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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.04.2021

Besonderer Schreibstil mit herzerwärmender Geschichte

Flaming Clouds – Der Himmel in deinen Farben
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Flugbegleiterin Olivia steht am Silvesterabend vor einem Neubeginn. Ihr Traum vom Mathematikstudium in Oxford soll im nächsten Jahr starten und sie soll endlich mehr Leben, wie es ihre Freundin Delilah ...

Flugbegleiterin Olivia steht am Silvesterabend vor einem Neubeginn. Ihr Traum vom Mathematikstudium in Oxford soll im nächsten Jahr starten und sie soll endlich mehr Leben, wie es ihre Freundin Delilah auf Olivias To-Do-Liste schreibt, die ihr Leben präzise plant. Doch dann ist da Nick, der Pilot, auf den sie nach Jahren wiedertrifft. Beide gingen auf die gleiche Schule, aber da ist mehr, das sie verbindet. Flaming Clouds ist der erste Band der Above the Clouds-Trilogie von Gabriella Santos de Lima und in sich abgeschlossen.
Das Cover ist wirklich wunderschön, es spiegelt den Titel perfekt wider. Auch die Geschichte war unglaublich herzerwärmend, einige Wendungen waren für mich nicht vorhersehbar. Beide Protagonisten haben mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen, haben mal mehr und mal weniger schlimme Schicksalsschläge zu verkraften. Allerdings fehlte mir zum Teil die Tiefe zwischen Nick und Olivia, die Lovestory zwischen den beiden ging ab einem gewissen Punkt sehr schnell voran. Doch das soll im Endeffekt kein Kritikpunkt sein, schließlich kann man sich auch im echten Leben Hals über Kopf verlieben oder die vorhandenen Gefühle zulassen. Durch die bereits erwähnten Wendungen wurde die Spannung vor allem in der zweiten Hälfte des Buches deutlich größer. Auch wenn ich den roten Faden bisher nicht wirklich gefunden habe, mochte ich das Buch sehr, denn es spiegelt für mich das echte Leben wider. Über den Schreibstil muss wahrscheinlich nichts mehr gesagt werden. Er ist anders. Anders schön. Ebenso wie die Story zwischen Nick und Olivia.
Fazit: Eine herzerwärmende Liebesgeschichte, die mit ihrer Erzählweise und Poetik punktet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2021

Eine unfassbar bewegende und wichtige Geschichte

Bad At Love
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„Wir haben alle eine Vergangenheit, Eden.“

Azalée kehrt nach vier Jahren nach Charleston zurück. Ein Ort, den sie aus guten Gründen eigentlich für immer meiden wollte. Aber ihre Mutter ist tot und sie ...

„Wir haben alle eine Vergangenheit, Eden.“

Azalée kehrt nach vier Jahren nach Charleston zurück. Ein Ort, den sie aus guten Gründen eigentlich für immer meiden wollte. Aber ihre Mutter ist tot und sie will das geerbte Haus am Strand verkaufen. Schneller als gedacht trifft sie bei ihrer Rückkehr auf Erinnerungen und Personen aus ihrer Vergangenheit, darunter auch ihr Exfreund Josh und ihr bester Freund Andrew. Aber ihren Nachbarn, Eden, kannte sie bisher nicht. Der tätowierte Mechaniker scheint anders zu sein, als alle anderen Männer, die Azalée bisher kennengelernt hat. Bad at Love wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten erzählt.

Zunächst einmal, diese Geschichte sollte gelesen werden. Verstanden werden. Allerdings stehen die Triggerwarnungen bei diesem Buch nicht ohne Grund ganz am Anfang, inklusive Spoiler. Daher waren manche Handlungen, vor allem zu Beginn, leicht vorhersehbar, was dem ganzen aber nicht zu sehr geschadet hat. Die Spannung kam bei mir deshalb erst im letzten Drittel auf, was ich aber keineswegs kritisieren möchte. Ich bin eher dankbar, dass ich mich auf die Thematiken von vornherein einstellen konnte. Ich denke allerdings, dass ich das Buch ohne tägliches Leseziel nicht so schnell beendet hätte, da es mich auf den ersten 200 Seiten nicht so richtig packen konnte.
Die Handlung startet relativ langsam, allerdings erhält der Lesende in inneren Monologen viele Hintergrundinformationen zu den Charakteren und lernt sie zu verstehen.
Die Protagonisten haben mich mit ihrer Komplexität beeindruckt, beides verletzte Seelen, wie ich sie sonst nur von L.J. Shen kenne. Was mich aber am meisten beeindruckt hat, waren die Werte, die vermittelt wurden. Azalée spricht in ihrem Podcast über Feminismus und verwandte Themen, die so unfassbar wichtig sind, dass ich mir wünsche, es gäbe ihren Podcast wirklich. Auch davon abgesehen mochte ich Azalée sehr, mit all ihren Entwicklungen. Eden ist kein klischeebehafteter Protagonist, er ist einfach Eden. Ein guter Mensch mit Ecken und Kanten.
Der Schreibstil war sehr angenehm, leider durch ein paar Übersetzungs- und Tippfehler getrübt. Allerdings habe ich auch die erste Auflage gelesen, ich denke in neueren Versionen sind diese Fehler Geschichte.

Fazit: Ein Buch, das mich mitgenommen hat, mich sprachlos zurückgelassen hat. Kein Friede-Freude-Eierkuchen-Buch. Aber wichtig, unfassbar wichtig.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.03.2021

Absolutes Herzensbuch

What if we Stay
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Architekturstudentin Amber kann es kaum fassen – sie wurde exmatrikuliert. Durch die Kontakte ihres Vaters soll sie ihr Studium in Vancouver statt Toronto beenden. Doch es scheint ihr nicht das zu sein, ...

Architekturstudentin Amber kann es kaum fassen – sie wurde exmatrikuliert. Durch die Kontakte ihres Vaters soll sie ihr Studium in Vancouver statt Toronto beenden. Doch es scheint ihr nicht das zu sein, was sie will. Der Mitbewohner ihrer besten Freundin Laurie, Emmett, hingegen lebt für das Studium. Auch in anderen Bereichen könnten die beiden unterschiedlicher nicht sein, aber Gegensätze ziehen sich bekanntlich an, nicht wahr? What if we Stay ist der zweite Band der What-if-Trilogie von Sarah Sprinz.

Ich habe mich in dieser Geschichte verloren. Seit Erscheinen des ersten Bands stieg die Vorfreude auf What if we Stay und wurde definitiv nicht enttäuscht. Amber nimmt den Leser mit in ihre Welt, die keineswegs immer rosig ist. Dabei habe ich mich selbst sehr oft in ihr wiedererkannt, was das Leseerlebnis noch besonderer machte. Nach ihrer vergeigten Klausur muss sie die Uni wechseln, möchte aber auf keinen Fall zurück zu ihren Eltern, zu denen sie ein unterkühltes Verhältnis hat. In Toronto stand sie mit beiden Beinen im Leben und in Vancouver soll sie wieder bei Mama und Papa wohnen? Kein schöner Gedanke für Amber. In ihren ersten Kursen und bei ihrer besten Freundin Laurie läuft sie immer wieder Emmett über den Weg. Der „größte Streber ever“ bietet ihr allerdings seine Hilfe bei einem Projekt an, die Amber zu diesem Zeitpunkt kaum ausschlagen kann. Die Gespräche und die Entwicklung der beiden lassen dem Lesenden das Herz aufgehen. Besonders hervorzuheben ist, dass Rollenklischees in diesem Buch keinen Platz finden, was die Figuren noch sympathischer macht, als sie ohnehin schon sind. Der Schreibstil der Autorin ist, wie bereits im ersten Teil, sehr flüssig und schön zu lesen. Die erwähnten Gebäude und Umgebungen konnte ich mir gut bildlich vorstellen.

Für mich definitiv ein Jahreshighlight! Diese New Adult Geschichte spricht unfassbar wichtige Themen an, ohne sie dem Lesenden unter die Nase zu reiben und hat einen Suchtfaktor, den ich bisher nur bei dieser Reihe erlebt habe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere