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Veröffentlicht am 20.05.2023

Tolle Mischung aus Magie, Abenteuer und Liebe

Das Geheimnis der Schokomagie (Schokomagie 1)
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Nach ihrem 14. Geburtstag zeigt sich erstmals Milas Gabe des Duftsehens: Riecht sie Kakao, sieht sie Bröckchen der Zukunft. Doch am Anfang weiß sie nicht, diese Fähigkeit richtig einzusetzen, geschweige ...

Nach ihrem 14. Geburtstag zeigt sich erstmals Milas Gabe des Duftsehens: Riecht sie Kakao, sieht sie Bröckchen der Zukunft. Doch am Anfang weiß sie nicht, diese Fähigkeit richtig einzusetzen, geschweige denn, die Visionen zu unterdrücken. Natürlich soll niemand mitbekommen, was Schokoduft bei ihr auslöst. Zu einem Problem wird dies bei ihrem SchülerInnen-Austausch nach Paris, wo es an jeder Ecke nach Schokogebäck und Kakao riecht. Zudem ist ihre Gastfamilie ausgerechnet der französische Präsident und dessen Sohn Lou, der Mila ziemlich gut gefällt. Schnell hat Mila erste Visionen, dass im Palast etwas nicht mit rechten Dingen zugeht…

Die Idee der vertauschten Gastfamilie, dass sich ein vermeintliches Mädchen plötzlich als Junge entpuppt (oder andersherum), ist nicht neu. Dass Lou allerdings der Sohn des französischen Präsidenten ist und Mila daher im Regierungspalast wohnen wird, gibt der Story eine interessante Note.

Es entwickelt sich eine abwechslungsreiche Geschichte über Freundschaft, erste Liebe und Magie verwoben mit einer kleinen Detektivgeschichte.
Mila möchte unbedingt mehr über ihre Fähigkeit herausfinden und hofft, in Paris Antworten zu finden, während gleichzeitig niemand mitbekommen soll, was Kakaoduft bei ihr auslöst.
Lou und sie freunden sich an, wobei der junge Franzose immer mehr Herzklopfen bei Mila auslöst.
Und dann gibt es ja auch noch die Probleme im Palast: Der Präsident scheint krank zu werden und Mila hat verschiedene Visionen, die Gefahren andeuten, aber nicht deutlich genug sind, dass Mila genau sagen könnte, was passiert.

Zwar ist die Auflösung nicht ganz überraschend, weil es immer wieder kleine Andeutungen gibt, dennoch sind die Ermittlungen der Kinder spannend. Ebenso haben mir Milas Nachforschungen zur Magie gefallen.

In einfacher, bildhafter Sprache schildert Ich-Erzählerin Mila ihre Erlebnisse.
Super sind auch die angefügten Schokoladen-Rezepte am Ende des Buches.

Fazit

Schöne Story mit zarter Gefühlsentwicklung, einer spannenden Detektivgeschichte und einer großen Portion Magie. Ich freue mich auf Band 2.

Veröffentlicht am 20.05.2023

Unnötiges Drama im zweiten Teil der Geschichte

First & Forever, Band 1 - Be My First
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Ava hat es nicht leicht. Nach einem Auslandseinsatz kommt ihre Mutter schwer verwundet und traumatisiert zurück. Fortan braucht sie stetige Unterstützung, die Ava regelmäßig an ihre Grenzen bringt. Trotzdem ...

Ava hat es nicht leicht. Nach einem Auslandseinsatz kommt ihre Mutter schwer verwundet und traumatisiert zurück. Fortan braucht sie stetige Unterstützung, die Ava regelmäßig an ihre Grenzen bringt. Trotzdem versucht Ava stets geduldig und liebevoll mit den schwierigen Momenten umzugehen und stellt ihre eigenen Wünsche komplett zurück. In der Schule gilt sie als Einzelgängerin und Sonderling. Sie hat alle Freundschaften abgebrochen, weil sie außerhalb der Schule kaum das Haus verlässt. Bis sie Connor kennenlernt und sich plötzlich neue Sehnsüchte entwickeln.

Connor ist für die Chance auf eine Basketballkarriere umgezogen. Er liebt den Sport und ist gut darin. Allerdings ist es vor allem der Wunsch seines Vaters, dass Connor erfolgreich wird. Und Connor möchte diesem seinen Traum gern erfüllen, nachdem sein Vater sich jahrelang allein um ihn gekümmert hat.

Anfangs lässt Ava Connor links liegen. Sie hat weder Interesse an ihm, noch Zeit sich näher mit ihm zu beschäftigen. Connor, den seit einem traumatischen Ereignis in seiner Kindheit starke Zweifel plagen, nimmt dies zunächst persönlich. Bis die zwei zwangsweise für ein Schulprojekt zusammenarbeiten müssen und dabei jeweils hinter die Fassade des anderen schauen. Je näher Ava und Connor sich kommen, desto mehr kollidieren allerdings ihre Wünsche und Zukunftsvorstellungen…

Mir war nicht bewusst, dass die Geschichte von Ava und Connor mit diesem Band nicht abgeschlossen sein würde. Dementsprechend überrascht war ich, dass sich ihre Geschichte voller Aufs und Abs sehr in die Länge zieht und letztlich offen endet.

Die zarte Annährung der zwei, wie sie einander von ihren Familien und ihrer Vergangenheit erzählen, hat mir gut gefallen. Ava ist zuhause stark eingebunden, was ihr wenig Freizeit lässt. Dennoch versucht sie, mit kleinen Gesten für Connor da zu sein. Connor im Gegenzug bringt ebenfalls viel Verständnis für Ava auf und würde sie gern noch mehr unterstützen. Es gibt etliche gefühlvolle und auch witzige Momente. Die zwei sind sehr süß zusammen. Bis sie es plötzlich nicht mehr sind…
Es gibt einen Moment in der Geschichte, in dem die Stimmung kippt. Zwar kann ich den Frust auf beiden Seiten ein Stück weit nachvollziehen, leider macht aber gerade der vorher so sympathische Connor eine 180 Grad Wende durch. Aus dem verständnisvollen jungen Mann, wird ein genervter, egoistischer Kerl, der mit seinem Verhalten für sehr anstrengende Szenen sorgt. Ja, er ist ein Teenager und er hat es auch nicht leicht. Aber dieser Wechsel passte für mich nicht.

Und so steckt die Handlung letztlich voller Drama:
Dramatische, aufwühlende Momente mit Avas Mutter.
Drama in der Schule, weil Ava dort gehänselt wird.
Drama zwischen den beiden. Und das wäre mit etwas mehr Offenheit absolut vermeidbar gewesen.

Zudem gibt es angesprochene Themen, die noch relativ offen bleiben. Ich hoffe, dass es im zweiten Band entsprechende Aufklärung gibt.


Fazit

Besonders Avas Situation bringt viele berührende und aufregende Momente mit sich. Anfangs mochte ich die Dynamik zwischen den zwei Protagonisten total gern. Zum Ende hin war ich von dem unnötigen Streit und Frust allerdings genervt, weil dieser vermeidbar gewesen wäre.

Veröffentlicht am 16.05.2023

Lehrreich, aber auch traurig

Willodeen – Das Mädchen und der Wald der verschwundenen Tiere
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Willodeen liebt Kreischer – eine Tierart, die nachts kreischende Geräusche macht. Viele Bewohner ihres Dorfes schätzen diese Tiere nicht, weil sie stinken. Daher dürfen sie gejagt werden.
Viel lieber haben ...

Willodeen liebt Kreischer – eine Tierart, die nachts kreischende Geräusche macht. Viele Bewohner ihres Dorfes schätzen diese Tiere nicht, weil sie stinken. Daher dürfen sie gejagt werden.
Viel lieber haben die Bewohner die kleinen Summbärchen, die jedes Jahr im Dorf überwintern und zahlreiche Touristen anlocken. Bis die Summbärchen plötzlich nicht mehr auftauchen, die Touristen ausbleiben und damit auch die Einnahmen…
Willodeen ist die einzige, die bemerkt, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Verschwinden beider Tierarten geben könnte.

Das Cover ist zugleich süß und düster. Und so lässt sich auch die Geschichte beschreiben. Ein wichtiges Thema wird hier in ein niedliche Story verpackt, die aber an vielen Stellen sehr traurig, bedrohlich und brutal ist.

Vielleicht wäre es einen Gedanken wert, auch Kinderbücher mit einer Triggerwarnung zu versehen, damit Eltern wissen, was ihre Kinder erwartet, ohne zwangsläufig das ganze Buch gelesen zu haben.

Es sind nur wenige Seiten, dann gibt es ein Feuer. Völlig aus dem Nichts. Willodeen verliert ihre Eltern und ihren Bruder. Es sind nur wenige Sätze, nichts wird ausgeschmückt, weder der Brand noch Willodeens Schmerz. Und doch wird es immer mal wieder thematisiert. Das junge Mädchen wird von zwei Frauen des Dorfes aufgenommen und versorgt. Trotzdem sagt Willodeen selbst, dass dies nicht ihr richtiges zuhause sei. Der Verlust schwingt durchweg mit, ohne richtig behandelt zu werden.

Es geht ebenso bedrückend weiter. Willodeen muss mit ansehen, wie auf Tiere geschossen wird, die ihr sehr am Herzen liegen. Im Anschluss wird das Mädchen selbst bedroht.

Und trotzdem ist es ein schönes Buch, das ich durchaus (mit Einschränkungen halt, weil der düstere Aspekt für die unbegleitete Lektüre nicht für jedes Kind geeignet ist) empfehlen würde. Vielleicht aber noch nicht ab 10, wie vom Verlag angegeben.

Es ist eine Geschichte über ein besonderes Mädchen, das nicht so gern Kontakt zu anderen Menschen hat und sich lieber mit Tieren umgibt und in der Natur aufhält.
Eine Geschichte über eine zarte Freundschaft, nachdem Connor immer wieder in der Nähe auftaucht und Willodeen ein ganz besonders, magisches Geschenk macht.
Eine Geschichte über zwei Kinder, die nicht locker lassen, bis die Erwachsenen ihnen endlich zuhören. Die mutig werden und ihre Ängste überwinden für ein Thema, das ihnen so wichtig ist.

Denn es sind die Kinder, die den Zusammenhang erkennen, das die Probleme, die in ihrem Dorf existieren mit den getöteten Tieren zusammenhängen. Die das Zusammenspiel von Natur und Umwelt erkennen und die Folgen, die sich auch für den Menschen ergeben, wenn ein Lebewesen komplett aus dem System verschwindet.

Was der Geschichte fehlt, ist ein wenig Schwung. Der Handlungsverlauf ist sehr ruhig. Willodeen streift viel umher und macht sich ihre Gedanken. Kluge Gedanken, die den Menschen letztlich helfen werden. Aber Spannung kommt nur wenig auf.

Fazit

Nachdenklich, ein wenig düster, aber auch sehr niedlich und lehrreich. Willodeen ist ein besonders Mädchen, das die Natur genau beobachtet und dadurch Zusammenhänge erkennt, die den Erwachsenen verborgen bleiben. Sie wird mutig und wächst über sich hinaus, um sich Gehör zu verschaffen. Das traurige Schicksal des jungen Mädchens ebenso wie der brutale Umgang mit den Kreischern geben der Geschichte aber eine teils bedrohliche und traurige Atmosphäre, daher Vorsicht mit der Altersempfehlung.

Veröffentlicht am 16.05.2023

Niedliche Geschichte

Der Wunschling – Wünsche schmecken nach Brausepulver
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Wer hätte gedacht, das es anstrengend sein könnte, sich jeden Wunsch erfüllen zu lassen? Theo vermutlich nicht. Bis ein kleiner Wunschling bei ihm zuhause auftaucht, auf der Suche nach einem ganz besonderen ...

Wer hätte gedacht, das es anstrengend sein könnte, sich jeden Wunsch erfüllen zu lassen? Theo vermutlich nicht. Bis ein kleiner Wunschling bei ihm zuhause auftaucht, auf der Suche nach einem ganz besonderen Wunsch, den er gewittert hat. Theo wünscht munter drauf los, allerdings geht bald so einiges schief…

Wunschlinge sind kleine flauschige Wesen mit großen Ohren und langer Nase. Sie erfüllen Wünsche, müssen dies sogar, um satt zu werden. Jeder Wunsch schmeckt anders und die besonderen Wünsche sind besonders lecker. Daher lässt der kleine Wunschling nicht locker, nachdem er einen speziellen Wunschgeruch gewittert hat.

Allerdings geht es in dem Buch nicht nur um große und kleine Wünsche. Nach ihrem Umzug gehen Theo und seine Schwester auf eine neue Schule. Theo muss neue Kontakte knüpfen und dafür erst mal herausfinden, wie seine neue Klasse so tickt.

Eigentlich ist zwar von Beginn an ersichtlich, auf welchen Wunsch der Wunschling es abgesehen hat. Dennoch ist die Geschichte aufgrund von Theos Schulerlebnissen interessant und dank des chaotischen Wunschlings mit vielen witzigen Situationen gespickt.

Die knalligen Grafiken sind zuckersüß und ansprechend. Der Wunschling ist klasse und seine Beschreibungen der Wunschgeschmäcke sehr facettenreich! Die große Schrift, kurze Kapitel und die einfachen Sätze sowie das kindgerechte Thema (werde ich in meiner neuen Schule Freunde finden?) machen das Buch zu einem super Erstlesebuch. Am Ende gibt es dann noch ein paar kleine Rätsel.

Veröffentlicht am 11.05.2023

berührend, aber…

Starburst Effect
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Lily wird in der Schule gemobbt. Drahtzieher ist ihr Nachbar, der Footballspieler Noah. Als dieser nach einem Sportunfall Gehirnschäden zurückbehält, ist es ausgerechnet Lily, die mit Noah an einem Projekt ...

Lily wird in der Schule gemobbt. Drahtzieher ist ihr Nachbar, der Footballspieler Noah. Als dieser nach einem Sportunfall Gehirnschäden zurückbehält, ist es ausgerechnet Lily, die mit Noah an einem Projekt arbeiten soll. Zwar gehört Noah nun auch zu den unbeliebten Schülern, aber kann Lily ihre Verletztheit für die Zusammenarbeit tatsächlich ablegen?

Seit Cinder & Ella habe ich fast jedes Buch von Kelly Oram gelesen, warte aber immer noch darauf, dass mich nochmal eine Geschichte so umhauen kann. Starburst Effect ist es zumindest nicht gelungen, obwohl es schöne Passagen gab.

Insgesamt ist es mir aber viel zu viel Highschool Drama. Die Hälfte des Buches dreht sich einfach nur darum, dass irgendwer (Lily selbst, ihre Freundin oder deren Freunde) sich Gedanken darüber macht, zu den beliebten Kids zu gehören bzw. in Ungnade zu fallen, wenn man mit den falschen Leuten gesehen wird. Supernervig, da für ein klein wenig mehr Aufmerksamkeit und einen besseren Platz in der Mensa eine langjährige Freundschaft weggeworfen wird. Es gibt unnötig viel künstliches Drama, besondern zwischen Lily und ihrer eigentlich besten Freundin, das ich einfach nur anstrengend fand.

Überhaupt halte ich das Verhalten der kompletten Schülerschaft nicht für realistisch:

Wir haben den Football Star der Schule, der zu manchen fies ist, aber natürlich zu den beliebtesten Kids gehört. Er hat einen schweren Unfall während eines Spiel, die halbe Schule schaut zu. Der Unfall verändert sein Leben, er muss sich mühsam zurückkämpfen und wird nie mehr der Alte sein. Und was macht die komplette Schule? Mitleid haben? Mitnichten. Er wird aufs übelste gemobbt. Besonders von seinen ehemaligen „Freunden“.

Nunja, zumindest Noah selbst erkennt durch diese Erfahrung, dass er sich bis vor seinem Unfall ziemlich mies verhalten hat – auch wenn er sich an diese Zeit gar nicht erinnern kann.
Auch der Umgang der Lehrkräfte mit dem Thema ist ziemlich daneben. Es wird zwar bemerkt, dass in der Schule einiges daneben läuft, aber einschreiten tut dann doch keiner.

Nun aber zu den positiven Punkten – davon gab es auch einige.

Neben vielen nervigen Szenen hat das Buch einige sehr emotionale Augenblicke. Besonders das letzte Viertel hat mich so manche Träne verdrücken lassen. Gleichzeitig muss ich aber auch sagen, dass mir hier vieles zu einfach und rosig dargestellt ist und mehrere Figuren einen etwas zu plötzlichen Wandel durchmachen.

Noahs Schicksal ist sehr bewegend – auch wenn sein ganzer Krankheitsverlauf leider auch ein wenig unrealistisch wirkt, da alles extrem schnell geht – vom Koma zurück auf die Schulbank.
Dennoch muss Noah sich mit dieser neuen Situation arrangieren. Sein Leben ist völlig anders als vorher, er kann viele Dinge nicht mehr, zweifelt an sich und seinen Zukunftsperspektiven.

Auch für Lily ist die Zukunft – schließlich beschreibt das Buch das letzte Jahr vor dem Schulabschluss – ein großes Thema. Familiäre Probleme, Geldsorgen und die Frage der richtigen Berufswahl beschäftigen sie sehr.

Beide kämpfen mit sich selbst – und dann auch noch miteinander. Kann Lily ihrem ehemaligen Mobber verzeihen? Ihn sogar unterstützen? Und ist Noah nach dem Unfall tatsächlich ein anderer Mensch?

Richtig cool fand ich übrigens den kleinen Verweis auf Ellamara.

Fazit

Es gab tolle Momente und viele ernste Themen. Besonders die letzten Seiten waren sehr emotional und berührend. Aber es gab auch zu viel zu viel Drama und unrealistisches Verhalten samt viel zu plötzlichem Sinneswandel verschiedener Charaktere.

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