonisten oft auf der Leitung. Hier ging dann die Handlung nicht voran und ich dachte permanent: Warum versteht ihr das nicht? Das hat mich dann geärgert.

Natürlich gibt es eine schöne Liebesgeschichte, aber auch hier geht alles so schnell, dass es fast unglaubwürdig ist. Mir hat einfach die Tiefe gefehlt. Das Buch bleibt oft oberflächlich und ich hatte mehrfach das Gefühl, dass ich etwas überlesen habe.

Vielleicht bin ich mittlerweile einfach zu alt für die Autorin. Von mir gibt es nur 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.08.2021

Date mit Hintergedanken

Das alte Böse
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Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen, weil ich den Film nicht kannte und der Klappentext auch nicht wirklich große Hinweise liefert. Und das ist eigentlich immer ganz gut, denn so kann ...

Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen, weil ich den Film nicht kannte und der Klappentext auch nicht wirklich große Hinweise liefert. Und das ist eigentlich immer ganz gut, denn so kann man sich einfach auf den Plot einlassen.

Das Buch ist so aufgebaut, dass man mal durch die Augen von Betty, mal durch die Augen von Roy blickt. Immer wieder gibt es Rückblenden in die Vergangenheit, in denen man immer mehr Details über Roys Vergangenheit erfährt. Dadurch wird einem schnell klar, dass er eine sehr unangenehme Person ist. Man merkt auch schnell, dass es ihm gar nicht um Betty geht.

Sie hingegen bleibt länger blass. Man erfährt keine Details, aber man hat das Gefühl, dass sie doch nicht so naiv ist, wie Roy glaubt. Sie scheint sich in dieser Rolle wohlzufühlen.

Also ahnt man beim Lesen, dass hinter allem noch mehr steckt. Was es dann ist, hat mich auch wirklich sprachlos zurückgelassen. Denn es ist heftig und erschütternd.

Allerdings war der Weg dahin sehr holprig. Das Buch zieht sich, man möchte endlich, dass es weitergeht oder man mehr Informationen bekommt, aber diese kommen nur sehr zäh.

Alles in allem kann ich mich der Begeisterung anderer Leser nicht anschließen. Es hat mich einfach nicht abgeholt. Allerdings kann ich mir vorstellen, den Film zu sehen. Ich bin sogar richtig neugierig, wie die Geschichte umgesetzt wurde. Als Buch allerdings gibt es von mir nur 2,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.08.2021

Zwei Türen, eine Entscheidung

Ausweglos
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Bei diesem Buch musste ich nicht lange überlegen: Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, wusste ich, dass ich es lesen möchte. Und ich bereue es nicht.

Denn „Ausweglos“ ist super spannend und überrascht ...

Bei diesem Buch musste ich nicht lange überlegen: Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, wusste ich, dass ich es lesen möchte. Und ich bereue es nicht.

Denn „Ausweglos“ ist super spannend und überrascht mit vielen Wendungen, mit denen man als Leser nicht rechnet.

Es ist auch kein klassischer Thriller (wenn es so etwas wie einen klassischen Thriller überhaupt gibt), weil doch so viel mehr hinter allem steckt als ein „normaler“ Serienmörder.

Die Spannung wird gleich zu Anfang aufgebaut. Es gibt die im Klappentext geschilderte Situation, man hat eine Leiche und die Ermittlungen beginnen.

Gelungen ist, dass die Geschichte in unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. Dadurch lernt man nicht nur die einzelnen Figuren besser kennen, sondern man erfährt auch die unterschiedlichen Hintergründe und Ziele. Außerdem gibt es immer wieder kleine Cliffhanger. Aus der Hand legen kann man das Buch wirklich nicht.

Es ist flüssig geschrieben, man kommt gut mit und es gibt so gut wie keine Längen. Allerdings gibt es in der ersten Hälfte einige Passagen, bei denen ich mich beim Lesen gefragt habe, wozu wir Leser diese Infos jetzt bekommen, da ich sie als unnötig für die Story empfand. Das war zwar dann nicht der Fall, aber es hätte etwas kürzer gefasst werden können.

Ein kleiner Hinweis: In dem Buch geht es unter anderem auch um einen unerfüllten Kinderwunsch und die damit verbundenen Emotionen. Wer sich gerade in einer solchen Situation befindet, sollte das Buch nicht lesen. Auch wenn es nicht der Mittelpunkt der Geschichte ist, ist es dennoch sehr präsent.

Was mich aber wirklich abgeholt und den Thriller zu einem 5-Sterne-Buch gemacht hat, war das Ende und die Auflösung. Damit konnte man als Leser einfach nicht rechnen. Und trotzdem hat sich dann alles so gut ineinander gefügt. Super!

Ich bin wirklich gespannt auf das nächste Buch von Henri Faber und vergebe - wie erwähnt - 5 Sterne!

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