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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.02.2018

Die Grundidee ist klasse

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?
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- nur mit der Umsetzung hapert es etwas.

Nic kehrt nach zehn Jahren in ihre Heimatstadt zurück, als sie einen Hinweis auf den Verbleib ihrer vor eben diesen zehn Jahren verschwundenen Freundin Corinne ...

- nur mit der Umsetzung hapert es etwas.

Nic kehrt nach zehn Jahren in ihre Heimatstadt zurück, als sie einen Hinweis auf den Verbleib ihrer vor eben diesen zehn Jahren verschwundenen Freundin Corinne erhält. Doch schon einen Tag später verschwindet das nächste Mädchen und die Suche beginnt..

Das Besondere an diesem Thriller besteht im Aufbau des Romans: Nach Tag 1, Nics Ankunft, springt die Geschichte zu Tag 15 und läuft von da an rückwärts.

So weit, so spannend.
In jedem Kapitel erhält man Tipps und Hinweise zu den betroffenen Personen und der Kreis der Verdächtigen wächst stetig an.

Für mich war dieses Buch allerdings weniger ein Thriller als ein Psychogramm der Einwohner eines kleinen Städtchen des Mittleren Westens, in dem jeder jeden kennt und ein Leben allein durch Verdächtigungen zerstört werden kann. Dort zählen weniger Tatsachen als mehr die Gerüchte, die im Umlauf sind und wie man sie erzählt.

Das Buch ist gut geschrieben, hat aber leider seine Längen. Man hätte es gut um ein Viertel kürzen können. Auch findet man unter den Figuren keine wirklichen Sympathieträger, die der Handlung Schwung verleihen könnten.

Am schlimmsten finde ich jedoch, dass für mich das Ende nicht all meine offenen Fragen klären konnte und die Lösung des Falles bzw der Fälle nicht hundertprozentig logisch wirkte.

Fazit:
Das Buch ist gut, besticht allerdings mehr durch seinen unkonventionellen Aufbau als durch seinen Inhalt.

Veröffentlicht am 17.01.2018

Classic at its best

Zu viele Köche
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Wie man ja auch im Kino sehen kann (ich denke da nur an die Agatha Christie-Verfilmung "Mord im Orientexpress"), kommen die klassischen Krimis wieder in Mode. Da wundert es nicht, dass sich Klett-Cotta ...

Wie man ja auch im Kino sehen kann (ich denke da nur an die Agatha Christie-Verfilmung "Mord im Orientexpress"), kommen die klassischen Krimis wieder in Mode. Da wundert es nicht, dass sich Klett-Cotta dazu entschlossen hat, die Klassiker von Rex Stout in neuem, zugegeben wunderschönem Gewand neu aufzulegen. Denn warum sollte sich das, was in den 70ern schon ein Erfolg war, nicht erneut verkaufen lassen?

Und nicht zuletzt mit "Zu viele Köche" sollten sie auch Erfolg haben.
Das Buch ist eine klassische Whodunnit-Geschichte: Wenn sich die 15 besten Köche treffen um ihr Können zu zeigen, dann kann das doch nur in einem Mord enden, oder? Zum Glück haben sie Nero Wolfe und seinen Sidekick Archie Goodwin als Gäste zu diesem Treffen eingeladen, die sich mehr oder weniger freiwillig an die Lösung dieses Mordfalles machen.

Okay, bei so vielen Verdächtigen fällt einem der Durchblick manchmal etwas schwer. Die Geschichte macht aber trotz allem so viel Spaß, was nicht zuletzt am Wortwitz der Figuren liegt.

Manchmal merkt man der Story ihr Alter an, wenn es zum Beispiel um Themen wie Rassentrennung oder die Stellung der Frau in der Gesellschaft geht.

Im großen Ganzen ist es aber trotz allem ein spannendes, kurzweiliges Buch, mit dem man seinen Spaß haben kann und das zudem auch noch eine optische Bereicherung fürs Bücherregal ist!

Veröffentlicht am 08.01.2018

Ein Wohlfühlroman

Feel Again
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Dieses Buch kam für mich mit relativ wenig Spannung, dafür aber umso mehr Gefühl daher. Es zu lesen ist nicht wirklich aufregend, die Handlung an sich (wenn man den Klappentext liest) auch nix, was man ...

Dieses Buch kam für mich mit relativ wenig Spannung, dafür aber umso mehr Gefühl daher. Es zu lesen ist nicht wirklich aufregend, die Handlung an sich (wenn man den Klappentext liest) auch nix, was man in ähnlicher Form nicht schonmal gelesen hätte und doch verzaubert es einen.

Sawyer und Isaac schließen einen Deal ab: Dafür, dass sie ihn für ihr Abschlussprojekt fotografieren und dokumentieren darf, hilft sie ihm dabei, selbstbewusst zu werden und Erfolg bei den Ladies zu haben. Klingt ja ganz simpel, würden ihnen nicht früher oder später ihre Gefühle füreinander in die Quere kommen...

Die Figuren waren für mich wirklich sehr autentisch dargestellt, ihre Gefühlswelt war eindringlich, aber auch nicht zu schwülstig beschrieben und beide waren mir wirklich sehr sympatisch. Besonders mit Sawyer konnte ich sehr gut mitfühlen, da ich selbst zu Schulzeiten nicht sehr beliebt war. Mir hat es aber gefallen, dass sie trotz des Gegenwindes vonseiten ihrer Komilitoninnen ihrem Stil stets treu geblieben ist.

Die Geschichte an sich hatte keine wirklich überraschenden Wendungen, musste sie aber auch nicht, da es bei diesem Buch ja auch weniger auf die Rahmenhandlung als mehr um die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren geht.

Alles in allem ist das Buch ein schöner Liebesroman geworden, der einen mit einem wohligen Gefühl im Bauch zurück lässt.

Veröffentlicht am 08.01.2018

Die Liebe beflügelt

Am Abgrund des Himmels
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Wer bei diesem Buch einen fantastischen Jugendroman mit viel Gefühl erwartet, der einen beim Lesen verzaubert, wird zu 95% total zufrieden sein.



Sue-Ellen Pashley erzählt die Geschichte von Nick und ...

Wer bei diesem Buch einen fantastischen Jugendroman mit viel Gefühl erwartet, der einen beim Lesen verzaubert, wird zu 95% total zufrieden sein.



Sue-Ellen Pashley erzählt die Geschichte von Nick und Grace auf gefühlvolle und auch einzigartige Weise. Sie lässt die beiden Hauptfiguren in kurzen Kapiteln abwechselnd zu Wort kommen, sodass man die zart erblühende Liebe in einem 360°-Rundumblick erlebt.

Die Geschichte steckt voller Gefühl, ist aber trotz allem auch spannend und unterhaltsam.

Der Text fliegt nur so dahin und drängt einen dazu, es in einem Haps zu verschlingen.

Auch wenn die Story so ihre Schwachstellen hat und die Handlungen der einzelnen Personen nicht immer nachvollziehbar sind, tut das dem Lesevergnügen keinen Abbruch.

Veröffentlicht am 08.01.2018

Sachlicher Reisebericht

Die goldene Stadt
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Um zuerst mal das Positive hervorzuheben: Dank dieses Buches möchte ich nun gerne mal nach Peru reisen und vielleicht auf den Spuren August Rudolf Berns wandeln!

Rudolf Berns träumt schon seit seiner ...

Um zuerst mal das Positive hervorzuheben: Dank dieses Buches möchte ich nun gerne mal nach Peru reisen und vielleicht auf den Spuren August Rudolf Berns wandeln!

Rudolf Berns träumt schon seit seiner Kindheit in Deutschland davon, die verlorene Stadt der Inkas in Peru zu entdecken. Und so setzt er sich über alle Hindernisse und seine Familie hinweg und bricht ins Ungewisse auf.

Ohne zu viel verraten zu wollen: Es ist eine lange Reise voller Umwege und Zwischenstopps, auf der der Leser Herrn Berns bei all seinen Niederlagen begleitet. Und sie ist, zum Teil dank des Schreibstils, auch für den Leser eine ziemlich beschwerliche.

Dieses Buch basiert auf Tatsachen, denn Rudolf Berns hat die verlorene Stadt der Inkas, Macchu Picchu, noch vor seinem offiziellen Entdecker Bingham gefunden, wurde dafür jedoch nie bekannt.
Dementsprechend handelt es sich hier mehr um ein Sachbuch, einen Reisebericht, als um einen Abenteuerroman.
Allerdings ist das Buch exzellent recherchiert und hat vor allem auch viele Details in die (fiktive?) Handlung eingeflochten.

Fazit:
Letztendlich kommt es sehr auf die Erwartungshaltung des Lesers an. Wer Indiana Jones erwartet, wird sehr wahrscheinlich das Buch nach den ersten 100 Seiten enttäuscht weglegen. Wer sich mit dem recht geradlinigen Schreibstil anfreunden kann, den erwartet eine wirklich interessante Geschichte, die Peru von seiner geheimen Seite zeigt.