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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.08.2025

Der Große Calafati und die Prater Morde

Der Totengräber und die Pratermorde (Die Totengräber-Serie 4)
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Das kunstvoll gestaltete Buchcover (eine beleuchtete Hand über dem historischen Wien) ist wieder ein Hingucker und hat sehr hohen Wiedererkennungswert. Schon während der ersten Seiten hat mich der Schreibstil ...

Das kunstvoll gestaltete Buchcover (eine beleuchtete Hand über dem historischen Wien) ist wieder ein Hingucker und hat sehr hohen Wiedererkennungswert. Schon während der ersten Seiten hat mich der Schreibstil des Autors Oliver Pötsch wieder gepackt. Dieser vierte Fall des Inspektors Leopold von Herzfeldt ist für mich auch das vierte Buch aus dieser Serie. Wie bei der Henkerstochter-Reihe, bei der der eigentliche Hauptprotagonist der Henker Jakob Kuisl ist, ist hier der Hauptprotagonist nicht der Totengräber Augustin Rothmayer, sondern der Oberinspektor Leopold von Herzfeldt. Der Totengräber ist mal wieder dabei ist, ein Buch mit dem Titel „Was uns die Toten erzählen“ zu schreiben und wird dabei von Leopold mit seinen Beiträgen unterstützt. Beruflich muss sich dieser vor allem um tote Frauen beschäftigen, die im Prater gearbeitet haben. Sein eigentlicher Fall um die Weltneuheit des amerikanischen Zauberers wird hierbei etwas zur Seite gelegt. Leopold nutzt die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, um diese Fälle zu lösen.
Ich fand alle Hauptprotagonisten auf ihre Weise sehr sympathisch, auch wenn sie in unterschiedlichen Welten leben. Inzwischen besucht Leopold den schrulligen Totengräber regelmäßig und man könnte fast von einem freundschaftlichen Verhältnis sprechen. Die sympathische Julia und Mutter von Sisi, hat sich nicht nur beruflich sondern auch privat verändert.
Diese Weiterentwicklung der Protagonisten gefällt mir sehr. So ist Anna, die Pflegetochter vom Totengräber, in der Pubertät und hat nun ihren eigenen Kopf.
Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen. Es ist ein spannendes einfallsreiches Buch, das ich absolut weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 11.08.2025

Wortwitziger Comic

Idefix und die Unbeugsamen 08
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Inzwischen gibt es acht Bände von Idefix und seinen Freunde, die Unbeugsamen als Comic. Voller Begeisterung haben mein Neffe und ich auch diesen Band gelesen. In bekannter Manier wird als erstes das Dorf ...

Inzwischen gibt es acht Bände von Idefix und seinen Freunde, die Unbeugsamen als Comic. Voller Begeisterung haben mein Neffe und ich auch diesen Band gelesen. In bekannter Manier wird als erstes das Dorf und dann die wichtigsten Dorfbewohner mit Namen und kurzer Charakterisierung vorgestellt. In diesem Band hängen die ersten beiden Geschichten mit dem Hund Dertutnix und Vitamine zusammen. Die dritte Geschichte ist den ersten beiden losgelöst und brilliert mit dem Wortwitz „Leib“ und „Laib“ und der Tatsache, dass die Wahrnehmung sehr individuell ist. So erzählen die drei Unbeugsamen, die zusammen einen Laib Brot für Astmatix stehlen wollen, ihre Version der Geschichte, die sich von den anderen Erzählern total unterscheiden.
Mein Neffe und ich mussten immer wieder über die witzigen Dialoge lachen und fanden den pfiffigen Idefix wie immer ganz toll.
Fazit:
Wir sprechen eine Kauf- und Leseempfehlung für jung und alt aus

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Veröffentlicht am 11.08.2025

Buchtitel passt nicht zu diesem lehrreichen Buch

Goebbels' Schatten
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Ich hatte das Glück dieses Buch bei der Verlosung auf lovelybooks.de zu gewinnen. Darüber hatte ich mich sehr gefreut, da mich das Thema sehr interessiert hat und mir der sachliche Schreibstil der Leseprobe ...

Ich hatte das Glück dieses Buch bei der Verlosung auf lovelybooks.de zu gewinnen. Darüber hatte ich mich sehr gefreut, da mich das Thema sehr interessiert hat und mir der sachliche Schreibstil der Leseprobe auch sehr gut gefallen hatte. Ich kannte Werner Naumnann, der Schatten des damaligen Propagandaminister Joseph Goebbels, vorher nicht und so war ich auf diese Naumann-Verschwörung sehr gespannt.
Aufgrund des Buchtitels und des Klappentextes hatte ich inhaltlich jedoch einen ganz anderen Schwerpunkt erwartet. So bin ich davon ausgegangen, dass vor allem die Geschichte von Werner Naumann erzählt wird. Dem ist jedoch nicht so, das Buch ist sehr viel umfassender und vielschichtiger. Im Grunde genommen ist die Geschichte um Werner Naumann nur ein Erzählstrang, der anfänglich nur hin und wieder weiterentwickelt wird und in den Vordergrund gebracht wurde. Weitere Erzählstränge sind die letzten Tage im Führerbunker 1945, die Kurzbiographien des Propagandaministers Joseph Goebbels, seine Ehefrau Magda mit Kinder, Hitlers Geliebte Eva Braun sowie Martin Bormann. Anschließend werden dann nach dem verloren Krieg das Verhalten der Hauptangeklagten im Nürnberger Prozess ausführlich beschrieben etc.
Der Autor packt in seinen Seiten sehr viele interessante Informationen, die meine Lesegeschwindigkeit im Vergleich zu sonstigen „normalen“ historischen Romanen bremste. Diese geballte Information mit den ganzen Nebenstränge hat mich prinzipiell nicht gestört. Mich hat der Buchtitel jedoch sehr irritiert, da ich mich immer wieder fragte, was diese Informationen mit der „Naumann Verschwörung“ zu tun hat. Dies hat mein Lesevergnügen teilweise sehr getrübt.
Beeindruckt hat mich der QR-Code mit einem über 100seitigen Zusatzmaterial, wie zum Beispiel das Kapitel „Hitlers Gesundheit und der Eklat im Führerhauptquartier“ sowie über 26seitige biographische Zusatzinformationen über die wichtigsten in diesem Roman erwähnten Personen.
Mit den sprechenden Überschriften werden die ganzen Erzählstränge „geordnet“ zusammengefasst. Dabei haben die Kapitel im allgemeinen eine angenehme Länge.
Fazit:
Wie viel Sterne vergibt man einem Buch, dessen Buchtitel nicht zum Inhalt passt? Mit einem passenden Titel hätte ich vermutlich noch 4 Sterne vergeben, so werden es noch gnädige 3 Sterne.
Ich rate dem Verlag den Buchtitel abzuändern.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Verheerendes Schweigen

Vor hundert Sommern
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Das kunstvolle Buchcover, das eine junge lesende Frau, die einsam auf einem Baum sitzt und liest, passt optimal zur Geschichte. Die Buchwidmung „ All denen gewidmet, denen das Gefühl nicht dazuzugehören, ...

Das kunstvolle Buchcover, das eine junge lesende Frau, die einsam auf einem Baum sitzt und liest, passt optimal zur Geschichte. Die Buchwidmung „ All denen gewidmet, denen das Gefühl nicht dazuzugehören, ein ständiger Begleiter ist“ informiert den Leser, dass es auch um das Thema 'Außenseiter' geht. Wir werden durch unsere Erziehung geprägt. Traumata werden von Generation zu Generation weitergegeben. Diese Erfahrung machen auch Anja sowie ihre Tochter Lena, die seit ihrer Kindheit eine Außenseiterin ist und deshalb in Therapie geht. Beim Ausräumen der Wohnung von Lenas Großmutter Elisabeth stoßen sie auf Gegenstände von Lenas Urgroßtante Clara, die in der Familie totgeschwiegen wurde. Die Autorin schafft es geschickt, die Geschichte um Clara sehr packend zu erzählen. Alle Protagonisten dieser Zeitebene sind glaubhaft, lebendig und vor allem Clara ist sehr sympathisch dargestellt. Die Protagonisten der Gegenwart haben mich jedoch nicht ganz überzeugt. Anja mit ihrem Eisbaden, um überhaupt etwas zu spüren, fand ich noch glaubhaft. Bei der Protagonistin Lena hat die Autorin die Themen 'unverpackte Waren kaufen', 'Secondhand Ware tragen' und auch 'das Aussetzen von Hunden nach der Corona-Zeit', 'Mobbing in den Socialen Medien', 'Politik in Nahost mit Israel-Palästina-Konflikt' etc. oberflächlich angerissen. Ich habe auch auf Seite 165 das sorgfältige Recherchieren der Renten-Regelaltersgrenze vermisst, die „nur“ 65 Jahre und 11 Monate beträgt (und nicht 67 Jahre, wie im Buch nachzulesen ist). Mir war diese Vielzahl dieser Themen persönlich etwas zu viel. Bei den ständigen Wechsel zwischen beiden Zeitebenen war ich froh, wenn es mit der „historischen“ Zeitebene und die Geschichte um Clara weiterging.
Fazit:
Aufgrund des historischen Teils vergebe ich noch 3 Sterne und ich kann hier nur eine bedingte Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 02.05.2025

Kann Liebe Wunden heilen?

Maikäferjahre
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Das Buchcover zeigt auf einem alten Druck ein Flugzeug sowie viele Pflanzen und gefällt mir eigentlich nicht so gut. Ich fand den Buchtitel auch etwas gewöhnungsbedürftig. Erst der Klappentext hat mich ...

Das Buchcover zeigt auf einem alten Druck ein Flugzeug sowie viele Pflanzen und gefällt mir eigentlich nicht so gut. Ich fand den Buchtitel auch etwas gewöhnungsbedürftig. Erst der Klappentext hat mich auf die Geschichte neugierig gemacht, da ich sehr gerne historische Romane lese. Schon während den ersten Seiten hat mich der Schreibstil der Autorin Sarah Höflich gepackt. Ich habe den Roman mit Begeisterung gelesen. Obwohl die Thematik eine gewisse Schwere mit sich bringt, konnte ich das Buch flüssig und ohne größere Pausen lesen. Dies lag vor allem daran, dass die schlimmen Tatsachen, wie der Abtransport von Leichen nach der Bergung eines Massengrabes nur kurz angedeutet wurde. Der Schwerpunkt der Geschichte lag mehr im Überlebenskampf der Zwillinge Anna-Isolde und Tristan, und ihre sich entwickelnden Gefühle.
Hierbei werden beide Handlungsstränge kapitelweise abwechselnd weitergesponnen, so dass man die beiden Hauptprotagonisten nicht aus dem Auge verliert.
Ich stellt mir während des Lesens die Fragen, wie es mit Tristan weitergeht und ob die verheiratete Anna-Isolde ihr Glück findet. Einige Fragen blieben jedoch unbeantwortet und ich hätte mir einen abschließendes Epilog mit einem „runden Ende“ gewünscht.

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