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Veröffentlicht am 07.04.2020

fehlende Spannung und unsympathische Charaktere

Bruderzherz
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Das Buch „Bruderherz“ von Silke Nowak ist der Beginn einer neuen Krimireihe rund um die Ermittler Joy und Colin, die als „GoodCop“ und „BadCop“ bezeichnet werden.

Inhalt:
Die beschauliche Gemeinde Schwandorf ...

Das Buch „Bruderherz“ von Silke Nowak ist der Beginn einer neuen Krimireihe rund um die Ermittler Joy und Colin, die als „GoodCop“ und „BadCop“ bezeichnet werden.

Inhalt:
Die beschauliche Gemeinde Schwandorf wird von einem verstörenden Mord erschüttert: Eine männliche Leiche wird am Straßenrand gefunden. Der Tote wurde mit einer sichelähnlichen Waffe entmannt. „Grüße von Kronos“, lautet die Nachricht, die den Ermittlern zu denken gibt: „Wenn der erste Schnee fällt, kehre ich zurück.“ Colin Westheim, Leiter der Ermittlungen, holt Joy Miller, Teilzeitkraft der Polizei, mit in den Fall. Der Mord scheint nicht nur mythologische Aspekte zu haben, auch der Ermittler und das ganze Dorf haben etwas zu verbergen.

Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfach und lässt sich schnell lesen. Einige Rechtschreib- und Grammatikfehler, sowie Wort- und Satzwiederholungen sind mir jedoch leider etwas negativ aufgestoßen.

Die Charaktere sollen „GoodCop“ (Joy) und „BadCop“ (Colin) darstellen. Dies ist meiner Meinung nach nicht gelungen. Der BadCop Colin schreckt vor nichts zurück: Beleidigt Kollegen und Zeugen am laufenden Band und nutzt Gewalt und Folter, wenn es nicht so läuft wie er es gern hätte. Dadurch ist es einfach zu viel „BadCop“ und Colin ist sehr unsympathisch. Die GoodCop Joy bleibt hingegen blass, naiv und verhält sich teilweise wie ein Teenie, was auch sie nicht zu größten Sympathieträger macht.

Die Story an sich ist interessant und Vergangenheit und Gegenwart werden toll verwebt. Allerdings kommt bei den Ermittlungen und der Aufklärung des Falls wenig Spannung auf. Mir haben auch öfter Erklärungen gefehlt, woher gewisse Erkenntnisse und Ermittlungshinweise stammen. Die Lösung des Falls wird dem Leser eher nebenbei dargelegt und die mythologischen Aspekte, sowie das Geheimnis des Ermittlers sind eher langweilig.

Fazit:
Die Autorin hat viel gewollt und sich eine interessante und auch tiefergehende Story überlegt. Leider klappte für mich die Umsetzung sowohl inhaltlich als auch charakterlich nicht gut. Trotzdem 2 Sterne da es schnell lesbar ist und viel Stoff zum Diskutieren gibt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.01.2020

mysteriöse spannende Story, mit teils zu zufälligen Zusammenhängen

Die Wälder
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„Die Wälder“ ist ein neuer Thriller der Autorin Melanie Raabe.

Inhalt:
Nina erfährt, dass ihr bester Freund Tim aus Kindheitstagen verstorben ist. Kurz vorher hat er versucht sie zu erreichen und hat ...

„Die Wälder“ ist ein neuer Thriller der Autorin Melanie Raabe.

Inhalt:
Nina erfährt, dass ihr bester Freund Tim aus Kindheitstagen verstorben ist. Kurz vorher hat er versucht sie zu erreichen und hat ihr einen Auftrag hinterlassen. In ihrer gemeinsamen Kindheit in einem Dorf nahe „der Wälder“ verschwand vor 20 Jahren Tims Schwester. Nun schickt Tim Nina in das Dorf um das letzte Puzzleteil zu finden.

Meinung:
Der Schreibstil von Melanie Raabe ist locker und gleichzeitig sehr fesselt. Ich bin durch die Seiten geflogen und konnte kaum aufhören.

Das Buch startet sehr spannend und vermittelt die ganze Zeit eine gruslige Grundstimmung. Diese bleibt das ganze Buch vorhanden und ist vorallem bei Szenen im Wald super spürbar.

Die Story rund um das Verschwinden von Tims Schwester, sowie alle Ereignisse nun in der Gegenwart sind ziemlich mysteriös und somit möchte man als Leser immer wissen wie es weitergeht. Auch durch die wechselnden Perspektiven, die zum einen die Geschehnisse in der Gegenwart, als auch eine Gruppe von 4 Kindern und deren Kindheit im Dorf darstellen, ist das Buch ein richtiger Pageturner.

Die Auflösung und Zusammenführung beider Handlungsstränge hat mir sehr gut gefallen und die Spannung war für mich immer vorhanden. Allerdings gab es, besonders am Ende, viele Wendungen und Vorkommnisse, die mir dann doch zu zufällig und konstruiert wirkten. Die Spannung hat dies für mich nicht genommen, aber die Zusammenhänge waren für mich dann nicht immer ganz realistisch glaubhaft.

Fazit:
Ein sehr spannendes Buch, welches ich wirklich sehr empfehlen kann. Ein Stern Abzug für die doch recht konstruierten und zufälligen Zusammenhänge, besonders am Ende.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.11.2019

interessante Story, der leider die Tiefe fehlt

Rapunzel, mein
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"Rapunzel, mein" ist der zweite Teil zu "Der Alphabetmörder" kann jedoch unabhängig davon gelesen werden.

Inhalt:
Auf einer Theaterbühne, wo Rapunzel aufgeführt werden soll, wird eine ermordete junge ...

"Rapunzel, mein" ist der zweite Teil zu "Der Alphabetmörder" kann jedoch unabhängig davon gelesen werden.

Inhalt:
Auf einer Theaterbühne, wo Rapunzel aufgeführt werden soll, wird eine ermordete junge Frau gefunden, erdrosselt mit ihren eigenen langen blonden Haaren. Außerdem fehlen der Frau beide Hände. Hier vermutet Profilerin Rabea Wyler einen Zusammenhang zur Entführung ihrer kleinen Schwester vor 20 Jahren. Damals wurde nur eine Hand der kleinen Marie gefunden. Rabea begibt sich eigenmächtig auf die Suchen nach dem Mörder und den Geschehnissen von damals. Schnell merkt sie, dass der Täter auch nur eine Marionette in einem perfiden Spiel ist...

Meine Meinung:
Der Schreibstil von Lars Schütz ist sehr einfach & lässt sich schnell lesen. Das Buch wurde in unterschiedlichen Perspektiven geschrieben. Teils gibt es Perspektiven die man überhaupt nicht einordnen kann (vor allem welche aus der Vergangenheit), dies hat für mich aber nur positiv zur Spannung beigetragen. Es ist ein kurzweiliges Buch, was sich auch für Zwischendurch sehr gut eignet.

Der Story fehlt jedoch der Tiefgang. Man liest mehrere Seiten & hat trotzdem das Gefühl das nicht sehr viel passiert ist. Die Geschichte hält sich meist nur an der Oberfläche auf. Am Ende wird zwar alles aufgeklärt, aber auch hier sind tiefgründige Erklärungen nicht zu finden.

Im Buch werden mehrere Geschichten erzählt, die in gewisser Weise einen Zusammenhang haben. Für mich war teilweise etwas zu viel gewollt. Vor allem am Ende war es etwas viel Action.

Die Alleingänge von Rabea waren für mich wirklich nervig. Das ein Protagonist mal selbst entscheidet zu ermitteln & nicht die Kollegen zu informieren kann durchaus spannend und interessant sein. Da sich hier das ganze Buch aber nur um die egoistischen Handlungen von Rabea dreht, konnte ich mit der Protagonistin nicht viel Sympathie aufbauen.

Die Story an sich war jedoch interessant & nachvollziehbar. Die Aufklärung war gut & hatte ein paar spannende Wendungen.

Fazit:
Das Buch von Lars Schütz lässt sich sehr schnell lesen & die Story ist interessant. Leider fehlte etwas der Tiefgang & die Protagonistin war für mich eher nervig. Trotzdem ein kurzweiliges Buch, das sich schnell lesen lässt.

Veröffentlicht am 28.09.2019

spannende gelungene Fortsetzung

Zimmer 19
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"Zimmer 19" ist der zweite Teil zu "Schlüssel 17" mit dem Ermittler Tom Babylon und der Psychologin Sita Johanns.


Inhalt:
Auf der Eröffnungsfeier der Berlin wird den Gästen ein grausamer Film gezeigt. ...

"Zimmer 19" ist der zweite Teil zu "Schlüssel 17" mit dem Ermittler Tom Babylon und der Psychologin Sita Johanns.


Inhalt:
Auf der Eröffnungsfeier der Berlin wird den Gästen ein grausamer Film gezeigt. Eine junge Frau wird vergewaltigt und scheinbar ermordet. Die Polizei steht nicht nur unter großem Druck, da die Frau die Tochter den Bürgermeisters ist, sondern auch vor einem großen Rätsel: es gibt keine Leiche. Das Einzige was am Tatort zu finden ist, ist die Zahl 19. Diese ruft bei Sita einige grausame Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit hervor.

Meine Meinung:
Der Schreibstil von Marc Raabe ist flüssig und lässt sich sehr schnell und gut lesen. Das Thema ist schockierend, trotzdem interessant und der Mord ist brutal. Man sollte nicht zu zart beseidet sein, wenn man dieses Buch lesen möchte.
Die Charaktere sind sehr besonders und geben somit dem Buch eine eigene und individuelle Note. Beide Hauptprotagonisten, Tom Babylon und Sita Johanns, haben mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen, die auch wieder in "Zimmer 19" thematisiert wird. Diesmal liegt der Fokus auf der Vergangenheit von Sita. Wir lesen ihre Erinnerungen aus der Sicht der jüngeren Sita, was es noch interessanter und spannender macht.
Generell ist das Buch sehr spannend und bringt einige Wendungen, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hat. Desweiteren werden einige offene Fragen aus Teil 1 gelöst, trotzdem bleiben neue Fragen am Ende offen.
Dies macht natürlich neugierig auf Teil 3.

Fazit:
"Zimmer 19" ist eine gelungene Fortsetzung, die Lust auf einen weiteren Teil der Reihe macht. Für mich war "Schlüssel 17" noch einen tick besser, da mit hier die Vergangenheit von Tom noch besser gefallen hat. Trotzdem ein super spannendes Buch.

Veröffentlicht am 12.07.2019

unlogische, nicht komplett aufgeklärte Geschichte

Kalte Wasser
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"Kalte Stille" ist eine Geschichte, die durch ein altes Märchen inspiriert ist. Leider hat mir da die logische, reale Erklärung dazu gefehlt.

Inhalt:
Lauren ist gerade Mutter von Zwillingen geworden, ...

"Kalte Stille" ist eine Geschichte, die durch ein altes Märchen inspiriert ist. Leider hat mir da die logische, reale Erklärung dazu gefehlt.

Inhalt:
Lauren ist gerade Mutter von Zwillingen geworden, als ihr größter Albtraum beginnt. Nachts steht eine verwahrloste Frau an ihrem Krankenhausbett und bietet ihr einen Deal an: Ein Kind von Ihr gegen ein Kind von Lauren. Lauren kann die Polizei rufen, doch keiner glaubt ihr. Die Frau scheint nicht zu existieren. Bald beginnt Lauren zu bemerken, dass mit ihren Kindern irgendetwas nicht stimmt. Bildet dich Lauren das alles nur ein? Oder stimmt wirklich irgendetwas nicht?

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist einfach und lässt sich gut lesen.
Das Buch startet mysteriös und interessant. Lauren ist von Anfang an eine eher nervige und etwas anstrengende Protagonistin, deren Handlungen ich nicht immer nachvollziehen konnte.
Die Angst um Ihre Kinder war für mich nicht immer greifbar.
Die Geschichte entwickelt sich sehr schnell in eine eher mystische/märchenhafte Richtung, mit der ich nicht gerechnet habe. Dabei zieht sich die Geschichte eher langsam dahin und wirft immer mehr Fragen und Stirnrunzeln auf.
Die Aufklärung des Falls, was wirklich passiert ist, fehlt zum größten Teil beziehungsweise ist unlogisch und offen. Das gesamte Ende ist eher unbefriedigend und lässt den Leser eher mit Fragen als mit Antworten zurück.

Fazit:
Ein durchschnittlich gutes Buch. Für mich fehlt es jedoch an einer logischen realitätsnahen Erklärung, die die Geschichte für mich spannend gemacht hätte.