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Veröffentlicht am 11.03.2019

tolles Setting, ereignisreiche Geschichte

Ein Königreich aus Feuer und Eis (Die Feenwelt-Reihe 1)
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Andira ist die Prinzessin der Wasserfeen. Aufgrund einer Prophezeiung ist sie gezwungen, zusammen mit dem Thronerben der Feuerfeen auf eine Reise zu gehen, deren Ziel die Rettung der Feenreiche darstellt. ...



Andira ist die Prinzessin der Wasserfeen. Aufgrund einer Prophezeiung ist sie gezwungen, zusammen mit dem Thronerben der Feuerfeen auf eine Reise zu gehen, deren Ziel die Rettung der Feenreiche darstellt. Die zwei dürfen nicht scheitern, doch die Feindschaft ihrer Völker, die Vorurteile tief in ihnen verwurzelt hat, macht ihnen die Zusammenarbeit anfangs schwer…

Das ganze Setting hat mir unglaublich gut gefallen. Die Welt der Feen ist sehr abwechslungsreich und voller Gegensätze. Dank bildhafter Beschreibungen ist es leicht, sich die verschiedenen Reiche und die magischen Wesen vorzustellen. Die zerstrittenen Völker stecken voller Vorurteile und glühender Konflikte.

Durch eine Prophezeiung verbunden sind zumindest die zwei Thronfolger gezwungen, zusammenzuarbeiten. Anfangs können sie sich nicht ausstehen. Misstrauen bestimmen ihre Gedanken. Doch die gefahrenreiche Reise zwingt sie dazu, zusammenzuwachsen, sich gegenseitig zu beschützen und zusammenzuarbeiten. Dabei finden die zwei auch einen Weg, ihre gegensätzlichen Fähigkeiten zu ihrem Vorteil zu verbinden. Zwangsläufig kommen die zwei sich – recht vorhersehbar… – auf ihrer Reise auch etwas näher.

Der Hauptteil der Geschichte wird aus Andiras Ich-Perspektive geschildert, wobei sie Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle gibt. Später kommen weitere Ich-Perspektiven hinzu.

Die Handlung ist insgesamt sehr spannend. Die Gefahr ist allgegenwätig. Die Mission wird unter Zeitdruck ausgeführt. Scheitern Andira und Gardorath, bedeutet dies das Ende ihrer Völker. Dafür ist das Erzähltempo gerade am Anfang teilweise etwas zu langsam. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto ereignisreicher und aufregender wird das Geschehen aber. Es gibt etliche unerwartete Ereignisse, Wendungen und überraschende Hintergründe. Immer mehr fantastische Wesen tauchen auf, sodass Andira und Gardorath immer neue Schwierigkeiten überwinden müssen.

Das Ende ist sehr stimmig und kommt nochmal mit einer komplett unerwarteten Wendung daher.

Fazit

Die Geschichte beginnt recht gemächlich und zieht sich dadurch am Anfang etwas. Doch dann wird es immer spannender und ereignisreicher. Besonders der gegensätzliche Weltenentwurf, der einige Geheimnisse birgt, hat mir gut gefallen.

Veröffentlicht am 11.03.2019

emotionaler, gelungener Abschluss

Selection - Die Krone
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Achtung: 5. Band der Reihe. Inhaltliche Spoiler in Bezug auf die Vorgänger vorhanden

Das Casting für Eadlyn geht weiter. Nach den aufregenden Ereignissen des Vorgängerbandes muss sie ihre Kandidaten drastisch ...

Achtung: 5. Band der Reihe. Inhaltliche Spoiler in Bezug auf die Vorgänger vorhanden

Das Casting für Eadlyn geht weiter. Nach den aufregenden Ereignissen des Vorgängerbandes muss sie ihre Kandidaten drastisch reduzieren, zudem wird sie noch intensiver in die Regierungsbelange gezogen.

Auf der 18-jährigen Ich-Erzählerin lastet ein ziemlich großer Druck. Alle haben Erwartungen an sie. Ein ganzes Land schaut auf sie und verurteilt sie, ohne Eadlyn wirklich zu kennen. Und eine handvoll Männer buhlt um ihre Aufmerksamkeit.
Dieser Band ist viel gefühlvoller als sein Vorgänger, da Eadlyn nun deutlich mehr Emotionen zulässt und sich immer mehr öffnet. Und je offener sie wird, desto intensiver wird auch der Kontakt zu ihrer Elite. Dabei gibt es einige Überraschungen und Wendungen – wobei das eigentlich Ende im Grunde relativ früh absehbar ist.
Nichtsdestotrotz hat mir dieser Abschlussband unglaublich gut gefallen. Es ist ein Wechselband der Gefühle, da Eadlyns Wünsche und das Wohl des Landes nicht miteinander vereinbar scheinen. Zudem ergeben sich noch ganz neue Schwierigkeiten für sie, als sie unbeabsichtigt in eine Intrige schlittert.

Nachdem ich mit Eadlyn im vorherigen Band erst warm werden musste, war sie mir nun von Anfang an sympathischer. Sie beginnt nicht nur ihre Sicht auf das Casting zu verändern sondern hat sich auch die Kritik zu Herzen genommen, arbeitet an sich und versucht auf die Wünsche des Volkes einzugehen.
Aber nicht nur Eadlyn ist eine facettenreiche Figur. Auch ihre Jungs sind allesamt einfach toll. Sie sind alle zusammengewachsen und stehen füreinander und für Eadlyn ein, sodass es etliche herzzerreißende Momente aber auch einige Szenen zum Schmunzeln gibt.

Was mich allerdings ein wenig stört ist, dass die Zukunft des Landes insgesamt doch eher offen gelassen wird. Zwar werden erneut Veränderungen eingeleitet, wie diese sich allerdings letztlich wirklich auswirken und ob sie den gewünschten Effekt haben, bleibt völlig der Fantasie des Lesers überlassen. Dabei hätte ich noch ewig weiterlesen können…

Fazit

Dieser Band hat mir den Zauber von Band 1 nochmal zurückgebracht. Eadlyn ist viel greifbarer geworden und die Jungs ihrer Elite sind einfach süß. Auch wenn das Ende relativ früh absehbar war, ist die Geschichte aufgrund einiger Wendungen und Intrigen, die alles ins Wanken bringen, ereignisreich und spannend. Aber vor allem auch unglaublich Emotional.

Veröffentlicht am 11.03.2019

nach Band 4 bin ich genauso schlau wie nach Band 1…

Seasons of Magic: Sonnenfunkeln
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nach Band 4 bin ich genauso schlau wie nach Band 1…

Achtung: 4. Band der Reihe, kleine Spoiler zu den Vorgängern vorhanden.

Rain ist die letzte der vier Freundinnen, die dem Anschlag 1692 ebenfalls durch ...

nach Band 4 bin ich genauso schlau wie nach Band 1…

Achtung: 4. Band der Reihe, kleine Spoiler zu den Vorgängern vorhanden.

Rain ist die letzte der vier Freundinnen, die dem Anschlag 1692 ebenfalls durch eine Zeitreise entgeht. Sie landet im Jahr 1967 – in meinen Augen eine super anstrengende Zeit. Am Anfang haben mich die Figuren extrem genervt. Mag ja sein, dass die Sprache authentisch ist, aber das ständige „peace“ „groovy“ und „easy“ ging mir ganz schön auf den Keks… Mit der Zeit konnte ich das etwas ausblenden und mich auf die Geschichte konzentrieren.
Die Liebesgeschichte baut sich langsam auf und die Spurensuche wird angenehm darin verwoben.

Da Rain sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern kann, ist ihr gar nicht bewusst, dass sie beinahe gestorben wäre und durch die Zeit geschleudert wurde. Nach und nach machen ihr die Erinnerungslücken Sorgen und kleine Flashbacks bringen sie dazu, nachzuforschen.
Dabei gibt es für die Gesamtreihe nochmal ein paar Erklärungen zu den Kräften der vier Freundinnen. Hier gibt es auch wieder größere übernatürliche Elemente, diese fielen aber nicht so extrem überirdisch aus wie in Band 1 und 2.

Auch die erinnerungslose Rain ist sehr naturverbunden und möchte etwas für die Menschen in ihrem Umfeld tun. Sie ist sympathisch und bodenständig.
Etwas mehr noch mochte ich allerdings Elijah, der Rain bedingungslos beisteht, egal wie unglaublich sich ihre Geschichte entwickelt. Ihm setzt die gesellschaftliche Entwicklung immer wieder zu: Einerseits strebt die Jugend nach Freiheit, immer mehr Frauen gehen an die Uni, aber die alten Werte (Frau steht am Herd, Mann arbeitet) sind noch so tief in der Elterngeneration verankert, dass ein großer Druck kauf Elijah aufgebaut wird.
Die wechselnden Ich-Perspektiven verdeutlichen, wie beide ihr Näherkommen erleben und welche Geschehnisse sie drum herum beeinflussen.

Auch diese Geschichte ist alles andere als abgeschlossen…

Fazit

Die Zeit mit ihrer Sprache und dem Verhalten der jungen Erwachsenen (Drogen aller Art waren an der Tagesordnung) fand ich sehr anstrengend. Dennoch ist Rains Geschichte sehr interessant – da sie sich nicht an ihre Vergangenheit erinnert, verläuft ihre Suche nochmal ganz anders.
Allerdings bin ich nun auf das Ende gespannt und hoffe, dass sich alles irgendwie zusammenfügt, denn:

Gesamtfazit – Seasons of Magic

Achtung Spoiler
So interessant ich die Idee auch finden, dass vier Autorinnen Puzzelteile schreiben, die zu einer Geschichte zusammengehören, fand ich die Reihe insgesamt nicht ganz stimmig. Während ein Mädchen durch die halbe Welt reisen muss, um ihren Spruch zu finden und sich dabei noch übernatürlichen Gegnern gegenübersieht, findet die nächste ihren Spruch auf dem Stein, ohne das Gelände wirklich zu verlassen. Eine erfährt, was sie ist, weil sie magische Helfer an die Seite bekommt, bei der anderen fehlen diese Informationen völlig… Eigenständig sind die Geschichten dadurch zumindest nicht. Und auch sonst erschließt sich mir nicht, warum in einer Zeit aktiv verhindert wird, dass die junge Frau den Spruch erlangt, wenn er der nächsten in ihrer Zeit einfach so zufliegt…
Zum Glück gibt es inzwischen auch das magische Ende, sodass sich hoffentlich alle offenen Fragen klären.

Veröffentlicht am 11.03.2019

fazinierendes Setting, spannende Geschichte

Pro und Contra. Mein Licht in deiner Dunkelheit
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Da ich sowohl Melody of Eden als auch die Azur-Reihe geliebt habe, war ich auf das neue Buch von Sabine Schulter gespannt.

Auch Pro & Contra konnte mich mit seiner ungewöhnlichen Grundidee schnell begeistern.
Nach ...

Da ich sowohl Melody of Eden als auch die Azur-Reihe geliebt habe, war ich auf das neue Buch von Sabine Schulter gespannt.

Auch Pro & Contra konnte mich mit seiner ungewöhnlichen Grundidee schnell begeistern.
Nach einem verheerenden Sonnensturm ist Elektrizität zu einem Luxusgut geworden, denn Strom kann nicht mehr künstlich hergestellt werden. Doch einige Menschen tragen die Energie in sich. Allerdings braucht es dazu ein passendes Strompaar, bestehend aus einem Pro und einem Contra. Finden sich die zwei richtigen Menschen, können sie gemeinsam Strom herstellen. Daher hat die Regierung großes Interesse daran, die Paare zu finden. Doch diese zahlen einen hohen Preis dafür. Sind sie erst mal aufgespürt und verbunden, haben sie kein freies Leben mehr, denn sie werden in den Dienst der Gesellschaft gestellt…

Um diesem Schicksal zu entgehen, verstecken sich die Pro Summer und der Contra Kayden die meiste Zeit ihres Lebens. Sie hoffen, ihrem passenden Gegenstück niemals zu begegnen. Ihr könnt euch denken, was dann passiert…
Ihr zufälliges Aufeinandertreffen bringt beide völlig durcheinander. Sie können sich nicht ausstehen. Sie wollen nichts miteinander zu tun haben. Und doch sind sie gezwungen, gemeinsam nach einem Ausweg zu suchen.

Die Veränderung der Beziehung von Summer und Kayden war toll zu verfolgen. Aus Abneigung und Misstrauen wird Freundschaft, doch dafür müssen sie einen steinigen Weg bestreiten. Sie begeben sich in ständige Gefahr, denn wenn die Regierung sie entdeckt, gibt es kein Zurück mehr.
Die wechselnden Ich-Perspektiven von Kayden und Summer geben einen Einblick, wie es den beiden mit den Ereignissen geht und wie sich ihre Einstellung zueinander allmählich verändert. Der Erzählstil ist dabei gewohnt bildhaft und flüssig.

Die Handlung beginnt relativ ruhig, wird dann aber immer ereignisreicher. Dramatische und emotionale Passagen wechseln sich ab und sorgen damit für eine stetig Spannung und Anpassung.
Summer und Kayden sind von einer bunten Mischung aus Charakteren umgeben. Manche sind ein wenig verrückt, andere undurchschaubar. So gibt es aufgrund von Verrat und Intrigen auch einige Wendungen, mit denen mich die Geschichte mehrfach überraschen konnte.

Die Geschehnisse am Ende waren mir allerdings etwas zu knapp geschildert. Alles geht plötzlich sehr schnell und insgesamt bleiben noch einige Fragen offen. Daher hoffe ich auf einen weiteren Band aus der Welt von Pro & Contra.

Fazit

Das faszinierende dystopische Setting konnte mich schnell in seinen Bann ziehen. Der Weg, den die sympathischen Hauptfiguren gehen müssen, ist spannend und ereignisreich. Ihr allmähliches Zusammenraufen ist nachvollziehbar geschildert. Am Ende gehen einige Geschehnisse etwas zu schnell, es bleiben noch Fragen offen.

Veröffentlicht am 11.03.2019

Was wäre, wenn der kleine Prinz nochmal zur Erde käme…

Die Rückkehr des Prinzen
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Ich liebe das Buch „der kleine Prinz“. Durch Zufall bin ich über das Hörbuch zu dieser „Fortsetzung“ gestolpert.
A. G. Roemmers entwirft ein mögliches Szenario, wie es sein könnte, wenn der „kleine Prinz“ ...

Ich liebe das Buch „der kleine Prinz“. Durch Zufall bin ich über das Hörbuch zu dieser „Fortsetzung“ gestolpert.
A. G. Roemmers entwirft ein mögliches Szenario, wie es sein könnte, wenn der „kleine Prinz“ als Jugendlicher zur Erde zurückkommen würde.
Die Geschichte spielt überwiegend auf einer einsamen Landstraße Südamerikas, wo der kleine Prinz am Straßenrand vom Erzähler aufgelesen und mitgenommen wird.

Leider ist die Handlung insgesamt etwas spärlich. Die meiste Zeit sitzen die zwei im Auto und unterhalten sich. Sie reden wortwörtlich über Gott und die Welt…. Dem Prinzen sind viele Dinge auf der Erde unbekannt – Straßen, Autos –, sodass er endlos viele Fragen stellt. Aber nicht nur zu Dingen, die er unterwegs sieht, will der Prinz etwas wissen, sondern auch zu weltlichen Problemen und ihm unverständlichen Verhaltensweisen. Der Erzähler gibt darauf die für ihn bestmöglichen Antworten. Dabei ist er selbst immer wieder Stolz auf seine tollen Vergleiche, die ihm dazu einfallen. Die Sprache ist blumig, bildhaft und philosophisch, wobei ich manches zu erzwungen fand.
Auch auf die Rose und das Schaf kommen die beiden zu sprechen.

Im zweiten Teil begegnen der Prinz und der Erzähler tatsächlich auch andere Menschen. Hier wird die gewohnten Weisheit „man sieht nur mit dem Herzen gut“ immer wieder aufgrgriffen. Nicht alles ist so, wie es auf den ersten Blick scheint. Der Prinz urteilt nicht nach dem, was er sieht, sondern versucht die Geschichte der Menschen zu hinterfragen und bietet ggf. Hilfe an – dadurch hat die Geschichte im letzten Teil nochmal einige nachdenkliche und zum Nachdenken anregende Passagen.

Die Sprechstimme fand ich grundsätzlich ok zum Zuhören. Anfangs gefiel mir nicht, wie die wörtliche Rede des Prinzen wiedergegeben wurde. Dies empfand ich zu arrogant und irgendwie patzig und passte so gar nicht zu dem kleinen Prinzen, den ich mit der Figur assoziiere.

Fazit

Das Hörbuch weckt auf jeden Fall Erinnerungen. An den Zauber des kleinen Prinzen gelangt es allerdings nicht heran.
Das Ende empfand ich auch nicht so ganz stimmig.