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Veröffentlicht am 25.01.2025

Es ist nicht alles Gold, was glänzt - Spannend und atmosphärisch

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Die Autorin hat für ihren neuen Krimi als Schauplatz ein abgelegenes hypermodernes Hotel auf einem Lavafeld in Westisland gewählt. Hier trifft sich die superreiche Familie Snæberg über das Wochenende, ...

Die Autorin hat für ihren neuen Krimi als Schauplatz ein abgelegenes hypermodernes Hotel auf einem Lavafeld in Westisland gewählt. Hier trifft sich die superreiche Familie Snæberg über das Wochenende, um den 100. Geburtstag eines längst verstorbenen Familienmitgliedes zu feiern. Neben den Feierlichkeiten, bei denen auch eine erhebliche Menge an Alkohol fließt, sind auch gemeinsame Unternehmungen geplant. Und schon bereits hier sieht man, dass mehr Schein als Sein vorherrscht.

Ich habe bereits die Vorgängerbände gelesen, doch dieser Band setzt sich in der Erzählweise erheblich von den anderen ab. Anfänglich steht nicht die Ermittlung im Vordergrund, sondern die einzelnen Familienmitglieder, aus deren Sicht, Gedanken- und Gefühlswelt wechselweise erzählt wird. Um eine bessere verwandtschaftliche Übersicht der einzelnen Personen zu bekommen, ist der Stammbaum sehr hilfreich.

Die Kapitel sind kurz und durch die ständigen Personen- und Zeitwechsel, im Jetzt und der vorangegangenen Tage, braucht der Leser eine gewisse Zeit, um sich ganz auf diese Familie und ihre Geheimnisse einzulassen und die Zusammenhänge zu ergründen. Doch je mehr man in diese Geschichte eintaucht, desto spannender werden die Auflösungen, die sich natürlich erst nach und nach ergeben. Dies hält den Spannungsbogen ab dem zweiten Drittel sehr hoch.

Die Beschreibungen sowohl von der Landschaft wie auch von den Witterungsverhältnissen waren sehr szenisch, so dass dieser Hintergrund und die Stimmung innerhalb der Familie mit den einzelnen gut ausgearbeiteten Charakteren eine ganz eigene Atmosphäre gebildet haben.

Die Ermittlungsarbeit ist hier eher zur Nebensache geworden, was ich sehr schade fand. Dieser Band müsste eigentlich der erste sein, da am Ende erst von Elma gesprochen wird und die wiederum erst in Verschwiegen das erste Mal zum Einsatz kommt.

Nichtsdestotrotz hat mich der Krimi gut unterhalten und für Island- und Krimifans ist es wieder eine spannende Lektüre.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Gesunde Ernährung für ein strahlendes Lächeln

AL Dente
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Dieses Kochbuch zeigt auf, wie sich die Zahngesundheit durch sechs Prinzipien einer ausgewogenen und gesunden Ernährung ganz einfach realisieren lässt. Dies wird anschaulich im ersten Kapitel erklärt. ...

Dieses Kochbuch zeigt auf, wie sich die Zahngesundheit durch sechs Prinzipien einer ausgewogenen und gesunden Ernährung ganz einfach realisieren lässt. Dies wird anschaulich im ersten Kapitel erklärt. So gerüstet kann man sich durch den Tag schlemmen. Angefangen beim Frühstück, über den kleinen Snack für zwischendurch oder unterwegs, Salate, Bowls und Vorspeisen, warme Gerichte und Hauptspeisen bis hin zu Desserts und süßen Gerichten.
Die jeweiligen Rezepte sind immer mit einem sehr ansprechenden Bild dargestellt. Das Auge isst ja schließlich mit. Unter dem Rezept findet man eine Aufstellung, welcher der sechs Prinzipien das Gericht entspricht.
Zwischendurch kommen immer wieder Ernährungsmediziner, Wissenschaftler, Zahnärzte und Köche etc. zu Wort, die sich ausgiebig mit der zahngesunden Ernährung beschäftigt haben. Aufgelockert wird das Kochbuch noch durch kleine Artikel, sogenannte Wissenshappen. Die Kennzeichnung vegetarisch/vegan ist hier auch noch positiv zu bewerten.
Das Cover mit dem perfekt gewählten Titel zeigt ganz offensichtlich, dass Zahngesundheit und Ernährung hier im Vordergrund stehen.
Alles im allem ist es ein gutes Kochbuch mit teils interessanten Gerichten. Dabei haben es mir die Bowls, die ich bereits zubereitet habe, sehr angetan. Ich finde es immer wichtig, dass die Zutaten gut zu besorgen sind und für jeden Geldbeutel etwas dabei ist (außer dem Trüffel).

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Veröffentlicht am 25.12.2024

Cold Cases - Spannende Abgründe hinter verschlossenen Türen

Dorn. Hotel der Angst
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Für mich ist es das erste Buch von Jan Beck und die Erwartungen waren groß, da ich schon viel von ihm gehört habe. Und dieser Auftakt zur neuen Thriller-Serie um den Kriminalpsychologen Simon Dorn und ...

Für mich ist es das erste Buch von Jan Beck und die Erwartungen waren groß, da ich schon viel von ihm gehört habe. Und dieser Auftakt zur neuen Thriller-Serie um den Kriminalpsychologen Simon Dorn und die Ermittlerin Lea Wagner hat es in sich.

Simon Dorn, einst ein angesehener Kriminalpsychologe, wurde durch den Tod seiner Frau völlig aus der Bahn geworfen. Sein Rückzugsort ist das in Familienbesitz befindliche alte baufällige Hotel, das Dornwald, in Bad Gastein, das seine besten Zeiten lange hinter sich gelassen hat. Ungewöhnliche Abgründe und Cold Cases warten hinter den Türen dieses Hotels und die zu lösen, hat sich Simon Dorn zur Aufgabe gemacht.

Bereits mit dem Prolog geht es spannend und mysteriös los und so wird man Seite um Seite mehr in diese äußerst spannende Handlung hineingezogen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und die Attribute speziell und unkonventionell treffen sowohl auf Simon Dorn wie auch auf Lea Wagner zu. Alle anderen Personen bilden einen guten Background, um diese Geschichte zu einem tollen Thriller werden zu lassen.

Auch der Schreibstil, die stetig ansteigende Spannung, das Verwirrspiel und das wechselnde Setting haben mich in den Bann gezogen.
Abgerundet wird dieser spannende Thriller noch durch das besondere Cover mit seiner Gestaltung und Haptik und natürlich bezugnehmend auf den Inhalt. Super gemacht.

Sehr spannend und mitreißend, meine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 18.11.2024

Entwurzelung des samischen Volkes

Als wir im Schnee Blumen pflückten
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Bereits das schön gestaltete Cover mit dem eindrücklichen Titel und der Klappentext lassen eine berührende Geschichte von Máriddja und Biera Rijá, die am Rande des Fjälls in einer zerfallenen Hütte leben, ...

Bereits das schön gestaltete Cover mit dem eindrücklichen Titel und der Klappentext lassen eine berührende Geschichte von Máriddja und Biera Rijá, die am Rande des Fjälls in einer zerfallenen Hütte leben, erahnen.

Mariddja ist schwer erkrankt und Biera leidet an Altersdemenz. Bevor Máriddja stirbt, hat sie noch einen einzigen Wunsch, sie möchte ihren Neffen noch einmal wiedersehen. So macht sie sich auf ihre ganz spezielle eigensinnige Art auf eine ungewöhnliche Suche.

Die Charaktere, so unterschiedlich und speziell sie auch sind, wurden sehr gut ausgearbeitet. Neben den Hauptpersonen, gibt es noch verschiedene Bewohner des Ortes, die einen geeigneten Hintergrund darstellen. Der Text ist fließend und die Kapitellängen sind gut dosiert und fügen sich harmonisch ineinander. Die Autorin hat ihren ganz eigenen Schreibstil und man trifft hier auf humorvolle und etwas skurrile Passagen. Auch wer Metaphern mag, wird hier gut bedient.

Die Handlung hat zwei Erzählstränge, die sich wie Puzzlestücke gut ineinanderfügen und zum Schluss die Geschichte harmonisch abrunden.
Von der Zwangsumsiedlung der Samen aus dem hohen Norden in den Süden des Landes habe ich vorher noch nicht gehört und so hat auch dieses Buch mein Wissen erweitert.

Der Autorin ist es wichtig, mit diesem Buch auf das Leben, die Kultur und die alten Traditionen der Samen hinzuweisen und den Lesern näherzubringen. Ich hätte mir noch einen kleinen Anhang mit der Übersetzung der samischen Wörter gewünscht. Vor der fantastischen Kulisse der schwedischen Landschaft ist hier ein bewegender und lesenswerter Roman entstanden.

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Veröffentlicht am 10.11.2024

Kein Leben ohne Strömung und Bewegung

Rosa
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Vigga ist ein besonderer Mensch. Sie hat wenig soziale Kontakte und kann mit anderen Menschen nichts anfangen, außer mit ihrer besten Freundin Maiken, denn sie nimmt Vigga so wie sie ist. Als Maiken nun ...

Vigga ist ein besonderer Mensch. Sie hat wenig soziale Kontakte und kann mit anderen Menschen nichts anfangen, außer mit ihrer besten Freundin Maiken, denn sie nimmt Vigga so wie sie ist. Als Maiken nun schwanger wird, zieht sich Vigga zurück. Bei ihrem Praktikum im Oceaneum in Kopenhagen lernt sie den Oktopus Rosa kennen und dies zeigt Vigga eine neue Perspektive auf das Leben.

Dieses kleine handliche Buch mit seiner wunderschönen farblichen und bildlichen Gestaltung besteht aus teilweise sehr kurzen Kapiteln, was ein gutes Stilmittel ist, einzelne Situationen hervorzuheben und zu intensivieren bzw. Gefühle auszudrücken.

Die Charaktere wurden von der Autorin wunderbar authentisch ausgearbeitet und man kann sich gut in die einzelnen Personen hineinversetzen und mitfühlen. Denn die Thematik ist nicht immer einfach und umfasst doch ein breites Spektrum wie, Tod, Trauer, Geburt, Freundschaft, Verletzlichkeit und Akzeptanz.

Mir haben auch die Kapitel mit den wissenswerten Informationen über Oktopoden sehr gefallen, das hatte gleich einen Lerneffekt. Die Handlung und die vielen schönen Formulierungen machen diese Geschichte zu einem Leseerlebnis.

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